NetBIOS/NetBEUI

[Moepi]1

Lt. Commander
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Möpmöp,
Ich hab ein persönliches Problem mit NetBIOS - dieses Protkoll macht mich blöd an!


Ne im Ernst: was genau ist NetBIOS? Im Internet heißt es immer, es sei ein API, ursprünglich entwickelt von IBM unter DOS, das es Anwendungen erlaubt, Daten transparent auszutauschen. Toll, soweit so gut.
Ich hab aber immer im Hinterkopf den Begriff "NetBIOS-Name". Ich dachte immer, der normale Computername unter Windows sei ein NetBIOS Name. Ich dachte, NetBIOS-Namen würden via NetBIOS Broadcasts bzw. von WINS-Servern aufgelöst. Wenn wir schon beim Thema sind, auf welchem OSI-Layer arbeitet NetBIOS? Laut Cisco auf L2, aber begründet wird das leider nirgends...

Und was ist dann NetBEUI? Jaja, NetBIOS Extended User Interface, schon klar, aber was macht das dann? Transportprotokoll von NetBIOS? Microsofts Implementierung von NetBIOS??


Klärt mich auf!!
 
Schau mal hier. Werkam hat da schon einmal etwas zu geschrieben.
 
Das hilft mir leider auch nicht wirklich weiter.

Ich geh grad den RFC durch...
 
Dicken Microsoft Wälzer rauskram...

NetBIOS:
-NetBIOS ist kein Protkoll, sondern eine Schnittstelle
-Schnittstelle für Anwendungsprogrammierung, mit deren Hilfe Benutzeranwendungen Anweisungen für Netzwerkeingabe/ausgabe und Steuerung an die zugrunde liegenden Netzwerkprotokolle richten können
-ein Anwendungprogramm, das NetBIOS-API für die Netzwerkkommunikation einsetzt, kann auf jedem Protokoll ausgeführt werden, das die NetBIOS-Schnittstelle unterstützt

-NetBIOS stellt zur Verfügung:
Namensregistrierung(Überprüfung), Einrichtung und Abbruch von Sitzungen, zuverlässige verbindungsorientierte Übertragung von Benutzerdaten, nicht zuverlässige verbindungslose Datenübertragung in Datagrammen, Unterstützung für das Überwachen und Verwalten von Protokollen und Adaptern

Zuerst stützte sich NetBIOS vollkommen auf das Übertragungsprotokoll NetBEUI. NetBEUI wiederum basiert auf dem NetBIOS-Namespace als alleiniger Identifizierung der Computer im Netzwerk. Als TCP/IP Standard als Übertragungsprotokoll wurde, wurde NetBEUI als Übertragungsprotokoll abgesetzt(ist sowieso nicht routingfähig) -> NetBIOS über TCP/IP -> findet man in den Eigenschaften von TCP/IP.

NetBIOS wird also verwendet, um "Rechner"-Namen im Netzwerk aufzulösen, speziell bei Betriebssystemen älter als Win2000(Wins-Server, Broadcasts wenn kein WINS-Server vorhanden ist, lmhosts) -> also z.B. bei \\Rechnername\Freigabe . Ab Win2000 wird standardmäßig DNS zur Namensauflösung verwendet, in einem reinen Win2000 Netzwerk wird also NetBIOS nicht mehr benötigt.

Bei NetBEUI wird der Rechnername(NetBIOS-Name) als einzige Identifikationmöglichkeit verwendet. IP-Adressen gibts da ja nicht. Ein NetBIOS-Name darf nur aus 15 Zeichen bestehen, was man speziell dann beachten sollte, wenn auch ältere Rechner im Netzwerk sind.


Hoffe das reicht erstmal als Antwort.
 
ALCx schrieb:
Dicken Microsoft Wälzer rauskram...
Ab Win2000 wird standardmäßig DNS zur Namensauflösung verwendet, in einem reinen Win2000 Netzwerk wird also NetBIOS nicht mehr benötigt.


Gilt aber nur dann, wenn ein DNS-Server im LAN ist. Und auch dann ist das Browsen von Netzwerkressourcen über "Netzwerkumgebung" nicht möglich, da der Browserdienst meines Wissens auf NetBIOS aufstetzt und nicht auf DNS.
 
Ja, ist richtig.

In einem Firmennetzwerk braucht man aber kein NetBIOS(darauf bezog die Aussage). Einen DNS-Server gibts sowieso(mindestens einen) und der normale Anwender hat da nichts zu browsen :) ... ist sogar ne sicherheitsrelevante Sache, wenn irgendein User was Vertrauliches freigibt(wie auch immer) und einer der sich gerade langweilt, per Netzwerkumgebung, diese Freigabe findet. War bei uns in der Schule Gang und Gebe ...hat man erstmal nen Computer(Computernamen)einer anderen Klasse gefunden, konnte man dann per Netzlaufwerk, dank dem gleichen Adminpasswort auf allen PCs, ziemlich viel anstellen ;) .

Der Satz mit dem Windows 2000 Netzwerk steht so ähnlich auch im Buch, nur das da nicht "nicht mehr benötigt" steht, sondern "nicht erforderlich".
 
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