Notebook für Studium / Audioverarbeitung

Django6

Cadet 4th Year
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Nov. 2011
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67
Hallo Leute,
ein Kumpel (Musikstudent & Musiker) sucht ein neues Notebook.

Anwendung: schon eher mobil, also er legt da auch wert aufs gewicht.
- kaum spiele. Höchstens mal ältere Sachen wie cs 1.6 oder cod 1.
- Office - das übliche. outlook, word usw.
- der Kollege ist Musiker und nutzt viel Cubase. Da muss er dann auch irgendwie mehrere Tonspuren händeln können. (so viel ahnung hab ich von der Materie nicht). Dann gibt es doch sicher besondere Anforderungen im Bereich Soundkarte oder?
Wie viel Leistung muss dann das restliche Notebook mitbringen? Arbeitsspeicher wäre mit Sicherheit nicht schlecht oder?

Seine eigene Recherche bevor er mich gefragt hat ergab diese beiden Modelle:
Asus Modell
[URL="http://www.medion.com/de/shop/einsteiger-notebooks-medion-akoya-e6431-md-60112-30020922a1.html]Medion Modell[/URL]

Sein Budget liegt zwischen 700 und 800 Euro.

Habt ihr Erfahrungen / Ideen was man beim Schwerpunkt Audio Editing beachten sollte?
 
Django6 schrieb:
Dann gibt es doch sicher besondere Anforderungen im Bereich Soundkarte oder?

Man arbeitet hier in der Regel mit externen (USB) Audio Interfaces. Ist also egal was da für ein Soundchip verbaut ist.

Django6 schrieb:
Habt ihr Erfahrungen / Ideen was man beim Schwerpunkt Audio Editing beachten sollte?

Audioverarbeitung ist relativ anspruchslos. Jedes halbwegs aktuelle Notebook mit i3/i5 sollte leistungstechnisch genügen, auch bei vielen aktiven VST Plugins etc.

Ansonsten wie bereits geschrieben wurde: "mobil und leicht" und ein 17" Klotz passen nicht zusammen.
 
Frag ihn bitte mal wie umfangreich er Cubase einsetzen möchte. Also wieviel RAM seine bisherigen Projekte benötigen und wieviel ASIO/CPU-Last sie auf seiner bisherigen (welche nutzt er aktuell?) Hardware erzeugen. Dann kann man schonmal einschätzen wieviel Gewicht man auf die CPU legen sollte und wieviel RAM er braucht.

Die nächste Frage ist ob er Lowlatency Betrieb benötigt, also ob er Virtuelle Instrumente spielen möchte, beim Gitarre spielen einen Amp simulieren möchte, Vocals bei gleichzeitigem Monitoring übers Cubase aufnehmen möchte, usw.
Für Lowlatency Betrieb ist unter Windows ein Audiointerface Pflicht (Notlösung ASIO4All) und eine geringe DPC Latenz. Lezteres wird bei Notebookcheck zumindest rudimentär mitgetestet.

Mobil am unkompliziertesten läuft Cubase auf einem Macbook. Da sollte alles out of the box mit niedriger Latenz laufen. Liegt aber bei Neuanschaffung über dem Budget und MacOS ist auch nicht jedermanns Sache.
Ergänzung ()

zoz schrieb:
Audioverarbeitung ist relativ anspruchslos. Jedes halbwegs aktuelle Notebook mit i3/i5 sollte leistungstechnisch genügen

Pauschal muss ich dir da widersprechen, das hängt von den Anforderungen ab. Ich z.B. habe bei meinen Produktionen regelmäßig den Wunsch nach einem 5GHz 10-Kerner... aber für einfache nicht umfangreiche Sachen kann ein i3 natürlich reichen.
 
gebrauchtes Thinkpad aus der T-Serie, z.B. T430s:

- RAM und SSD kann einfach nachgerüstet werden
- genug Leistung
- trotzdem noch einigermaßen handlich
- günstig zu bekommen

Einfach eBay oder Luxnote oder Lapstore durchschauen, da wirst du fündig

Edit: sowas z.B., da schöpft er sein Budget nichmal aus:

T440s
 
Zuletzt bearbeitet:
druckluft schrieb:
Frag ihn bitte mal wie umfangreich er Cubase einsetzen möchte. Also wieviel RAM seine bisherigen Projekte benötigen und wieviel ASIO/CPU-Last sie auf seiner bisherigen (welche nutzt er aktuell?) Hardware erzeugen. Dann kann man schonmal einschätzen wieviel Gewicht man auf die CPU legen sollte und wieviel RAM er braucht.

Die nächste Frage ist ob er Lowlatency Betrieb benötigt, also ob er Virtuelle Instrumente spielen möchte, beim Gitarre spielen einen Amp simulieren möchte, Vocals bei gleichzeitigem Monitoring übers Cubase aufnehmen möchte, usw.
Für Lowlatency Betrieb ist unter Windows ein Audiointerface Pflicht (Notlösung ASIO4All) und eine geringe DPC Latenz. Lezteres wird bei Notebookcheck zumindest rudimentär mitgetestet.

Mobil am unkompliziertesten läuft Cubase auf einem Macbook. Da sollte alles out of the box mit niedriger Latenz laufen. Liegt aber bei Neuanschaffung über dem Budget und MacOS ist auch nicht jedermanns Sache.

Also diese virutellen Instrumente sollten schon möglich sein. Vorher hatte er einen Desktop mit 4gb Ram und nem Phenom II x4 955 (3,2ghz) und hatte damit schon große Schwierigkeiten mit ner hohen Latenz (via asio4all).
 
Für eine niedrige Latenz sollte es auf jeden Fall ein Audiointerface mit performantem ASIO-Treiber sein. Kann sein dass, er auch wieder mit ASIO4All glücklich wird. Bessere Latenzen und mehr Performance bei ebendiesen gibt es mit guten Audiointerfaces.

Ganz grob überschlagen: Von der Performance in DAWs dürfte sich seine bisherige CPU irgendwo auf Niveau eines mittelmäßigen Intel 2-Kerners (Notebook) einordnen. Ich schätze dass der i5-7200U aus dem Asus Modell bereits ein wenig stärker abschneidet als der Phenom II x4 955. Wobei das je nach Plugins/Softsynths usw. anders sein kann. Nur um das mal so halbwegs einzuordnen.

Von daher würde ich falls es irgendwie ins Budget passt einen Quadcore wählen. Ansonsten einen möglichst hoch taktenden Dualcore und unbedingt mit HT und AVX (manche Plugins nutzen das).

RAM sollten 8GB ausreichen wenn er bisher mit 4GB klar gekommen ist.

Eine gewisse Mindestauflösung würde ich auch nehmen, FullHD sehe ich als Minimum an um vernünftig mit Cubase zu arbeiten.

Und wie gesagt der wichtigste Punkt ist, dass die DPC-Latenzen passen, da gibts gerade bei Notebooks immer mal wieder schwarze Schafe.
 
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