Planung für vielseitigen Homeserver

verifone

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Wie der Titel schon sagt Plane ich mir einen Homeserver zuzulegen. Vorweg: Ich habe noch ein Cooler Master gehäuse hier stehen und möchte dort den Server reinpacken der auch individuell aufrüstbar sein sollte & Es soll mich gleichzeitig in die Materie einbringen, Learning by doing!.

Meine Anforderungen:
- Medien
- Dateien
- Drucken
- evtl. kleiner Webserver
- Stromsparend!

Ich habe leider keine Praktischen erfahrungen mit Servern, mich aber schon eingelesen.

So und zwar möchte ich das Zuhause alles miteinander Verbunden ist auf dem Server soll Musik, Filme, Bilder, etc. alles gespeichert sein die ich mit dem PC, der PS4, dem Smartphone(s) und Laptop(s) bequem abrufen kann.
- Die Playstation 4 erkennt meinen PC (nach dem Richtigen Konfigurieren) als Medienserver an. Ist es mit einem "normalen" Server genauso "einfach" möglich?

Ich Möchte diverse Dateien auslagern können. Also brauche ich schonmal die Möglichkeit für viel Speicherkapazität.

Auch soll an diesem Server ein Drucker angeschlossen werden um dann von (fast) allen Geräten genutzt zu werden (soweit wie möglich). Evtl. Später auch aus dem Internet.

Stromverbrauch:
Das so etwas (viel) Strom verbraucht ist mir klar. Deshalb möchte ich auch jede Möglichkeit nutzen Energie zu sparen.
z.B.: Ist es ja möglich das der Server bei nicht Benutzung herunterfährt und sobald man drauf zugreifen möchte Startet er sich. Ist es auch mit dem Smartphone oder der Playstation möglich diesen aufzuwecken?

Der Webserver:
Da ich mich nebenbei Selbstständig mache (mit einem guten Freund) und ich meine Verwalltung von Aufträgen usw. über XAMPP mache (eigens erstelltes PHP-Script) möchte ich in ferner Zukunft das auch von unterwegs erledigen können bzw. das mein "Geschäftspartner" von zuhaue auch Zugriff hat. --- ist aber erstmal Nebensache und nur erwähnt um für die nötige Kapazität im Server zu sorgen, und alles Komplett sicher ist (100% geht nie aber ... :D) ----
Dafür wäre dann (später) auch die Möglichkeit für Backups ganz gut.


So nun die hauptfragen:D

Welches Betriebssystem ist dafür geeignet ?
- bin Windows User und habe mit Linux kaum bis garkeine Erfahrung. Habe aber auch kein Problem mich darin einzuarbeiten. Bitte nicht: Das dauert zu lange sich einzuarbeiten o.ä. Die Zeit nehme ich mir :)

Wie Sieht es Leistungsmäßig aus?
- Sind meine Anforderungen schon "hoch" das ich ein leistungsstärkeres System brauche?
- Ich lege schon Wert drauf das alles zügig läuft doch Wenn ich ohne Aussetzer einen Film auf die Playstation 4 Streamen kann ist es Top aber ich muss kein Gameserver drauf laufen haben

Sicherheit?
- Firewalls und Antivirensoftware ist klar. Aber wie sieht es auf wenn ich ihn Später wirklich fürs Internet zugänglich machen Möchte?

WLAN?
- Wie sieht es da mit einer WLAN Verbindung aus? Linux Treiber? mir bleibt momentan nur die Möglichkeit den Server über WLAN laufen zu lassen. Bin aber auf Wohnungssuche und Sobald ich umgezogen bin Wird er über LAN laufen, also nur eine Vorübergehende lösung

Habt ihr sonst noch Tipps & oder Hilfreiches was mir bei dem vorhaben helfen kann?

Ich hoffe ihr habt mich alle verstanden und ich habe kein wirres zeug geschrieben:D

Grüße
 
Windows Home Server 2011 mit XAMPP würd ich für Deinen Bedarf empfehlen.
Die Druckerfreigabe unter Linux ist für Anfänger kein Vergnügen.

Zur Hardware meine Fragen:
ATX oder eher mini-ITX
wie viele SATA Anschlüsse brauchst Du
eventuell PCIe-Schnittstelle für's Aufrüsten, z.B. für einen HBA RAID-Controller
pico PSU statt Netzteil mit Gebläse

Ich kann aus Erfahrung nix mit aufgelöteter CPU empfehlen, lieber mindestens ein Pentium oder Quad Core-i3.

Eventuell wäre der Intel Core i3-4150 3,5 GHz (Sockell 1150) was für Dich, kostet 109 Euro und bietet eine TDP von 54 Watt bei zwei Kernen mit je 2 Threads, also 4 in Summe. Gut, dass Du das Streamen erwähnst, denn dafür brauchst Du eine halbwegs potente CPU und GPU also werden die 4 Threads mit der Intel HD Graphics 4400 beim 4150 nix schaden. Mit Atom und Celeron schaust Du da schon durch die Finger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, XAMPP ist überhaupt nicht zu empfehlen. XAMPP ist ein Entwicklungssystem und nicht für den produktiven Einsatz, vor allem niemals im Internet, zu empfehlen.
Ein PC brauch so <30W, ein Bay Tail oder Braswell System so ca. 10W ab Steckdose, aber ja man kann es auch via Wake on LAN aufwecken wenn man es braucht. Smartphone kann das, ob es die PS4 kann weiß ich nicht.

Entweder ein Braswell/Bay Trail System oder etwas schneller und reaktionsfreudiger mit mehr möglichem Festplattenplatz ein Celeron G1840
Bei WLAN: Atheros oder Intel und man hat kein Problem mit Linux.

PS: Bay Trail oder Braswell haben immer Probleme mit "viel Speicherkapazität" weil eben nicht genug SATA Anschlüsse.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gut das Wake on LAN mit dem Smartphone Funktioniert ist schonmal gut, dann kann ich das als "startknopf" für die PS4 benutzen (falls die es nicht kann)

Bay Tail & Braswell sagt mir nur leider Überhaupt nichts :D

"viel" ist ja bei immer ansichtssache. Mein Vorhaben ist momentan 3 TB

Das bringt mich jetzt zwar schon etwas weiter, aber ich Weiß nun trotzdem noch nicht wie ich weiter vorgehen soll.
Windows? / Linux? wie viel leistung benötige ich nun bzw. Was für ein Board ist für den Celeron G1840 geeignet und für mein vorhaben?
 
Bay Trail und Braswell sind sehr langsame Atom Prozessoren die fest auf dem Mainboard verlötet sind und meist nur ~2 SATA Ports haben. Ein 2Kern Celeron ist ~50% schneller als so ein 4Kern Atom.

Für einen Celeron G1840 sind alle LGA1150 Boards geeignet: http://geizhals.de/?cat=mbp4_1150
Falls du in Zukunft HEVC abspielen willst (der Nachfolger zum jetzigen "MP4" Video), dann solltest du einen Pentium G4400 nehmen mit http://geizhals.de/?cat=mbp4_1151 Mainboards.

Firewalls und AV brauchst du gar keine, speziell nicht wenn die Kiste im Internet ist. Da brauchst du "nur" sichere Software vor allem Server Software also kein XAMPP. Am besten wäre da ein Zugang rein via VPN imho, aus mehreren Gründen. Aber das macht die Konfiguration des Zugangs natürlich schwieriger.
 
Okay bin mir gerade ein Paar Komponenten mit dem Pentium G4400 am zusammenstellen
Hätte nicht gedacht das doch schon so eine Leistung notwendig ist.

Was ich gerade herausgefunden habe Windows Home Server wird ja Offiziell nicht mehr Verkauft und wenn für rund 200€... Das verdoppelt ja schon die Gesamtkosten :rolleyes:
 
Ich stimme meinen Vorrednern zu: i3 mit 4 bzw. 8 GB RAM und 4+ Sata Ports
Wenn du keine 200€ Lizenzkosten zahlen möchtest und auch keinen Stress mit Updates etc. haben möchtest, dann fang schon mal an dich mit Linux zu beschäftigen.
Debian Stable auf den Server + gut abgesichert und konfiguriert + unattended upgrades = die nächsten Jahre keine Sorgen mehr.
Samba für Freigaben, Apache/Nginx als Webserver und Druckerserver geht auch, wobei ich mir überlegen würde, den Server direkt per Port forwarding ins Internet zu lassen - da wäre ein gemieteter vServer oder nur Webhosting besser und sicherer.
Ansonsten würde ich evt. eine DMZ aufbauen.
2x 3TB HDD unter Raid1 für Ausfallsicherheit (falls gewünscht) + Backups (!) auf ein externes Speichermedium

Falls du eben nur Webhosting mietest und dort deine Kundenaufträge annimmst, brauchst du kein Port forwarding -> der Server muss für das lokale Netz nicht besonders abgeschottet werden (wesentlich weniger Aufwand)
Dann solltest du, mit genügend Fleiß und Einarbeitung, auch einen Linux-Server in Betrieb nehmen können.

Gruß
 
Learning by doing. Ein guter Grundsatz. Gerade bei Servern, die in irgendeiner Form online erreichbar sein sollen, kommt Learning aber vor das finale doing!

Tip zum Lernen: Virtuelle Maschine.

Lade dir zB VMware runter und richte eine VM mit dem Betriebssystem deiner Wahl ein. Da kannst du dann munter ausprobieren. Wenn du ausreichend Erfahrungen gesammelt hast und das zukünftige Setup mehr oder weniger komplett ist, kannst du dir Hardware kaufen und den Server produktiv einsetzen. Da Linux prinzipiell kostenlos ist - zB Ubuntu (-Server) - kann man es in einer VM perfekt ausprobieren.

Beim Zugriff von außen kann ich nur zu VPN rraten. Ich bin kein großer Freund von webbasierten Lösungen. Lieber per VPN verbinden und dann zB direkt mit nem SQL-Server verbinden o.ä.

Wenn du als Laie einen Server ins Netz stellst, gehst du ein nicht zu unterschätzendes Risiko ein! So einfach Serverinstallationen mit Tutorials auch wirken mögen, so gefährlich sind sie auch ohne das nötige KnowHow. Auch in Tutorials und HowTos sind manchmal Fehler oder sie bilden nur eine ähnliche Situation ab, die aber für den gewünschten Zweck unvollständig ist.

Anonymous und Co bauen ihre Botnetze genau aus solchen Servern zusammen. Am besten mit admin/admin Login, weil's ja so im Tutorial stand :D
 
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Ich verstehe gerade nicht warum es jetzt immer wieder ums Online sein geht. Das ist wie gesagt Planung für die Zukunft. Nächte dafür nur schon gerüstet sein.

Linux habe ich auch schon die ganze zeit im Hinterkopf. Gerade weil (ich weiß nicht warum) ich den Gedanken habe, ein Server sollte keine Grafische Windows Oberfläche haben :D

VServer oder Webhosting ist eher Suboptimal um Zuhause etwas zu drucken oder meine Musik auf die Playstation zu übertragen.

Wenn er irgendwann Online geht dann eh nur für bestimmte leute. Also er sollte jetzt nicht unbedingt in einer Suchmaschine landen :D

Mir geht es ja in erster Linie darum mein Zuhause mehr zu vernetzen und dabei wieder etwas zu lernen.
 
Auch wenn es Anforderung war, wieso nicht mal über ein NASa la DS215+/414 nachdenken? Das kann Daten lagern, ist in der Lage einen LAMP-Stack bereitzustellen und hat ein einfach zu konfiguriende VPN Funktion integriert. Ich habe hier nichts gelesen was wer weiß wieviel Performance verlangt. Und mit den WLAN Dongle kommen die auch zu recht.

Das Linux/Server lernen kann man auch mit VMs auf dem Desktop. Hat in meinen Augen den Vorteil, dass man nicht in der Produktion lernt und sich damit auch einen Teil der Gefahren mit der Internet Anbindung von Webserver/VPN vermeidet.
 
verifone schrieb:
Ich verstehe gerade nicht warum es jetzt immer wieder ums Online sein geht.
Du beschwerst dich jetzt nicht ernsthaft darüber, dass man alle Aspekte deines Vorhabens anspricht, oder doch?



verifone schrieb:
Linux habe ich auch schon die ganze zeit im Hinterkopf. Gerade weil (ich weiß nicht warum) ich den Gedanken habe, ein Server sollte keine Grafische Windows Oberfläche haben :D

VServer oder Webhosting ist eher Suboptimal um Zuhause etwas zu drucken oder meine Musik auf die Playstation zu übertragen.
Linux eignet sich ganz hervorragend dafür. Eine Virtuelle Maschine ist dafür ebenfalls wunderbar einzusetzen. In Firmen werden beispielsweise sehr häufig Server virtualisiert. Von außen - zB aus Sicht der PS4 - ist kein Unterschied zwischen einem Hardware-Server oder einem VM-Server zu erkennen.


verifone schrieb:
Wenn er irgendwann Online geht dann eh nur für bestimmte leute.
Ach soooo.. Nur für bestimmte Leute... Dann ist ja alles klar... Obwohl.. wie machst du das? Schon mal was von Portscans gehört? Bruteforce-Attacken, etc.? Ein klassischer SSH-Server wird täglich mit Hunderten Logins bombardiert, eine Wörterbuchattacke nach der anderen. "Nur für bestimmte Leute" ist also durchaus nicht so einfach umzusetzen wie du denkst.
VPNs sind ein geeignetes Mittel für den Zugang von außen. Mit einer VM wunderbar zu testen..



verifone schrieb:
Mir geht es ja in erster Linie darum mein Zuhause mehr zu vernetzen und dabei wieder etwas zu lernen.
Ein Grund mehr warum eine VM als Start sinnvoll ist. An der VM kannst du rumspielen wie du lustig bist. Probier Tutorials aus, mach sie wieder platt, probier andere Tutorials aus, etc.. Eine VM kannst du kopieren, also als Backup beiseite legen. In der Live-VM kannst du munter testen und wenn's mal schief geht, fängst du mit dem Backup wieder an.
Mir persönlich ist es vollkommen egal was du machst. Kauf dir Hardware wie du magst. Wenn du am Ende feststellst, dass du lieber einen Router bauen würdest und du keine zweite LAN-Schnittstelle bzw. freien Slot hast, ärgerst du dich.. Deine Entscheidung.
 
Geht das auch ohne direkt pampig zu werden ?

Eine Virtuelle Maschine zum testen und ausprobieren benutze ich sicherlich. Nur am Ende möchte ich unabhängig von meinem Rechner darauf Zugriff haben.

Mit nur für bestimmte leute ist gemeint das er nicht bei Google etc an den Pranger gestellt werden und da keine richtige Internetpräsenz laufen soll.
Einfach nur wenn ich bzw mein Kollege muss wird das Ding eingeschaltet (falls nicht schon läuft) gearbeitet und wieder aus

Und um Sicherheit mache ich mir schon Gedanken, das hat hohe Priorität. Ports werden jenseits der 30.000 verwendet
 
verifone schrieb:
Geht das auch ohne direkt pampig zu werden ?
Wo werde ich bitte pampig? Man sieht was man sehen will...

Und um Sicherheit mache ich mir schon Gedanken, das hat hohe Priorität. Ports werden jenseits der 30.000 verwendet
Das ist bestenfalls "security by obscurity" und ist vergleichbar mit "Schlüssel unter der Fußmatte" o.ä.
Es ist keineswegs ausreichend, den Standardport eines Dienstes zu ändern. Ja, man kann damit generische Attacken einschränken, weil Bots meist nur gezielt bestimmte Ports abklappern, aber wenn doch mal einer auf Port xy vorbeikommt, ist die Sicherheits des Dienstes selbst gefragt. Darüberhinaus ist je nach eingesetzter Software der Port unter Umständen gar nicht frei wählbar.

Mir persönlich kann's egal sein. Wenn am Ende deine Firmendaten weg sind, ist es deine Firma, die auf dem Spiel steht.

*edit
"Schlüssel unter der Fußmatte" ist ein schlechtes Beispiel. Den Port ändern ist eher sowas wie das Türschloß nicht in der Tür, sondern an der Hausecke hinter der Regenrinne zu verstecken. Gut wenn man es nicht findet, aber wenn man es doch findet, sollte es ein gutes Schloß sein und nicht mit nem Schraubenzieher zu knacken sein..
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann halt zickig mein gott

Das mit den Ports war nur ein Beispiel
 
lol, zickig? Wird ja immer besser.. Ich weiß ehrlich nicht was du da rausliest, ist mir aber auch egal. Man versucht, dir zu helfen und Risiken aufzuzeigen, und dann kommst du so. Mach was du willst..
 
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