Reicht Freeware - Antivir für Office PC`?

Von AntiVir kann ich nur abraten, es produziert einfach zu viele Fehlalarme mit denen es weniger versierte User virenparanoider macht als nötig. Viele haben dann auch den Eindruck nicht mehr so gut geschützt zu sein, wenn Sie auf was richtiges umsteigen, was dann nicht mehr für jeden Furz Alarm schlägt.

Für den office PC empfehle ich auch MSE, da muss sich niemand um Updates kümmern und es ist sehr performant. Eine Firewall halte ich für solche User auch für eher lästig als nützlich. So eine Hardwarefirewall im Router reicht zum Schutz vor Außen völlig.
 
Von AntiVir kann ich nur abraten, es produziert einfach zu viele Fehlalarme mit denen es weniger versierte User virenparanoider macht als nötig.

Das Erkennen von (noch unbekannten) Viren ist immer ein Balanceakt. Avira ist in der Tat relativ "sensibel" eingestellt (ist allerdings mittlerweile etwas besser geworden) dafür aber liegen sie bei der Früherkennung von neuen Viren fast immer ganz vorne. Schaut mal auf die Listen von Virustotal. Selbst wenn bloß 20% der Scanner bei neuen Gefahren anschlagen, Avira ist fast immer dabei, während die anderen 80% den Dreck noch durchwinken.

Bei Avira Free leider ein Problem: Aktualisierungsfrequenz. Mehr als 1x pro TAG (!) kann man nicht einstellen, was viel zu lang ist. Allerdings kann man sich behelfen indem man z.B. 24 tägliche Updateaudträge in den Planer eintippt, mit jeweils 1h Abstand. Dann hat man alle 1h ein geupdatetes System.

Thema Werbung:
Das ist wirklich ätzend bei Avira Free :( .Für Nutzer von WINXP Professional oder Vista/Win7 Ultimate gibts allerdings eine sehr elegante Abhilfemöglichkeit, die Werbung komplett abzustellen :D. Bissi googeln sollte da schnell zum Erfolg führen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Konti schrieb:
Sofern die Windows-Firewall das kann, kann man natürlich auch die benutzen.
Prinzipiell ist es dennoch sicherer, nicht diese vorinstallierte zu benutzen, da ein gut angelegtes Rootkit/Trojaner diese Firewall kennt.
Bei Trojanern ist diese Schutzwirkung äußerst umstritten, da man dieses mit einer Software Firewall nie zuverlässig kontrollieren kann.(gute Malware nutzt den gegebenen Spielraum/Lücken von Software Firewalls und umgeht diese) Auch ist das dann keine Schutz mehr, da beim Kontakt von Malware von innen nach außen, der Rechner bereits infiziert ist.

Konti schrieb:
Eben nicht .. denn die blockt nicht den Zugang für einzelne Programme.

Deswegen schriebe er ja, Zugriff von außen. Bei Programmen wäre es Zugriff von innen nach außen. ;)
 
So eine Hardware-Firewall blockt letztendlich nur eine gewisse Portrange. Dann kann aber immernoch jede Software über den HTTP-Port 80 gehen, weil man den offen lässt, um in's Internet zu kommen.
Ein Router allein bietet daher keinen wirklichen Schutz vor Trojanern, Viren und Rootkits .. auch wenn man "alle" Ports zu gemacht hat.

Gute Software-Firewalls lassen sich nicht so leicht umgehen .. schon garnicht, wenn der Trojaner nicht weiß, welche Firewall das ist (daher auch die Empfehlung, nicht unbedingt die Standard-Windows-Firewall zu nehmen, da die das offensichtlichste Ziel wäre).
Und selbst wenn man sich etwas eingefangen hat (z.B. einen Trojaner), dann wird die Firewall erstmal meckern, wenn das Teil nach Hause telefonieren will, oder wenn jemand von außen versucht, dieses Programm "anzurufen".
 
So eine Hardware-Firewall blockt letztendlich nur eine gewisse Portrange. Dann kann aber immernoch jede Software über den HTTP-Port 80 gehen, weil man den offen lässt, um in's Internet zu kommen.
Ein Router allein bietet daher keinen wirklichen Schutz vor Trojanern, Viren und Rootkits .. auch wenn man "alle" Ports zu gemacht hat.
Das ist schlicht und einfach falsch und bedarf einer Korrektur:
Port 80 ist Standardport eines Webservers. Wer auf seinem Rechner keinen Webserver betreibt, benutzt den Port 80 gar nicht. Anfragen von außerhalb werden verworfen (falls Router oder Firewall dergleichen überhaupt durchlassen sollten).
Client-seitig verbindet sich der Rechner über einen undefinierten/unbenutzten Port, der (irgendwie) ausgesucht wird, mit dem jeweiligen Webserver über dessen Port 80, wenn dieser den http-Standartport verwendet (was überwiegend der Fall ist).

Gute Software-Firewalls lassen sich nicht so leicht umgehen .. schon garnicht, wenn der Trojaner nicht weiß, welche Firewall das ist (daher auch die Empfehlung, nicht unbedingt die Standard-Windows-Firewall zu nehmen, da die das offensichtlichste Ziel wäre).
Und selbst wenn man sich etwas eingefangen hat (z.B. einen Trojaner), dann wird die Firewall erstmal meckern, wenn das Teil nach Hause telefonieren will, oder wenn jemand von außen versucht, dieses Programm "anzurufen".
Also jetzt muss ich mich echt beherrschen...
Nicht einmal Experten können sicher beurteilen, ob den das Programm x das Paket y an Rechner 123.45.678.910 nun senden darf oder nicht. Woher soll das denn eine Software-Firewall wissen???
Ein infiziertes System kann nicht effektiv durch eine Firewall vor ungewolltem Datenversand geschützt werden. Die Malware wird immer Mittel und Wege finden, heimlich Daten zu senden.
Firewalls laufen prinzipbedingt mit Adminrechten, daher sind sie eine sehr kritische Systemkomponente. Ein vorhandener, nicht gepatchter Bug kann z.B. mittels Buffer-Overflow zu einer vertical privilege escalation führen (falls die Malware diese Schwachstelle auch unter Benutzerrechten ausnutzen kann, nützt dann selbst ein eingeschränktes Benutzerkonto respektive die UAC nichts mehr).
Updates sind deshalb essentiell, um Sicherheitslücken zeitnah schließen zu können. Das erledigt Microsoft bei der Windows Firewall von Haus aus. Deswegen verstehe ich auch nicht, weswegen man diesen Dienst an Drittanbieter quasi outsourcen sollte. Zumal die Windows-Firewall denselben Zweck erfüllt wie eine externe...
 
Zuletzt bearbeitet:
citius schrieb:
Also jetzt muss ich mich echt beherrschen...
Nicht einmal Experten können sicher beurteilen, ob den das Programm x das Paket y an Rechner 123.45.678.910 nun senden darf oder nicht. Woher soll das denn eine Software-Firewall wissen???
Das braucht sie garnicht zu wissen.
Sie fragt ganz einfach immer nach, wenn ein neues Programm eine Verbindung nach außen (oder auch in's Netzwerk) aufbauen will oder eine Verbindung von außen auf ein bestimmtes Programm gehen soll.
Der Nutzer (der nichtmal Experte sein muss), kann dann entscheiden, ob das Programm in's Internet darf oder nicht.

Ich weiß ja nicht, was du unter Experten verstehst. Aber wenn plötzlich ein unbekannter Prozess versucht, Verbindung aufzunehmen, lässt sich per Google recht schnell herausfinden, was für ein Prozess das ist (z.B. ungefährlicher Windows-Prozess oder Trojaner/etc.).
Ein Experte müsste nicht googlen, sondern würde direkt sehen, ob ein Prozess sicher oder potentiell gefährlich ist.

citius schrieb:
Ein infiziertes System kann nicht effektiv durch eine Firewall vor ungewolltem Datenversand geschützt werden. Die Malware wird immer Mittel und Wege finden, heimlich Daten zu senden.
Falsch.
Die meiste Malware kommt an unbekannten Firewalls nicht vorbei, sofern der Nutzer sie nicht explizit freigibt. Ich habe das jetzt schon oft genug erlebt.

Nochmal zum Hardware-Router:
Ok, das mit dem Port 80 hatte ich falsch verstanden. Trotzdem bietet so eine Firewall überhaupt keinen Schutz, wenn ein Programm von deinem Rechner nach außen telefoniert.
Eine Software-Firewall macht hingegen Alarm, und der Nutzer kann entscheiden, ob das Programm darf oder nicht.
 
Das braucht sie garnicht zu wissen.
Sie fragt ganz einfach immer nach, wenn ein neues Programm eine Verbindung nach außen (oder auch in's Netzwerk) aufbauen will oder eine Verbindung von außen auf ein bestimmtes Programm gehen soll.
Der Nutzer (der nichtmal Experte sein muss), kann dann entscheiden, ob das Programm in's Internet darf oder nicht.
Ich weiß ja nicht, was du unter Experten verstehst. Aber wenn plötzlich ein unbekannter Prozess versucht, Verbindung aufzunehmen, lässt sich per Google recht schnell herausfinden, was für ein Prozess das ist (z.B. ungefährlicher Windows-Prozess oder Trojaner/etc.).
Ein Experte müsste nicht googlen, sondern würde direkt sehen, ob ein Prozess sicher oder potentiell gefährlich ist.
Du meinst wahrscheinlich eine stand-alone Firewall wie z.B. Zonealarm, denn die in den Security Suiten integrierten Firewalls fragen nur noch äußerst selten nach, da sie den Verkehr einfach durchwinken, sofern er von einem als bekannt vertrauenswürdigen Programm ausgeht.


Meinerseits folgende Bemerkungen zur externen Software-Firewall:


- Sie reißt zusätzlich Sicherheitslücken ins System (keine Software ist perfekt) und vergrößert somit den Angriffsvektor


- Sie verlangsamt das System (zumindest habe ich diese Erfahrung mit ZoneAlarm gemacht)


- Die Entscheidung, ob ein Programm ins Netz darf, erfordert ein gewisses Maß an netzwerkspezifischem Hintergrundwissen um sich die Firewall nicht falsch zu konfigurieren, denn das wäre fatal (die meisten Benutzer klicken erfahrungsgemäß sowieso auf „zulassen“ und wenn sie mal den Zugriff verweigern, wundern sie sich, dass irgendwas nicht mehr korrekt funktioniert). Auch Google wird da nicht viel helfen, denn was machst du wenn z.B. svchost.exe Zugriff haben möchte? Das kann legitim sein aber auch Malware nutzt diesen Dienst um heimlich Daten zu versenden. Das wäre dann aber eine ziemlich schlecht programmierte Malware, denn normalerweise wird die Firewall einfach geleaked.


- Beim Einsatz einer stand-alone Firewall wird der User wahrscheinlich zusätzlich eine reine Antivirensoftware verwenden. Daraus ergibt sich aber folgendes Problem: Sehr viele AV´s arbeiten inzwischen als Proxy, d.h. sämtlicher Traffic läuft über die Server der Hersteller (z.B. Kaspersky). Unter diesen Umständen besteht für eine externe Firewall (wie z.B. ZoneAlarm) keine Möglichkeit, das eigentlich sendende Programm zu erkennen. Für ZoneAlarm sieht es so aus, als käme sämtlicher Traffic vom Antivirenprogramm (z.B. KAV). In diesem Fall wird ZoneAlarm genau einmal nachfragen, nämlich ob „avp.exe“ (gehört zu Kaspersky) zugreifen darf oder nicht. Verweigert man den Zugriff, ist man offline. Gewährt man den Zugriff, verliert ZoneAlarm seine (ohnehin fragwürdige) Existenzberechtigung.

Nochmal zum Hardware-Router:
Ok, das mit dem Port 80 hatte ich falsch verstanden. Trotzdem bietet so eine Firewall überhaupt keinen Schutz, wenn ein Programm von deinem Rechner nach außen telefoniert.
Richtig. Allerdings haben heute so gut wie fast alle Programme irgendwelche Netzwerkfunktionen, deren Einschränkung sehr wahrscheinlich die Funktionalität beeinträchtigt.
Daher ist es die bessere Lösung, ein Programm, dem man so offensichtlich misstraut, gar nicht erst zu installieren (das gilt natürlich insbesondere auch für Malware :D).
 
AVAST6 Free ist derzeit der beste Freeware Virenscanner der hat auch dinge das normal kaufprogramme haben.
AntiVir ist nicht schlecht, hatte vor dem AVAST war gut, aber ich bleibe beim AVAST macht noch besseren eindruck.
Noch bremst AVAST6 kaum so gut wie gar nicht den PC.
 
Konti schrieb:
Falsch.
Die meiste Malware kommt an unbekannten Firewalls nicht vorbei, sofern der Nutzer sie nicht explizit freigibt. Ich habe das jetzt schon oft genug erlebt.
Du kannst doch nicht von einzelnen Samples bzw. persönlichen Erfahrungen eine Aussage ableiten, das die „meiste“ Malware an einer Software Firewall nicht vorbei kommt.
Wie schon erwähnt, schon der der normale Betrieb einer Software Firewall bietet genügend Spielraum, um Software an einer Software Firewall vorbei zu kommunizieren zu lassen. Das belegen eigentlich alle fundierten Tests in diversen Publikationen.

Siehe hier z.B. bei Zonealarm:
Der Schutz vor ausgehenden Verbindungen ist hingegen wenig effektiv, Kommuniziert ein Programm etwa über die DDE Schnittstelle des Internet Explorer mit dem weltweiten Datennetz. wie es das fünf Jahre alte ZAbypass demonstriert, sieht sich Zonealarm nicht mehr in der Pflicht.
Unbefriedigend ist die IPV6 Unterstützung von Zonealarm. Nach der Installtion stehen erst mal alle IPv6 Tore sperrangelweit offen. Wer sich durch das Menü hangelt, kann den IPv6 Traffic komplett deaktivieren - einen Mittelweg gibt es nicht.
oder bei Comodo:
Den wirklich bösen PDF Exploit behinderte Comodo hingegen nicht in seiner Aktivität.
Quelle: Ct

Das Sture festhalten an einer Software Firewall ist gerade fast schon süß und rührt wahrscheinlich aus einer Zeit heraus, als Windows noch keine Firewalls gegen Angriffe von außen inkludiert hatte und Router noch nicht weit verbreitet waren. In dieser Zeit hatten Zonealarm und Co Hochkonjunktur und galten als der ultimative Tipp.
Du magst eine zusätzliche Software Firewall (ausgehenden Datenverkehr überwachen) vielleicht für wichtig erachten, mit dieser Aussage stehst du, die sich im Sektor Netzwerktechnik auskennen, ziemlich alleine da.
 
Du magst eine zusätzliche Software Firewall (ausgehenden Datenverkehr überwachen) vielleicht für wichtig erachten, mit dieser Aussage stehst du, die sich im Sektor Netzwerktechnik auskennen, ziemlich alleine da.
Amen. Es gibt bestimmt gute Softwarelösungen. Aber eine Deep Packet Inspection kann bestimmt n Quad auslasten bei 100 MBits :p
Ausserdem gibt es erheblich effizientere und effektivere Hardwarelösungen. Zugegeben, nicht immer billig. Das reicht dann von Ports bis hin zu Header Inspection und was weiss ich alles.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ähnliche Themen

Antworten
6
Aufrufe
1.660
Zurück
Oben