driver222 schrieb:
Den Zugriff auf die Kamera möchte ich jemand anderen noch geben. Wenn ich ihn aber die Adresse
xxxxxxxx@myfritz.net
ort gebe kann er auch auf meine anderen Kameras oder z.B. über Lan schaltbare Steckdosenleiste zugreifen, wenn er die Ports dieser Geräte weiß (durch durchprobieren).
Und ein VLAN ändert daran deiner Meinung nach was genau? Der Zugriff von außen auf ein Gerät durch einen NAT-Router wie Fritzbox und Co erfolgt
IMMER durch eine Portweiterleitung und dieser ist es herzlich egal wo das Ziel der Weiterleitung liegt.
Man kann Portweiterleitungen maximal auf eine bestimmte Quell-IP einschränken, um zB nur den Zugriff aus dem Büro, o.ä. zu erlauben. Das setzt aber voraus, dass die Quelle eine statische IP hat. Bei Firmen eher die Regel, bei Privatanschlüssen eher nicht.
Das heißt, dass Portweiterleitungen nicht das richtige Mittel sind, um deine Anforderungen zu erfüllen - zumindest nicht bei einer Fritzbox. Bei einem fortgeschrittenen / semiprofessionellen Router könnte man zB noch mit Portknocking arbeiten, um die übrigen Ports hinter einer Aktivierungssequenz zu verstecken.
Ich bin aber grundsätzlich kein Freund von zig Portweiterleitungen auf x-beliebige Geräte bin, weil die Sicherheit des Netzwerks dann zu 100% an der günstigen Chinakamera für 70€ vom Black Friday, dem smarten Heizungsthermostaten o.ä. hängt. Gerade IP-Kameras sind nicht selten ab Werk unsachgemäß konfiguriert und selbst wenn man das korrigiert, ist in keinster Weise sichergestellt, dass ein Hersteller von Kameras auch nur einen Funken Ahnung von IT-Sicherheit hat. Zum Teil unverschlüsselt, veraltete Standards, keine adäquaten Sicherheitseinstellungen in der GUI - wenn überhaupt....
Daher rate ich dringend zur Nutzung eines VPNs. So hat man am eigenen Router entweder gar keine Weiterleitung, weil der Router selbst das VPN regelt, oder eben nur eine einzelne Weiterleitung zum VPN-Server im Netzwerk. Dieser kann dann zB auch Regeln definieren
welcher VPN-User
welche Berechtigungen hat, inkl. der Zugriffsfreigabe auf einzelne oder eben alle Kameras. VLANs braucht man dazu nicht einmal, sondern kann dies auch innerhalb ein und desselben Subnetzes anhand der Geräte-IP festmachen.
pfSense wurde ja bereits genannt, das wäre ein Betriebssystem für einen VPN-Server bzw. eine Firewall, die eben genau das tun kann.
Prinzipiell möchte ich aber sagen, dass bei mir sowieso niemand Zugang zu meinem Netzwerk bekommt, wenn ich demjenigen nicht traue. Ergo hat bei mir maximal die Familie Zugriff und das obwohl ich ausschließlich via VPN von außen zugreife. Sobald ich mir die Frage stelle ob Person X dies oder jenes unerlaubt nutzen oder gar Sicherheitsmaßnahmen umgehen könnte, kein Zugriff, nix, gar nix - nicht mal eine Kamera, die eine weiße Wand filmt..