RFI/EMI Geräusche (zirpen, fiepen) trotz externe USB-Karte

tabularasa

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Hallo,
ich bin schon ziemlich verzweifelt mit meinen Audioproblemen.
Nachdem fast alle externen USB-Soundkarten von Native Instruments (zumindest alle, die ich an meinem damaligen ThinkPad W500 getestet habe) hatten Latency-Probleme, die ich trotz SEHR intensiver Fehlersuche nie beheben konnte.

Daraufhin habe ich mir einen neuen Computer (Desktop-PC diesmal) zusammen gestellt, in der Hoffnung, dass es jetzt besser würde. Doch:
- auch hier NI-Latency Probleme, aber etwas seltener (man kann manchmal eine Stunde produzieren, und dann fängt es erst an).

Viel schlimmer ist aber das Summen/Zirpen (EMI/RFI Geräusche würde ich sagen..), das aus meinen Aktivlautsprecher (Yamaha HSW) kommt, sobald die Soundkarte mit dem PC via USB verbunden ist.

Die EMI/RFI Geräusche sind bei allen USB-Buchsen da, und interessanter weise auch, wenn ich lediglich die Außenhülle des Steckers an etwas Metall vom weiblichen USB-Eingang am PC halte (kein USB-Datenkontakt, sondern nur die Metallschirme oder wie man das nennt).

Außerdem werden die Geräusche bei hoher CPU-Last weniger, verschwinden aber nie. Ich kann allerdings im BIOS nicht finden, wie man ein evtl. Energiesparen der CPU unterbindet, in Windows ist ohnehin alles auf Maximum gesetzt.. (Energiesparoptionen)

Zwei Fragen also insgesamt:
1. Schonmal NI-Probleme gehabt (irgendwann "verlangsamt" sich der Sound, bzw. es kraxelt und klickt - klassische "Latency" Geräusche - und eine Lösung dafür gefunden?
2. Was kann ich gegen die RFI/EMI Geräusche tun?
2.a glaubt ihr ein USB-Hub mit externer Stromversorgung könnte helfen? (Als "Schirm"/Trenner zwischen PC und Mixer?)
2 b ich hab auch mal von einem zusätzlichen Massekabel zwischen PC und Boxen gelesen.. meinem Verständnis nach würde das aber doch die hörbaren Interferenzen, die über das USB-Kabel geleitet werden, nicht unterbinden - das ganze klingt nicht nach Brummschleife, sondern wirklich eher wie RFI/EMI Geräusche.

Mein Setup:
  • Corsair Carbide Series 330R gedämmt Midi Tower ohne Netzteil schwarz
  • 450 Watt be quiet! Straight Power E9 Non-Modular 80+ Gold
  • Intel Xeon E3-1245v3 4x 3.40GHz So.1150 BOX
  • 2*40GB Crucial M500 2.5" (6.4cm) SATA 6Gb/s MLC asynchron (CT240M500SSD1)
  • 16GB (2x 8192MB) Crucial Ballistix Sport DDR3-1600 DIMM CL9-9-9-24 Dual Kit*
  • 1000GB Seagate Desktop HDD ST1000DM003 7.200U/min 64MB 3.5" (8.9cm) SATA 6Gb/s
  • Gigabyte H87-HD3 Intel H87 So.1150 Dual Channel DDR3 ATX Retail
  • Thermalright HR-02 Macho Rev.A (BW) Tower Kühler
  • Native Instruments Audio2DJ aber auch Komplete 6 u.a. NI-USB DACs
  • Soundkarte ist unsymmetrisch an Mixer (Xone 42) gehängt, der symmetrisch (XLR) an die Yamaha HSW-Aktivboxen geht

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter, die NI-Probleme umgehe ich warhscheinlich mti einer billigen anderen Soundkarte, die RFI/EMI-Geräusche kommen aber wohl ziemlich sicher vom PC..
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwei Ideen:
1) Klappferrite auf das USB-Kabel
2) USB-Verlängerungskabel kaufen und den Schirm ein Stück auftrennen

Ist sonst noch was geerdet, Lautsprecher, Mixer? Kann ja nicht schaden testweise den PC und Mixer über ein Stück Kupfer (z.B. Lautsprecherlitze) zu verbinen. Brummschleifen müssen nicht unbedingt 50Hz haben.

Mixer auch an USB angeschlossen?
 
Sowas sollte helfen: http://www.amazon.de/USB-Isolator-Entstörfilter-Galvanische-Trennung/dp/B00F4SCCR2

Das bekämpft aber lediglich die Wirkung, besser wäre die Ursache zu bekämpfen. Ein Anfang wäre alle Schutzklasse III Geräte an der selben Steckdose zu betreiben (das sind bei dir zumindest der PC und der Mixer, wahrscheinlich auch die Aktivboxen, wobei ich keine Fotos zu den Boxen mit dem Suchbegriff "yamaha hsw" gefunden habe). Ob ein Gerät SK III hat kannst Du am Kaltgerätestecker erkennen. Der hat dann 3 Pins. Am besten auch darauf achten, dass Phase und Neutralleiter an allen Geräten übereinstimmen.

Praxistipp:
Schließe alle Geräte an einer gemeinsamen, hochwertigen Steckerleiste an. Stecke die Schukostecker dort so ein, dass jeder Kontakt der Schukostecker dem gleichen Kontakt der Kaltgerätebuchsen am anderen Ende übereinstimmt. Betreibe diese Steckerleiste an einem Stromkreis, der möglichst wenige andere Verbraucher (vor allem Schaltnetzteile, Halogenlampen oder Leuchtstoffröhren bzw Energiesparlampen) versorgt.

Viel Erfolg!
 
Ok, ich versuchs mal mit einer anderen Steckdose (hängen schon alle an der gleichen, allerdings sind die Steckdosen im Zimmer am Ende auch alle an der gleichen Phase..) - Yamaha Boxen sind auch SK III. Danke für die Erklärung :)

Wie gesagt, dadurch, dass die CPU-Leistung das ganze beeinflusst, glaube ich nicht so sehr an Brummschleifen, zumal das Geräusch auch so nicht konstant bleibt, das kenn ich von Brummschleifen meist anders. Aber ich probiers, und nehm dann mal vom USB Kabel den Schirm ab.

Und die galvanische Trennung für USB ist sehr interssant- hab schon einen Galvanischen Trenner zwischen meiner eingebauten Soundkarte und dem Mixer (damit kann ich normal Sound hören, aber da hab ich schon eine fette Brummschleife drauf + nur einen Kanal). Vielleicht probier ich das dann als nächstes.
 
Hatte das selbe Problem allerdings mit dem Saphire 6 USB angeschossen ans ASRock H77 PRO4/MVP. Habe es auch mit neuem Netzteil und Stromleiste mit Entstörfilter versucht brachte aber nichts.
Am Macbook angeschlossen hatte ich die Störgeräusche nicht. Nachdem ich eigentlich alles ausprobiert hatte, hab ich die Soundkarte ans Front USB angeschlossen und die Störgeräusche waren verschwunden (Gehäuse Nanoxia DS4).
Scheint wohl irgendwie mit der Abschirmung am Motherboard zu liegen genau weiß ich es auch nicht aber es funktioniert. Wollte mit demnächst sowas holen http://www.amazon.de/DELOCK-Slotble...&qid=1421769251&sr=8-2&keywords=usb+slotblech damit ich die Soundkarte hinten anschließen kann.

Hoffentlich klappt das auch bei dir :)
 
Ich hatte das Problem auch. Lustig war das sich z.B. die Tonlage verändert hat wenn ich mit dem Mauszeiger nur über die offenen Tabs beim Browser gefahren bin.
Ich konnte mir da eigentlich nur die Grafikkarte als Quelle denken.

Meine Lösung des Problems ist aber nicht was für jedermann.
Ich habe die Masseleitung der Lautsprecher entfernt. Da die Dinger ja eh aus Holz sind. Nur die Verstärkereinheit auf der Rückseite ist aus Metall, und da kommt außer mir eh niemand dran.
Aber wie schon gesagt, das bringt schon ein kleines Risiko mit das man einschätzen sollte.
 
Hallo,

ich häng mich mal mit derselben (?) Problematik in das Thema mit rein. Ebenfalls PC mit Aktivboxen (Yamaha HS50M), wahlweise über Soundkarte (Creative X-Fi) oder USB-Interface (Steinberg UR22)... bisher alles tadellos, aber seit meinem Umzug in eine neue Wohnung hört sich das Ganze nun so an: http://www.spaceman.de/zeugs/stoergeraeusche.mp3 (kurzes Geklicke im Browser, dann YT-Video, dann Computerspiel).

Folgendes habe ich nun bereits erfolglos versucht: andere Grafikkarte stecken, Spread Spectrum im Bios umschalten, Ferritkerne um die Kabel gepuhlt, Steckdosen mit Netzfilter... aber sobald ich die Boxen über Klinke dranhänge, geht das Gekrissel wieder los. Allerdings ist es wie bei elgreco93 so, daß andere Rechner (Laptop und HTPC) bei derselben Steckung keinerlei Störgeräusche produzieren - also liegt das Problem letztendlich doch im Rechner selbst? Wie der Threadersteller habe ich ein Gigabyte-Board, sind die Dinger vielleicht besonders anfällig für sowas? Der Vollständigkeit halber noch meine Specs:

- Netzteil XFX XPS-650W
- Gigabyte GA-P67A-UD3P-B3
- CPU i5-2500
- GPU XFX HD6870
- 6Gb Corsair DDR3-1333
- Win7 64bit
 
eremit007 schrieb:
Laptop hat keine Verbindung zu Erde. Was für ein Netzteil hat der HTPC?

Ich bin nicht so der Stromexperte, aber wenn ich den Laptop übers Netzteil betreibe ist er doch auch geerdet, oder? Im HTPC steckt ebenfalls ein Gigabyte-Board (GA-EP45-DS3R), ein BeQuiet-NT und nutzen tue ich da den Onboard-Sound (wahrscheinlich Realtek?).

Ich will den Thread jetzt hier aber auch nicht hijacken, aber ich dachte das könnte helfen das Gefiepe auch mal gehört zu haben ;) Klingt jedenfalls, als wäre es dasselbe Störgeräusch wie beim Ersteller.

-
 
Das Laptop-Netzteil hat eventuell Erde. Sekundärseitig ist aber üblicherweise Gleichspannung und galvanisch getrennt.
 
Term, mein Hinweis klingt jetzt nicht ganz plausibel, weil die geänderte Komponente ja eigentlich nur die Stromleitung ist - aber das Zirpen kann von überall kommen hab ich mal gelesen. Irgendwelche Spulen / Elemente auf irgendeinem Bauteil..
Was du aber mal probieren kannst: wird das ganze unter Volllast besser? (Lass mal ein Benchmark laufen, z.B. mit Prim95 oder 'nem Benchmark) - anscheinend verursachen einige CPUs beim runtertakten diese Interferenzen...

Weitere Ideen:
- USV Anlage, um sich vom Netz zu trennen?
- RFI/EMI Filter in Steckdosen? (z.B. so teure von Brennstuhl)

Hat da jemand Erfahrungen mit? Mein Budget ist leider sehr limitiert, ich kann schlecht wild kaufen.
 
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tabularasa schrieb:
Mein Budget ist leider sehr limitiert, ich kann schlecht wild kaufen.

Ditto :D Also ich habe bereits diese hier gekauft und dazwischengehängt - ohne erkennbare Verbesserung. Volllast hörst Du bei meinem verlinkten Soundfile im letzten Drittel, da läuft Arma2 mit ca. 60fps und für jedes Frame scheint ein Rauschsignal generiert zu werden. Ähnlich bei Videos (zweites Drittel), da nicht ganz so laut (vielleicht weil's nur 30fps sind?).

Um das dynamische Takten der CPU zu unterbinden, könntest Du ebenfalls mal im Bios nach "Spread Spectrum" Ausschau halten und umschalten (bei mir hat's leider nichts geholfen). Falls Du ein neueres Gigabyte-Board hast, findest Du diese Option übrigens nur nach zusätzlichem Drücken von Strg+F1 im Bios, ich hab mir da erstmal nen Wolf gesucht ;)
 
Hab ich doch gesagt. Kauf ein USB-Verlängerungskabel für 50¢ und entferne den Schirm auf einer länge von ein paar milimeter. Ein Versuch ists Wert.

Filtersteckdose bringt in dem Frequenzbereich nichts.
 
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