Netzwerkkarte Auswirkung auf Onlinegames

Smagjus

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Ich hätte Interesse daran, von einer seriösen Seite mal einen Testen zu lesen, welche Auswirkungen so ein "Gamer" Produkt, wie z.B. KillerNIC haben kann.

Ich bin durch Zufall auf den Test von 2006 gestoßen und möchte die Ergebnisse nicht so hinnehmen. Die theoretischen Ergebnisse, die eine solche Karte erzielen sollte (nämlich garkeine), sind mir bewusst. Ich denke bei dem von mir verlinktem Test spielte vor allem die CPU-Entlastung sowie eine alte Windows Version eine Rolle.

Hat da jemand eine Lektüre für mich mit schönen bunten Balken? :D
 
@
Die Netzwerkverbindung nicht, aber die zum/vom Provider. klick mich
 
Naja einfach mal googlen was QoS ist, denn das tut die Karte im wesentlichen. Dann sollte auch klar sein in welchen Fällen es wirklich Vorteile bringt und wo es Voodoo ist....
 
pin9r schrieb:
Der erste Test ist aus 2009. Wenn man jetzt die Verbesserung mit meinem Test 2006 vergleicht, dann könnte man schließen, dass die Hardware sich mit der Zeit so verbessert hat, dass der Vorteil der Karte immer weiter schrumpft. Heute dürfte da wohl kaum noch was von übrig sein.

Die Diskussion im zweiten Link ist recht interessant, aber enthält wenig Fakten. Gibt es da einen speziellen Post, auf den du mich hinweisen wolltest?

DerKleine49 schrieb:
Das ist ein ganz normaler Speedtest.

Masamune2 schrieb:
Das wird mir dann doch schon zu komplex. Ich glaube, das liegt daran, da ich mich immernoch nich von der Vorstellung verabschiedet habe, dass Pakete genauso übertragen werden, wie ich sie abschicke. Trotzdem verstehe ich, worauf du hinaus möchtest.
 
Wenn du bunte Balken willst, schaust du hier:

Anandtech-Bewertung von Netzwerkkarten

Da haben sie verschiedene Netzwerkkarten, speziell die Killer untersucht, was sie so bringt. Lass dich aber nicht nur von den Balken täuschen: Hier bescheinigen sie einen Performance-Boost von 1 bis 5% eine Ping-Beschleunigung um -1 bis 6 ms und einen Verlust im Netzwerk-Durchsatz von 25% (Ja, Verlust!). Zudem erwähnen sie speziell bei dieser Karte, dass es einfach nur frustrierend war, diese zum Laufen zu bringen und dass selbst die Deinstallation nur Probleme bereitete.

Interessant: Sie haben auch andere Karten dort getestet, jedoch nicht so ausführlich. Bei den DLink-Karten gab es keinen spürbaren Vorteil in fps und ping (eher sogar Nachteilig), dafür gibt es bei denen auch keinen Frust in dieser Größenordnung und sie sind billiger.

Ansonsten viel Spaß beim selber lesen und mein Fazit zu diesem Thema: Für 250€ bekommt man etwas geboten, was beim Neukauf eines PCs 10€ mehr im Prozessor an Effekt unterbietet und wer nicht bereit ist, so viel Geld auszugeben, wird von Netzwerktechnik keine Vorteile gegenüber den Onboardlösungen spüren. Es lohnt sich also definitiv nicht.
 
Smagjus schrieb:
Das wird mir dann doch schon zu komplex. Ich glaube, das liegt daran, da ich mich immernoch nich von der Vorstellung verabschiedet habe, dass Pakete genauso übertragen werden, wie ich sie abschicke. Trotzdem verstehe ich, worauf du hinaus möchtest.

Fast alle halbwegs aktuellen Router bringen heutzutage QoS mit. In der Fritzbox heißt der Spaß z. B. Priorisierung. Wenn du dich mit der Einrichtung davon überfordert fühlst und du uns das Modell deines Routers nennst, können wir dir bei dem Aufsetzen helfen. Davon hast du wesentlich mehr als von diesen Voodoo-NICs.

Bietet dein Internetanbieter eigentlich Fastpath an und ist es bei dir aktiviert? Bringt auch ein paar ms.
 
als im jahre 2006 noch kein 32k internet zur verfügung stand, hatten solche "super-spezial-unnütz-lan-karten" noch ihre daseinsberechtigung. heutzutage, im zeitalter von glasfaser, vdsl, adsl2 und wlan gamer haben diese gamer-karten nur noch ein nutzen: der hersteller wird reich, weil er sonst sein produkt nicht mehr verkaufen kann.
genaugleich werden nvidia und ati spezielle hochgetaktete karten als gamer-ultimativ-erlebnis-karten angepriesen zu einem überrissenen preis....
ein reines marketing-gadget mit verkaufsstrategie.

die grösste schwachstelle in jetziger gamer-zeit ist die programmierung und die server-anbindung.
 
Danke für die vielen Antworten :)
DeusoftheWired schrieb:
Ich verwende eine Fritzbox 3370 und habe mich mit der Priorisierung noch nicht hinreichend beschäftigt. Ich habe auch kein akutes Problem (27ms in LoL welches nicht empfindlich auf den Ping reagiert). Nur rein aus Verständnisgründen: Macht die Priorisierung auch dann Sinn, wenn ich sehr wenig nebenläufige Netzwerkaktivitäten habe?

Es ging mir nur darum, mein Wissen ein wenig zu erweitern. Hätte ich jetzt erfahren, dass so ein Gerät doch 50% Leistungssteigerung bringen würde, hätte ich es natürlich gekauft ;)

Fastpath bietet die Telekom nur noch in Ausnahmefällen an. Möchte ich auch garnicht haben, da die Fehlerkorrektur einen Sinn haben wird.
 
Mit 27 bist du doch schon gut dabei. Selbst eine Verringerung um 10 ms wäre meß- aber nicht spürbar. Für noch weniger müßtest du schon in die Vermittlungsstelle ziehen. ;)

Priorisierung bringt natürlich umso weniger, je weniger stark dein Netz ausgelastet wird. Das ist heutzutage aber weniger durch aktive Programme als durch drölfzig unbemerkt im Hintergrund laufende Prozesse der Fall, die alle Nase lang nach Updates suchen, ihre protokollierte Verwendung nach Hause schicken etc.

Daß die Fehlerkorrektur standardmäßig eingeschaltet ist, ist für den größten Teil der Nutzer auch sinnvoll. Ein kleiner Teil hätte es aber eben lieber, wenn nicht zwingend alle Pakete richtig ankommen, dafür schneller. Ist Geschmackssache.

Ansonsten kannst du einfach mal einen Blick auf Seite 48–51 des Handbuchs der 3370 werfen. Für QoS bieten sich DNS, Sprachübertragung wie Mumble/Skype/Teamspeak/Ventrilo und eben zeitkritische Spiele an. Bei LoL hält sich das aber in Grenzen.
 
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