Neues Akkuladegerät mit Eneloops, hohe Spannung

Myki

Commander Pro
Registriert
Mai 2002
Beiträge
2.156
Guten Abend, ich weiß, dass Eneloops gerne in der Fotografie genommen werden, deshalb stelle ich meine Frage mal hier.

Ich habe meinem Sohn einen Lego Zug zu Weihnachten gekauft, merke aber, dass die Batterien nicht lange halten und es teuer werden könnte. Habe deswegen AAA Eneloops Pro (930mah, 1,2v) gekauft und dazu das Ansmann Powerline Pro 4.2. Das soll Spannung und Ladung erkennen und auch refreshen etc. Also schon etwas besseres.
Jetzt habe ich die Eneloops eingelegt, die wurden mit 1,32v erkannt, nach über einer Stunde laden (400mah/Stunde sind eingestellt) ist die Spannung auf 1,5v gestiegen. Das kann doch ich gesund sein? Kann es sein, dass das Ladegerät die Akkuladung nicht erkennt und einfach alles reinpumpt was geht?

Danke schonmal für eure Hilfe.

Edit: übrigens wurden die Eneloops laut Anzeige als leer angezeigt, was meiner Meinung nach nicht sein kann, da die wohl vorgeladen sind. Herstellungsdatum ist Mai 2020. Das bestärkt mich nur in der Annahme, dass das Gerät die Kapazität der Akkus nicht ausliest.
 
1,2 V ist die Nennspannung, wenn diese aber mindestens halbvoll (grob gesagt) sind, ist die Leerlaufspannung bei 1,3 V. Und 1,5x V Ladespannung sind normal bei NiMH, zeigt mein ELV ALC 2000 Expert übrigens auch so an. Nach dem Laden sinkt die Spannung aber wieder ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
https://geizhals.de/techno-line-bc-700-a717740.html

Nutze ich seit vielen Jahren fuer meine Kamerakkus.

Alle akkues werden unabhaengig geladen und akkus die extrem lange gelagert wurden / wenig restkapa haben bekommst du gut refreshed

Den Ladestrom kannst du auch fuer jeden Slot einzeln einstellen.
Tip Zum laden: Vorher ggf. auf den Discharge Modus stellen, dann schaut das Geraet wie viel restladung noch da ist und entlaedt sie bevor sie geladen werden, so schuetzt du auch akkus mit memory effekt
 
Hab jetzt mal nach dem zu Bett bringen meines Sohnes nach den Akkus geguckt, jetzt laden drei von vier Schächten nur noch mit 200 mAh, was zum Ende der Ladung laut Anleitung normal ist und die Spannung ist bei allen auf 1,45v runter.
@Vindoriel: danke für die Einordnung.
 
Ich denke nicht das die Spannung auf 1,5 V gestiegen ist, (Anzeigefehler; Defekt)
Ich lade meine Eneloops Akkus mit ähnlichen Ladegerät und habe nicht mehr 1,35V
Sind alle nur billige China Geräte nur tagsüber und nicht Nachts aufladen oder zurück schicken.
 
Alexomesis schrieb:
Ich denke nicht das die Spannung auf 1,5 V gestiegen ist, (Anzeigefehler; Defekt)
Ich lade meine Eneloops Akkus mit ähnlichen Ladegerät und habe nicht mehr 1,35V
Sind alle nur billige China Geräte nur tagsüber und nicht Nachts aufladen oder zurück schicken.
40€ für ein Ladegerät finde ich mal nicht so billig. Wie bereits erwähnt, ist die Spannung jetzt auch nicht mehr gestiegen, sondern sogar leicht gefallen. 1,45v scheint jetzt ja auch eher realistisch oder?
 
billig = wrd billig einegauft und zum melen teuer weiter verkauft. Du wirst das
 
Mein günstiges Multimeter zeigt nach dem Laden zwischen 1,35 bis 1,45V an. Ist also nichts ungewöhnliches, die Spannung fällt bei Nutzung ja schnell wieder auf 1,2-1,3V ab.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
1609879852852.png

Quelle: https://eneloop101.com/batteries/eneloop-test-results/

Entladekurve einer Eneloop AA Zelle. Die Höchstspannung (meist Ladeschlussspannung genannt) liegt da bei 1,45-1,5V, da macht das Ladegerät nichts verkehrt. Einzig wird die Anzeige des Ladestroms (hoffentlich) nicht stimmen. AAA Zellen mit 400mA zu laden, wenn deren Leerlaufspannung bereits bei >1,3V liegt wäre schlecht.
 
@Piktogramm: Warum? Zu viel? Das Ladegerät regelt zum Ende hin auf 200mah. Was wäre denn die angemessene Strommenge?
 
Strom, einfach nur Strom! Das ist keine Menge!

1,3V Leerlaufspannung bedeutet, dass die Zelle irgendwo zwischen 80-90% Füllstand hat. In dem Bereich sollte man normalerweise den Ladestrom deutlich zurücknehmen. Bei AA Zellen mit 1000mAh (aufgerundet) würde ich da bevorzugen, wenn jede Zelle mit 100-150mA geladen würde. Vor allem weil es der Haltbarkeit zugute kommt. Anderseits verstehe ich die Anbieter von Ladegeräten, Normalotto würde solche Geräte reklamieren, da die letzten 10% einfach mal eine Stunde dauern würden... Zudem sind die Zellen günstig genug, ob da ein paar Zyklen weniger aus der Zelle herausgeholt werden stört da nicht groß. Zudem viele Geräte die Zellen sowieso beim Entladen auch nicht schonen werden.
 
Ich hab mir für solche Akkus den Chargemanager gekauft, is zwar teuer hat aber 6 Programme und erkennt den AKKU auch NIZN
 
200€ wollen die dafür haben. Das finde ich dann aber doch zu viel des Guten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Nefcairon
Habe jetzt zum ersten Mal den Zug nicht mehr zum laufen bekommen, die Akkus waren bei ca. 1,00v. Gefühlt ging das ziemlich schnell, deutlich schneller als die AAA Batterien. Werde die Akkus jetzt nochmal voll aufladen und dann mal schauen wie lange die Eneloops halten. Wäre etwas frustriert, wenn man die ganz gute Leistung von Batterien mit einer langfristig miesen Umweltbilanz und hohen Kosten gegen eine schlechte Leistung und kurzfristig hohen Kosten, langfristig aber geringeren Kosten und besserer Umweltbilanz ersetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die wiederaufladbaren Zellen sind oftmals mit einer geringeren Energiedichte gesegnet und meist knicken sie mit der Spannung unter Last stärker ein. Entsprechen ist zu erwarten, dass der Zug mit wiederaufladbaren Batterien kürzer läuft.
 
Bei NiCd hattest du eine geringere Energiedichte. Moderne NiMH bieten immer eine sehr ähnliche Energiedichte zu Batterien. Das Problem liegt hier in unterschiedlichen Spannung (1,5V Batterie, 1,2V Akku). Wenn das Gerät auf Batteriebetrieb ausgelegt ist, schaltet es bei Spannungen ab wo die Batterie leer ist der Akku aber noch Energie hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jain,
Egal ob Zinc-Carbon, Alkaline, NiMh unter 1V liefern die Zellen kaum mehr Energie und die Strombelastbarkeit ist minimal. Das ist schon eine sinnvolle Begrenzung, denn darunter kommt man bei Primärzellen (einweg Batterien) in den Bereich wo ein Auslaufen begünstigt wird und bei modernen Sekundärzellen (umgangssprachlich Akkus) wird die Zelle geschädigt. Die Entladeschlussspannung ist da wirklich kein Problem.

Sehr wohl aber die Energiedichte.
DuracellUltra (Alkaline Primärzelle), 1,5V Nennspannung und bei 200mA Last etwa 1200mAh Kapazität bis zum Erreichen von 1V kommt zu einer Ladung von 1,8Wh
https://www.bto.pl/pdf/05106/Datasheet-Duracell-Ultra-Power-AAA.pdf

Bei einer EneloopPro Zelle hingegen: 1,2V Nennspannung, 950mAh Kapazität bei 200mA Last kommt auf 1,14Wh
https://docs.rs-online.com/02d0/0900766b812ff4c9.pdf

Die +50% Energie in der Alkaline Primärzelle sind für mich nicht "ähnlich" sondern schon deutlich schlechter. Es gibt[1] AAA Sekundärzellen mit höherer Energiedichte die auch gescheit Stromfest sind, aber die entladen sich dann recht zügig selbst.

Einzig die alten Zinc-Carbon Zellen sind im Vergleich wirklich noch schlechter. Dafür günstig und für viele Anwendungen ausreichend.

[1] Gab es zumindest früher, ich habe keinen Überblick über den Markt mehr. Mit dem Aufkommen von günstigen Lion und LiPoly Zellen wurde der Kram einfach komplett uninteressant.
 

Ähnliche Themen

Zurück
Oben