• ComputerBase erhält eine Provision für Käufe über eBay-Links.

Pro jeweiligem Serverdienst ein einzelner Einplatinencomputer?

Braxtor

Cadet 1st Year
Registriert
Juni 2019
Beiträge
12
Liebe Freunde des Sports

Ich bin neu hier, und habe mich angemeldet, weil es ein erstklassiges Forum zu sein scheint. Ich bin auch IT'ler und möchte unbedingt eure Meinung zu meinem kleinen Anliegen hören.

Ich möchte privat Nextcloud, Plex, Firefox Sync Server und einen Proxy als Serverdienste am laufen haben. Alles auf Linux.

Ich habe immer noch den Tom's Hardware Guide PC von damals (vor 8 Jahren) und ihn nicht entsorgt, aber auch nicht mehr im Einsatz. RAM habe ich massiv erhöht: tomshw.de/2011/11/17/toms_hardware_pc-wortmann

Mittlerweile haben sich die Zeiten geändert. In den letzten 10 Jahren passierte wahrscheinlich der grösste Umschwung in der IT-Geschichte.

So habe ich mal flüchtig gelesen, sei es privat wahrscheinlich besser für mehrere Dienste je einen Einplatinencomputer zu betreiben, wenn man viel Performance erwartet.

Die Serverdienste virtuell auf diesen Computer zu betreiben - macht kein Sinn.

Was würdet ihr mir empfehlen? Tom's Hardware Guide PC oder jeden einzelnen Dienst auf einen Einplatinencomputer?

Und was ist so heute das Mass-der-Dinge für stärkste Einplatinencomputer? Odroid? ASUS Tinker Board?

Besten Dank.

Gruss us de Schwiz
 
Zuletzt bearbeitet:
Braxtor schrieb:
So habe ich mal flüchtig gelesen, sei es privat wahrscheinlich besser für mehrere Dienste je einen Einplatinencomputer zu betreiben.

Warum? Du schreibst, dass Du "die letzten 10 Jahre verpasst hast" und "nur flüchtig gelesen" aber bist nun davon überzeugt, dass so ein paar Dienste zum einen getrennt laufen sollen und zum anderen auf Einplatinencomputer. Das ist eine seltsame Begründung.

Brauchst Du auch zentralen Speicher im Haus, also beispielsweise ein NAS? Dann könntest Du hier investieren und letztlich auch auf dem NAS diverse Dienst mitlaufen lassen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Lawnmower
Braxtor schrieb:
So habe ich mal flüchtig gelesen, sei es privat wahrscheinlich besser für mehrere Dienste je einen Einplatinencomputer zu betreiben.
Die Serverdienste virtuell auf diesen Computer zu betreiben - macht kein Sinn.
Das kommt ganz darauf an was für Dienste das sind, wie viel diese genutzt, über welche Virtualisierung und natürlich Hardware wir reden. Es wird immer weniger direkt auf Hardware laufen gelassen und immer mehr virtualisiert oder containerisiert.

Die kleinen Einplatinencomputer sind ja meist ARM und bieten keine Hardwarevirtualisierung. Damit schneiden VMs schon mal aus. Das ist aber nicht weiter schlimm, da du weder diese Art von Isolation noch Windows brauchst. Dann können wir also in die Welt der Container. Diese sind nicht nur leichtgewichtiger, sondern meist auch noch performanter, da die Applikationen darin direkt auf dem Host laufen und damit auch optimal für die kleinen Rechner geeignet.

Für dich reicht es wahrscheinlich, wenn du einen einzigen der gängigen Einplatinencomputer kaufst, und die Anwendungen darin einfach bspw. mit Docker als Container startest.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Lawnmower
Ich persönlich empfehle als eigene Hostingmaschine für verschiedene Dienste gerne eine Intel NUC. Die sind meist ein guter Mittelweg aus Stromverbrauch, Anschaffungspreis und Leistung. Ein Vorteil gegenüber allen Pi's usw. ist der x86-Chip.
Ich kann mir vorstellen, dass gerade Plex unter arm kompliziert wird. Stecke aber nicht genug in der Materie drin.
 
Faust2011 schrieb:
Warum? Du schreibst, dass Du "die letzten 10 Jahre verpasst hast" und "nur flüchtig gelesen" aber bist nun davon überzeugt, dass so ein paar Dienste zum einen getrennt laufen sollen und zum anderen auf Einplatinencomputer. Das ist eine seltsame Begründung.

Brauchst Du auch zentralen Speicher im Haus, also beispielsweise ein NAS? Dann könntest Du hier investieren und letztlich auch auf dem NAS diverse Dienst mitlaufen lassen.

Aus Performancegründen. Es geht um Performance! Sorry, dass das hätte ich vielleicht schreiben sollen. Sollte aber eigentlich klar sein. Ich habe aber nicht geschrieben, dass ich die letzten 10 Jahre verpasst habe.
Ergänzung ()

Bagbag schrieb:
Das kommt ganz darauf an was für Dienste das sind, wie viel diese genutzt, über welche Virtualisierung und natürlich Hardware wir reden. Es wird immer weniger direkt auf Hardware laufen gelassen und immer mehr virtualisiert oder containerisiert.

Die kleinen Einplatinencomputer sind ja meist ARM und bieten keine Hardwarevirtualisierung. Damit schneiden VMs schon mal aus. Das ist aber nicht weiter schlimm, da du weder diese Art von Isolation noch Windows brauchst. Dann können wir also in die Welt der Container. Diese sind nicht nur leichtgewichtiger, sondern meist auch noch performanter, da die Applikationen darin direkt auf dem Host laufen und damit auch optimal für die kleinen Rechner geeignet.

Für dich reicht es wahrscheinlich, wenn du einen einzigen der gängigen Einplatinencomputer kaufst, und die Anwendungen darin einfach bspw. mit Docker als Container startest.


Noch nie von Docker gehört. Scheint die Installation zu vereinfachen. Wenn du aber sagst, 1 Einplatinencomputer reicht, könnte ich dann auch einfach alles normal auf Ubuntu LTS auf einem einzigen Einplatinencomputer ohne Performanceeinbussen installieren?
 
Zuletzt bearbeitet:
Könntest du, ja. Aber das es für dich reicht ist nur eine Vermutung. Ich weiß nicht wie viel Nutzer und wie diese dein Nextcloud nutzen, wie viele Streams und in welcher Qualität dein Plex parallel können muss...
 
Wenige Nutzer, vielleicht 5. Aber der Proxy wird viel Performance brauchen, denke ich.
Und ohne Diskussionen jetzt zu entfachten zu wollen: Mit Nextcloud erübrigt sich glaube ich Plex. Bin mir aber nicht sicher. Sie wollten jetzt doch eine Cache-Funktion einführen...

Wie dem auch sei.

Den Tom's Hardware Guide PC mit Ubuntu LTS und allen Diensten darauf 24/7 laufen lassen, hältst du für Unfug?
 
Mit Proxy meinst du ein einfachen HTTP-, SOCKS- o.Ä. -Proxy? Nein, das sollte nicht viel Performance brauchen. Ist ja fast nur Bytes von A nach B schieben - sowas langweilt eine CPU. Du willst aber wahrscheinlich ein Gerät mit Gbit Port.

Der TH PC scheint von 2011 zu sein? Da würde ich mir lieber für paar €uros ein schnellen Einplatinencomputer zulegen. Verbraucht viel weniger Platz und Strom (dafür aber keine Anschaffungskosten) und ist wohl auch leiser. Je nach CPU wird der TH PC aber mehr Leistung haben als die heutigen Einplatinenrechner.

Was mir noch einfällt: Hast du vor mit Plex zu Transkodieren? Dann ist so ein Einplatinencomputer nicht das was du suchst, dafür ist dann nämlich nicht genug Leistung da.
 
Bau dir lieber einen kleinen, stromsparenden Desktop PC auf dem dann alles laufen kann.
OwnCloud macht wenig Spaß auf kleineren Einplatinenrechnern wie ein Raspberry Pi und die Leistungsstärkeren sind eh Desktop PCs in kleinem Formfaktor.
 
Braxtor schrieb:
Ich bin auch IT'ler und möchte unbedingt eure Meinung zu meinem kleinen Anliegen hören.
Braxtor schrieb:
Noch nie von Docker gehört.
:rolleyes:
Braxtor schrieb:
So habe ich mal flüchtig gelesen, sei es privat wahrscheinlich besser für mehrere Dienste je einen Einplatinencomputer zu betreiben, wenn man viel Performance erwartet.
Da die Dinger auch großteils nur Spielzeug sind ist das eigentlich eine logische Konsequenz. Dazu müsste man aber auch wissen wie viel Leistung man letztlich benötigt und wie die eigenen Ansprüche an "Performance" sind.
Prinzipiell daher NUC/DeskMini A300, oder wenn es ein SBC sein soll, Rock64.
Alternativ gibts auch noch diverse ThinClients vom Gebrauchtmarkt. Preis/Leistung irgendwo zwischen SBC und NUC, aber ne richtige CPU und voller Linux support.
DELL-WYSE-D50D
HP-T620
Lenovo-M73
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: snaxilian
Pandora schrieb:

Da staunst du, nicht? Man kann eben nicht alles wissen.
Ergänzung ()

Michael-Menten schrieb:
Bau dir lieber einen kleinen, stromsparenden Desktop PC auf dem dann alles laufen kann.
OwnCloud macht wenig Spaß auf kleineren Einplatinenrechnern wie ein Raspberry Pi und die Leistungsstärkeren sind eh Desktop PCs in kleinem Formfaktor.

Deswegen dachte ich an meinem alten TH Computer. Die Leistung sollte voll ausreichen. Aber diese Netzteile sind etwas laut und heiss, d.h. macht die Umgebung auch heiss. Hast du mir ein Netzteil Tipp, dass sehr wenig Strom verbraucht und leise ist?
 
Bevor du Geld in den alten Rechner steckst, würde ich lieber ein leistungsstarken kleinrechner kaufen. Wenn du der einzige bist, der darauf zugreift, dann sollte das genügend Performance haben.
 
Ich mache mal folgende Rechnung auf:
Der Toms-HW-PC idled laut Artikel mit ~50W. Ein Intel-Nuc, je nach Austattung, mit < 10W. Nehmen wir also ein Delta von 40W an. Das Jahr hat 8760 Stunden und im Dauerbetrieb verbraucht Erster 350 kWh mehr Strom. Dies entspricht ~100€ an Mehrkosten an Strom im Jahr im Gegensatz zu einer NUC.
Die bessere Performance einer NUC gar nicht betrachtet, kannst du dir überlegen, was sich rechnet.
 
Braxtor schrieb:
Hast du mir ein Netzteil Tipp, dass sehr wenig Strom verbraucht und leise ist?
Datenblatt aufmachen, effizienz nachlesen. Was dich interessiert dürfte so der Bereich 10-20W (die meiste Zeit des Tages wird der Serve ideln und nur abends auf last laufen) sein für den häufig keine Effizienz angebeben ist.

Vermutlich dürfte es ein 50€ Netzteil werden: darunter zu ineffizient, darüber rechnet sich nicht durch den Stromverbrauch.

Wichtiger ist es das richtige Mainboard zu wählen und die BIOS Stromsparfunktionen richtig einzustellen. Also prinzipell ehr ein "schlechter" ausgestattetes Mainboard was wenige Zusatzchips hat.
 
Pandora schrieb:
Ich schmeiße da auch nochmal den Fujitsu Futro S920 in den Raum. Der hat neben nem mSATA Steckplatz auch noch nen normalen SATA Anschluss. Mit nem passenden Adapterkabel für den Strom, lässt sich so auch mit ein wenig Basteln ne 2,5" HDD / SSD in dem Ding verbauen. Habe selbst nen HP T620 und besagten Fujitsu Zuhause und kann beide bedenkenlos empfehlen! Beim T620 muss man aufpassen da es diesen als DualCore als auch QuadCore (Du hast den richtigen verlinkt) gibt. Der Futro dient bei mir Zuhause als Pi-hole, OpenVPN Server / Wireguard und Sambaserver im Heimnetz für alle Clients und dem FireTV Stick mit Kodi :D Der HP ist im Wohnzimmer samt Gamepad für die Emu-Zockerei verantwortlich.
 
Die Frage pro jeweiligem Serverdienst ein einzelner Einplatinencomputer, entstand mir durch dieses Thema hier im Computerbase Forum: https://www.computerbase.de/forum/threads/die-eierlegende-wollmilchsau-part1.1865202/

Darin wird dringend geraten, aus Sicherheitsgründen, pro Dienst einen einzelnen Einplatinencomputer laufen zu lassen. Und deshalb habe ich dieses Thema hier gestartet...

Ich kauf mir so ein starkes Einplatinencomputer (und verzichte nun auf mein alten Tom's Hardware Guide PC). Ich lasse da Ubuntu LTS laufen und dachte ich installiere mittels Snap Packages einfach meine gewünschten Dienste und that's it.
Und jetzt habe ich von euch von den Containern gehört.

Ich kenne nur Hyper-V und ESX. Im Business verwenden wir diese Hypervisoren wegen der Skalierbarkeit, spart aber auch Kosten und Zeit, und sieht auch gut aus, und Hyper-V gibts sogar gratis (wenn Microsoft seine Meinung nicht geändert hat). Aber die VM's waren natürlich etwas träge.

Aber soll ich nun wirklich LXC, LXD oder Docker für Privat einsetzen? Ist das nicht kompliziert per Kommandozeile solche Container zu installieren? Und braucht das Netzwerk nicht auch noch konfiguriert zu werden? Oder ist es voll easy?

Würdet ihr mir LXD für Ubuntu LTS unbedingt empfehlen? Oder reichen lokale Snap Installationen vollkommen aus?

Besten Dank für eure regen Antworten bis jetzt. Ich weiss jeden einzelnen sehr zu schätzen.
 
LXC ist praktisch wie eine VM. Lässt sich fast genauso einrichten und verwenden.

Netzwerk macht Docker praktisch alles alleine. Nur Portbindungen musst du ihm sagen und u.U. welche Container miteinander reden dürfen, indem man sie in ein gemeinsames Netzwerk steckt. Ein Netzwerk erstellt man mit docker network create <name>.

Wenn du mit der CLI nicht warm wirst, kann ich dir https://github.com/portainer/portainer empfehlen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Braxtor
Du bist also eher für Docker statt LXD? Hab gelesen, dass sie ihr eigenes Ding machen irgendwie. LXD/LXC scheinen performanter zu sein, so wie ich mich vorhin kurz eingelesen hatte...
 
Zurück
Oben