PC für Photoshop und After Effects. Gaming unwichtig

freifacht

Lieutenant
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Hallo zusammen,
mein Bruder hat mich beauftragt, ihm einen anständigen, doch nicht allzu teuren PC zusammenzuschustern.
Das Hauptkriterium wäre, dass der Rechner vor allem flott mit Photoshop arbeitet.
Speziell sollten ihn große Dateien ab 1/2 GB Größe nicht gleich in die Knie zwingen.
Zweites Kriterium wäre eine gute Leistung unter After Effects.
Außerdem sollte er genug Power zum Betrachten (und gelegentlichen Bearbeiten) von HD-Videos haben.
Gaming spielt absolut keine Rolle.
Und es wäre schön, wenn er einigermaßen leise wäre. Er ist da ziemlich verwöhnt von den flüsterleisen Mac Pros im Büro.

(Ach ja, und eventuell würde ich hin und wieder einen 3D-Renderauftrag übers Internet an den PC schicken und ihn als nächtlichen Rendersklaven missbrauchen. Aber das soll das unwichtigste Kriterium sein.)

Momentan geht es mir erst mal darum, auf welches Pferd ich überhaupt setzen soll.
Meine erste Wahl wären ein 1156 Motherboard und der i5-750, weil dies mir (in der Intel-Welt) das beste Preis-Leistungsverhältnis zu haben scheint.
Nach dem Studium diverser Benchmarks kann ich keinen Grund erkennen, warum man ein Sockel 1366 System nehmen sollte. Die Leistungsunterschiede erscheinen mir so marginal, dass ich nicht finden kann, was den Preisunterschied rechtfertigen würde.

Sehe ich das richtig, oder übersehe ich womöglich etwas?

Ich habe bei mindfactory schon mal testweise etwas zusammengestellt, obwohl ich zugeben muss, dass ich mich bei der Auswahl der Komponenten teilweise von der Bestellhäufigkeit habe leiten lassen.
Aber es geht momentan erst mal darum, mir einen groben Überblick zu verschaffen, deshalb ist er auch noch nicht komplett (RAM, Laufwerke fehlen bspw. noch)
CPU: i5-750
Mainboard: Asus P7P55 D
Systemfestplatte für OS und Programme: Samsung HD322HJ 320 B (evtl. auch ein 500 MB Modell)
Speicherfestplatte: Samsung HD103SJ F3
Als Grafikkarte schwebt mir eine passiv gekühlte "512 MB Sapphire Radeon HD4550 GDDR3" oder eine "CLUB 3D HD4650 1024 MB passive Heatpipe" vor.
Kühler: noch nicht so viel Gedanken gemacht, evtl. Alpenföhn Brocken S775?
Netzteil: auch noch vage, evtl. "Enermax LibertyECO 400W ATX 2.3" oder "ATX be quiet! Pure Power BQT L7 530W ATX 2.3"

Meint Ihr, ich gehe da schon mal in die richtige Richtung?
Oder sollte man doch ein paar Scheinchen mehr locker machen und in Richtung Sockel 1366 gehen?
Oder ganz von Intel weg und stattdessen auf die AMD-Plattform setzen?
Fragen über Fragen...:confused_alt:


PS: wer einen günstigen großen Monitor mit PVA-Panel sucht, sollte sich mal den Acer AL2723W anschauen. Den gibt es momentan für unter 400 EUR, habe gleich mal einen bestellt.
Anfang November hat noch durchschnittlich 650-690 EUR gekostet.
Bei dem Preisverfall wahrscheinlich ein Ausverkauf.

PPS: huch, ich bin voll die Schnarchnase. Das mit dem Monitor ist ja schon längst ein Thema im Monitorbereich :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei dem Einsatzgebiet würde ich ebenfalls auf den Sockel 1156 setzen und den i5 verbauen. Die paar Sekunden die man sich mit nem i7 auf Sockel 1366-Basis spart rechtfertigen den Preis meiner Meinung nach nicht. Wenn natürlich Geld absolut keine Rolle spielt, kann man darauf setzen. Aber das ist bei euch ja nicht wirklich der Fall.

Ein Blick in die Multimedia-PC-FAQ kann nicht schaden. Speziell der 650€-Intel-Rechner. Beim Board könnte man sich ein paar Euro sparen, ebenso wie bei der Grafikkarte. Leistungsunterschiede wird man nicht merken. Dazu den vorgeschlagenen RAM. Als Systemplatte würde ich eine WD6400AAKS verbauen bzw. eine 500GB Samsung F3. Die von dir genannten Netzteile sind beide gut, nehmen sich nicht viel. Als Kühler den Brocken oder auch einen Mugen 2. Gehäuse je nach Geschmack. Als Brenner hat sich der LG GH22NS bewährt.


edit:

Ganz vergessen zu erwähnen, dass 8GB RAM evtl. Sinn machen könnten (du schreibst ja "große Dateien ab 1/2 GB"). Einen ordentlichen Performanceschub dürfte auch ne SSD bringen. Und wenn man sich die Benchmarks so anschaut, dann arbeitet der i7-860 oft um einiges flotter als der i5-750. Ob das 80 Euro Aufpreis wert sind bleibt die Frage. Ich habe vorgestern einen ähnlichen Auftrag wie du bekommen und überlege mir jetzt, was ich da am besten zusammenschraube. Ist immer so ne Sache, wenn man sich bei bestimmter Software und deren Anforderungen nicht so wirklich auskennt ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
danke erst mal für die Antwort.

An 8 GB habe ich tatsächlich schon gedacht, trotzdem werden wir wohl erst mal mit 4 ausprobieren, wie weit wir damit kommen. Nachrüsten ist ja kein Problem.

Und wenn man sich die Benchmarks so anschaut, dann arbeitet der i7-860 oft um einiges flotter als der i5-750.
Die Benchmarks sind so eine Sache. Gerade der hier auf Computerbase, wo es mal "Turbo an-SMT an" , dann "Turbo-an-SMT aus", dann Turbo aus-SMT an"etc..
Da wird es leicht schwierig, den Überblick zu behalten.

Generell habe ich den Eindruck, dass manche der Anwendungen ordentlich vom Hyperthreading profitieren, was der i5 nicht hat. Deshalb ist vermutlich der i7-860 bei manchen Benchmarks flotter.
Und da hätte ich gleich mal eine Frage: hHast Du eigentlich schon mal an den "Intel Xeon UP X3450" gedacht?
Das soll die Server-Version vom i5-750 sein. Preislich liegt er zwischen dem i7-860 und dem i5-750 (mit Tendenz zum i7).
Der große Unterschied Xeon zum i5 ist, dass der Xeon ebenfalls 8 Threads wie der i7-860 hat.
Passen tut er wohl auch auf die 1156-Boards.
Wäre vielleicht tasächlich eine Alternative zum i7-860.:confused_alt:
 
Klar, HT spielt je nach Software sicher ne Rolle.
Zu der Xeon CPU habe ich neulich erst nen Test gesehen. Muss ich gleich mal suchen.


edit:

gefunden

Ich muss dazu sagen, dass ich die CPU auf alle Fälle ordentlich takten werde. Weiß jetzt nicht, ob OC auch bei dir eine Rolle spielt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kühler: http://geizhals.at/deutschland/a486335.html
Auf Rev.B achten!

Als Systemplatte wäre die F3 500GB gut geeignet, wobei, je nach Budget, eine SSD Sinn machen würde.

Ich würde es auch bei 4GB lassen, und bei Bedarf nachrüsten. Der Speicher wird ja hoffentlich wieder billiger.

Als GraKa reicht dann eine HD 4350 passiv.

Als sehr leise Netzteile gelten die Cooler Master Silent Pro, oder die neuen Cougar. 400W reichen da völlig aus.
 
OC nur soweit, dass die Maschine luftgekühlt noch absolut stabil läuft.
Der x3450 ordentlich OCed, das gäbe schon ein feines Maschinchen.:cool_alt:

Bei der GraKa 4350 habe ich ein paar Zweifel. Und zwar soll sie laut einem Test, den ich vor kurzem las, ziemliche Probleme bei der Darstellung von Blu-Ray und HD-Videos haben.
Diese Probleme treten angeblich bei der 4650 nicht auf. (Mist, finde den Testbericht nicht mehr)
Und da der Rechner auch hin und wieder zum Filme schauen genutzt werden soll, würde ich eher zu ihr tendieren. Und sooo viel teurer ist sie ja auch nicht.
 
ich glaube kaum, dass es beim Filme schauen einen Untersched bei den GraKas gibt. Unterstützen ja beide die Beschleunigung von HD Videos.
 
habe mittlerweile den Test gefunden, wo die schlechtere Blu-Ray, bzw. HD-Wiedergabe angesprochen wird:
http://ht4u.net/reviews/2009/einsteiger_grafik_roundup/index37.php




andere Frage:
was soll man denn von dem CUDA-"Kram" halten, mit dem einige Nvidia-Karten aufwarten können?
Photoshop CS4 soll ja davon profitieren können.
Wie sieht es mit "After Effects" oder "Premiere" aus?

Ist es wirklich sinnvoll, sich Gedanken über CUDA zu machen?
 
Soweit ich weiß, unterstützen die Adobe Produkte CUDA. Allerdings merkt man davon in der Praxis wenig. Bei Photoshop z.b. profitieren nur einige wenige Effekte und Filter davon. Da ich mich mit der Thematik allerdings noch nicht wirklich auseinandergestzt habe, schreibe ich mal nichts weiter dazu. Da dürfen jetzt andere ran.
 
was soll man denn von dem CUDA-"Kram" halten, mit dem einige Nvidia-Karten aufwarten können?
Photoshop CS4 soll ja davon profitieren können.
Wie sieht es mit "After Effects" oder "Premiere" aus?
Ich verstehe ja immer nicht, warum sich manche Leute Software für ein paar tausend Euro kaufen, oder als Schulversion ein paar hundert dafür bezahlen, ohne überhaupt den Umfang und die Funktionen der Software zu kennen. Sofern der Rechner für die angesprochenen Tools benutzt werden soll, empfiehlt es sich nicht, zu sehr auf das Geld zu schauen, da diese Programme sehr leistungshungrig sind.

Cuda wird sowohl von Photoshop für die Bildschirmglättung, für die Pinselspitzen als auch von Premiere und AE für die Berechnung einiger Effekte verwendet. Allerdings funktioniert dies durch OpenGL auch mit ATi-Karten recht gut.

Für flüssiges Arbeiten mit PS64 sind eigentlich 8GB oder mehr Pflicht, auch wirst du zumindest bei AE und Premiere massiv durch HT profitieren, hierfür ist ein Xeon UP X3450 wirklich ideal. Ich würde dir auch unbedingt zu einer SSD raten.

Grüße,
franeklevy
 
Falls es interessiert: Ich habe mich mit meinem Bekannten über die Feiertage zusammengesetzt und herausgekommen ist folgendes: geizhals Wunschliste

Der Rechner wird beruflich und ausschließlich für Photoshop CS4 verwendet. Ist für um die 1100 Euro nicht das billigste, (preis-)leistungstechnisch aber sicherlich sehr gut aufgestellt.
 
^^Zusammenstellung sieht gut aus, würde dir aber auch zum bereits empfohlenen Asus-Board raten. Und nimm unbedingt 8GB-Ram. das lohnt sich mit CS4 auf jeden Fall, dadurch erhältst du nochmals einen deutlichen Leistungssprung. Bei Photoshop dann auch auf die Verwendung der 64Bit-Version achten, diese musst. du allerdings ggf. von der 1. DVD nachinstallieren. Von den 8GB würde ich dir zusätzlich empfehlen eine ca. 1,5GB große Ram-Disk einzurichten, diese lässt sich per PS als 1. Arbeitsvolume definieren, das zweite Volume auf die SSD packen, wodurch du nochmals einen massiven Boost erleben wirst :)

Du könntest überlegen den Rechner zusätzlich noch ein wenig umzugestalten, anstatt dem i7 würde sich auch ein etwas günstigerer Xeon X3450 anbieten, durch das gesparte Geld könnte man dann gleich zwei SSD kaufen. Ohne der recht teuren Postville wären mit einem kleinen Aufpreis zwei SuperTalent UltraDrive mit je 64GB drin. Für eine wirklich optimale CUDA-Unterstützung würde ich zudem eher zu einer kleinen Nvidia greifen, 9400Gt o.ä.

Grüße,
franeklevy
 
Zuletzt bearbeitet:
Sind 8 GB Speicher (Anzahl: 2) :)

Allerdings ist das hier nicht mein Thread. Weiter oben habe ich ja geschrieben, dass ich für einen Bekannten ein ähnliches System wie freifacht brauche. Wollte hier lediglich kundtun, wie unsere Zusammenstellung jetzt aussieht.

Eure Tipps sind aber sicherlich trotzdem sehr hilfreich, v.a. der mit der RAM-Disk und den Volumes (gleich mal einlesen).
 
@hrrr23

Bei dem Gehäuse könntest du noch sparen Antec Three Hundred . Wenn der Rechner nur zum arbeiten genutzt wird steht der eh nur unter dem Tisch. Das Case ist mehrfacher Testsieger und geräumig. Desweiteren hat es einen guten Airflow.

Als Arbeitspeicher würde ich den Low Voltage Speicher von G.Skill G.Skill ECO DIMM Kit 4GB PC3-10667U CL9-9-9-24 2x nehmen. Glaub mir, die Latenzen merkst du nicht.

Das weniger an Stromverbrauch, damit weniger Wärme und weniger Lärm der gemacht werden muss, durch Lüfter, schon.

Ausserdem spart man Strom. In Zeiten steigender Energiepreise für mich ein Argument.
Ergänzung ()

Ramdisk von Cenatek nutze ich auch.4GB. Ist ein ordentlicher Schub
 
beeindruckend, 30W allein durch sparsamen Ram, wer hätte das gedacht. Danke für den Link :daumen: der Ram kommt jetzt mal auf die Empfehlungsliste.

Grüße,
franeklevy
 
hoi, da ist doch ein Unterschied. Hätte nicht gedacht, dass die Speicher überhaupt so viel verbrauchen.
 
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