Nextcloud auf SharedHoster - Praxistipps für Backup, Verschlüsselung, Automatisierung gesucht

dabooster

Cadet 4th Year
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Hallo zusammen,

Ich habe Nextcloud auf einem Shared Hoster aufgesetzt.
Die Grundkonfiguration hab ich hinter mir, und läuft soweit auch - jetzt will ich Richtung produktiver Einsatz.
Dazu hab ich ein paar Fragen, bei denen ich über ein paar Stubser in die richtige Richtung, oder Praxiserfahrungen von euch, sehr dankbar wäre!

Meine Ausgangslage:
Nextcloud - 2 User mit 2FA, Sync-App Android über WebDAV, PC Client, Browser.
Shared Hoster - insg. 100GB Speicher, Cronjobs, FTP, SSH, Datenbank, 4GB garantierter RAM, 512 MB PHP Memory Limit, PHP Execution Time 180s. Kein Root natürlich (Shared/Managed)


1) Backups und Sync
Kann man innerhalb von Nextcloud mit einer App regelmäßig Backups (Einstellungen, Datenbank,...) machen?
Full-Backups scheiden aufgrund des dann doch recht knappen Speicherplatzes leider aus.
Ich synce täglich Nachts (versioniert) mein Backup-NAS bzw. eine Freigabe mit Nextcloud. Die nackten Daten sind also relativ safe. Welche Backup-Strategie ist darüber hinaus sinnvoll?

2) Sicherheit und Verschlüsslung
Mein Kenntnisstand ist, dass Nextcloud keine E2E-Verschlüsslung kann, bzw. dann nicht mehr über WebUI möglich ist. Muss ich damit leben, oder habe ich was überlesen?
Wäre es eine Möglichkeit, nur meine sensiblen Daten auf externem Speicher (z.B. FTP, Dropbox) abzulegen und dann da zu verschlüsseln?
Was könnt ihr mir noch zusätzlichen ans Herz legen, um (ein bisschen) mehr Sicherheit zu bekommen?

3) Automatisierung
Gibt es eine Möglichkeit, innerhalb Nextcloud IfTTT-ähnliche Aufgaben anzulegen? Ich habe nur die App Auto-Tagging gefunden, damit ist aber nicht alles zu realisieren. Ein paar konkretes Beispiele:
Wenn in Verzeichnix X Dateien >180 Tage liegen, schicke eine Email
Verschiebe Dateien nach 3 Tagen von Verzeichnis X nach Verzeichnis Y
Wenn ClientXYZ sich seit 48h nicht angemeldet hat/zugegriffen hat, schicke eine Email


Bin dankbar und freu mich auf eure Praxistipps!
 
E2E-Verschlüsselung und Web-UI ergibt ja auch wenig Sinn. Irgendwo würde es ja dann doch wieder unverschlüsselt auf dem Server rumfahren... Man kann natürlich die Daten auch verschlüsselt auf dem internen/einem externen Speicher ablegen. Aber auch dann müssen ja die Keys auf dem Server liegen. Damit hat wieder jeder mit Zugriff auf deinen Server auch Zugriff auf die Daten.
Edit: Für manche Tasks könnten 180s execution time recht wenig sein bei Nextcloud, ebenso ist das allgemein ein ziemlicher RAM- und sonstige Ressourcenfresser.
 
Bedeutet in a Nutshell: Kein E2E. War ja schon (leider) meine Vermutung.
  • Verschlüsseln mit Key auf dem Server geht, ist aber Placebo
  • Verschlüsseln via Nextcloud auf externem Speicher geht, ist für ernsthafte Angreifer aber nur umständlicher
(gleichwohl ist das das Szenario, das Nextcloud im Sinn hat: https://docs.nextcloud.com/server/19/benutzerhandbuch/files/encrypting_files.html)
- Verschlüsseln mit Tools geht, dann scheidet aber mindestens WebUI aus

Am Ende - auch auf Dropbox, GDrive, OneDrive gibt es demnach keine E2E-Verschlüsslung. Die Frage ist dann, wo fühlt man sich am wohlsten 🤪

Nevertheless: Hat vielleicht noch jemand Best-Practice-Tipps / Erfahrung mit
1) Backups und Sync, 3) Automatisierung
auf Nextcloud?
Schönen Sonntag zusammen und merci für jeden Input! 🙂
 
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