snaxilian schrieb:
Und doch hast du ganz genau das gerade gemacht...
Okay, ich hab nochmal genauer geschaut. Wollte vorsichtig sein, weil die DE Übersetzung der OSI Layer so unbrauchbar ist... aber der Data Link (L2) nennt sich "Sicherungsschicht", nicht wie ich halb im Hinterkopf hatte "Verschlüsselungsschicht".
Mea culpa. Die Übersetzung ist halt komplett unbrauchbar und bringt - wie man sieht ;-) -- mehr Unklarheiten, als sie löst.
snaxilian schrieb:
Genau so funktioniert aber DNS auf Serverseite.
Ich weiß wie DNS funktioniert

allerdings funktioniert DNS hierarchisch, das scheint von den allermeisten verkannt zu werden. Gerade im Netz der Netze würden einige wenige Server komplett zusammenbrechen, wenn die pauschal mit der Auflösung für alles und jeden betraut werden würden.
Dafür gibt es die Forwarder. DNS ist auf- und abwärts rekursiv, einmal per Delegation, einmal per Rekursion.
Endgerät => fragt DNS auf dem Heimrouter.
Heimrouter => fragt DNS des ISP.
ISP => fragt Provider des ISP. Der fragt den nächst höheren und wieder den höheren, bis es keinen mehr gibt und daher kein Forwarder mehr gesetzt werden kann.
Erst dieser fragt die Rootserver.
JEDER dieser Unterwegs-DNS hat einen Cache. Die Abfragekette wird sofort unterbrochen, sobald der nächste Server in der Kette einen passenden Eintrag gefunden hat. Die Rootserver werden NUR behelligt, wenn KEINER der Unterwegs-DNS einen Cacheeintrag hat, was üblicherweise nur für "seltene" Ziele der Fall ist. Sagen wir japantimes.jp oder sonst irgendeine Domain im asiatischen Raum, die aus Europa eher weniger angesprochen werden.
In den seltenen Fällen, wo die Rootserver gefragt werden müssen, fragen dann wieder herunter, über die Halter der TLD, die die Provider der Second-level Domain, die den zuständigen NS und ggfs weitere, je nachdem ob es noch 3rd oder tiefere Levels gibt. Also genau wie Du sagst die rekursive Abfrage des DNS. So wird ganz gezielt dafür gesorgt, daß möglichst schnell und möglichst zuverlässig ein Ergebnis bei rumkommt.
Wenn ich natürlich DNS gänzlich in Frage stellen würde, wenn ich niemandem vertraue, mir die richtige Antwort zu geben, dann muß ich wohl den Rootserver fragen. Aber im "Normalfall" werf ich eher die Roothints aus meiner Konfiguration raus und habe dann damit für gesorgt, daß mein DNS-Zugriff (seitens meiner Clients) klar nachvollziehbare Wege geht und daß ich an der Stelle bedarfsweise filtern kann.
Wenn jetzt jeder einzelne Anwender seinen DNS-Forwarder leer lassen würde und zur Auflösung ab Heim(edge)Router direkt die Roots anspricht, dann wäre die Frage nicht, ob diese unter der Last zusammenbrechen, sondern wann.
Ich denke, ein paar Sekunden würden mehr als ausreichen.