Nein. Du verstehst das Prinzip falsch. Firewall- bzw. NAT-Regeln (wie zB Portweiterleitungen) basieren auf einem Matching. Das heißt, dass ein Datenpaket auf die eingestellten Parameter geprüft wird, wie bei einer Schablone. Passt die Schablone, wird die Regel ausgelöst. Passt sie nicht, weil zB eine Ecke übersteht/freibleibt (das wäre der falsche Quell-Port), wird die Regel verworfen und die nächste Regel geprüft. Passt keine, wird die Standardaktion durchgeführt und sie ist bei ausgehendem Traffic normalerweise "alles erlauben".
Alles was du in der Eingabemaske für Filter, etc eingibst, wird per "UND" verknüpft. Ziel-Port = 80 UND Quell-Port 80. Trifft nur eines davon zu, ist die Bedingung nicht erfüllt, weil eben nur der Ziel-Port stimmt, der Quell-Port aber nicht.
Manchmal kann man auch Port-Bereiche bzw. eine Liste von Ports angeben. In dem Fall gilt dann die ganze Liste als ein Kriterium. Quasi "Ziel-Port = 80 / 443 / 12345 UND Quell-Port 80" ist dasselbe Spielchen mit der Ausnahme, dass als Ziel-Port auch mehrere Ports passen.
Wichtig ist bei solchen Regeln auch die Reihenfolge. Es wird stets von oben nach unten geprüft und beim ersten Treffer wird abgebrochen.
1. Beispiel:
Regel 1) Ziel-Port 80 blockieren
Regel 2) Quell-IP 192.168.1.123 immer erlauben (zB Admin-PC)
Standard: Alles erlauben
In diesem Fall könnte auch der Admin nicht surfen. Als erstes wird in Regel 1 der Ziel-Port geprüft. Stimmt der überein, also normales Surfen, wird sofort geblockt und nicht weiter geprüft. Auch für den Admin wird beim Surfen also niemals Regel 2 überhaupt angeschaut.
2. Beispiel:
Regel 1) Quell-IP 192.168.1.123 immer erlauben (zB Admin-PC)
Regel 2) Ziel-Port 80 blockieren
Standard: Alles erlauben
Im zweiten Beispiel wird auch Regel 1 als erstes geprüft. Es handelt sich bei Quell-IP um den Admin-PC, die Firewall erlaubt den Traffic und prüft nicht weiter. Ist es aber der PC vom Sohnemann, wird Regel 1 negativ und die Firewall guckt weiter, bei Regel 2, oh, da will einer Surfen --> Block