Neue Zeiten, Gleichstellung von Mann und Frau

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morph027

Lieutenant
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Hallo und Gruß!

Bin jetzt ja schon ein Stück hier und kann auch nix schlechtes behaupten. Ich würde es aber gern sehen, wenn in den News eine etwas neuzeitlichere Bezeichnung von Tätigkeiten benutzt werden würde ;)

Zum Beispiel heutige Newsmeldung "Fünf Notebooks für Schüler/Studenten" ... Das sind nun mal nicht nur Jungs!

"Fünf Notebooks für Schüler/innen und Studierende" geht doch ganz schmerzlos von der Hand, oder?

Danke und trotzdem dickes Lob ;)
 
Also wenn dir sonst nichts auf der Seele brennt.

Schüler steht für mich für jemanden, der zur Schule geht um dort zu lernen.
"Geschlechtslos."
Jeder sollte wohl wissen wie es gemeint ist.

Aber ich werde nachher an dich denken, wenn ich mein Essen mit dem Salzstreuer / der Salzstreuerin würze. (Bloß keinem / keiner auf die Füße treten...)

Sry. wenn das ein wenig hart klingt aber imo ist das absoluter Quatsch.
 
Man kann es mit der political correctness auch übertreiben. Neuzeitlich? Wohl eher ein Krampf beim Lesen. Jeder weiß, dass damit auch Frauen gemeint sind. Lassen wir doch die Kirche im Dorf. Nur weil man mancherorts der Meinung ist, man müsste immer und überall ein schickes "Innen" dranhängen, hat es noch keine Frau im Job oder Studium leichter – da gäbe es wesentlich wichtigere Dinge die angegangen werden müssten. :rolleyes:
 
An das Wort "Studierende" habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Wenn die Kripo allerdings nach "dem Täter/den Tätern/der Täterin/den Täterinnen" fahndet, hört der Spaß für mich auf.

Ich habe neulich einen Antrag ausgefüllt. Und bei den Behörden gibt es natürlich den Gleichstellungsbeauftragten (der immer nur eine "die" ist). Und da muss man bei den Aufzählungen tatsächlich alles doppelt schreiben: "Die Lehrer/die Lehrerin, der Dozent/die Dozentin, der Beisitzer/die Beisitzerin". Letzten Endes ist es kaum noch lesbar.

Und noch was: Bei der Schreibweise "Lehrer/-in" gehört der Bindestrich als Auslassungszeichen dazu. Aber wahrscheinlich wird der nur so oft weggefallen, weil er männlich ist.
 
Na gut, ich wusste ja nicht, was ich hier lostrete ;) Jau, das /innen nervt schon, aber naja...ich gewöhn mich auch langsam an das Ganze...
 
Also ich wollte keinem/keiner auf den Schlips treten^^
Ich finde das auch viel zu übertrieben. Wenn wir damit anfangen vergeht mir die Lust schon beim Schreiben, weil ich nur noch darauf achten muss :p
 
Scheuch schrieb:
... aber Hauptsache dessen Einführung hier fordern :rolleyes:

Da kann man sich ja zu neuen sprachlichen Kreationen beflügelt fühlen ;)

Außerdem stell ich doch keine Forderung, ich fände es nur schön, wenn wenigstens ab und an mal dran gedacht wird. Gerade "Studierende" ist ja nix schlimmes. Für Schüler gibts halt kein geschlechtsloses Wort, ist doof.
 
morph027 schrieb:
... ich fände es nur schön, wenn wenigstens ab und an mal dran gedacht wird.

Ernshthaft: Warum?

morph027 schrieb:
Gerade "Studierende" ist ja nix schlimmes. Für Schüler gibts halt kein geschlechtsloses Wort, ist doof.

Aha ... "Student" ist also ein diskriminierender Begriff, das es einen Ersatz dafür geben muss? Und warum muss es für Schüler ein geschlechtsloses Wort geben? Wer (außer jenen, die sowas fordern) stört sich daran? Welche sinnvolle(!) Begründung gibt es dafür?
 
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morph027 schrieb:
Für Schüler gibts halt kein geschlechtsloses Wort, ist doof.

Wenn man es nicht allzu verbohrt sieht, ist die Sache einfach:

Singular, maskulin: der Schüler
Singular, feminin: die Schülerin
Plural: die Schüler

"Schüler" ist ganz einfach die Mehrzahl und grammatikalisch völlig korrekt. Daran ist nichts auszusetzen. Die Gleichstellungs-Fanatiker stören sich lediglich daran, dass die männliche Form identisch ist. Daraus leiten sie dann ab, dass nur die Jungs gemeint sein müssten.

Edit: Gleiches gilt für "die Studenten" im Gegensatz zu "der Student" und "die Studentin". Eigentlich gibt es keinen Grund auf "die Studierenden" auszuweichen. Aber wer studiert hat, weiß ja, wie das an den Hochschulen läuft. Und je nach Fachbereich ist es mehr oder weniger dramatisch ausgeprägt.
 
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Das ist doch militanter Feministen-Quatsch...schon der Einfachheit halber nennt man doch nicht jedesmal beide Varianten. Wenn es so wäre dass die weiblich Form im deutschen kürzer wäre, wär mir das wahscheinlich auch wurschd, wenn die genommen würde. Ich glaub 1% der weiblichen Schüler(!) stören sich daran wenn man sie z.B. fragt ob sie noch Schüler sind und nicht ob sie Schülerin sind. Und die 1% sind meistens Leute die nicht genug oder viel zu viel andere Probleme haben...
 
Richtig, ich find das trotzdem blöde... ;)

Da fetzt natürlich englisch mehr, die haben die Probleme nicht.

Ansonsten hätte ich nicht gedacht, hier so nen Streit vom Zaun zu brechen. Sorry.
 
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Das ist doch kein Streit. Schön fände ich es, wenn du Argumente für deine "Forderung" bringen könntest, damit wir sehen, warum du es gut findest, "politisch (über)korrekt" zu schreiben.
 
Na gut. Ganz weit hinten in der Argumentationskette laufen die tatsächlichen politischen Bemühen um das Ganze, sprich den ganzen Quatsch mit Gleichstellungsbeauftragten. Diese gehen mir dahingehend zu weit, als das ein Zwang mit Quote meiner Meinung nach zum scheitern verurteilt ist.

Und sonst, naja, ich glaub ich hab etwas zu weit geschossen. Ich fände es natürlich gut, wenn die neutralen Begriffe verwendet werden, mein eigentlicher Groll geht schon dahin, dass manche Leute dann eine Frau z.B. als Informatiker oder Händler bezeichnen, obwohl die Friseuse und die Verkäuferin total normal sind.

Vielleicht ists nur heute aus mir rausgeplatzt ;)
 
Der politisch-gesellschaftliche Hintergrund, den Du angesprochen hast, ist durchaus entscheidend. Es geht im Prinzip immer um Gleichstelllungsziele (siehe Elterngeld und Elternzeit).

Wenn bei all diesen Bemühungen eine Quotenregelung herauskommt, so ist das sehr problematisch. Denn wenn die Gleichstellung tatsächlich gilt, dann muss sie zur gleichen Zeit für beide Geschlechter gelten. So aber werden Frauen bei Stellenausschreibungen - immer unter der Prämisse der vergleichbaren Qualifikation - den Männern gegenüber bevorzugt.

Das aber kann im Kern nicht richtig sein, wenn der Mann gegenüber der Frau vorab diskriminiert wird. Und das, obwohl er die gleichen (!) Rechte hat wie die Frau. Bei der Quote geht man also hin und stärkt das Recht einer Frau zu Lasten der Rechte eines Mannes, die laut Gleichstellungsgrundsatz aber keinen Cent weniger wert ist.

Man kann eine Güter- oder Rechteabwägüng vornehmen, indem man z. B. sagt: Wir belasten die Autofahren mit einer Ökosteuer zu Gunsten der Umwelt. Hier räumt man der Umwelt ein Vorrecht ein, indem man es höher gewichtet.

Aber mit welchem Recht beschneidet man beim Vergleich zwischen Männern und Frauen das Recht der einen Seite zu Lasten der anderen, obwohl man im gleichen Atemzug von gleichen Rechten (= Gleichstellung) spricht? Wieso muss ein Ingenieur, der im Jahr 2007 die Uni verlässt, pauschal hinter seiner gleich guten Studienkollegin zurückstecken, wenn es um einen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst geht? - Auf diese Weise bestraft man den Mann doch nur für die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte: Dem heutigen Zeitgeist entsprechend haben die Frauen vor 10-40 Jahren zu wenige gut bezahlte Jobs bekommen. Dafür müssen die Männer von heute bezahlen. Ich sehe da keine Gleichstellungsmerkmale.
 
ich glaube hier haben n paar leute zuviel zeit....

thema gleichstellungsbeauftragte / r ;)
sind eh nur frauen....
und wenn ich an meine ausbildungszeit zurückdenke und an die reden der tante bei personalveranstaltungen so ging es nur um frauen....
die (niemanden kränen wollend) kampflesben haben eh nur frauen im kopf...

das thema gleichstellung geht mir eigentlich hintenrum.......
 
Immer wenn ich vor Publikum spreche (z.B. in der Schule) kündige ich immer vorher an, dass ich nicht immer extra -innen der Einfachheit halber sage, aber natürlich auch alle weiblichen Personen anspreche.
Dann muss ich mich nicht immer wiederholen, aber mir kann niemand vorwerfen, ich hätte etwas gegen Frauen.
Das ist meiner Meinung nach die sinnvollste Methodik.
 
Es sei hier gesagt, geschworen und versprochen:

Ich werde künftig immer (ja, bei jeder Gelegenheit!) die geschlechtlich korrekte Form anbringen, sobald es:

a) in allen Parkhäusern auch explizit ausgezeichnete Männerparkplätze gibt,
b) alle "Mutter-Kind-Parkplätze" zu "Familie-mit-Kind-Parkplätzen" umgetauft werden und es
c) auch in öffentlichen Damentoiletten stinkende, triefige Pinkelrinnen installiert werden.

Solange dies nicht der Fall ist, bevorzuge ich die pragmatische Form...
 
@ topic

Ich möchte erwähnen, dass man derselben Sichtweise wegen dann bitte neben dem englischen "history" auch die feminine Form "herstory" einsetzen muss :D
Ganz zu schweigen das neben zB "Idiot" ja auch "Idiotin" seine Richtigkeit hat :freak:

Im Ernst:

So etwas kann man einfach nicht etablieren, es ist weder abwertend noch bewusst so gewählt, sondern der Einfachheit und Gewohnheit wegen.

@ b-runner

Lass die Pissoirs bei den Mädels weg.
Ich hab schon welche gesehen (Männer), die sich nach 5 Bier draufgesetzt (!) und reingekac** (!) haben.
Und da bei den Damen eh immer so ein Andrang herrscht, kommen die vll auf die selbe Idee :D

cYa
 
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