Neues Angehörigen-Entlastungsgesetz

Bobbie Draper

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Hallo,

nach dem Entwurf des Angehörigen-Entlastungsgesetzes sollen sich Unterhaltspflichtige erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro brutto an Pflegekosten beteiligen.

Was passiert bei solchen Regelungen an der Grenze? Angenommen die geforderte Beteiligung ist 5000€. Wird die Unterhaltspflichtige mit 100.001€ Jahresbrutto dann bei 95001€ landen? Oder -auch vorstellbar- bleiben die 100.000€ immer unangetastet?

Danke!
 
Schau dir doch einfach mal die jetzige Gesetzeslage an. Da gibts doch hunderte Infoseiten im Netz.

Für genaue Regelungen musst du schon das neue Gesetz abwarten, ich schätze aber das es einfach diese 100k Grenze gibt ab der man überhaupt rangezogen wird.

Im Deutschlandfunk kommen auch seit Tagen Beiträge zu dem Thema, da könntest du ebenfalls mal in der mediathek (DLF autdiothek app auf android) reinhören.
 
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Reaktionen: ThomasK_7
Wahrscheinlich wird zumindest ein Referentenentwurf o.Ä. auf der Homepage des Bundestages veröffentlicht sein.. Einfach mal suchen. In solchen Entwürfen wird die Motivation und der Hintergrund eines Gesetzesvorhabens i.d.R. ausführlich erläutert.

Davon abgesehen wird in der FAZ schon darauf hingewiesen, dass diese Regelung zu einer Benachteiligung von häuslicher Pflege durch Angehörige führt und somit ggf. ein Anreiz für eine - zu frühzeitige- Heimunterbringung gesetzt wird.
 
jo das zentrale Problem, das wird auch seit Tagen im DLF von Anrufern so gesagt ist der Rentenausfall und das abgleiten in HartzIV, wenn über längere Zeit zuhause gepflegt wird.

Dagegen hilft das neue Gesetz nicht. >70% der Pflege findet heute noch ambulant, also zuhause statt.
Die Leute geben über kurz oder lang ihre Arbeit auf um Mutter/Vater zu pflegen und leben dann von H4 und haben dann nach z.b. 10 jahren nur noch aussicht auf mindestrente...

da muss ebenfalls was passieren - zb. indem man das Gehalt zu 100% weiterzahlt aus der Pflegekasse oder wenigstens das Gehalt einer 100% Pflegekraft dem pflegenden Angehörigen anrechnet bzw zahlt.
 
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