Probleme beim booten mit Maxtor DiamondMax 10 (250 GB - SATA; kein boot device)

EveryTimeIDie

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Hi,

ich habe hier ein mittel schwere Katastrophe vor mir.
Der PC meiner Freundin hat sich beim normalen Betrieb als sie ca. 2 Std. weg war verabschiedet. Wenn man den PC nun startet, dann kommt eine Meldung die sagt, der PC würde kein Boot device finden. Im Bios ist die Festplatte auch nicht mehr aufzufinden. Kabel und Stecker habe ich alle gewechselt, nichts passiert.

Die HDD gibt auch keine Geräusche mehr von sich beim Start. Es handelt sich dabei um die 250 GB Version mit S-SATA Anschluß.

Das tragische an der Sache, auf der HDD sind Daten, die sonst nicht mehr existieren. Sollten die weg sein, dann heißt das im Zweifelsfall länger studieren, da dort die Prüfungen und Grafik Arbeiten für die nächsten 2!! Semester schon drauf sind.

Sollte die HDD kaputt sein, kann irgendein Mensch auf der Welt die wieder herstellen?

Was könnte hier das Problem sein? Ich bin für jeden noch so kleinen Hinweis sehr dankbar. :kuss:
 
Hallo,
zuerst mal eins aufs Ohr......von solch wichtigen Daten ist ein Backup zwingend notwendig.
Eine Festplatte kann jederzeit plötzlich ins Nirwana eingehen.....

Da die Festplatte nicht mehr anläuft, bekommt sie wohl auf der 12 Volt Seite, die für den Motorantrieb zuständig ist, keinen Strom mehr. Das kann u.U. daran liegen, dass auf der Platine eine entsprechende Komponente den Geist aufgegeben hat.
Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Köpfe auf dem Datenbereich der Platte gelandet sind und durch die hohe Adhäsionskraft das Anlaufen verhindern. So was passiert in der Regel durch einen mechanischen Schock. Das schliesse ich ab er mal aus, weil du schreibst, dass sie im Betrieb ausging und eine Platte bei plötzlichem Stromverlust die Köpfe noch auf der Landezone parken können sollte.

Professionelle Datenrettung kostet..... je nachdem, was defekt ist von ca. 300€ aufwärts.
So wie sich mir der Fall darstellt, können die Daten im Labor gerettet werden (das geht nur dann nicht, wenn die Magnetschicht der Plattenoberfläche physikalisch zerstört wurde).
Am wenigsten Aufwand erfordert eine defekte Platine. Beim Austausch des Actuators (der Arm, der die Köpfe bewegt) steigen die Kosten schon sprunghaft an. Am teuersten ist es, wenn der Motor defekt ist, dann müssen die Platten raus und mühsam wieder so zusammengefriemelt werden, dass die Tracks und Sektoren übereinanderstehen. Das geht dann in die Tausende von Euronen...

Das einzige was du selbst ausprobieren könntest, wäre der Tausch der Platine gegen eine andere vom gleichen Modell/Typ. also neue Festplatte kaufen, Platine tauschen und ausprobieren. Wenn der Motor anläuft, lag es an der alten Platine.....heisst aber noch nicht, dass du an die Daten rankommst. Denn um die Schwankungen der Elektronikbauteile zu kompensieren, werden bei der Herstellung die Schreib/Lese Signale gemessen und für die optimale Amplitude entsprechend modifiziert. Diese Verstärkungswerte (Gain Control) werden dann im reservierten Bereich der Platte gespeichert und dann auch für die neue Platine verwendet, die aber mit anderen Komponenten daherkommt. Je nachdem wie weit die Werte, die die neue Platine liefert, von der ursprünglichen entfernt sind, reicht das erzeugte Schreib/Lese Signal aus um die Daten zu erkennen oder nicht....., es unterliegt also einem gewissen Zufall.

Sollte diese Aktion funktionieren, nur die Daten retten, dann die Platine wieder zurück auf die neue Platte und diese verwenden (wegen der fehlenden Signaloptimierung auf der alten, das führt sonst irgendwann zu Problemen).

Welchen Weg du gehst, musst du nun selbst entscheiden.

Gruss Pete
 
Wahrscheinlich ist die Steuerelektronik des Motors kaputt, dann kostet das retten der Daten eventuell nur ein paar hundert Euro!

...eventuell.
 
@Everytimeide:

Hat auch was gutes, du wirst nie wieder vergessen BackUps zu machen.



Sorry, aber selber schuld :rolleyes:
 
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