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Pro jeweiligem Serverdienst ein einzelner Einplatinencomputer?

Ich habe schon beides benutzt. Es kommt eben ganz darauf an was man möchte, die sind nicht komplett untereinander austauschbar, auch wenn die Technik dahinter sehr ähnlich ist.

LXC ist super, wenn du ein komplettes Betriebssystem virtualisieren/isolieren willst. Das ist dann ein Container, der dauerhaft läuft und in seinem Zustand veränderbar ist. Docker nutzt du, um einzelne Dienste zu betrieben, die sowohl untereiandner isoliert sind als auch all ihre Abhängigkeiten fertig im Image mitbringen. Ein Container basiert fest auf einem Image. Wenn es ein Update des Dienstes gibt, gibt es dafür ein neues Image und du musst den alten Container entfernen und einen neuen auf Basis des neuen Images starten (Daten bleiben über Volumes oder bind-mounts erhalten).
 
Ich bin persönlich nutze Docker. Das hat aber auch historische Gründe als der Hype groß war. Vor ein paar Jahren habe ich mein Ökosystem zu einem großen Teil auf Docker umgestellt und sehe momentan auch kein Grund zu wechseln.

Wenn man die Idee hinter Docker verinnerlicht hat, kann man sehr schnell "cleane" neue Dienste aufsetzen. Besonders die Trennung von Containern und Daten steht bei Docker im Vordergrund. Dann kannst du schnell neue Container starten und miteinander verzahnen.

LXD habe ich "nur mal einen Besuch abgestattet". Es ist mehr eine eigene "VM".

Da ich ESXi verwende, starte ich schnell eine neue echte VM aus einer Vorlage heraus, wenn ich ein neues System brauche.
Würde ich Proxmox verwenden, dann wäre LXD wahrscheinlich in greifbarer Nähe, da es dort sehr komfortabel integriert ist.

@Bagbag hat es ebenfalls gut auf den Punkt gebracht.

In der Theorie mag das Eine möglicherweise ein paar Prozent performanter sein, aber das fällt dir nur in optimierten Systemen auf. Zu Hause spielen meist selbst 10% Unterscheid keine Rolle. Salopp ausgedrückt: Schneller wird alles mit einem besseren Prozessor.
 
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Bagbag schrieb:
Docker nutzt du, um einzelne Dienste zu betrieben, die sowohl untereiandner isoliert sind als auch all ihre Abhängigkeiten fertig im Image mitbringen. Ein Container basiert fest auf einem Image. Wenn es ein Update des Dienstes gibt, gibt es dafür ein neues Image und du musst den alten Container entfernen und einen neuen auf Basis des neuen Images starten (Daten bleiben über Volumes oder bind-mounts erhalten).

Wie geil ist das denn?!

Gibt es weitere Tipps, welche ihr mir geben möchtet, bevor ich starte? Ubuntu LTS, ok?

Und habt ihr mir eine Intel NUC Alternative vielleicht? Möchte einen starken Einplatinencomputer, aber vielleicht nehm ich trotzdem so ein günstigen Mini-PC.

Ein Proxy, Nextcloud und vielleicht Plex-Container sollten es mindestens sein. Ich möchte mit meinem Smartphone über mein Proxy zu Hause von unterwegs surfen.

Die Daten sollten am besten ausserhalb des Hauses gesichert werden.
 
Ubuntu LTS geht in Ordnung. Schlussendlich muss man das OS wählen, mit dem man selbst am besten klar kommt.

Ich halte sehr viel von den Intel NUCs. Kann man individuell skalieren und auch mit ausreichend RAM bestücken. Für Plex reicht das auf jeden Fall.

Für Nextcloud und Plex gibt es offizielle Dockerimages, die auch gut dokumentiert sind. Für Datenbackups (insbesondere Remote) kann ich Duplicati empfehlen. Lokale Backups macht bei mir ein einfaches tar-Skript.

Mittlerweile hat jeder Serverdienst einen (oder viele) Images: https://hub.docker.com/
Eine gewisse Erfahrung benötigt es nur, gute von schlechten Images zu unterscheiden. Aber die "großen" Dienste haben fast alle offizielle Images, die man priorisieren sollte.

Solange du mehr oder minder "Standardanforderungen" hast, braucht man auch keine Images selbst bauen. Darf das aber natürlich :)
 
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memmex schrieb:
Ich bin persönlich nutze Docker. Das hat aber auch historische Gründe als der Hype groß war. Vor ein paar Jahren habe ich mein Ökosystem zu einem großen Teil auf Docker umgestellt und sehe momentan auch kein Grund zu wechseln.
Würde ich Proxmox verwenden, dann wäre LXD wahrscheinlich in greifbarer Nähe, da es dort sehr komfortabel integriert ist.
Bei mir und wahrscheinlich den meisten anderen genau so :D
Braxtor schrieb:
Und habt ihr mir eine Intel NUC Alternative vielleicht? Möchte einen starken Einplatinencomputer, aber vielleicht nehm ich trotzdem so ein günstigen Mini-PC.

Ein Proxy, Nextcloud und vielleicht Plex-Container sollten es mindestens sein. Ich möchte mit meinem Smartphone über mein Proxy zu Hause von unterwegs surfen.
Außer dem Pi 4 als SBC hat sich am Markt kaum was getan, so das die Empfehlungen noch aktuell sind. Statt dem NUC evtl ein ASRock A300 mit Ryzen. Bei deinen Anforderungen würde aber eigentlich schon der Pi reichen.
Pandora schrieb:
 
Als Alternative zu Duplicati kann ich dir noch restic empfehlen.

Ich denke auch, dass ein Raspberry für die 3 Dinge ausreichend sein sollte, außer du willst mit Plex transkodieren. Ein Nachteil: ARM, da gibt's viele images nicht (die offiziellen aber fast alle schon). Als "Proxy" (VPN) kann ich dir Wireguard empfehlen. Sehr einfach einzurichten und super performant.
 
Ihr seid echt die geilsten, vielen Dank.
Pandora schrieb:
Außer dem Pi 4 als SBC hat sich am Markt kaum was getan, so das die Empfehlungen noch aktuell sind. Statt dem NUC evtl ein ASRock A300 mit Ryzen. Bei deinen Anforderungen würde aber eigentlich schon der Pi reichen.

Was sagt du zu ODROID? So wie ich die Google-Ergebnisse interpretiere, scheinen sie die stärksten Einplatinencomputer zu sein.
 
Bei meinen Recherchen kam der bisher auch immer mit bei den Leistungsstärksten heraus. Ein Atomic Pi sieht auch interessant aus. Der hat sogar x86.
 
auf der ersten seite habe ich ne günstige, durchaus performante x86 alternative gepostet ;-)
 
Braxtor schrieb:
Was sagt du zu ODROID? So wie ich die Google-Ergebnisse interpretiere, scheinen sie die stärksten Einplatinencomputer zu sein.
Die Tests stammen aber auch zu 99% aus Zeiten vor dem Pi 4. Auf die schnelle habe ich da gar keinen Vergleich gefunden, grob geschätzt ist die Leistung des Pi 4 aber irgendwo zwischen den kleinen ODROIDs und dem N2. Der wäre mir mit den knapp 80€ aber viel zu teuer. Bei dem Budget würde ich auf x86 und sämtlichen Kompatibilitäts/Plattform-problemen aus dem Weg gehen. Der Pi ist mit seinen 60€ so knapp an der Grenze, hat aber den Vorteil einer extrem große Community, selbst Docker gibt es als offizielles Image (wird für den Pi 4 sicher auch bald kommen) und ist auch relativ wertstabil so das man ihn problemlos verkaufen kann wenn er nicht reicht.
 
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Ich habe mich gestern bis in die Nacht im Internet durchgelesen.

Die alternativen SBC's zu Raspberry Pi sind teilweise schon performanter, aber nur in gewissen Bereichen. Ihnen fehlt aber die Software-Kompatibilität wie bei RPi's und die Community. Die Branche sei sehr wechselhaft und ständig kommen neue Anbieter, die etwas vom Kuchen haben möchten. Ausserdem sind die Verkaufskanäle im Ausland strikt gehalten, angeblich oft ausverkauft und ihre Webseiten dubios mit hohen Lieferkosten. Für dem Atomic Pi beispielsweise musst du noch die Kamera und anderes Equipment im Bundle kaufen, andere Bundles oder gar bulk waren ausverkauft. (Guter Artikel: https://www.heise.de/tipps-tricks/Die-besten-Raspberry-Pi-Alternativen-4411363.html)

Der Raspberry Pi 4 mit 4 GB RAM hingegen kommt mir einer neuen und seriösen Messlatte und sei vergleichbar mit Odroid N2.

Ich habe ausserdem versucht eine Alternative zu Intel NUC selbst zusammenzustellen (digit.ec) und kam dabei auf über CHF 300 (CHF=EUR).

Das Geld spielt dabei eine zweitrangige Rolle, wenn man gute Performance dafür kriegt.

Ich habe einfach ein Problem damit, sobald das Mainboard über einen üblichen 20-, 24-Pin oder so Stromanschluss verfügt. Dann weiss ich automatisch, dass ich so einen klobigen Netzteil dazu kaufen muss, dass sehr wahrscheinlich viel Strom frisst (egal wieviel Watt-Netzteil) und Wärme erzeugt und surmt, auch wenn leise.
Ich kann unmöglich mit gutem Gewissen dann ins Bett, wenn ich weiss, dass das Teil die ganze Nacht durch viel Strom verbraucht. Dann hat man sozusagen einen normalen Computer. (Dann könnte ich auch gleich meinen "alten" und starken Tom's Hardware Guide PC mit einem neuen Netzteil ausrüsten. Kommt aufs gleiche hinaus. Er ist nur einbisschen grösser.)

Meine persönliche Faustregel ist, dass das Netzteil wie ein AC Adapter sein sollte, dann kann man mit guten gewissen schlafen gehen. Die Intel NUC's, wie auch die anderen vorgefertigten kleinen Server haben das. Aber sobald das Mainboard 20-, 24-Pin Stromanschluss hat hörts auf mit Strom sparen.

Seid ihr auch meiner Meinung?
 
Braxtor schrieb:
Meine persönliche Faustregel ist, dass das Netzteil wie ein AC Adapter sein sollte, dann kann man mit guten gewissen schlafen gehen. Die Intel NUC's, wie auch die anderen vorgefertigten kleinen Server haben das. Aber sobald das Mainboard 20-, 24-Pin Stromanschluss hat hörts auf mit Strom sparen.

Seid ihr auch meiner Meinung?
Klick Klick Wirklich effizienter sind diese Netzteile aber auch nicht, nur billiger.
 
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