Raspbian Pi 3 als Server - Sinnvoll? Nutzung mit Debian 9?

Thukydides

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Hey,

ich würde gerne einen eigenen Server aufmachen und habe mir überlegt das ich es am sinnvollsten erst einmal mit einem Raspbian Pi mache. Es geht mir vorallem darum einfach mal etwas zu lernen und ein bisschen zu experimentieren.

Ich möchte folgende Applikationen hosten:

- Nextcloud Server
- Email Server
- Wordpress Seite
- eventuell Teamspeak (soweit ich weiß gibt es das nicht für ARM64 Prozessoren)
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Was haltet ihr davon? Ist der Raspberian Pi 3 potent genug? Es wird nur wenig Traffic auflauen, deshalb wird er eher nicht überlastet.

Ich würde als Betriebssystem gerne Debian 9 nutzen, dass jetzt ganz neu erschienen ist. Geht das so ohne weiteres? Des Weiteren interessiert mich, ob ich eine microSD Karte >32 GB nutzen kann, oder liegt da das Limit? Ich würde am liebsten direkt 256 GB nutzen, dann habe ich auch ordentlich Platz zu verfügung.

Spiele Server zu hosten wird ihn wohl überlasten, oder glaubt ihr das könnte auch möglich sein? Was sagt ihr zu dem ganzen und kennt ihr vielleicht noch andere coole Applikationen die ich darüber laufen lassen kann? Dachte auch noch daran einen eigenen DNS Server zu hosten.

Eine feste IPv4 Adresse habe ich übringens schon, dass ist ziemlich cool.

Freue mich auf eure Anregungen!
 
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Ich hatte den Raspi 3 ein paar Monate als Owncloud-Server laufen. Das hat tadellos funktioniert, allerdings war die Performance bei größeren Datenmengen nicht so doll bzw. es gab zwischendurch immer längere "Denkpausen" (ich vermute, weil der RAM arg begrenzt ist). Zum Ausprobieren fand ich das prima, wobei ich ihn inzwischen durch einen Mini-PC ersetzt habe.
Ich würde übrigens die Karte nur für das OS nehmen und die Daten auf eine externe Platte schieben.

Gruß Jens
 
Der Pi3 hat nur 100 MBit/s LAN und 2,4 Ghz n-WLAN. Die Datenraten als Cloud sind also beschränkt.

Der Rest sollte der PI gut können.
 
So viel ich weis kann man Ts3 auf dem Pi nur über Umstände zum laufen bekommen.
 
Mir nicht bekannt das es für ARM auch TS3 Server gibt. Glaube das geht nicht. Rest geht aber bescheiden.

€: Man kann es wohl mit TS3 fummeln, aber dann geht alles andere den Bach runter weil es massig Perfomance frisst.
 
Der Raspberry Pi ist ein schöner Bastelrechner zum probieren und testen. Habe selbst hier ein Exemplar im Betrieb für leichte Server-Aufgaben. Für etwas anspruchsvollere Aufgaben würde ich eher zu einem NUC greifen. Ansonsten wenn alles funktionieren sollte, würde ich beim Raspberry Pi bleiben, da der Stromverbrauch einfach unschlagbar ist.
Für die Wahl des OS würde ich auf jeden Fall Raspbian Lite vorschlagen!
 
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Ich würde es nicht machen. Lieber einen kleinen NUC mit 4GB Ram und kleiner HDD/SSD. Das kostet nicht die Welt hat aber fast nur Vorteile. Braucht auch so gut wie kaum Strom im Idle. Du hast mehr Leistung, bist nicht abhängig von ARM Paketen und das hält gewiss länger als so eine SD Card im Pi. V.a. Nextcloud kann je nach Plugins oder auch wenn du nur einen Ordner mit Bildern aufrufst gut Leistung brauchen. Die Thumbs müssen generiert werden und das merk ich selbst bei meiner Nextcloud VM die zwei 2600k Kerne hat.

z.B.
https://geizhals.eu/intel-nuc-kit-n....html?hloc=at&hloc=de&hloc=pl&hloc=uk&hloc=eu

oder
https://geizhals.eu/zotac-zbox-ci32....html?hloc=at&hloc=de&hloc=pl&hloc=uk&hloc=eu

die Zbox ist klasse. Wirklich klein und das Gehäuse ist top. Habe die selbst auf Arbeit schon gehabt.
 
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@Teamspeak: Ja das weiß ich mit dem ARM Paketen, deshalb werde ich das wohl auch eher nicht machen.

@Tempo: Warum würdest du Raspbian Lite nehmen? Ich würde mich auch sehr gerne in Debian einarbeiten in diesem Projekt, dass gehört zu den wichtigsten Zielen. Prinzipiell sollte das gut laufen oder?

Das mit dem Tempo ist mir alles klar nur mir geht es jetzt erst mal wirklich nur ums experimentieren. Wenn ich richtig Power brauche kaufe ich mir Hardware für 1000€, aber aktuell will ich einfach nur etwas rumprobieren, so viel Traffic wird da nicht auflaufen. Prinzipiell ist das mit dem ARM Prozessor alles kein Problem, oder ist das außer in Teamspeak noch irgendwo kritisch?
 
@Thukydides
Würde Raspbian nehmen, da es bestmöglich auf den Raspberry Pi abgestimmt ist und weiter dafür optimiert wird. Raspbian baut ja schließlich auch auf Debian auf. Egal ob Raspbian oder Ubuntu das sind nix weiter als Derivate von Debian!
 
Und da lerne ich auch genug über Debian? Ist der Unterschied da wirklich so groß? Ok ich lese mich da mal ein, wo die Unterschiede liegen.

Bezüglich der microSD Karte. Wisst ihr ob es da eine Beschränkung auf 32 GB gibt? Habe das im Kopf, aber vielleicht stimmt es gar nicht.
 
@Thukydides
Glaub mir, wer sich in Raspbian auskennt, kann auch Debian oder Ubuntu handlen!
 
Der ganze grundlegende Kram ist bei Debian bzw. den Varianten raspian/Ubuntu so gut wie gleich.

Beim Pi würde ich auch auf Raspian-Light setzten. Das Light kommt ohne Grafische Oberfläche. Spart Ressourcen und man wird gezwungen das alles über Texteingaben zu machen. Dabei lernt man noch am meisten.
 
Ok ich schau mal.

Das war auch mein Plan, mal ordentlich lernen mit dem Terminal zu arbeiten :)

Ich gucke mir mal beides an, tendiere aber aktuell eher zu Debian 9 da ich einfach vorallem damit gut werden will.

Bzw. der Paketquellen. Gibt es große Unterschiede zwischen x86 und ARM64?
 
Ob Debian 8, Debian 9, Raspbian oder *buntu ist am Anfang wirklich total egal. Eh du so weit bist, dass du ernsthaft bedeutende Unterschiede ausmachst geht sehr viel Zeit ins Land. Bis du zu diesem Punkt kommst wirst du sowieso gemerkt haben, wie weit du das System beeinflussen kannst und deine Systeme werden weiter von der Standardkonfiguration abweichen als die div. Debian Versionen / Derivate untereinander.

Das Softwareangebot aus den Repos ist für x86 größer als für ARM (unter Raspbian). Aber auch da ist Zweifelhaft inwieweit das Relevant ist. Seit dem Pi hat mich das Softwareangebot nur einmal eingeschränkt und das war eine Zeit wo es noch kein gescheite Java Laufzeitumgebung für den Pi gab (lang ist es her).


Ob du mit Raspbian oder Raspbian Lite anfängst ist eigentlich recht egal. Zum Anfang würde ich aber eher zu Raspbian mit grafischer Oberfläche tendieren. Gerade wenn du am Anfang mit dem Terminal mit Dateien herumspielen wirst, ist es einfacher in einem grafischem Dateiexplorer nachzuvollziehen was du getan hast. Mit der Zeit schleift es sich bei den Meisten dann irgendwann ein, dass der richtige Zauberspruch auf dem Terminal fixer ist als *klick**klick**klick**klick**klick**klick**klick* [CTRL]+[X]*klick**klick**klick**klick* ;)
 
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Ich habe selbst einen Raspberry Pi 3 für ähnliche Zwecke laufen wie du es vorhast. Allerdings nutze ich Seafile statt owncloud/nextcould, da es wohl angeblich schneller laufen soll. Owncloud hatte ich irgendwann mal probiert, aber das ist schon länger her und war glaube ich sogar auf dem Pi2, deswegen kann ich es nicht wirklich vergleichen. Ich kann nur sagen, dass ich mit Seafile absolut zufrieden bin! Du kannst ja mal schauen, ob das was für dich ist.

Zu TS3: Wäre vielleicht Mumble für dich eine Alternative? Das nutzt genau wie TS3 den Opus Codec, ist allerdings Open-Source und kann problemlos auf dem Pi installiert werden. Wenn du TS immer mit einer kleinen Gruppe von Leuten benutzt, lohnt es sich vielleicht, Mumble mal auszuprobieren. Das läuft auf dem Pi wie gesagt einwandfrei.
 
Ja das mit Mumble ist eine sehr gute Idee. Ich kannte bis jetzt einfach nur Teamspeak aber eine Open-Source Variante nehme ich doch viel lieber. Danke für den Tipp!
 
Mumble bzw. Murmur ist eine tolle Software, gerade für leistungsarme Systeme. Ich kann es ebenfalls empfehlen.

Nachtrag: Nextcloud ist vielleicht etwas zu fett für den Pi und seinen begrenzten RAM. Als CalDAV- oder CardDAV-Server taugt er aber ganz ordentlich.
 
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Ich habe beides. Debian 9 virtueller Server mit 2 Kernen, 6GB Ram und da laufen owncloud, nginx, wordpress und ein uralter TS3 drauf. Mein Pi befeuert Pihole und das war's.

Und offen gestanden, schier von der Performance her ist es fast egal wenn wenig passiert. Sicher, ist der PI etwas schwach auf der Brust, gerade fuer TS3, aber zum Rumspielen reicht es (wobei es einfacher ist die vielfache Leistung als VM laufen zu lassen).

Wenn es dauerhaft laufen soll wuerde ich eher mit einer VM experimentieren und dann darueber nachdenken einen kleinen Server anzumieten. Allerdings nur wenn du weisst was du tust - du haftest wenn es im Netz steht und Unsinn baut. Auch fuer dich selber, wenn du owncloud wirklich benutzen willst musst du darueber nachdenken was passiert wenn etwas mit den Daten passiert - Stickwort Backups & Security.
 
Vielleicht hast du noch ein altes Notebook oder Netbook das du als Server nutzen kannst?
 
Ne so etwas habe ich zurzeit nicht.

Ich will wie gesagt erst einmal damit rumspielen und alles kennenlernen und dann baue ich mir vielleicht irgendwann mal einen eigenen "richtigen" Server zusammen, auf dem ich auch noch Spiele hosten kann.

@Elcrian: Du meinst ich soll auf dem Pi VMs laufen lassen? Raubt mir das nicht zu viel Leistung? Es wird auf jedenfall nicht so viel darauf stattfinden Zugriffsmässig, dass wird jetzt kein Server wo ständig 5-10 Leute drauf sind, eher so 2-3 Personen pro Tag.
 
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