News Neuer Browser: Google Chrome 122 schließt 12 Sicherheitslücken

FrAGgi schrieb:
Die Anforderungen steigen eben.
Meine nicht. Wenn nicht Supportende, wäre ich immer noch bei Win7. Vielleicht sogar bei XP. Und ich nutze sehr gerne "magere" Browser wie NetSurf. Auch heute. Auch mit moderner Software.

Nur weil mein Automotor mehr leisten kann, heißt es nicht dass ich es gutheißen muss, wenn man mir Ziegelsteine in den Kofferraum legt nach dem Motto "was regst du dich auf, dein Motor packts doch". Ja, aber es ist etwas das ich nicht brauche und ohne ist es nun mal faktisch noch besser.
 
Mondgesang schrieb:
Ist ja auch ok. Als Zielgruppe bist du damit nur weitestgehend irrelevant für die meisten Entwickler von Software.
Mondgesang schrieb:
wenn man mir Ziegelsteine in den Kofferraum legt
Browser werden aber nicht künstlich überladen. Selbst wenn man extra Funktionen streicht (die ich übrigens auch größtenteils nicht nutze), ist schon das reine Darstellen der meisten Webseiten heute eine umfangreichere Sache als vor 15 Jahren.

Mondgesang schrieb:
und ohne ist es nun mal faktisch noch besser

... für dich.
Das ist ok. Dafür dürftest du Optionen finden.

Webseiten liefern heut zu Tage aber auch mehr als vor 15 Jahren. Da kommst du mit einem Browser von damals auch nicht mehr weit im Internet der heutigen Zeit.
 
Mondgesang schrieb:
An Zahlen. Wieviel CPU und RAM ein Browser verwendet wird im TaskManager angezeigt. FireFox belegt mehr RAM, als ganz Windows 7 seinerzeit.
Die Rechner haben sich zum Glück auch "leicht" verändert seitdem.
Wobei selbst die beiden Thinkpad T530 meiner Eltern (beide mit Win7-Key unterm Akku) mit dem Chromium/Firefox (da gibt's keine Einigkeit unter meinen Eltern) gar keine Probleme haben, auch mit vielen Tabs.
Ergänzung ()

Mondgesang schrieb:
Nur weil mein Automotor mehr leisten kann, heißt es nicht dass ich es gutheißen muss, wenn man mir Ziegelsteine in den Kofferraum legt nach dem Motto "was regst du dich auf, dein Motor packts doch".
Der Vergleich hinkt wie ein Angeschossener. Durch die stärkeren "Motoren" bei modernen PCs wird moderne Software mit den heutigen Features überhaupt erst (bezahlbar) möglich, weil sonst massig Manpower für Performanceoptimierungen bzw Grundfunktionalitäten (für die man jetzt weniger effizientere fertige Sachen nutzen kann) draufgehen würde.

Kannst ja mal dran denken, was früher für z. B. Windows draufging. Windows 98 gab's für 400DM (https://www.golem.de/9804/556.html). Mit Inflation wären das heute ca 330€ (https://www.altersvorsorge-und-inflation.de/euro-rechner.php?richtung=XXX_EUR&waehrung=DM).
Office 2000 Standard waren stolze 1150DM (https://www.golem.de/9906/3541.html), kannst du auch mal in den Euro-Rechner incl Inflation eintippen.
Und obwohl die Software so sackteuer war, war die Hardware nicht günstiger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mondgesang schrieb:
Und ich nutze sehr gerne "magere" Browser wie NetSurf.
Ich häng' mich mal bei Dir dran, so von wegen schlanke Browser und so.
Was mir da noch für Browser thematisch einfallen wären
Epiphany, Falkon und LuaKit.
Die nutzen mehr oder weniger alle Webkit (bzw. WebkitGtk) als Browser-Engine. Das hilft ihnen natürlich bei der Webseitenkompatibilität.
Von der Sicherheit ist es natürlich immer so ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist weniger genutze Software natürlich kein attraktives Angriffsziel und wenns dann noch einfachere Software ist, bietet die auch weniger Angriffsfläche. Auf der anderen Seite sind die natürlich auch nicht so gut auf Sicherheitslücken abgeklopft wie die Mainstream-Browser. Wobei man bei Webkit vermutlich noch relativ gut dran ist, weil sich da Apple involviert ist.

pseudopseudonym schrieb:
Durch die stärkeren "Motoren" bei modernen PCs wird moderne Software mit den heutigen Features überhaupt erst (bezahlbar) möglich, weil sonst massig Manpower für Performanceoptimierungen bzw Grundfunktionalitäten (für die man jetzt weniger effizientere fertige Sachen nutzen kann) draufgehen würde.
Allerdings führen mehr vorhandene Ressourcen auch dazu, das man zu einer gewissen Verschwendung tendiert.
Du ziehst Dir einfach mal ne Bibliothek oder eine andere Abstraktion rein, weil es Dich ja nichts mehr "kostet" (die Leute haben genug CPU-Power und RAM).
Gleichzeitig steigt dadurch aber natürlich die Komplexität. Und das macht es dann auch mit teurer, weil der Maintaince und Entwicklungsaufwand steigt.
Gerade am Beispiel von Chromium kann man das schön sehen. Das Projekt ist ja jetzt noch nicht sooo uralt das man jetzt sagen könnte, das sich da über mehrere Jahrzehnte Altlasten angehäuft haben. Trotzdem ist es vom Code her jetzt, na ich will nicht sagen völlig unwartbar, aber aber auch nicht wirklich angenehm.

pseudopseudonym schrieb:
Und obwohl die Software so sackteuer war
Ja. Wobei solche Vergleiche schwierig sind. Preise haben ja nur bedingt was mit Produktionskosten zu tun (also klar will man kein Minus machen), sondern mit dem, was der Markt her gibt.
Sprich: Wenn Windows 1000€ kosten würde und die Leute reißen das Microsoft aus der Hand, wäre ja Microsoft ja nicht sagen: "Neenee. Wie senken den Preis auf 100€, weil sonst machen zuviel Gewinn" :-)
 
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andy_m4 schrieb:
Allerdings führen mehr vorhandene Ressourcen auch dazu, das man zu einer gewissen Verschwendung tendiert.
Ja klar, dass genau die möglich ist (und dasss dadurch Vorteile entstehen), schreibe ich doch.

andy_m4 schrieb:
Gleichzeitig steigt dadurch aber natürlich die Komplexität. Und das macht es dann auch mit teurer, weil der Maintaince und Entwicklungsaufwand steigt.
Ja und nein. Klar ist das Endprodukt irgendwo komplexer. Gleichzeitig ist's leichter, ein paar Libs aktuell zu halten und mal ein paar Anpassungen dafür vorzunehmen, als diese Bestandteile, die man als Lib reingenommen hat, selbst zu entwickeln und zu maintainen. Deswegen nimmt die Libs.

andy_m4 schrieb:
Ja. Wobei solche Vergleiche schwierig sind. Preise haben ja nur bedingt was mit Produktionskosten zu tun (also klar will man kein Minus machen), sondern mit dem, was der Markt her gibt.
Und warum gibt der Markt mehr her? Weil die Hürden für die Entwicklung komplexer Software gesunken sind und weil man nicht nur Leute einstellen kann, die in der Lage sind, jeden Speicherzugriff einzeln zu planen und zu perfektionieren.

Da reicht schon ein Blick in unserer Team. Nicht nur, dass wir vor 10 oder 20 Jahren langsamer gewesen wäre, weil wir mehr hätten machen müssen.
Einige von unseren Entwicklern wären auch einfach nicht sinnvoll einsetzbar bzw nie Softwareentwickler geworden. Und das meine ich nicht despektierlich, die machen zum Beispiel einen tollen Job beim Testen und beim Requirements-Engineering und/oder sind eine wichtige Brücke zu den Nicht-Entwicklern der Firma, also wichtige Teammitglieder. Das sind aber nicht die "Nerds", die sich spielend in C um Speicherzugriffe kümmern und damit schnell tolle Software bauen. Und das müssen die dank moderner Softwaretechnik auch zum Glück nicht mehr sein.
 
pseudopseudonym schrieb:
Ja klar, dass genau die möglich ist (und dasss dadurch Vorteile entstehen), schreibe ich doch.
Das hab ich jetzt so nicht verstanden (was natürlich meine Schuld sein kann). Außerdem gings mir vorrangig um die Nachteilsseite, die ich nicht so wiedergegeben gesehen habe.

pseudopseudonym schrieb:
Deswegen nimmt die Libs.
Das war ja nicht mein Punkt. Mein Punkt war, das man sich auch unnötig Komplexität reinzieht.
Beispielsweise: Man nimmt einfach "irgendeine" Lib und guckt nicht, das es für den Zweck ne schlanke Lib ist, weil der Ressourcenverbrauch eh egal ist.

pseudopseudonym schrieb:
Und warum gibt der Markt mehr her?
Noch mal: Der "Markt" ist bereit gewisse Preise zu zahlen. Und die sind unabhängig von dem, was Du investierst.
Das Du mehr verkaufen kannst je billiger Dein Produkt ist usw. usw. usw. ist alles richtig, hat aber erst mal nichts mit dem Punkt zu tun.
Beispielsweise hat Mehr verkaufen können auch nicht damit zu tun, das Du auch mehr Gewinn machst.

Und ja klar ist das irgendwo auch immer ein Wechselspiel. Wie bereits gesagt: Wenn z.B. Deine Investitionskosten höher sind als das was Du rein holen kannst, dann wirst Du es natürlich eher nicht machen.

Ich wiederhole noch mal mein Beispiel aus meinem vorherigen Posting, weil es offenbar nicht präzise genug formuliert war, um es zu verstehen:
Wenn Microsofts Windows so beliebt wäre, das sie den Preis von Windows auf 1.000 € erhöhen könnten und es trotzdem noch genauso viele Käufer gibt wie vorher. Was würde Microsoft tun:
A) Würden die den Preis herauf setzen?
B) Würden die den Preis so lassen, weil die dann ja mehr Gewinn machen würden als von den Investitionskosten zu rechtfertigen.

Ich tippe mal vorsichtig auf A ;-)
 
@andy_m4 Und warum kann Microsoft seine Apothekenpreise für Windows und Office nicht mehr abrufen? Weil die nicht mehr so unantastbar konkurrenzlos wie vor 20-30 Jahren sind. Dazu hat sicher auch die Entwicklung in der Softwaretechnik beigetragen, die eben auch möglich ist, weil Rechenzeit nicht mehr so teuer ist.
 
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