Neuer Arbeitsvertrag

CosMos!s

Cadet 3rd Year
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Juli 2007
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55
Hallo liebe Community!

Ich würde von euch gerne eure Meinung hören bzgl. einem Arbeitsvertrag.

Im Arbeitsvertrag steht folgendes:

"Die Arbeitszeit beträgt z.Zt. 41,00 Stunden wöchentlich. Davon ist eine Stunde pro Woche als Lohnausgleich zu leisten."

Als Zustazklausel ist noch folgendes hinterlegt:

"Eine angemessene Anzahl an Mehrarbeitsstunden ist im Gehalt enthalten. Es wird hierbei z.Zt. von 10 Stunden pro Monat ausgegangen."

Wie versteht Ihr diese Auslegung?

So ganz klar ist mir das nicht was damit gemeint ist.

Danke für eure Hilfe!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

also ich deute den Satz mit den 10h so das du im Monat bis zu 10 Überstunden machen musst/kannst dabei aber kein zusätzliches Entgelt dafür bekommst, sondern diese schon mit deinem Grundgehalt gezahlt sind.

freundliche Grüße
Hell
 
Hey Danke für eure schnellen Antworten! :)

So in etwa habe ich mir das auch schon ausgemalt. War mir aber nicht sicher.

Dann werde ich aber aller voraussicht nach auch keinen Freizeitausgleich für diese mehrgeleisteten Stunden in Anspruch nehmen können?

Bzw. wenn ich z.B. 8 Stunden bis zum Ende eines Monats mehr geleistet habe werden dann diese angenommen 8 Stunden zu Monatsanfang wieder auf 0 gehen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Seid ihr in einem Tarifvertrag? Dann kann dieser nämlich manchmal mit diesen Klauseln kollidieren.
Falls nicht, ist das -soweit ich weiß- Standard. Bis 10 Überstunden können verlangt werden, so wie die beiden vorherigen Posts schon sagen.
 
ich verstehe das so:

- mindestens 1h pro Woche überstunde.
- jedoch 10h pro Monat
 
mein erster gedanke:



"Die Arbeitszeit beträgt z.Zt. 0,5 Stunden wöchentlich. Davon ist eine Stunde pro Woche als Lohnausgleich zu leisten."


und in der kleingedrucktem zusatzklausel dann:

"Eine angemessene Anzahl an Mehrarbeitsstunden ist im Gehalt enthalten. Es wird hierbei z.Zt. von 170 Stunden pro Monat ausgegangen."

.
 
seh ich auch so, mind 1h überstunde pro woche und bis zu 10 überstunden kriegst du 0,0 extragehalt, freizeitausgleich oder sonstwas. darüber hinaus denk ich mal kriegste dann wieder extragehalt oder eben freizeit
 
In welcher Branche arbeitest du? Nicht in jedem Arbeitsfeld ist unbezahlte Mehrarbeit statthaft.

Gemäß § 3 ArbZG unterliegt die tägliche Arbeitszeit eines Arbeitnehmers folgenden gesetzlichen Höchstgrenzen:

* Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten.

* Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden

Hier mehr: http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitszeitgesetz

Grob kann man sagen: Wenn dein Chef meint, dass du 10h im Monat mehr arbeiten sollst, dann widerspricht das klar dem §3 ArbzG, denn Überstunden/Mehrarbeit sollte in einem "normalen" beruflichen Umfeld nur unregelmäßig vorkommen (zB bei einer Inventur oder bei besonderen Events).

Da kann dem Chef ein Bußgeld nach §22,1 ArbZG drohen.

Und schon gar nicht sind regelmäßige Überstunden mit dem Gehalt pauschal abgegolten.

Oder noch grober: Chef ist ein Ausbeuter-Arsch

Noch mehr Infos: http://www.palm-bonn.de/seite114.htm
 
Zuletzt bearbeitet:
bist du auch schweizer?
dachte die deutschen haben normal nur 36Stunden arbeitswoche.
das die 10überstunden im grundlohn bereits eingeplant sind finde ich etwas komisch und habe ich persönlich noch nie gehört.
ich habe im arbeitsvertrag 43h (mache im schnitt 55-60h die woche) und kriege jede stunde angerechnet für kompensationen usw.
bin schweizer.
 
Wenn er einen AT Vertrag bekommt, dann können solche Sachen frei geregelt werden. In aller Regel ist in dem Monatslohn schon eine Pauschale für Überstunden enthalten.

Entscheidend ist halt ob seine Firma tariflich organisiert ist.
 
Ich liebe den Ideenreichtum und Formulierungsraffinesse.

"Eine angemessene Anzahl an Mehrarbeitsstunden ist im Gehalt enthalten."
Das bedeutet soviel wie: Wir zahlen Ihnen bereits viel mehr als wir müssen und deshalb bitten wir Sie ab und an Mal ein paar Stunden mehr zu arbeiten.

"Es wird hierbei z.Zt. von 10 Stunden pro Monat ausgegangen."
Den Satz kann man ganz weit interpretieren und dessen Inhalt sagt somit gar nichts aus.

Beispiel: Dein Chef meint du müsstest diesen Monat 50h mehr arbeiten ohne Ausgleich. Daraufhin du: "da stehen aber nur 10h". Dann entgegnet er: "Tja, davon sind wir ausgegangen, aber anscheinend lagen wir wohl daneben".

Bin jedoch kein Jurist und vielleicht werden unter Juristen solche Sätze wieder ganz anderes interpretiert.
Meiner Meinung nach haben aber frei interpretierbare Sätze nichts in einem Vertrag zu suchen.
 
Also ich sehe das so, du sollst jede Woche 41h arbeiten davon werden dir aber nur 40 angerechnet.
also in 4 Wochen 4h + 10h im Monat ohne entgelt macht alles zu sammen 14h das x ca 14€/h = 196€ Bruto + Arbeitgeberanteil die du den Arbeitgeber schenkst oder dafür das du dort Arbeiten darfst.
Solche Verträge Kenne ich zu genüge, binn selbst schon mal auf so einen reingefallen 50h jede woche ohne Pause und das 3 Monate lang danach war ich so Krank aber erst nach der pro. zeit und zwar 8Wochen + Kur und der hat gezahlt ;) und wie der gezahlt hat.
Kleiner Tip : Führe ein Stundenbuch und lass dir das JEDE Woche von deinem Vorgesetzten unterschreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
bei mir in Vertrag steht drin, dass eventuell auftretende Mehrarbeit bereits mit dem Gehalt abgegolten ist. Dank Kernarbeitszeit ist es auch nicht möglich, Überstunden abzufeiern, -- außer durch 90min Mittagspause statt 30min. Somit verfassen meine Überstunden rein automatisch. Versuche daher, in der Regel nicht mehr als 2 bis 4 Stunden die Wochen "zu viel" zu arbeiten. Aber oft herrscht halt Termindruck, da geht es nicht anders.

Die Zeit wird minutengenau elektronisch erfasst - nicht nur die Ankunfts ab Feierabendzeiten - auch die Tätigkeiten, was man von wann bis wann gemacht hat.
 
@CoolHandLuke

Wie soll man denn das verstehen? Blödsinn was du da schreibst...
Meine Arbeitszeit wird auch - Sekundengenau sogar - elektronisch erfasst.
Kernarbeitszeit ist ein Teil des Gleitzeitmodells, also kannst du sehr wohl auch Überstunden abfeiern.....

Bsp.
Regelarbeitszeit incl. Pause 9h
Kernzeit von 9-15 Uhr = 6h
dh. du hast 3h zum gleiten vor oder nach der Kernzeit.
Kannst auch nur von 9-15h anwesend sein, dann baust du 3h ab.

Selbst wenn du eine Regelarbeitszeit von 9 - 18 UHR hast, sind deine Überstunden nicht für umsonst. Wenn die Überstunden angeordnet sind, muss der AG dir diese Vergüten oder alternative in Freizeit ausgleichen. Machst du Überstunden, weil du deine Arbeit einfach zu langsam machst, dann nicht.
 
naja, Kernzeit ist bei uns von 9 bis 17 Uhr. Von daher ist hier ein einfacher Freizeitausgleich kaum möglich. Überstunden werden eigentlich nie angeordnet. Manchmal Hat man Meetings nach 17 Uhr noch, aber das ist die Ausnahme. In der Regel ist der Termindruck schuld, dass man eben noch was fertig machen muss. Einfach um 17 Uhr zu gehen wäre da natürlich quatsch.

Klar liegt es manchmal auch an Langsamkeit...
 
Bluescreen schrieb:
bist du auch schweizer?
dachte die deutschen haben normal nur 36Stunden arbeitswoche.

Wo hast du denn das her? Ich war schon bei mehreren Firmen und 37 Wochenstunden war das niedrigste was ich bisher erlebt habe. Der Schnitt ist so 38-40 Wochenstunden (nach meinen Erfahrungen).

CoolHandLuke schrieb:
bei mir in Vertrag steht drin, dass eventuell auftretende Mehrarbeit bereits mit dem Gehalt abgegolten ist. Dank Kernarbeitszeit ist es auch nicht möglich, Überstunden abzufeiern, -- außer durch 90min Mittagspause statt 30min. Somit verfassen meine Überstunden rein automatisch. Versuche daher, in der Regel nicht mehr als 2 bis 4 Stunden die Wochen "zu viel" zu arbeiten. Aber oft herrscht halt Termindruck, da geht es nicht anders.

Genau das steht in meinem Arbeitsvertrag auch. Solche "All-in-Verträge" kommen gerade bei hochqualifizierten Nachwuchskräften immer mehr in Mode. Bei mir ist das "Abbummeln" anfallender Überstunden aber leichter als bei dir, da ich keine Kernarbeitszeit habe sondern mir meine Arbeitszeit komplett selber einteilen kann. Hast du auch nicht die Möglichkeit, Überstunden durch freie Tage abzubauen?
 
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