Neue Einsteiger-Gaming-Plattform für 400€

Web-Schecki

Lt. Commander
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Moin,
es geht um eine Aufrüstung des Rechners eines Bekannten. Aktuell hat er einen alten AM2-Athlon-Dualcore und eine HD5670, mit denen das Spielen neuerer Spiele nicht mehr möglich ist (es geht dabei z.B. um Battlefield). Das Budget beträgt 400€ und er ist sich bewusst, dass damit keine Bäume ausgerissen werden können, aber grundsätzlich sollten aktuelle Spiele (so gut es eben geht) spielbar sein.

Seine Auflösung beträgt aktuell 1680x1050, ich würde aber gleich für 1920x1080 planen, falls der Monitor nochmal irgendwann ersetzt wird.

Von der aktuellen Konfiguration können eines Erachtens folgende Komponenten weiterverwendet werden:

- Das Xigmatek Asgard II Gehäuse
- Die Festplatte (eventuell könnte da später mal eine SSD dazu)
- Das DVD-Laufwerk
- Das Be Quiet Pure Power L7 300W Netzteil (evtl)

Ich habe nun zwei Vorschläge erstellt, zwischen denen ich mich nicht ganz entscheiden kann:

1 Intel Core i3-6300, 2x 3.80GHz, boxed (BX80662I36300)
1 Crucial DIMM 8GB, DDR4-2400, CL17 (CT8G4DFS824A)
1 Gainward GeForce GTX 1050 Ti, 4GB GDDR5, DVI, HDMI, DisplayPort (3828)
1 Gigabyte GA-B150-HD3P

oder

1 AMD Athlon X4 880K Black Edition, 4x 4.00GHz, boxed mit Wraith-Light Kühler (AD880KXBJCSBX)
1 Crucial DIMM 8GB, DDR4-2400, CL17 (CT8G4DFS824A)
1 PowerColor Radeon RX 470 Red Dragon (Single Fan), 4GB GDDR5, DVI, HDMI, 3x DisplayPort (AXRX470 4GBD5-3DHDV2/OC)
1 ASRock A88M-G/3.1 (90-MXB100-A0UAYZ)
1 Xilence Performance A+ Serie 430W ATX 2.4 (XP430R8/XN060)

Beide kosten aktuell ca. 410€

Die Kernfrage ist die CPU: AMD oder Intel.
Die Skylake-Dualcores haben ja ordentlich Leistung, allerdings eben nur zwei Kerne. Auch wenn der Athlon X4 880K in Spielen in der Regel sogar langsamer zu Werke geht, habe ich durch die vier Threads ein etwas besseres Bauchgefühl. Allerdings ist die FM2+-Plattform schon etwas eingestaubter und für Aufrüstungen ist wenig Spielraum (Beim Sockel 1151 könnte er sich ja jederzeit einen schnellen Quadcore kaufen).
Bei der AMD-Konfiguration sollte dann auch noch meiner Meinung nach ein neues Netzteil mit rein und trotzdem kann noch eine stärkere Grafikkarte verwendet werden, ohne, dass das Budget maßlos überschritten wird. Macht das überhaupt Sinn, oder ist die RX470 schon zu stark im Vergleich zur CPU und man sollte lieber bei der 1050Ti bleiben?


Was würdet ihr sagen?

Und habt ihr vielleicht Tipps, wo man am günstigsten an eine Windows-Lizenz kommt?
 
Ich würde pragmatischer sein.

Ich würde einen Pentium Gxxxx für 1151 nehmen. Dafür die GTX1060 als Grafik. Wenn dann wieder etwas Geld da wäre würde ich auf einen i5 Quad gehen. Den AMD würde ich so kurz vor Zen und AM4 nicht mehr überlegen.
 
bei der ersten konfig den i3 6100 nehmen, nur minimal langsamer und deutlich günstiger. RAM den hier nehmen. MB könnte man ein günstigeres nehmen. graka hängt auch davon ab wie hoch die ansprüche sind. das alte L7 würde ich ersetzen.

bei der zweiten konfig wünsche ich viel glück dabei den DDR4-RAM auf dem FM2+-MB zum laufen zu kriegen. graka dürfte recht laut sein.

persönlich würde ich die Intel-plattform vorziehen, da hat man deutlich mehr optionen bei bedarf ohne plattformwechsel aufzurüsten. der i3 hat übrigens 2 kerne und HT, also 4 threads, und ist reinen dualcores mittlerweile weit überlegen.
 
Wenn es um BF1 geht reicht im Multiplayer kaum noch ein echter 4-Kerner von Intel. Im Forum gibt es genügend Lesestoff diesbezüglich.

Ein Windows 10 kostet bei seriösen Quellen grob ab 90€. Weicht der Preis deutlich nach unten ab handelt es sich höchst wahrscheinlich um Fälschungen die auf Dauer keinen Bestand haben. Auch hier empfehle ich den (fast unzähligen!) Lesestoff hier im Forum.

Weil auch (wahrscheinlich) BF1 auf der Wunschliste steht möchte ich hier keinen konkreten Rat ausprechen, außer evtl. noch etwas ansparen und mind. einen echten 4 Kerner von Intel kaufen, eher einen i7 - und das sprengt das Budget absolut. Ansonsten sind beide Varianten für den Preis ok. Das Intel System würde sich aber noch gut aufrüsten lassen.

EDIT: und ja, den RAM beim AMD ändern ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
die ersten 2 januar wochen kommt die 7000-er serie und die 200-er chipsätze auf den markt..

ich würd daher noch bissl warten..
Ergänzung ()

b150 board + 2*8gb ddr4 2133 + i5 6500 würd ich aber schon nehmen..
(in nem monat dann b250 + i5 7500 + 2*8gb ddr4 2400)

in einigen spielen sind bereits 4 physische kerne schon mehr pflicht als kür.


Als Grafikkarte ne 470 4gb? gibts bereits recht günstig
Und ein 400-450W Netzteil.
 
Zuletzt bearbeitet:
Würde es auch so wie Zwirbelkatz machen. Ein I7 2600 (oder 2600k) als Bundle mit Board und Ram gebraucht kaufen und ne AMD RX 470.
Das Bund mit dem i7 2600 ohne K kannst du für ca 230€ ergattern.
 
Erstmal vielen Dank für euren Input!

Deathangel008 schrieb:
bei der ersten konfig den i3 6100 nehmen, nur minimal langsamer und deutlich günstiger. RAM den hier nehmen. MB könnte man ein günstigeres nehmen. graka hängt auch davon ab wie hoch die ansprüche sind. das alte L7 würde ich ersetzen.

Okay, dann eher der i3 6100 und der von dir vorgeschlagene RAM. Gibt es Vorschläge für ein günstigeres Mainboard? Auf was muss man bei B150-Boards achten? Das L7 ist zwar schon etwas älter, aber bei so geringerer erwarteter Belastung würde ich es nicht unbedingt ersetzen.

Deathangel008 schrieb:
der i3 hat übrigens 2 kerne und HT, also 4 threads, und ist reinen dualcores mittlerweile weit überlegen.
Stimmt. Dann fällt die AMD-Konfiguration wohl tatsächlich raus. Denke auch, dass die FM2+-Plattform einfach keine sinnvolle Investition mehr ist. Besonders mit DDR4-RAM wäre es tatsächlich nicht so super gewesen... :rolleyes:

Über die Idee, einen gebrauchten i7-2600 zu nehmen, denke ich mal nach. Spontan überzeugt sie mich aber nicht so sehr. Der in diesem Test ersichtliche Vorsprung gegenüber dem i3-6100 in den meisten Fällen ziemlich gering. Preislich wäre es ungefähr gleich, allerdings ist der gebrauchte i7-2600 dann ja ohne Garantie. Dagegen steht man natürlich mit dem i7-2600 in Grenzfällen wahrscheinlich besser da als mit dem i3-6100, einfach wegen der doppelten Kernanzahl.
 
Web-Schecki schrieb:
Preislich wäre es ungefähr gleich, allerdings ist der gebrauchte i7-2600 dann ja ohne Garantie.

Über Garantie würde ich mir bei einer CPU keine Gedanken machen. Ich hab schon massenhaft tote Boards in der Werkstatt gehabt, aber in den letzten zehn Jahren nur eine einzige tote Intel-CPU. Und da war der User selbst schuld...

Ich halte die Variante mit dem i7-2600 auch für sinnvoll. Wenn Du auf eine ATX-Blende und anderes Zubehör verzichten kannst, dann findest Du in der Bucht ein paar OEM-Boards ohne Zubehör für <30,- von Herstellern wie Fujitsu etc. mit H61- oder Q67-Chipsatz. Die sind i.d.R. neu und lagen als Austauschware unbenutzt im Regal.
 
@ TE:
beim MB muss man, sofern man nicht übertakten will, eigentlich nur darauf achten dass es alle anschlüsse hat die man braucht. meine persönliche empfehlung ist aber auch immer das GA-B150-HD3P, da es recht gut ausgestattet ist. soo viel kann man da auch wieder nicht einsparen. B150-MBs mit 4 RAM-slots gehen ab 64€ los, sind dann entsprechend schlechter ausgestattet.

zumindest in BF1 (du erwähnst "Battlefield") dürfte der alte 2600 nem aktuellen i3 durchaus überlegen sein. problem ist halt dass die plattform mittlerweile doch etwas angestaubt und die auswahl an gescheiten MBs auch recht überschaubar geworden ist. die fehlende garantie halte ich bei ner nicht übertaktbaren CPU für relativ unwichtig.
 
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