Notebook zum Zeichnen, Photoshop und Spielen

HerrToni

Cadet 2nd Year
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Juli 2015
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Hey,

meine Freundin will sich demnächst einen neuen Laptop kaufen.
Erstmal was sie damit machen will:
- Zeichnen per Zeichenpad
- Videos/Filme schauen
- ab und zu vielleicht mal Sims spielen
- Office für Schule
- vielleicht auch ein wenig Photoshop

Nun hat sie sich einen (Lenovo IdeaPad 700-17ISK) ins Auge gefasst mit folgenden Spezifikationen:
> Prozessor: Intel Core i7 6700HQ
> Grafikchip: Nvidia GTX950M
> Festplatte: 256GB SSD bzw. 1TB HDD
> RAM: 16GB bzw. 8GB
Und das für knapp 1000€. Nun finde ich das aber ein bisschen übertrieben für sie, da sie ja nicht wirklich so viel braucht ...

Deswegen ein paar Fragen:
- lieber eine 1TB HDD oder eine 256GB SSD? Sie selber meint, dass ihr die Akkuleistung und die Schnelligkeit egal ist. Der Laptop soll halt aber für die nächsten Jahre halten, deswegen würde ich eher zu einer HDD tendieren, da ich gelesen habe, dass SSDs auch nur eine begrenzte Laufzeit haben und wenn sie mal kaputt gehen, dann ist das Retten von Daten quasi unmöglich
- Ist ein i7 für sie überhaupt notwendig?
- Ist so viel Arbeitsspeicher überhaupt notwendig oder reichen 8GB vollkommen aus? Ich habe 8GB in meinem PC verbaut und die werden so gut wie nie ausgelastet ...
- Ist die Grafikkarte für sie ausreichend oder würde auch eine 'seinfachere' ausreichen?

Ich bin zumindest der Meinung, dass sie das alles nicht braucht und es eigentlich auch Geldverschwendung ist. Was meint ihr?
Was hättet ihr für Alternativen oder Vorschläge?

Schon mal danke im voraus ^^
 
am wichtigsten wäre zunächst mal ein anständiges panel, also ips oder va. mit TN brauchst bei einem laptop + photoshop garnicht anfangen.

photoshop kann schon ordentlich leistung fressen, vorallem wenn man mit pinselemulation bzw. pinsel 0-abstand zeichnet - wenn ich will bekomme ich sogar meinen 1700x @3,9 ghz in photoshop klein.
wenn da mehrere ebenen + große dokumentgröße zusammenkommen, sind 8 gb ram schon etwas knapp, wenn auch nicht zwingend zu wenig.
eine extra gpu kann gewisse operationen in photoshop beschleunigen. wenn sie bspw viel mit filtern arbeitet, bringt eine dgpu schon einen deutlichen leistungsschub über reine cpu berechnung.

ssd brauchen wesentlich weniger strom, sind deutlich schneller als die üblichen 2,5" hdds, leiser und robuster. würde interne ssd + externe usb3 platte nehmen.
 
Stimme meinem Vorposter duststalker hier zu. Wenn deine Freundin "ernsthaft" zeichnet, kann durchaus potente Hardware nötig sein.
Und ein guter, möglichst großer Bildschirm (wenn das Gerät portabel sein soll, muss man natürlich Kompromisse eingehen), außer sie nutzt einen externen.
Ich selbst zeichne mit "Krita" ein sehr gutes Open-Source Programm, aber es ist noch etwas weniger Performance-optimiert als Photoshop und deswegen noch Hardware-hungriger. Auch ich kann einen i7 4790k Desktopprozessor (4-Kerner mit 4 GHz) auslasten, wobei ich 16 GB Ram verbaut habe. Es kommt aber sehr auf die Pinseleinstellung an (Bewegung glätten kostet dort z.B. sehr viel Performance, wie auch bestimmte großflächige Pinsel). Ebenso auch auf die Gesamtauflösung, in der man arbeitet, und die Ebenenzahl. Wenn man den Vergleich einmal hatte, wie es ist, wenn ein Pinsel blitzschnell reagiert im Vergleich dazu, wenn er auch nur eine halbe Sekunde hinter der eigentlichen Stiftbewegung hinterherhinkt, will man vermutlich nicht mehr zurück.

Für den Einstieg und kleine Auflösungen (nur zum posten im Web) tut es aber auch ein einfacherer PC. Die außer Zeichnen/Bildbearbeitung genannten Szenarien sind relativ anspruchslos.

Eine SSD ist in einem Laptop im Fall von Stürzen vermutlich die sicherere Wahl (die Langlebigkeit sollte kein Problem sein für Otto-Normalverbraucher)...eine echte Festplattenwiederherstellung will man vermutlich als Privatmensch eh nicht zahlen, hier hilft nur ein regelmäßiges Backup.
 
Erstmal ist die Aussage bezüglich der SSD ziemlicher Blödsinn. Es gab in der Vergangenheit diverse SSD-Dauerschreibtests, wo über Monate ununterbrochen auf verschiedene SSDs geschrieben wurde. Bis auf die absoluten Billigmodelle haben die meisten SSDs entweder erst bei Schreibvolumen aufgegeben die man als normaler Anwender kaum erreichen kann, oder sie haben garnicht aufgegeben.

In der Realität verreckt zudem meist eher der Controller der SSD. Und selbst das eher nach Jahren - Ausnahmen gibts natürlich...

Besonders in Notebooks stelle ich auch die Behauptung auf, dass eher HDDs deutlich eher kaputtgehen. Notebooks werden ja tendenziell eher und häufiger mal im Betrieb bewegt oder grob behandelt... Und es ist auch ständigen Vibrationen ausgesetzt. Paradebeispiel: Man benutzt es im Bus und der Bus fährt übern Schlagloch.

Ich würde daher eher zu einem Notebook mit SSD raten. Entweder ausreichend groß, mit zusätzlicher interner HDD oder mit zusätzlicher externer HDD.

Mein persönlicher Tipp wäre dieses Notebook:
https://geizhals.de/acer-aspire-vx15-vx5-591g-589s-nh-gm2ev-011-a1579627.html?hloc=at&hloc=de

Hat eine moderne Pascal-GPU und vorallem einen Kaby Lake-Quad Core. Die Kaby Lake-iGP ist bezüglich den Multimedia-Fuktionen (vollständige Unterstützung von VP9, HEVC 10Bit, HDCP 2.2 in Hardware... Die Skylake-iGP kann mWn. VP9 und HEVC nur teilweise dekodieren...) und speziell die DRM-Unterstützung (Netflix 4K undso...) deutlich besser aufgestellt wie Skylake.
 
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