Netzwerk-Aufbau: Muss der Router am Telefonanschluss hängen?

alic

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Hallo zusammen,

ich renoviere gerade ein Zwei-Familien-Haus.

Zunächst soll das gesamte Haus von einer Partei bewohnt werden. Später von zwei Parteien.

Derzeit verlege ich die Netzwerkkabel, die alle im Keller zusammenlaufen. Dort befinden sich auch die beiden Telefon-Anschlüsse.

Wenn ich richtig informiert bin, ist der "klassische" Aufbau: Anschlussdose --- Router --- Switch --- Patchfeld.

Damit müsste der Router bzw. später beide Router immer im Keller stehen, was bezüglich Sicherheit, WLAN-Reichweite und Komfort nicht optimal ist. Daher die Frage:

Kann ich das Netz auch so aufbauen, dass ich die Router später über die Netzwerkdosen in den einzelnen Wohnungen aufstellen kann?

Also irgendwie so eine Konstruktion:

Anschlussdose --- Patchfeld --- Router ???

Ich hoffe, ich habe das Problem so beschrieben, dass Ihr versteht, was ich meine.

Danke
Alex
 
Was heisst hier bezüglich Sicherheit? Im Keller ist es sicherer wie neben dem Fernseher wo jedes Kind drauf Zugang hat.

Wlan hast du mit einem Access Point. Weiss nicht wo das Problem liegt.

Und wegen der Komfort: Du baust das einmal zusammen, sobald es mit deinem Heimnetzwerk verbunden ist kannst ja vom oberen Stock aus drauf zugreifen per interner IP Adresse, den Rest verkabelst du eh oben direkt an der Dose. Falls du zu wenige Anschlüsse hast einfach n Switch ran und gut ist.
 
Man kann die Telefonleitung problemlos über das Netzwerkkabel "verlängern" und so den Router in der jeweiligen Wohnung aufstellen.

Kelelr -> TAE -> Patchfeld -> LAN-Dose -> TAE Adapter -> Router -> Endgeräte

Wenn aber zwei Mieter in zwei Wohnungen sind, braucht man im Keller auch zwei TAE Dosen für jeden Anschluss eine TAE Dose.
 
Hi,
gib einfach mal bei Amazon "TAE RJ45" ein, dann findest du eine Menge Adapter in beide Richtungen.
RJ45 bezeichnet dabei den Steckertyp, den du für das klassische Ethernet LAN Pachtfeld brauchst.
 
Selbstverständlich wird eine strukturierte Verkabelung zu exakt deinem Szenario ja verwendet.
Ich mache das immer so, wenn es Verkabelung gibt.
Du brauchst auch kein nennenswertes Kabel; heutige Speedports/FritzBoxen haben ja ein TAE auf RJ45 Kabel mit dabei.
Damit kann man von der TAE im Keller direkt aufs Patchpanel, oben an der Dose dann mit Netzwerkkabel in den WAN Port des Routers.
Wenn du die 1. TAE auch oben haben willst, dann musst du dir ein Kabel klemmen von den 2 Adern auf RJ45, das hochpatchen, oben von RJ45 auf 2 Adern der TAE und die TAE dann neben die Dose setzen.
Das sieht aber unsauber aus und man muss viel basteln.
Nimm Lösung a :)
 
Dein "Router" ist kein reiner Router. Eine normale Fritzbox z.B. vereint (unter anderem) Modem, Router, Switch, WLAN-Access-Point. Die Komponenten kann man auch alle einzeln kaufen bzw. in so einem Kombinationsgerät wie der Fritzbox lassen sich diese Funktionen auch alle einzeln an- und abschalten.

Was wichtig ist: Modem an die Telefondose, Router ans Modem. Was dahinter passiert ist dir überlassen.

EDIT: Kabellängen spielen in normalen Wohnungen und Einfamilienhäusern eine untergeordnete Rolle. Zur Not verlängerst du das Kabel von der Telefondose im Keller halt bis in den ersten Stock, dann kannst du Modem/Router dort aufstellen.
 
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alic schrieb:
Wenn ich richtig informiert bin, ist der "klassische" Aufbau: Anschlussdose --- (Modem ---) Router --- Switch --- Patchfeld.
Diese Reihenfolge der Geräte ist richtig. Über den Aufstellungsort sagt sie nichts(!) aus und die kann man den örtlichen Gegebenheiten entsprechend frei bestimmen. Modem und Router können in einem Kombi-Gerät vereinigt oder mehrere Geräte sein.

Bei mir beispielweise kommen Kabelanschluss und Telefonanschluss (nicht genutzt) im Keller ins Haus. Dort am HAV ist das Kabelmodem (Routerfunktion deaktiviert) angeschlossen und dort habe ich ein kleines Rack mit u.a. Switch und Patchfeld installiert. Die LAN-Verkabelung geht von dort in die Wohnräume in den verschiedenen Etagen. Der Router (AVM 7490, DSL-Modem nicht genutzt) steht irgendwo zentral im Haus, weil er das WLAN bereitstellt.

Es braucht dazu ein LAN-Kabel zwischen Kabelmodem und Router und ein LAN-Kabel zwischen Router und Switch. Daher installiert man bei der LAN-Verkabelung grundsätzlich Doppeldosen. ;)

Die LAN-Verkabelung nutze ich auch zum Anschluss der analogen Telefone, weil diese nicht am Router, sondern am Kabelmodem hängen (VoC statt VoIP) und ich natürlich nicht in den Keller laufen möchte, wenns klingelt. :D

Bei einer späteren Zwei-Parteien-Lösung sollte man die Netze baulich sauber auseinander halten, also z.B. die Patchfelder erst in den beiden Wohnbreichen platzieren.
 
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Da ein Patchfeld eine passive Komponente ist müsste das eigentlich gehen, allerdings könntest du doch eigentlich den Telefon Anschluss auch nach oben ziehen...

Anschluss Dose, Patchfeld, Zimmerdose, Router.

Theoretisch müsste auch eigentlich nur das Modem an die Dose.. Der Router könnte durch gepatcht werden. (Ist dann allerdings eine Zwei Komponenten Lösung)

Die Frage die sich mir nur stellt ist:
Kriegst du wirklich noch einen Neuanschluss mit Klingeldraht (Telefonkabel) oder kriegst du LWL (FTTH)?
 
du führst einfach die TAE Anschlüße im Keller über das Patchpanel nach oben, musst halt nur auf die korrekte Belegung achten! MAchen Firmen schon seit Jahren so das sie Telefon und Netzwerk über das Patchpanel verteilen.
 
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Wow!

Danke für die vielen Antworten.

Leider bin ich damit etwas überfordert... :freak: :

Also die Anschlussdose ans Patchfeld und dann von der dazu gehörigen LAN-Dose an den Router. Quasi eine reine Verlängerung. So weit, so klar.

Aber brauche ich dann nicht auch wieder eine Verbindung vom Router zum Switch?
 
Wenn vom Keller LAN-Kabel in die jeweiligen Räume der Wohnungen gehen, dann brauchst Du auch eine Verbindung vom Router runter zum Switch (Trennung der Wohnungen beachten, sonst gibt es zwei Router / zwei DHCP Server im gleichen Netz).
 
alic schrieb:
Aber brauche ich dann nicht auch wieder eine Verbindung vom Router zum Switch?

ja klar. Haben die anderen hier ja auch schon geschrieben;) Deswegen IMMER Doppeldosen verbauen!
 
Doch, so ist es, korrekt. Darum hochverlängern und bei der zweiten Dose im Bedarfsfall wieder runter aufn Switch.
Wie schon geschrieben, immer Doppeldosen (sonst braucht man diese unsäglichen Splitter 8p8c auf 2*8p4c).
Kabel lassen sich als Twin ohnehin besser verlegen, finde ich, wenn auch etwas starrer.
 
Hi,

also wenn sowohl TAE als auch der Switch und das Patchfeld im Keller sind würde ich es eher so machen wie El_Chapo vorgeschlagen hat und alles sauber im Keller verbauen und das WLAN in den oberen Stockwerken einfach per Access Point nachziehen. Die TAE Leitung hoch zu legen, oben die FritzBox anzuschließen und dann wieder runter zu gehen, weil ich eh wieder auf den Switch muss halte ich für Verschwendung wenn man es nur macht, um das WLAN der FritzBox in den OGs zu haben - was dann vielleicht eh trotzdem nicht ausreicht.

VG,
Mad
 
Wenn die LAN-Kabel im Keller zusammen laufen, ist das naheliegendste dort den Router aufzustellen. Mit dem WLAN kann man in der Regel die darüber liegende Etage versorgen, wenn sie nicht allzu groß (kleiner 100QM Betondeckenstärke mit Estrich kleiner 20cm) ist. Für die 2. Etage muss man dann eh einen Access Point aufstellen. Der würde dann die 2. Etage und darüber liegendes Dachgeschoss versorgen.

Alles andere ist sinnlos. Etwa die LAN Kabel zur über dem Keller liegenden Etage zu verlängern um den Router dort zu plazieren. Das kann man allenfalls mit 2 LAN Kabeln machen, geht aber zu Lasten der Geschwindigkeit, besonders wenn dadurch 10-20m LAN Kabel hinzukommen.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Positionierung einer Externen WLAN Antenne in der 1.Etage über dem Router im Keller. Dazu muss aber ein geeigneter Router her. Mit den Fritten geht das so ohne weiteres nicht, da dort keine entsprechenden Anschlüsse vorhanden sind. Darauf achten, das ja 2 Antennen für 2,5GHZ und 5GHZ gebraucht werden.
5GHZ geht übrigens schlecht durch Betondecken. Da ist meist schon nach einer Decke Schluss, man hat dann meist nur im Bereich um den Router 5m Empfang.
 
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