Paar Ziele im Berufsleben gesetzt, aber welches ist das richtige?

BeroBass

Cadet 4th Year
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Feb. 2011
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Hallo,

ich habe mir ein paar Ziele gesetzt. Habe mir die ganzen Wochen, den Kopf darüber gebrochen... Zur Zeit bin ich in der 11. Klasse und kommen warscheinlich in die 12. Klasse, auch wenn mein Zeugniss nicht gerade das beste ist.

Ich mache zur Zeit ein Praktikum bei einer Kfz-Werkstatt, also das 1- Jährige, neben der Schule. Der Beruf macht mir eigentlich Spaß, aber auf der anderen Seite denke ich mir immer, ich soll doch etwas ganz anderes machen...

Nach der Kfz-Mechatroniker-Ausbildung, würde ich sofort den Meister machen. Aber man sagt mir immer, dass man als Meister sehr schwer freie Stellen findet bzw. man als junger Meister, es sehr schwer hat, sich auf dem Arbeitsmarkt durchzusetzen. Aber vielleicht finde ich noch einen anderen Beruf, der mir vielleicht noch mehr eignet, der auch mir gute Chancen auf den Arbeitsmarkt bringt. Vielleicht kennt einer den passenden Beruf für mich? Auf jeden Fall bin ich im Fach-Deutsch sehr gut und habe sehr wenig Probleme damit. Ich bin darüberhinaus sehr belasbar und kann gut mit Menschen umgehen. Die Securitys an den U-Bahn-Haltestellen, das wäre vielleicht was für mich? Hier jedoch, sagt man mir, das man sehr unfair bezahlt wird.

Ich weiß echt nicht, was ich machen soll? Oder soll ich zum Bund? Was denkt ihr, was soll ich machen? Hat jemand vielleicht wertvolle Tipps?

Vielen Dank im Voraus!
 
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HI Bero, mal nen paar Gedanken von mir, vielleicht kann ich dir ja helfen!

Zu mir selber, bin 30, 4 Jahre beim Bund , mit 25 Jahren eine Ausbildung zum Metallbauer gemacht, und seit 2009 in diesem Beruf. Davor Vermesser gerlernt, aber keinen Job bekommen, viele 70 Prozent stellen mit Kackbezahlung, die dann noch weit weg sind, also wirtschaftlich blödsinn.

Bei mir kam dann der Bund dazwischen, wo ich als Taucher bei den Pionieren mit die geilsten 4 Jahre meines Lebens hatte, gab dann auch noch 500 Euro pro Monat mehr wenn man auf ein paar Tauchgänge kam, neben 1,500 Netto die man als Zeitsoldat (Unteroffizier so im schnitt hat).
Jetzt zum Bund, nie im Leben, kein Bock mir in Afganistan den Arsch wegbomben zu lassen. Zu meiner Zeit war der Auslandseinsatz in Ex-Jugoslawien, wo zum gleichem Zeitpunkt bekannte 200 km weiter Urlaub gemacht haben. Also nicht ansatzweise so gefährlich wie heute der Kack da in Afganistan.

Meine Empfehlung mach eine Lehre mit breitem Feld, KFZ ist da schon etwas eingeschrängter als z.B.: meine Ausbildung als Metallbauer. Bei mir ist dann der weg noch offen in viele Bereicht, (Maschinenbau, eines der Wirtschafszugpferde im Moment !!!)
Aber wenn dir der Beruf gefällt, warum nicht verkehrt ist das auf keinen Fall.

Meister hinterher kann ich bei KFZ nicht sagen, würde ich aber nicht machen. Im Metallbau kannste mit meistern des öfteren die Straße Pflastern, da sind Spezielle weiterbildungen wie ich sie anstrebe (Schweißfachmann, Schweißwerkmeister ) schon besser, billiger und schneller, bei gleicher Bezahung. Aber halt Speziell nur für den Bereich, wie der name schon sagt Schweißen. Meister ist da viel breiter Gefächert.

Auch ein Weg dem ich heute jedem Empfehle, Ausbildung machen, Fall 1 gefällt mit, alles ok ich bleibe , mache nen paar Jahre als Gesell um Geld zu verdiehnen und dann weiter mit Studium, Meister,, Fall 2 - Ausbildung ist Kacke und nicht mein ding, geht aber. Nun dann Arschbacken zusammenkneifen und durch, kannste als KFZ ler hinterher immer noch mit der Ausbildung was anderes machen. Ich habe schon den ein oder anderen KFZler im Metallbau wiedergefunden, der dann darin aufgegangen ist (Geländerbau, Bauschlossereien, aber auch Maschinenbau und Gerätebau).
Und wenn du es drauf hast, wass du in der Ausbildung mit sicherheit besser rausfindest, als zuerst das Studium zu machen, ob du es in dem bereich drauf hast. Weil Studium abgebrochen ohne Ausbildung ist der Worst Case, haste ne Ausbildung ist immer wieder eine gute Basis worauf man schonmal zurückgreifen kann.

Für den RAUM NRW - OWL (Nordhessen, Niedersachsen (Osnabrück - hannover) gilt - KFZler als Geselle liegen des öfteren bei kleinen Pissbuden / Leihfirmen leicht unter 10 Euro!
Als Schweißer, Metallbauer, Zerspanungsmechaniker (Dreh und Färser) oder Industriemachniker / Anlagenbauer (mach dich da mal im WIki schlau) - alles was so etwa am Maschinenbau hängt, ist hier im Mom bei 11 Euro pro Stunde und leicht drüber.
d.H. KFZler ca. 1100 Euro Netto (Steuerklasse 1) , Metaller 1250 - 1300 € (Startgehalt, Leihfirma, Pissklitsch, in deinem Fall z.B. ATU !!! )
 
Hast du mal über ein Studium nachgedacht? Immerhin besuchst du die 12. Klasse.

Der Meister befindet sich mehr oder weniger an der Spitze der ausführenden Kräfte und wie du richtig erkannt hast, sind Spitzenstellen immer knapp bemessen. Es macht keinen Sinn lauter Häuptlinge, aber kaum Indianer zu haben. Der nächst höhere Schritt wäre der Ingenieur. Selbst mit einem schlechten Abschluss in Maschinenbau (hier mit Spezialisierung auf Antriebstechnik) an einer 0815-Fachhochschule wirst du besser bezahlt als ein KFZ-Meister und förmlich vom Markt gerissen. Du würdest in die nächst höhere Ebene aufsteigen und hättest genügend Luft nach oben um dich weiter zu entwickeln.
Ein Ingenieur muss im übrigen nicht immer nur Entwickler oder Vertriebler sein. Es gibt auch Service-Ingenieure (Rausfahren, Fehler beheben, warten etc.), Produktionsingenieure (Abläufe in der Fertigung koordinieren) oder Mischungen aus diesen Tätigkeitsfeldern. Wenn du gerne etwas mit den Händen machst, wäre der Service-Ingenieur bestimmt eine Option für dich.

Als Alternative bleibt dir der Geselle oder Techniker und wartest erst einmal ab. Den Meister sollte man nur dann machen, wenn sich innerhalb des Unternehmens ein Bedarf dafür abzeichnet.
 
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Was spricht denn gegen Fachabitur und oder Abitur und dann ein Studium?

Willst du wirklich Security an einer U-Bahn Haltestelle werden? o.O
Hast du ernsthaft darüber nachgedacht?
Dann wenn schon Polizei...
 
Der Meister lohnt sich in meinen Augen nur wenn man vom Betrieb wo man gerade arbeitet eine entsprechende Stelle angeboten bekommt oder das Familienunternehmen weiterführen will/soll/kann. Ohne so eine Stelle in Aussicht ist das finanziell ein nicht zu unterschätzendes Risiko, schließlich kostet das ja ne Kleinigkeit.
Gerade im Maschinenbau und KFZ-Gewerbe laufen Leute mit Meisterbrief zu dutzenden auf Gesellenjobs rum.

Wie schon gesagt wurde, alles rund um die Metallverarbeitung und Maschinenbau bzw Artverwandte Felder ist es mitunter jetzt schon schwierig gutes Personal zu bekommen.

Zerspanungsmechaniker stell ich auch einfach mal in den Raum. Entsprechendes räumliches Vorstellungsvermögen vorausgesetzt kommt der Rest von alleine. Allerdings oft mit Schichtdienst verbunden. Weiterführende Möglichkeiten hier Meister (Arbeitsvorbereitung). Techniker (Kundendienst, Wartung, Vertrieb, Offlineprogrammierung) bzw Studium.
 
Es macht keinen Sinn lauter Häuptlinge, aber kaum Indianer zu haben. Der nächst höhere Schritt wäre der Ingenieur.
Was sind denn Ingenieure? Doch wohl Oberhäuptlinge.

Wenn dir die Tätigkeit im KFZ-Bereich gefällt, mach dort eine Ausbildung. Wenn du danach Muße hast, nimm es als Basis für eine Weiterbildung, in welcher Form und wo auch immer.
Arrangierte Leute, auch aus dem Handwerk, finden häufig in der Industrie mit entsprechenden Lehrgängen attraktive Jobs. Das Studium bzw. der Titel ist nicht alles.
 
mit welchen lehrgängen ? und wo denn dann :D
hatte mal überlegt gehabt aber mir viel nicht ein , da wir eben an 12 v anlagen bzw. 24 .. reparieren im normalfall ..

ich habe noch 48v dabei .. ;) aber trotzallem viel mir nichts ein .. auch wo ich arbeitslos war , wollten sie mich nur als kfzler vermitteln ..
 
Nur weil ein Ing. eine Bildungsgrad besitzt ist er noch lange kein Häuptling. Die meisten Ings. sind genauso ausführende Organe.
 
danke für die beiträge! aber ich weiß immer noch nicht genau, was ich machen soll. industriemechaniker oder mechatroniker (nicht KFZ!) sind also deutlicher besser? also habe ich bessere chancen auf einem arbeitsplatz und das gehalt ist besser? oder soll ich zum bund? wäre nett, wenn ihr mehr postet, ist mir echt sehr wichtig!
 
Ob du zum Bund gehst ist deine Entscheidung.
Ich lasse mich ungern anschreien etc und habe mich dagegen entschieden.

Bisschen Eigenständigkeit kann man doch verlangen, vor allem wenn es um die eigene Zukunft geht.
Bis du das Abitur hast dauert es ja noch 1-2 Jahre. Erstmal Abi und dann die Entscheidung Studium oder Ausbildung.

(aber wofür Abitur machen, wenn du nicht studieren willst?)
 
Man kann ja auch erst Ausbildung mach und dann Studium wenn man nochmal etwas gefordert werden will ... kein unüblicher Weg.

Wie schon gesagt wurde, hast ja noch etwas Zeit. Und wenn es soweit ist hör auf dein Bauchgefühl was du dir gut vorstellen kannst.
 
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