NAS: Selfbuild oder Fertig? tvheadend

Zoba

Lieutenant
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Moin,

folgende Situation. Ich habe momentan einen i3-3225 mit 4 GB ram, ssd und 3TB Platte, ambilight und TV-karte als HTPC/NAS-Kombi in Benutzung. Da drauf läuft momentan OpenELEC. Auf einem Pogoplug ist ne Easymouse und eine entsprechende Karte.. So, jetzt will ichs halt so haben, dass die TV-Karte übers Netzwerk (oder via VPN auch von unterwegs) nutzen kann (z.B. xbmc aufm android-handy bei den eltern einfach via vpn nach hause verbinden und so auch auf dem Land TV gucken können etc.)

Problem: Wenn ich den HTPC an mache geht auch TV, Receiver und co. an. Das ist unnötig. Jetzt habe ich mir folgende Möglichkeiten überlegt:

1. HTPC zum NAS ummodeln und mir n NUC als neuen HTPC holen.
2. HTPC mit ESXi laufen lassen (Dann FreeNAS/Win2012 Server und openELEC/Ubuntu drauf)
3. HTPC behalten und HP N54L kaufen und als NAS benutzen
4. HTPC behalten und mir ein Synology/Qnap kaufen

Folgende Fragen werfen sich auf:

Zu 1.: Ist so ein NUC performant genug (hab kein Bock auf das gelagge vom RasPi)

Zu 2.: Geht das überhaupt? Der HDMI-Port müsste doch immer das Bild vom esxi-host ausgeben, oder? Sollte das gehen, müsste ich den HTPC-Gast ja auch einfach abstellen können, und damit dann auch das Adalight ausgeht. Der Gast müsste dann ja auch wieder angehen, wenn der Pulse-Eight-Adapter n Signal auf dem entsprechenden HDMI-Port sendet, oder?

Zu 3.: Kriegt man den N54L auch in nen low-energy modus? Die Synology 213j braucht ja nach Spindown der Platten geschmeidige 4 Watt. Kriegt man das mit dem N54L in irgendeiner Form auch weiter runter? Die 19W Idle + Platten sind dagegen ja ne Ansage

Zu 4.: Wenn nicht 1-3. Welches leises (steht dann im Wohnzimmer) NAS mit 2-4 Platten sollte ich mir dann eurer Meinung nach holen?
 
zu 2)
Ausgabe über Hardware (HDMI) mit einem ESXi-Host kannst Du vergessen.
Zum einen bräuchtest Du VT-d (ggfls. noch unterstützt durch CPU und Board).
Zum anderen müsste der Passthrough der Hardware zur VM exklusiv sein,
und dass ist es schon nicht, da ja das Terminal des ESXi-Hosts diese nutzt.
Ausser Du nutzt noch eine weitere GraKa.
 
Zu deinen einzelnen Fragen:

1) Kommt drauf an welcher NUC. Haswell definitiv, zum neuen Atom NUC gibts hier auf CB nen Test
2) Geht nicht da ein ESXi Host kein Bild direkt ausgeben kann
3) Der N54L kann nur bedingt in einen Standby Modus gehen
4) Ich persönlich bin mit Synology sehr zufrieden. DS212j oder DS414 würde mir da direkt einfallen.

Zu 4: Wenn du auch noch transkodieren willst (Plex, ...) dann würde ich dir raten ne NAS selbst zu bauen mit nem Haswell Prozessor und Ubuntu/Debian drauf.
 
Schade, 2 wäre meine Lieblingslösung gewesen. Geht auch nicht via Xen, oder?

Was mich interessieren würde. Was würdet ihr machen? Das ist mein Hauptdilemma.
Gegen N54l spricht der Verbrauch. Dafür, dass der flexibel ist und auch Windows Server etc. laufen lassen kann - also viel mehr an Anwendungen (z.B. nzbdrone, was ich gerne nutzen würde). Der könnte dann auch VM's laufen lassen. Das Ding muss aber dann silent sein, wenn nicht aktiv gebraucht.

Vorteile haben beide Systeme (N54L ist z.B. auch günstiger - geht ja schon ab 150€ los).
What would Tyler Durden do?
 
Ok: Dazu die Frage: warum muss es ein Windows Server sein?

Ich persönlich würde dir von 2. abraten.
Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: HTPC und Server haben unterschiedliche Anforderungen. Wenn du n Gerät nimmst dass weder Server noch HTPC ist wirst du definitiv nicht glücklich.

Wenn du vor hast die NAS als Speicher- und Download-Server zu benutzen dann ist ein Windows definitiv zu oversized.

Ich habe z.B eine Synology DS412+ als Fileserver zuhause. Downloads (pyload) und Medienstreaming ohne Transkodieren (plex) laufen 1A. Nur beim 1080p transkodieren kommt die NAS an ihre Grenzen.
Wenns also nur speicher und nzb (Usenet) Downloads sein sollten bist du mit Synology / Selbstbau NAS absolut am richtigen Weg.

Der genannte N54L ist nichtmal so toll wie es klingt.
Ein beliebiges Haswell Mainboard mit picoPSU liegt preislich ähnlich, aber bietet massiv mehr Performance.
 
@Zeroflow, nzbdrone läuft mit .net - daher würde ich im Falle eines virtuellen Servers auch einen Gast mit Windows aufsetzen.
Ja, momentan bin ich mit dem HTPC (i3 etc.) sehr zufrieden. Das 414+ fand ich jetzt nicht so ultra überzeugend.. Was wäre von qnap und synology euer tipp?
 
Du könntest den i3 als NAS mit TV Karte nutzen, VDR installieren.

Dein HTPC ( Intel NUC <- der kleine billige reicht für OE vollkommen) kann sich dann das VDR Signal direkt vom NAS holen.

Wenn du per VPN irgendwo bist kannst du das VDR Signal auch Transcodiert (oder Roh, je nach Upload zuhause) abgreifen.
Bedenke aber das Transcodieren frisst recht viel CPU (wenn es klein werden soll). Ob der i3 da reicht wäre zu probieren (sollte aber gehen).

Die fertigen NAS sind halt langsam, teuer und unflexibel gegenüber Eigenbau/N54L.

nzbdrone? Windows ist da überflüssig, noch nichts von CouchPotato/SABnzbd/Sickbeard gehört ?

(auch bequem in OpenMediaVault per Plugins installierbar, genau so wie VDR)
 
Ja, CvH - sind mir bekannt. Sickbeard etc. läuft bei mir im Moment auch auf dem openELEC. Funktioniert auch soweit, aber nzbdrone hat einige Features, auf die ich ungern verzichten würde - z.B. manuelle Suche - (läuft im Moment nur ab und zu, um alles zu grabben, was sickbeard nicht findet).

Ja, genau das ist meine Frage. Krieg ich den i3 sparsam genug um ihn als echte Konkurrenz gegen nen Synology setzen kann (was Stromkosten angeht). Momentan tendiere ich dazu auf dem i3 SteamOS laufen zu lassen, wenn es soweit ist, um Spielestreaming zu betreiben und Emulatoren laufen zu lassen und mir n Synology zu holen. Da wäre die Frage welcher. Oder eben i3 als NAS und NUC mit SteamOS/XBMC.. Was ist auf die nächsten Jahre gesehen günstiger!

Wie siehts nun also real in Sachen Verbrauch aus!?
 
Also SABnzbd kann suchen, im Zweifelsfall kann man nzbdrone auch unter Debian (steamOS z.B.) laufen lassen, das ganze per X11 Forwarding (oder VNC) dann auch von irgendwo abgreifen.

Naja ein i3 mit paar HDD´s wird bei ~30Watt liegen, ein Synology ... bei ~20W (geschätzt). Den größten Haufen machen die HDD´s.
Ich würde mal behaupten das der mehr Preis des FertigNAS niemals durch die Stromkosten wieder reingeholt werden können. Wenn man sowas wie wake on Lan oder Standby einsetzt (ja auch kein Problem).

Bei 10W unterschied 24h/365 (HHD´s brauchen ja in egal wo das selbe) macht im Jahr ~20€ aus.
Bei Standby und Wake on Lan wird da mal schnell 5€ draus. Da kannste dir ja ausrechnen wenn du den Mehrpreis raus hast. 20 Jahre ? ;) (da du den i3 ja schon da hast wird es dann wohl 40-50 Jahre werden ;) ). Und selbst dann hast du noch immer so ein popligen NAS der nicht viel kann ;)
 
Ich behaupte jetzt mal, so n 213j geht im idle auf 3W runter (und seien wir ehrlich - die meiste Zeit ist idle). Das kriegste mit nem i3 nicht hin. Sagen wir die Platten spinnen also auch komplett runter. Das macht dann schon n Faktor 10 aus. Und ob 30€ oder 300€ auf 5 Jahre ist schon n Unterschied... hmpf.
Die neuen können diesen "deep-idle" scheinbar ja nicht, soweit ich das las.

Andererseits, die mehr Power wär schon gut. Dann bleibt nur die Frage: Welches OS und welches NUC?
 
Die alten i3 gehen ~16W Idle, sagen wir mal relistisch 20W gegenüber 5W beim wesentlich schwächeren fertig NAS. In Zeiten von Wake-On-Lan bekommst du das nie weider rein.

OpenMediaVault ? (Debian 6, bald 7)
 
Ich überlege was auf Basis von nem AMD Athlon 5350 oder Intel G3220T zu bauen. Laut openmediavault Forum müsste ich mit 2 Platten auf ~12W Verbrauch kommen mit dem AMD. Wäre auch ne Idee..Siehe hier.
Dazu so ein Pico-PSU: 200W Pico PSU
2 Platten und evtl. die CPU sogar passiv betreiben. Dann hätte ich wirklich alles, was ich mir wünsche. Im OpenMediaVault-Forum hab ich auch ein Script gefunden, dass das NAS abstellt, sobald Handy und Hauptrechner nicht mehr anpingbar sind. Nice. Werde aber wahrscheinlich eher n richtiges Server-OS dann nehmen.. :)
 
Jop so habe ich das auch, geht prima, in Verbindung mit einem Router mit OpenWRT (andere gehen bestimmt auch) kannst du auch problemlos den NAS starten lassen wenn du z.B. mit dem Handy heim kommst oder ähnliches. (Gerät abc verbindet sich mit Router -> WoL NAS)
Wenn kein Gerät mehr im Netzwerk (Autoshutdown Addon in OMV) bitte Standby/Hibernate nach X-Minuten.

Viel mehr Server OS als Debian mit OpenMediaVault wird es ja nicht mehr O_o
Da geht ja alles was man so bräuchte und durch OMV muss man den großen Teil nicht mit der Hand zusammenfummeln.
 
Zoba schrieb:
http://geizhals.de/asrock-q1900-itx-a1102397.html

Ginge ja auch, dann hätte man das ganze sogar passiv gekühlt. Wie schließt man Platten an, wenn man sich für den Strom via Notebook Netzteil entscheidet?

Morgen,

denke du hast dich mit dem Link vertan und meinst eher das Mainboard:

ASRock AM1H-ITX. Deins ist ja eine Fertiglösung, wo kein AM1 Prozessor rauf kann.

Bei dem Asrock liegt eine Y-Kabelpeitsche bei, die auf das Mainboard gesteckt wird. Dann können max. zwei Geräte mit Strom versorgt werden.

Bis denne!

PS: Das von dir verlinkte Mobo ist aber auch interessant finde ich. Kann der Filme HW-unterstützt decodieren oder ist das eher ein reines Server-Board?
 
Zoba schrieb:
http://geizhals.de/asrock-q1900-itx-a1102397.html

Ginge ja auch, dann hätte man das ganze sogar passiv gekühlt. Wie schließt man Platten an, wenn man sich für den Strom via Notebook Netzteil entscheidet?

hab ich als HTPC, läuft passiv perfekt ! MB + SSD 9-10W!

4 HDD´s könnten eng werden, du hast bei dem Notebook Netzteilen intern im Gehäuse dann ganz normal die Stromanschlüsse (meist nur einen). Da müsste man dann er Y-Kabel erweitern, ob man 4 HDD´s an einen Strang anschließen kann (von der Leistung her) bin ich auch bisschen überfragt.

Leistung hat das ding mehr als genug. (zum Transcodieren wirds natürlich eng je nach Setting)

http://www.hardwareluxx.de/communit...systeme-30w-idle-1007101-12.html#post22176392
 
Zuletzt bearbeitet:
@Wanderer, schon klar, aber danke für den Einwand. Ja, das wäre eben die Intel-Alternative gewesen. Denke aber ich werde zum AMD greifen. Der sollte laut Tests schon noch n Stück schneller sein, bei 1-2W mehr Verbrauch und soll trotz Lüfter unhörbar sein.
Die Intel-Lösung nehm ich aber hauptsächlich nicht, weil ich noch "richtigen" Ram rumliegen habe und mir so die 50€ sparen kann.
Also das mit den 4 HDDs soll so weit klappen (habe schon von i5's mit pico gelesen etc.).. Nur der Anlaufstrom bereitet mir Sorgen.
Mit meinen geplanten 2-4 4TB WD NAS Reds sollte das aber gehen - die gelten doch schon als ziemlich sparsam (laut gh.de 4.x W im idle) - was Machbarkeit scheiden sich aber scheinbar die Geister. Werds eh erst mal mit 2 Platten laufen lassen.. :)

AMD Athlon 5350
ASrock AM1H-itx
Ram hab ich tatsächlich noch 8 GB rumliegen

Und folgende Fragezeichen:

Welches (wie viel Watt??) Pico-PSU brauch ich, welches ist empfehlenswert? Welches externe Netzteil dazu?
Und der größte Kicker: Welches Gehäuse?
 
Theoretisch reicht ein 90W Pico (~30W CPU+MB, 4x8W HDD) wäre allerdings ziemlich knapp. Evtl ein 120W ? Vom Preis nicht viel Unterschied (ob es für 4 hdd´s reicht wäre zu klären).

Gehäuse ist eigentlich egal, ich habe ein billigst Gehäuse was ein Lüfter vor den HDD´s hat (der trudelt bei geringer Umdrehung, weil im Sommer sonst die Temperatur über 40°C gingen). Steht bei mir eben auch im Strom Schrank.

Außer das das Gehäuse halbwegs ordentliche Belüftung zulassen muss brauchst du ja nichts davon. Auf Verarbeitung kannst du ja geflissentlich pfeifen wenn es nur herumsteht).
 
Man liest in dem Luxx-Thread immer von einem Leicke Tischnetzteil - Ist damit das hier gemeint?
 

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