RAID1: SSD + HD für schnelles Lesen kombinierbar?

iMan

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Ein System mit einem H87- bzw. Q87-Chipsatz soll schnell lesen können, die Schreibperformance ist quasi egal. Sicher soll es aber auch sein, das heißt Spiegelung, damit ein Datenträger ausfallen kann. Billig solls aber auch sein. Es wäre also das iel, dass das RAID1 seine Daten immer von der SSD liest, nur beim Schreiben sollen SSD und HDD genutzt werden.

Hat jemand Erfahrungen beim kombinierten Einsatz einer SSD (schnell) zusammen mit einer HDD (liegen da so rum, kostet also nix) in einem RAID1-Verbund an einem H87 oder Q87?
 
Nein. Damit das System weiß ob was ausgefallen ist oder falsche Daten liefert muss es ja beide Lesen....
Man kann eine SSD als Cache einrichten: SSHDs machen das mit kleinen Caches.
 
Sicher soll es aber auch sein
Was genau meinst du mit "sicher"? Ein Raid ist in keiner Weise ein Ersatz für ein Backup!

Ansonsten klingt dein Szenario eher nach einem SSD Cache, wie bereits gesagt wurde.
 
@KillerCow

​Du solltest den Text nochmal durchlesen, bevor du die Backup Keule schwingst.
 
Google mal unter Smart Response Technology nach, da sollte was zu finden sein.
 
@wupi : er hat schon recht. Die Anforderungen des TE lesen sich mal wieder so, das es günstig und schnell sein soll, aber wenn es knallt ist alles weg.
@TE was heisst schnell und wie schnell ist es jetzt? Ich nutze für meine Datenbanken raid10 mit Server ssds am hardwarecontroller von LSI.
Kostet, bringt aber wahnsinnig hohe iops.
 
wupi schrieb:
@KillerCow

​Du solltest den Text nochmal durchlesen, bevor du die Backup Keule schwingst.
Wie kommst du darauf, dass ich das nicht getan hätte? Habe ich nämlich... sehr vollständig sogar... habe ich mal in der Schule gelernt sowas... vollständig lesen und verstehen und so... darum ja dann auch meine Frage.

Und stell dir vor, ich bin sogar der Auffassung zu wissen, worauf du hinaus willst! Nämlich auf "damit ein Datenträger ausfallen kann", richtig? Aus der Aussage geht nur nicht hervor, was sich der TE davon verspricht. Soll das System weiter arbeiten können, wenn eine Platte ausfällt oder möchte er seine Daten in Sicherheit wissen? Für letzteres wäre der Ansatz mittels RAID eben genau der falsche und daher mein gut gemeinter "Keulenschwung"... ich nenne das eher "Ratschlag" oder "Denkanstoß".

In diesem Sinne, viel Erfolg @TE :)
 
Denkanstoß... dann will ich mal nichts gesagt haben. ;)
 
Mach die SSD als Cache wenn du die zusätzlich zur System SSD benutzen willst.
Dafür benutze ich z. B. PrimoCache.

Wenn die SSD groß genug ist, einfach als Festplatte für Programme und Spiele nutzen und die HDD nur noch als Datengrab.
Ich habe auch 2 SSDs und eine HDD im System 250 GB System, 480 GB Programme und 1 TB HDD als Datengrab.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie gesagt ich glaube mal gelesen zu haben, was der TE sich vorstellt. Jedoch ist dieser Artikel schon ziemlich alt, in einer Zeit vor bezahlbaren TB-SSDs.
 
Killer65 schrieb:
Google mal unter Smart Response Technology nach, da sollte was zu finden sein.

Das ist interessant. Aber wenn die HDD ausfällt, dann muss ich trotzdem wieder einen Restore machen, habe also einen (längeren) Ausfall.

Da wäre es ja zu überlegen, ob man ein RAID1 mit HDDs (liegen ja so rum) macht und man das RAID1 dann zusätzlich mit einer SSD via Intel SRT lesebeschleunigt. Geht das?

Ich habe hier noch eine SSD mit 16 GByte, die ich sonst für rein gar nichts gebrauchen kann. Aber dafür wäre sie ja ideal.
 
HominiLupus schrieb:
Nein. Damit das System weiß ob was ausgefallen ist oder falsche Daten liefert muss es ja beide Lesen....
Nein, genau das machen RAID 1 gewöhnlich eben nicht, die lesen nur von einer Platte und funktionieren dann beim Lesen idealweise ähnlich wie ein RAID 0 indem sie abwechselnd von beiden Platte lesen. Nur wenn eine Platte eine Sektor nicht lesen kann und dann eben einen Lesefehler statt der Daten liefert, dann werden die Daten von der anderen Platte gelesen und auch wieder auf der Platte überschrieben, bei der der Fehler aufgetreten ist. Deshalb haben Platten in echten RAID auch praktisch nie schwebende Sektoren. HDDs und SSDs liefern auch nicht einfach so falsche Daten wenn sie ein Problem mit dem Lesen haben, dass ist ein Irrglaube. Einzig bei FW Bugs oder HW-Fehler (vor allem auf den internen Datenpfaden die bei Consumerlaufwerken i.d.R. nicht gegen Bitfehler geschützt sind), kann das passieren, aber das kommt sehr selten vor.

luckysh0t schrieb:
Adaptec und bestimmt auch andere Hersteller bieten Kontroller an die das können - ob das für dich unter die Kategorie "billig" fällt musst du entscheiden.
Marvells Hyper Duo ist auch eine solche Cache Lösung und viel günstiger, denn schon der 9230 auf der Digitus DS-30104-1 unterstützt das ebenfalls, so teuer muss es also nicht sein eine HW-Lösung zum Cachen von HDDs auf SSDs zu bekommen.

KillerCow schrieb:
Soll das System weiter arbeiten können, wenn eine Platte ausfällt oder möchte er seine Daten in Sicherheit wissen? Für letzteres wäre der Ansatz mittels RAID eben genau der falsche
Der falsche nicht, aber eben viel zu kurz gegriffen, da einmal das RAID selbst auch einen Risikofaktor darstellt und dann eben gegen sehr viele Risiken nicht schützen kann, sondern nur für den Fall eines Ausfalls einer Platte und auch nur, wenn der rechtzeitig bemerkt, die Platte ersetzt und das Resync abgeschlossen wird, bevor auch die zweite Platte ein Problem hat.

KillerCow schrieb:
ich nenne das eher "Ratschlag" oder "Denkanstoß".
Wieso kannst Du denn den Hinweis darauf, dass RAIDs eben keine Backups ersetzen, nicht auch als Ratschlag oder Denkanstoß verstehen? Vielen ist das eben leider nicht bekannt und sie glauben auf ein Backup verzichten zu können, wenn sie ein RAID haben, meist merken sie zu spät das dem eben nicht so ist. Ich werde das Gefühl nicht los, dass es vor allem das eigene schlechte Gewissen ist, was so manchen immer wieder zu blöden Kommentaren zu solche Hinweisen auf die Notwendigkeit von Backups treibt. :evillol:
 
Holt schrieb:
Marvells Hyper Duo ist auch eine solche Cache Lösung und viel günstiger, denn schon der 9230 auf der Digitus DS-30104-1 unterstützt das ebenfalls, so teuer muss es also nicht sein eine HW-Lösung zum Cachen von HDDs auf SSDs zu bekommen.

Den Digitus kenn ich auch, nur bin ich mir nicht sicher aber ich glaube das war eine Caching Lösung wie diese Caching SSD (OCZ Synapse) nur eben in Form eines Kontrollers.Der Adaptec macht richtiges RAID (1) Schreibt auf HDD und SSD, liest aber nur von SSD.Allerdings dürfte dann wie bei jedem RAID das kleinste Medium die Basis der Kapazitätsberechnung sein - muss ja.
 
Wie soll denn "liest aber nur von SSD" funktionieren, wenn die SSD kleiner als die HDD ist und damit gar nicht deren ganzen Inhalt enthalten kann? Die OCZ Synapse Lösung kenne ich nicht aber der Marvell macht eben HW-Cache in HW, nicht andere als es auch die viel teuren Controller z.B. von Adaptec machen. Die Alternative sind eben Lösungen wie sie Intel mit der Smart Response Technology bietet, die vor allem bis ganz auf SW basieren.
 
Holt schrieb:
Wie soll denn "liest aber nur von SSD" funktionieren, wenn die SSD kleiner als die HDD ist und damit gar nicht deren ganzen Inhalt enthalten kann? Die OCZ Synapse Lösung kenne ich nicht aber der Marvell macht eben HW-Cache in HW, nicht andere als es auch die viel teuren Controller z.B. von Adaptec machen. Die Alternative sind eben Lösungen wie sie Intel mit der Smart Response Technology bietet, die vor allem bis ganz auf SW basieren.



Hinsichtlich der Hardware ist der Aufbau einer Hybrid-RAID-
Lösung relativ einfach, da SSD-Laufwerke und Festplatten jeglicher
Kapazität verwendet werden können (allerdings muss die Anzahl
der verwendeten SSD-Laufwerke und Festplatten gleich sein). Wird
das RAID-Array aus Laufwerken mit unterschiedlichen Größen
aufgebaut, so entspricht die Segmentgröße des logischen Laufwerks der
Kapazität der kleinsten physikalischen Festplatte. Wird beispielsweise
ein RAID 1-Array mit einem 128 GB SSD-Laufwerk und einer 2 TB
Festplatte erstellt, so ergibt sich ein logisches Laufwerk mit 128 GB.
Bei einem RAID 10-Array mit zwei 128 GB SSD-Laufwerken und zwei
2 TB Festplatten ergibt sich ein logisches Laufwerk mit 256 GB. Die
restliche Festplattenkapazität kann als Speicher verwendet werden.

Aus dem PDF, Seite 3, http://storage.microsemi.com/nr/pdfs/hybrid-raid_wp_de.pdf

Ist finde das ist einer reinen Cachinglösung überlegen - hat halt seinen Preis.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, wenn man wirklich ein RAID baut und dies auf die Kapazität der SSD(s) beschränkt, dann geht es natürlich nur von der SSD zu lesen, aber dann kommt man je nach deren Kapazität auch schnell in einem Bereich wo ein RAID 1 nur aus SSDs gar nicht so viel teurer ist und dann auch noch eine bessere Schreibperformance bietet, denn wenn man deren Beispiel nimmt, so ist heute eine 120GB SSD günstiger zu haben als eine 2TB HDD.
 
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