novoflex retro adapter (+ gutscheincode)

azereus

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moin

hat irgendwer von euch den novoflex retroadapter für canon?
würd gern wissen ob man damit gute bilder macht und ob sich das rentiert.
mit den adapterringen kann man ja fast alle objektive draufpacken.

am liebsten wär mir ja wenn jemand den retroadapter und ein richtiges makro hat und einen vergleich präsentiert.

und... hat irgendwer einen gutscheincode für eine bestellung bei novoflex?

mfg
 
Für das Geld des Retroadapters kannst dir ein Makro-Objektiv auch gleich kaufen.
 
will ja mehrere objektive ausprobieren. ob und welchen unterschied das macht.
nur würd ich gern wissen ob das schon jemand gemacht hat weil er eben den adapter zuhause hat
 
Auch wenn der Novoflex der einzig brauchabre Retroadapter ist, ist er doch nur höchstens Studiotauglich. Im freien Feld wirst du damit keine Freude haben.
 
und aus welchem grund werde ich keine freude haben? erklär mal ein wenig bitte
 
Weil du auch mit dem Retroadapter ziemlich unflexibel bist. Damit wirst du kaum lange Freude haben und das Project beenden.
Im Studio magst du damit ja gute Ergebnisse erhalten. Aber im Freien macht das mit dem Ding keinen Spass.
Hol dir da lieber ein Soligor/Vivitar/Cosina 100mm f/3.5 1:2 Makro, das hat auch einen 1:1 Achromaten dabei.
 
was meinst du mit unflexibel?
dachte das funktioniert gleich wie das normale fotografieren.
objekt anvisieren und abdrücken.

verständnisfrage:
50mm makro und 100mm makro. wo ist da der unterschied? was kann ich beim abbildungsmaßstab erwarten?
 
Abbildungsmasstab ist bei beiden 1:1. Der Unterschied ist der Bildwinkel und die Mindestentfernung zum zu fotografierenden Objekt. Mit mehr Brennweite kannst du mehr Abstand z.B. zu Insekten halten, die dann nicht gleich davonlaufen wenn du ihnen mit dem Riesenobjektiv zu nahe kommst.
Zum Makro beginnen eignet sich meines erachtens ein 100mm am besten.
 
hm. werd mir mal nen normalen retroadapterring für 20€ kaufen. af und objektivdaten sind ja nicht sooo wichtig.
und wenns mir gefällt kommt ein richtiges makro^^
 
Schade um die 20 Euro. Das sind wirklich nur Bastellösungen.
Kauf dir einfach ein Makroobjektiv online, probier es ein paar Tage aus, wenns dir gefällt behalten ansonsten zurückschicken.
 
Das sind wirklich nur Bastellösungen.
@azereus:
Ein Retroadapter/Umkehrring ist absolut keine Bastellösung, sondern KANN eine kostengünstige Lösung darstellen, Extremmakro-Aufnahmen zu erstellen.

Schau Dir mal den Link an, wenn Du möchtest:
http://www.traumflieger.de/desktop/retroadapter/retroadapter.php

Da wird Dir vorweg gleich etwas auffallen, oder auch nicht. Der Käfer hat "Wassertropfen" auf den Facettenaugen. Dabei handelt es sich nicht um Angstschweiß, sondern um die Folgeerscheinung, dass der Käfer zuvor im Gefrierschrank (Extrem-Tierquäler) oder im Kühlschrank (immer noch Tierquäler) eingesperrt worden ist, damit er bewegungsunfähig wird.

Anders bekommst Du ihn nämlich nicht dazu, so still da zu stehen. Genau das muss er oder jedes andere Objekt, das Du fotografieren möchtest, aber tun, sonst kannst mit der Retroadaper-Geschichte nämlich bildlich gesprochen Brausen gehen.

Mit solchen Umkehrringen/Retroadaptern kannst Du - und das ist das Interessante dabei - auf einfache Art und Weise extreme Abbildungsmaßstäbe von bis zu 3:1 erzielen, wenn Du zum Beispiel ein extremes Weitwinkel einsetzt.
Mit meinem 20er/2,8 konnte ich in Retrostellung derartige Maßstäbe erreichen.

Bei einem "herkömmlichen, klassischen" Makroobjektiv ist ohne Balgengerät (das mit ein paar Hundert Euro zu Buche schlägt) bei 1:1 Schluss. (Mit Vorsatz-Nahlinse geht noch ein bisschen mehr, aber eben keine 3:1 und eine hochwertige Nahlinse kostet mehr, als ein Umkehrring).
Noch extremer wird die Kombination Balgengerät+Umkehrring. Dann kommen aber Probleme bezgl. Beleuchtung hinzu und ohne Blitz geht gar nichts mehr.

Bei der Aufnahme selbst ist auch alles nicht so einfach, wie es scheinen mag.
Ein stabiles Stativ (Freihandfotografieren kannst vergessen) ist Mindestvoraussetzung.
Nützliches Zubehör ist ein Einstellschlitten, mittels dem Du die Kamera/Objektiv-Kombination mm-weise vor- oder zurück bewegen kannst, um die Schärfe auf den gewünschten Punkt zu legen.
Ohne einen solchen Einstellschlitten, wird's fummelig, bis Du das Stativ so hin bekommst, wie Du's haben willst.

"Freiluftfotografie" mit Umkehrring setzt absolute Windstille voraus. Insektenfotografie kannst Du damit nur im Studio betreiben.

Einfache Faustregel:
Je kürzer die Brennweite, die in Retroposition eingesetzt wird, desto größer der Abbildungsmaßstab, desto geringer die Distanz Front(in dem Fall Rück-)-Linse zum Motiv.
Bei einem 20er-Objektiv in Retrostellung bleiben Dir gerade mal knappe 4 cm Abstand zum Motiv. Kein Insekt in freier Natur, bleibt Dir da sitzen, bzw. ruhig.

Fazit: Wenn Du ernsthaft Makrofotografie betreiben möchtest, bist Du mit der Anschaffung eines "richtigen" Makroobjektivs besser beraten.
Abbildungsmaßstab von 1:1, Freihandfotografie möglich, flexibler, als mit Umkehrring und teures Zubehör extrem nützlich, aber für den Anfang nicht unbedingt nötig.

Für gute Ergebnisse mit einem Umkehrring braucht es eine Menge Zubehör (Stativ, Einstellschlitten, Makroblitz), das ins Geld geht und zudem nur beschränkt einsetzbar ist (weil Außenfotografie damit eher ausscheidet).
Allerdings sind unter den genannten Voraussetzungen beeindruckende Ergebnisse möglich.

Ein kostengünstiger Ersatz für ein Makroobjektiv - für Fotografen, die Makros machen wollen, aber sich die Anschaffung eines Makroobjektivs sparen wollen - ist ein Umkehrring jedenfalls nicht.
 
boa das is mal ein brocken zum lesen.
danke für die ausführliche antwort.

hab gerade eben den retroadapter für 20€ bestellt. hoffe der kommt nächste woche.
und um 20€ ist denk ich nicht viel "verhaut".

werd eventuell ein zwei ergebnisse hier posten.
 
Gern geschehen. Wirst sehen, das Teil allein kostet nicht viel, aber mit dem Teil allein wirst nicht all zu viel anstellen können, weil Du relativ rasch an die Grenzen des Machbaren stoßen wirst, wenn Du nicht entsprechendes Equipment hast.

Viel Spaß damit, bin auf Deine Fotos gespannt. :)
 
Der grösste Nachteil beim Retroadapter ist die geringe Lichtmenge beim Einstellen. Ohne Licht fasdt nicht zu machen. Ist zwar mit LiveView besser, aber so richtig lustig ist das auch nicht.
Halt eine Bastellösung.
 
@ayin:
Halt eine Bastellösung.
Mitnichten. Umkehrringe sind absolut keine Bastellösung. Eine "Bastellösung" sind sie nur für jene, die meinen mit einem Umkehrring ganz einfach in den Bereich der Makrofotografie einsteigen zu können und sich die Anschaffung eines Makroobjektivs ersparen zu können.

Wer sich mit dem Thema ernsthaft auseinandersetzt, wird schnell begreifen, dass man mit so einem Umkehrring beeindruckende Makroaufnahmen mit extremen Vergrößerungsfaktoren erzielen kann, dafür aber einiges an Zubehör benötigt.

Ich hab für meinen Umkehrring einen Doppeldrahtauslöser, eine Vorrichtung, die an den Bajonett-Anschluss des Objektivs angebracht wird und somit Offenblendmessung bzw. Einstellung der Schärfe bei Offenblende ermöglicht (Springblendenfunktion bleibt erhalten.)
In Verbindung mit dem AF 20/2,8 D gelingen da tolle Aufnahmen. Entsprechender Aufwand für die Umsetzung inkludiert.

Daher sind Umkehrringe alles andere, als Bastellösungen.
 
Wer in Makro hineinschnuppern will ist mit Zwischenringen oder Achromaten besser beraten. Manuelles Fokussieren mit Retroadapter ist eher eine Übung für Fortgeschrittene und nichts für blanke Anfänger. Ohne Schlitten und Stativ also unbrauchbar.
 
@ayin:
Ohne Schlitten und Stativ also unbrauchbar.

Hab ich ja so ...
Für gute Ergebnisse mit einem Umkehrring braucht es eine Menge Zubehör (Stativ, Einstellschlitten, Makroblitz), das ins Geld geht und zudem nur beschränkt einsetzbar ist (weil Außenfotografie damit eher ausscheidet).
Allerdings sind unter den genannten Voraussetzungen beeindruckende Ergebnisse möglich.
schon am 05.05. geschrieben.

Deine Ansicht "ist halt eine Bastellösung" teile ich hingegen aus besagten Gründen nicht.
 
Ich schiesse unter anderem Macro und Extrem-Macro (alles zwischen 1:1 und 5:1 auf dem Sensor). Und ich schiesse sehrwohl Freihand, auch bei eher windigen Bedingungen. Und es sind immerwieder absolut geniale Bilder, was dabei so entstehen. Ruhige Hand, viel Geduld, noch mehr Übung und eine große Speicherkarte sind von Vorteil. Photoshop sollte einem auch nicht so ganz Fremd sein.

Aber Macro ist nicht für Anfänger und Ungeduldige. Mit einem Retroadapter kann man einsteigen und sich ein Gefühl für die Geschichte entwickeln. Was man aber dabei bedenken sollte: Die Rückseite des Objektives ist ja die Front und zieht den Staub an. Das mag bei normaler Fotografie weniger dramatisch sein. Aber bei Macro und darüber wird jedes Staubkorn auf dem Objektiv oder Sensor recht schnell sehr störend. Man sollte sich zumindest über diverse Reinigungsmittelchen auch informieren.

Zu deiner Eingangsfrage: Viel unterschied zwischen einem echten Bild aus einem echten 1:1 Macroobjektiv und einer Lösung über Retroadapter wirst du kaum erkennen. Das liegt an der Funktionsweise begründet. Der eigentlich schlechte Teil in einem Billigobjektiv ist neben der Vergütung der Linse der Rand. Dieser kommt aber nicht zum tragen, da nur ein kleiner Teil des Bildkreises der ansonsten Frontlinse genutzt wird in Retrostellung.

Der Hauptunterschied liegt im Komfort der Bedienung. Objektiv in Retrostellung kannst du die Blende nicht verändern ohne das Objektiv wieder umzuschrauben. Dies ist bei einem richtigen Macro möglich. Auch kannst du in Retrostellung keine Filter nutzen, aber dies ist eher sekundär.
Mit der Blende wären wir auch beim zweiten Knackpunkt. Du benötigst für halbwegs brauchbare Schärfentiefe eine unglaublich kleine Blende. Und je kleiner die Blende, desto weniger Licht fällt auf den Sensor. Ohne Stativ oder Blitz geht da wenig. Ich z.B. Fotografiere mit Blende 14 + Blitz, nur um einen guten Millimeter Schärfebereich auf meine Fotoobjekte zu bekommen (Insekten, Bienen, Ameisen, etc). Und dazu kommt das Problem der Schreckhaftigkeit der Tierchen + das alleinige verwackeln durch den eigenen Körper.

Wer ernsthaft auf Macro geht, der übt und kauft nur für diesen Bereich. Das meiste für diese Art von Fotografie kann man fast nicht für den normalen Maßstab verwenden.

Nachtrag: ich shoote mit dem Canon MP-E 65mm + MT 24 EX Speedlite Blitz. Schon toll, was man in diesem Abbildungsmaßstab heraus bekommt: Extrem-Macro Schmetterling
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Nachtrag)
@der_w:
Ich schiesse unter anderem Macro und Extrem-Macro (alles zwischen 1:1 und 5:1 auf dem Sensor). Und ich schiesse sehrwohl Freihand, auch bei eher windigen Bedingungen. Und es sind immerwieder absolut geniale Bilder, was dabei so entstehen. Ruhige Hand, viel Geduld, noch mehr Übung und eine große Speicherkarte sind von Vorteil. Photoshop sollte einem auch nicht so ganz Fremd sein.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Dann bist Du eben ein Ausnahmetalent, der IceMan unter den Makrofotografen sozusagen. 1:1 gelingt auch mir freihändig mit Aufstützen, ruhig Atmen, selbstverständlich werden die Ergebnisse mit Stativ besser und es ist weniger Ausschuss dabei.

5:1 freihändig - schaffe ich nicht mehr, bzw. fällt bei mir in die Kategorie "Zufallstreffer". Muss natürlich jeder entscheiden, wie er an das Thema rangeht. Mir liegt daran die Ausschussquote so gering wie möglich zu halten und bedacht ans Werk zu gehen.

Die Nachbearbeitung per Photoshop führt natürlich zu einem noch besseren Ergebnis, bzw. kann dazu führen. Ich bin allerdings ein Verfechter der These, dass der gesamte Workflow perfekt sein muss, damit mir perfekte Ergebnisse gelingen.
Wenn die Aufnahmetechnik besser sein hätte können (zB durch Verwendung eines Stativs), dann verschenke ich Qualität, die ich auch mit PS nicht mehr reinzaubern kann.
 
so. hab die bilder jetzt mal hochgeladen.
http://pictit.at/wp/?page_id=27&file=Krimskrams/2011 Retro-Macro/
/edit:
retroadapter@18-55mm Kit
/editend:
bin schon sehr zufrieden damit.
freihand klappt es auch wunderbar.

einziger nachteil - das licht.
entweder nur am tag und wenn die sonne scheint oder mit zusätzlichen lichtquellen. hab erst versucht mit lwl-leitern mir was zu basteln (lwl-leiter bei den fotos dabei) hat aber nicht das gewünschte ergebnis geliefert. vor allem da die leiter doch etwas starr sind und das befestigen am objektiv nicht wirklich funktioniert hat - und wie hätte ich sowas in den fotorucksack bekommen?
werd mir demnächst eine schiene kaufen mit einer "dritten hand+kleine taschenlampe" oder einem kleinen blitz.
vll versuch ichs nochmal mit lvl-kunststoff-leitern von einer lwl-lampe. die sind etwas dicker und leiten mehr licht durch.
oder ich versuchs mit nem richtbaren diffusor mit reflektierender innenverkleidung
ganz einfach wäre auch ein ringblitz :)

naja.
 
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