Nein, das könne die auch nicht, weil man die gar nicht messen kann. Die Tools helfen sich damit nur 512 Byte zu lesen, was lange der Größe eines physikalischen Sektors entsprach. Dabei hat man die Zeit für das Lesen und übertragen der Daten einfach vernachlässigt, obwohl das eigentlich nicht zur Zugriffszeit gehört. Bei den aktuellen HDDs mit 4k Sektoren (Advanced Format mit 512e Sektoren) stimmt das schon nicht mehr so ganz, da dort immer ein ganzer phys. Sektor gelesen werden muss (wegen der ECC) und damit haben die eigentlich immer schlechtere Zugriffszeiten als vergleichbare Platten mit nativen 512 Sektoren.
Anders kann man das aber eben nicht messen, da man nicht weiß, wann die Platte anfängt einen Sektor zu lesen und daher ist die Messung immer mit Fehlern behaftet. Schreibend ist der Fehler noch größer, da alle aktuellen Platten auch einen Schreibcache haben und deshalb ist die Zugriffszeit schreibend meist viel kürzer, obwohl es genauso lange dauert den gewünschten Sektor anzusteuern und die paar MB in Alltag auch keinen wirklichen Vorteil bringen, aber die Benchmarks testen eben meist und ein paar Sektoren und dafür reicht der Cache eben noch.
Dazu kommt noch das Problem, dass die Zugriffszeit immer davon abhängt, ob Track-to-Track oder Full-Stroke nötig ist, also von der Position der Köpfe. Manche Benchmarks wie IOMeter benchen meist nur über 8GB, was bei der steigenden Datendichte und Kapazität der HDDs immer mehr von Full-Stroks zu Track-to-Track Messung führt, wenn man damit z.B. damit die IOPS ermittelt.