NAS für Videoschnitt (semi-profi)

mrcll

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Liebe Community,

ich benötige Orientierung, da ich aufgrund intensiver Recherche den Überblick verloren habe.

Was ich suche: Ich suche Hardware für einen Speicherbedarf von etwa 12-16 TB, auf dem 1-2 Personen direkt in Final-Cut-Mediatheken arbeiten können.

Ausgangslage:

  1. Wir sind eine kleine GmbH und haben erste Schritte im Bereich Content-Erstellung unternommen. Unsere Pläne sehen eine Expansion vor, und ab Dezember beziehen wir neue Räumlichkeiten, in denen wir 3 kleine Sets einrichten werden. Derzeit generieren wir mit unserem Content noch keinen direkten Umsatz, jedoch glauben wir, dass dies in 1-2 Jahren möglich sein könnte. Einige Teile unserer Inhalte sind bereits jetzt indirekt von Bedeutung für unsere Umsätze (Unternehmensberatung).
  2. Bisher verwenden wir SSDs direkt aus dem Aufnahmemonitor und den internen Speicher der MacBooks. Fertiges oder älteres Material wird auf einem Synology NAS gespeichert. Unsere Aufnahmen erfolgen derzeit in 1080p. 4k-Aufnahmen sind zwar denkbar, jedoch aktuell für unseren Content noch nicht erforderlich.
  3. Ich selbst bin Informatiker und kann mich gut in verschiedene Themen einarbeiten. Dennoch habe ich großen Respekt vor Fachleuten und erkenne, dass ich nicht alles alleine erledigen kann, insbesondere wenn ihre Dienste ihren Wert haben.
  4. Ich suche nach einem vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich möchte mein Budget dort einsetzen, wo Sparen keine gute Option ist und wo es sinnvoll ist, in die Zukunft zu investieren. Wir werden unser Netzwerk entsprechend ausstatten, mindestens eine Verbindung über SFP+ sowie entsprechende 10GbE-Hardware wird vorhanden sein. Auch die MacBooks können mit 10GbE aufgerüstet werden.
  5. 24/7 Betrieb, da auch mal kleine Sachen Remote bezogen werden müssen und Nachts Backups laufen.
  6. Budget: Zauberhaft wären <5000€ netto, gerne weniger. Auch Leasing ist denkbar, mit Leasing bei Server kenne ich mich nicht aus.
Was ich bisher zu wissen glaube:

  1. Wir planen keine Lösung von Synology, da sie erstens zu teuer (Preis-Leistungs-Verhältnis) ist und zweitens nur eigene Festplatten unterstützt.
  2. Ich tendiere immer mehr dazu, TrueNAS Core zu verwenden. Gegen UnRaid spricht, dass es kein RAID 5 unterstützt und daher die Performance von der einzelnen Festplatte abhängt.
  3. In diesem Forum wurde zu Recht darauf hingewiesen, dass man Server von bekannten Marken mit entsprechendem Wartungsservice beziehen sollte. Oder dass man gleich ein Systemhaus beauftragen könnte. Ich versuche jedoch eine Lösung zu finden, die weniger kostenintensiv ist. Ich bin bereit, zukünftig Arbeit abzugeben, sobald unser Content sich selbst finanziert. Derzeit gibt es keine zeitkritischen Daten auf dem Speicher. Ein Ausfall von wenigen Tagen wäre derzeit akzeptabel.
  4. Was mir mehr Sorgen bereitet, ist meine Zeit. Ich habe großen Spaß an diesem Thema, jedoch liegt die Wertschöpfung in anderen Bereichen. Mir ist bewusst, dass dies für eine schlüsselfertige Lösung von einem Systemhaus spricht, jedoch benötigen wir beispielsweise noch professionelle Beleuchtung, Handwerker für den Studioaufbau und den Glasfaser-Ausbau auf eigene Kosten, und so weiter.
  5. Schritt für Schritt soll die gesamte Infrastruktur aufgebaut werden: Ein Performance-NAS für die Bearbeitung, ein Datengrab-NAS für Projekte, die älter als X Monate sind, und ein Datengrab an einem zweiten Standort als Spiegelung (per 1 GB-Anbindung). Unser aktueller Schwerpunkt liegt auf dem Performance-NAS.
Was mir sehr helfen würde, sind Beispiel für Komponenten, die gut gehen, bzw. üblich sind. Vielleicht sind gebrauchte Server eine Alternative. Hier lese ich aber, dass die ineffizient auf Jahre gerechnet die Ersparnis nicht rechtfertigt.

Falls jemand so eine Lösung selbst betreibt, wäre ich über Hinweise dankbar. Auch alternative Konzepte nehme ich gerne an. Wenn es per se eine Lösung mit support sein muss, dann auch gerne mit Tips zum Sparen.

Ich bedanke mich bei jedem, der mir hilft, das Thema für mich zu sortieren.
 
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mrcll schrieb:
Ich suche nach einem vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich möchte mein Budget dort einsetzen, wo Sparen keine gute Option ist und wo es sinnvoll ist, in die Zukunft zu investieren.
Dann nenne doch mal ein Budget.

Cu
redjack
 
Und ich hab noch die ganze Zeit gedacht: Vergiss das Budget nicht... :rolleyes:

Budget: Zauberhaft wären <5000€ netto, gerne weniger. Auch Leasing ist denkbar, mit Leasing bei Server kenne ich mich nicht aus.

Auch im Ursprungspost ergänzt.
 
mrcll schrieb:
Wir planen keine Lösung von Synology, da [...] nur eigene Festplatten unterstützt.
Das stimmt doch gar nicht.
Bei den ganz großen Modellen wie der RS4021xs+, die in euer Budget eh nicht passt, sind nur wenige Dritthersteller auf der offiziellen Kompatibiliätsliste; das ist nicht toll für den Kunden.

Bei den meisten anderen sind die Kompatibilitätslisten der Speichermedien voll von Drittherstellern; einzig die M.2-SSDs für Cache haben teils keine Dritthersteller, wobei die Wirkung von SSD-Cache ja leider meist sehr gering ausfällt.
 
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Statt SSD-Cache würde ich direkt auf SSDs setzen.
Ich meine 4 TB SSDs gibt's ab 200 Euro, 8 TB SSDs ab ca 600 Euro.

(ich lese halt so oft Festplatten, das irritiert mich ein wenig)
 
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Schon zwei Jahre alt. Aber ein NAS mit SSDs


Zumindest um zu sehen, was das heißt.
 
Bei dem Budget entweder wirklich SSD Only, auf TLC Speicher achten! Oder wenn es gewerblich genutzt werden soll, sich eventuell an ein Systemhaus wenden, da dann auch sowas wie Express-Austausch und Hochverfügbarkeit abgedeckt werden kann.
 
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Ich würde sowas dafür nutzen

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Kannst du dir da zusammenstellen

www.thomas-krenn.de

Cu
redjack
 
redjack1000 schrieb:
Ich würde sowas dafür nutzen

Anhang anzeigen 1404614

Kannst du dir da zusammenstellen

www.thomas-krenn.de

Cu
redjack
Bringt leider wenig, so ein SSD Cache greift dafür zu selten und Videoschnitt mit HDD-Geschwindigkeiten, gerade bei der Latenz und den Random R/W-Werten... das will man sich nicht antun
 
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Meiner Meinung nach ergibt ein SSD-Cache nur fürs Schreiben Sinn. Beim Video-Schnitt dürfte aber das Lesen viel häufiger in Frage kommen.
 
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