Riesterrente-Altersvorsorge: wer hier? Eure Meinung und Hinweise

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Fu Manchu

Gast
So, neben der Berufsunfähigkeitsversich. (wird HUK) muss auch eine Rentenversicherung her. Und das Schlagwort ist wohl Riester. Aber je mehr ich lese, desto mehr kommen Zweifel bzw. im Wechsel der Wille, das sofort abzuschließen (je nachdem, wem man zuhört).

Es lohnt wohl nur, wenn man eh bereits gut verdient?! Auf Wiki hießt es, wenn man nicht auf eine spätere Riester-Rente von mind. 700 kommt, lohnt es auch nicht?! Die Steuern die man spart, zahlt man später, aber dennoch spart man wohl deutlich. Sozialabgaben fallen trotzdem auf das Eingezahlte an.

Meine Frage an euch: habt ihr eine Zusatz-Riester-Rente abgeschlossen? Habt ihr die Erwartung, das es sich lohnt rein zahlenmäßig? Habt ihr euer Modell genau durchgerechnet und verglichen? Habt ihr das Prinzip durchdrungen und verstanden? Ich muss zugeben, das ich etwas überfordert bin!

Über eure Meinungen und Stimmen wirde ich mich freuen, fachliche Beratung finde ich 100 Meter weiter, aber hier sind diejenigen, die versichert sind.
 
Riester ist nur ein staatlicher Rettungsschirm für die Versicherungen, die Millarden an Provisionen und Verwaltungskosten kassieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Rieserrente lohnt schon, weil sie staatlich gefördert ist und du quasi einen teil der Beiträge umsonst bekommst.
Aber wenn du einen höheren Lebensstandard auch in der Rente beibehalten willst, kommst du um eine weitere private Rentenversicherung imho nicht drumrum.
 
Riesterrente lohnt sich, wenn man später eine Rente über dem Grundsicherungsniveau erzielt, da der Riesterrentenbetrag dann zusätzlich ausgezahlt wird. Liegt man später mit der gesetzlichen Rente unter dem Grundsicherungsniveau, wird nach jetziger Gesetzeslage die Riesterrente mit dem staatlichen Auffüllungsbetrag verrechnet (=praktisch Verlustgeschäft). Angeblich wollten das die Politiker so nicht und wollen gesetzlich nachbessern, wann steht aber noch in den Sternen. Da es bis zum Rentenalter (vermutlich) noch lange hin ist, kann man natürlich vor weiteren Gesetzesänderungen hierzu nicht geschützt sein.

Am besten fährt man vielleicht noch mit Riester-Kurzläufern (Immo-Riester o.ä.). Da nimmt man die jetzigen Vorteile mit, ohne in das langfristige Risiko zu gehen.

In verschiedenen Tests wurde bemängelt, dass die Riester-Produkte Zinsnachteile gegenüber herkömmlichen vergleichbaren Produkten haben und damit den staatlichen Zuschuss aufzehren.
 
Die Frage ist eher, muss man privat vorsorgen?

Ja, definitiv, das Rentenniveau wird kontinuierlich reduziert und man kann diese reduzierte Rente auch kaum erreichen da man durchgängig beschäftigt gewesen sein und dass bis zum gesetzlichen Rentenalter (welches ja eher angehoben wird ... so bis man 100 Jahr alt ist)

Also Vorsorgen ist wichtig. In welcher Form darf jeder selbst entscheiden. (jaa, die Riester Rente ist i.O., wobei ich hier immer auf Fonds setzen würde wenn man unter 50 Jahre alt ist, Kursverluste erleidet man auch nicht, da alle eingezahlten Beiträge (eigene + staatl.) mindestens erhalten bleiben müssen) Es gibt also eine Verlustgrenze nach unten.
Deshalb auch die geringere Rendite ...

ok?
 
Hi,

muss mal eben diesen Fred aus der Versenkung holen, weil ich grad was nicht checke:

Wo zum Henker sehe ich, ob ich den Mindestbeitrag von 4% eingezahlt habe oder nicht bzw. ob ich gearde überhaupt den richtigen Beitrag einzahle?

Steht das auf dem Gehaltszettel? :D
 
Die 4% beziehen sich auf dein zu versteuernden Einkommen, ist also der Einkommensbescheid. Die 4% sind jedoch "Brutto", Netto zahlst du die Differenz zwischen den 4% abzüglich der staatlichen Zulage.
 
Die 4 % beziehen sich auf das zu versteuernde Einkommen des Vorjahres. Hier musst Du die staatliche Förderung von 154 € abziehen.

Simpel ausgedrückt: (Vorjahresbrutto mal 4 %) minus 154 € und dann anschließend alles durch 12 und zack hast Du Deinen maximalen Monatsbeitrag.

Ich tippe jetzt mal, Dein Jahreseinkommen liegt unter 54.000 Euro. Hier gibt es eine Maximalgrenze für die 4 %. Den genauen Betrag kenne ich gerade auch nicht. Ist - glaube ich - auch zwischen neuen und alten Bundesländern unterschiedlich....
 
Bei youtube gibt es eine sehr aufschlußreiche Doku, glaube sie hieß Rentenangst. Fazit der Recherchen war: Die staatlichen Zuschüsse werden absolut erst ausgezahlt wenn du so um die 90 rum bist, davor brauchst du nur das auf was du eingezahlt hast. Dazu das Problem mit der Anrechnung auf die Grundsicherung.

Mein Fazit: Riester ist eine der größten staatlichen Rentenkürzgen der Neuzeit mit Milliardengewinnen der Unternehmen dank der korrupten Politik. Wer da einsteigen will, sollte sich mal auf unabhängigen Seiten informieren. Ist schon klar das ein Versicherungsmann sowas immer schön redet, hauptsache nen Vertrag abgeschlossen...

Und wie schon gesagt, wer weiß was die Politik in den nächsten Jahren am Riester Model so alles ändert bzw wie lange es unser Umlagesystem überhaupt noch macht
 
Immer diese unsachlichen Sprüche.... Fakt ist, dass man / frau was machen muss. Ob dies oder das ist jetzt egal. Hauptsache es WIRD etwas gemacht! Und wie alt sind diese Berichte? Weil die ja vor einem Jahr oder so solche Berichte schön wieder kleinlaut zurückrufen mussten wegen flasche Recherche und taktisch klugem Weglassen...

Und das uns die Politik nichts schenkt, ist auch klar. Im gleichen Maße wie sie jetzt was fördert, haben sie die Rente vorher bereits gekürzt... Ich gebe Dir recht, auch irgendwie doof. Aber nichts machen und sich der Ungerechtigkeit der Welt hinzugeben ist noch wesentlich unintelligenter...

Von daher: Wer irgendwas macht ist schon mal klar im Vorteil. Die das scheisse finden, brauchen ja zum Glück nichts zu machen ;)
 
Um eine qualifizierte Aussagen zu deiner Entscheidung zu treffen sind ein paar weitere Angaben von nöten:

Alter, Beruf, Familienstand, Einkommen und etwaige bereits bestehende Rentenansprüche etc....

Riester ist nicht nur wegen den gewährten Zulagen, sondern auch wegen dem Sonderausgabenabzug steuerlich interessant. Um eine konkrete Aussage zu deiner Situtation zu treffen solltest du auch deine weitere Lebensplanung ins Betracht ziehen. Etwaigen Falls fährst du mit anderen Anlageformen besser, da jedes Produkt seine Vor- und Nachteile hat, besonders in der Ansparphase oder in der Bezugsphase. Was du schreibst, dass du Sozialversicherungbeiträge auf eine Risterrente zahlst, musst du mir bitte mal erklären, da man nur Steuern auf die Renten später zahlt und keine Sozialversicherungsbeiträge wie bei der gesetzlichen Rente! (Ausnahme freiwillig in GKV versichert z.B. als Selbsständiger oder Personen die über der Versicherungspflichtgrenze der GKV liegen)

Mal ein paar Anhaltspunkte.
-Betriebliche Altersvorsorge (i.d.R. besser als Riester, da Sozialversicherungsbeiträge gespart werden und Steuern)
-willst du Flexbilität, bzw. später eine niedrigere Steuerlast im Alter haben? - dann wäre eine private Rentenversicherung sinnvoller etc...
-Sicherheit oder doch eher Chancenorientiertanlageform?


Fest steht :
-Riester ist für die Altersvorsorge ganz weit oben anzusiedeln.
-Es gibt verschiedene Durchführungswege (Fondgesellschaft, Versicherung, Bank, je nach Lebensalter und Laufzeit unterschiedlich zu bewerten)
-Eventuell ist auf Grund eines Tarifvertrages die Zahlung der Vermögenswirksamen Leistungen möglich.

Die Kosten bei Riester werden im Angebot ausgewiesen, sind somit sehr transparent im Gegensatz zu vielen anderen Produkten im Investmentbereich.


Bevor hier an irgendwelchen Qualfikationen herumgenörgelt wird:
Arbeite noch bei einem Versicherer im angestellten Außendienst (vor einem Jahr ausgelernt, Kfm. für Versicherungen und Finanzen), werde aber demnächst (ab dem 01.09) noch ein Studium des Versicherungswesen in Köln dranhängen, da ich bereits gekündigt habe.

Meiner Meinung lohnt sich die Riesterrente mehr als genug, wenn man den Willen besitzt den Vertrag immer zu bedienen ist es eine sehr lukrative Sache. Die steuerliche Seite denke ich ist etwas zu vernachlässigen, da man bei Einkommen unter 30.000 (zu versteuerendes Einkommen kaum Steuern bezahlt, zudem wer weiß wie die Steuergesetze in 30 Jahren aussehen, zumal man eh auf fast alles eine Steuer zahlt) und ehrlich gesagt, wenn ich als Renter auf 30.000 Euro Einkommenssteuer zahlen muss, dann freu ich mich erstmal über meine mtl. Rente von 2500 Euro!!!!)

Finde die Argumente eh immer sehr lustig was man so über Riester liest, die meisten lesen wohl eher das Bildmagazin anstatt sich mit Fachliteratur (Finanztest, Fachzeitschriften, Ratingergebnisse, Geschäftsberichte, Anlageportfolios) anständig mit dem Thema auseinander zusetzen.

Wer hier immer nörgelt und sagt die Produkte haben hohen Kosten und kaum eine Rendite, dem sei doch mal der Vergleich zur gesetzlichen Rentenversicherung nahgelegt. Die verbrennen das Geld.........

Zudem sollte man bei einer Altersvorsorge auch nicht nur auf das Thema Rendite abzielen, sprich das Thema Sicherheit sollte auch einen sehr hohen Stellenwert besitzen, sonst kann man auch gleich Genussschein oder Aktien kaufen......

Habe mich jetzt mehrere Jahre mit dem Thema auseinandergesetzt, für mich persönlich, bin 24 Jahre jung, ist es eine lohnenswerte Sache. Die Kostenstruktur und die Rendite sind ausgewogen, die Förderung durch den Staat ist gut. (Laufzeit ist noch größer als 40 Jahre).



P.S. zu einigen Kommentaren hier im Beitrag

Diese ganzen tollen Dokus sind doch Schlimmrechnerei, man kann sich 30% sofort auszahlen lassen bzw. kann ich mir mit 65 oder 66 immer noch 100% auszahlen lassen und in eine Immobilie stecken bzw. die Finanzierung damit ablösen (was in der Regel aber eher geschieht), selbst sich die Rente ins Ausland zu überweisen geht schon.


Gefährliches Halbwissen, aber wer seine Anlagenentscheidungen auf Youtube baut, dem Wünsche ich gutes Gelingen! Zumal die meisten Rentenversicherung mit einer Garantiezeit versehbar sind, sodass die Rentenleistung auf jeden Fall bis zum 87 LJ. ausgezahlt wird (Rentenbeginn 67 plus 20 Jahre Garantiezeit = 87 Jahre). So hat der Hinterbliebene im Todesfall noch was davon, es gibt auch neuere Produkte die bei einer schlimmen Diagnose (Krebs etc..) das Geld sofort auszahlen (LV1871 glaub ich).
Zudem gibt es Versicherer mit sehr niedrigen Kosten (u.a. Allianz, Cosmus, HUK, Debeka, Hannoversche Leben, LV1871, Volkswohlbund, Asstel, Alte Leipiziger etc...) Auch die Rechtsform spielt eine Rolle, AG oder a.G. ? Sprich Aktiengesellschaft oder Genossenschaftlich, gerade was die Verwendung von Überschüssen (Risikogewinne, Kostengewinne und Zinsgewinne betrifft).

Wer hier auf Grundsicherung abzielt und selbst da behauptet es sei ein Minusgeschäft, der soll sich doch mal bitte mit unserem Sozialstaat auseinandersetzen, wer finanziert denn die Grundsicherung, jemand der Arbeitslos ist oder Erwerbstätig und auch eventuell auch noch Steuern zahlt neben den i. d. R. viel höheren Sozialversicherungsbeiträgen? Zudem wessen Ziel später die Grundsicherung (Sozialhilfe) ist, dem kann ich auch nicht mehr helfen! Finde diese Kausalkette immer lustig, ja was wäre wenn. Zudem rate ich euch mal den aktuellen Koaltionsvertrag zu lesen, da wird gesagt, dass diese Anrechnung abgeschafft werden soll. (http://www.cdu.de/doc/pdfc/091024-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf, Punkt 8 Kampf gegen Altersarmut)

Auch die Beitragsbemessungengrenzen für die 4% der Rentenversicherung wird oben sehr falsch erklärt. 4% sind 2.100 Euro (inkl. Zulagen) was sind dann 100%? Lösung findest du hier : http://de.wikipedia.org/wiki/Beitragsbemessungsgrenze

Zudem ist das Bruttogehalt nicht gleich dem zu versteuerenden Einkommen. (Brutto = Einkünfte aus nicht selbsständiger Arbeit ; zu versteuerendes Einkommen = reales Einkommen z.B. nach Abzügen von Werbungskosten, Sonderausgaben, Freibeträge bzw. Aufschlägen von Zinsen aus Vermietung und Verpachtung etc...)


Mein Lieblingszitat, Volker Pispers.
Das ist die elemtarste Angst des deutschen zu sterben und es ist noch Rente übrig!



Einfach gründlich Informieren und auch mal selbst denken, sonst machen es andere.
Versicherungen gibt es schließlich nicht umsonst, und volkswirtschaftlich eine hohe Bedeutung.

Empfehlenswerte Literatur gibt es auf :
www.test.de (Lohnt sich Riester?)
www.finanzparasiten.de (einfach lustig zu lesen).
www.wiso.de
www.plusminus.de (Geldanlagen)

sehr zu empfehlen wenn man die materie etwas besser verstehen will :
http://www.amazon.de/Holthausen-H-V...=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1280272305&sr=8-1 <- ist ausbildungsliteratur

Hoffe du beschäftigst dich mit dem Thema nochmal und weißt was du abschließt!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich rieche einen Versicherungsufuzzi hier im Thread. Mal ein paar Links die nicht von der Versicherungslobby gekauft wurden

http://www.wiwo.de/finanzen/die-riester-luege-403903/
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3274#more-3274
http://www.4null4.de/238/investition-in-riesterrente-ist-rausgeworfenes-geld/
http://www.veoh.com/browse/videos/category/educational_and_howto/watch/v18194128PqXGbRDg

Man kanns drehen und wenden wie man will, Riester lohnt sich für die wenigsten. Und mal ganz ehrlich, hauptsache was gemacht egal obs ein Verlustgeschäft ist? Hört sich für mich an als verdienst du noch nicht dein eigenes Geld. Und das die Rentenkürzung der Förderung entspricht ist lachhaft. Kannst ja gerne ne Riester abschließen wenn du so blind in dein Unglück laufen willst...
 
Ja ich habe eine Riesterrente, weil das Produkt eine sehr gute Anlage ist, wer hier mit Riesterlüge und hohen Kosten rumwirft hat keine Ahnung, siehe Rechnung unten.


Um mal hier die Argumente von der breiten Uninformierten Masse zu entkräften, hier eine Beispielrechnung.

Musterkunde, Max, geb. 01.01.1985 (25 Jahre) ausgelernter Angestellter, Jahresbrutto von 35.000 Euro (Sprich 14 Gehälter a 2.500 Euro), ledig, Steuerklasse I, keine Kinder. Zuversteuerndes Einkommen liegt bei 31.151 Euro.

Vertragsbeginn ist der 01.01.2010, Rentenbezug der 01.02.2052, Max zahlt den Maximalbeitrag um die volle steuerliche Förderung mitzunehmen (2.100 Euro).

So zahlt er im Jahre 2010 einen Beitrag von 1946 Euro (+185 Euro, 200 Euro Berufseinsteigerbonus) = 2.300 Euro. Steuerersparnis ungefähr 345,47 Euro. Sodass er effektiv 1600,53 Euro selbst zahlt (Eigenbeitrag - Steuererstattung 2010).

Ab 2011 zahlt er jährlich die 1946 Euro, (nur noch 154 Euro Zulage), jedoch gibt es hier dann satte 545,47 Euro an Steuern zurück, sodass der Eigenbeitrag hier noch 1400,53 Euro beträgt.

Sprich 2010 zahlt er = 1600,53 Euro p.a.
Ab 2011 zahlt er = 1400,53 Euro p.a

2052 - 2011 = 41 x 1400,53 = 54.421,73 Euro zzgl. den Beitrag für das Jahr 2010 von 1600,53 ergibt das Eigenbeiträge in Höhe von 59022,26 Euro.

Er erhät im Gegensatz eine garantierte Rente in Höhe von 441,31 Euro mtl. aus den Eigenbeiträgen.
Zusätzlich erhält er in jedem Fall noch eine garantierte Rente aus den Zulagen in Höhe von 35,47 Euro.
Sodass eine Rente ganz egal, wie sich Kapitalmärkte entwickeln 476,78 Euro erhält.

Sollte der Versicherer über die Laufzeit im Durchschnitt auf eine Verzinsung von 4,6% kommen, so erhält Max bei Verwendung von dem Bonussystem (klassische sichere Anlage mit Zinszinseffekt, sprich keine Fonds etc) eine Rente in höhe von 934,42 Euro (welche sogar jedes Jahr zum Ausgleich der Inflation um 2,35% steigt).

Um die Rechnung mal zu vereinfachen, gehen wir von einer jährlichen Inflation von 2% aus.
Sprich das Kapital ist über die Laufzeit von 42 Jahren natürlich effektiv betrachtet weniger Wert.

Es besitzt dann nur noch eine Kaufkraft von 25.700 Euro. Um den gleichen Wert von knapp 59022,26 Euro zu erhalten, müsste das Kapital einen Wert von circa 135.000 Euro betragen.

Betrachten wir nun einmal die Rente vor Steuern und nach Steuern (der einfachhalt halber lasse ich mal die Inflation in der Bezugsphase entfallen, da wir hier eh eine Steigerung von 2,35% jährlich haben.


Die garantierte Kapitalabfindung beträgt zum 67. Lebensjahr knapp 132.886,99 Euro.
Die Kapitalabfindung mit Überschüssen beträgt 260.440,58 Euro.

Berechnen wir nunmal, dass der Kunde statistisch gesehen, 87 Euro alt wird, sprich er bezieht 20 Jahre lang die Rente.

Fall A : 476,78 x 12 x 20 = 114.427 Euro
Fall B : 934,42 x 12 x 20 = 224.260 Euro.

Jetzt die Renditeberechnung vor Steuern
Fall A : Rendite von 1,59%
Fall B : Rendite von 3,22%

Rendite nach Steuern // 35.000 Euro brutto ergibt eine GRV-Rente von mtl. ca. 1607Euro = 19284 Euro.
Sprich unser Renter hat je nach Fall ein unterschiedlich zu versteuerndes Einkommen von Fall A 25.005 Euro oder Fall B 30.497 Euro.

Vereinfacht gesagt, wir gehen mal mal von den aktuellen Sätzen aus und lassen Sozialversicherungsbeiträge und Freibeträge aussen vor.

Fall A : Einkommenssteuer inkl. Soli bei 25.005 Euro von jährlich = 4.331,83
Fall B : Einkommensteuer inkl. Soli bei 30.497 Euro von jährlich = 6.101,06

Jedoch sind hier die Leistungen der GRV berücksichtigt.
Sprich wir gehen nochmal von 19284 Euro aus und subtrahieren hier die Mehrsteuern.

Einkommensteuer ink. Soli bei 19284 Euro = 2.707,13 Euro.

Fall A: 1624,70 Euro x 20 = 32.494 Euro.
Fall B: 3393,93 Euro x 20 = 67.878 Euro.

Fall A: 114.427 Euro - 32.494 = 81.933 Euro
Fall B: 224.260 Euro - 67.878 = 156.382 Euro

Rendite für Fall A: 0,78%
Rendite für Fall B: 2,34%

Die Rechnung ist natürlich nicht ganz korrekt, aber man sieht schon ganz gut, wie sich die Sache verhält.
Für einen jungen Menschen würde ich natürlich Fondsprodukt empfehlen, da hier die Rendite deutlich besser ist. Sofern man jetzt mal die Rendite für die GRV berechnet, wo der mtl. Beitrag 19,9% von 35.000 p.a. bei schlappen 580 Euro ca. liegt (AN+AG Anteil). Ist die Rendite für die sichere Riesterrente doch sehr sehr gut.

Zumal meine Berechnung die Inflation während der Laufzeit nicht berücksichtigt und die Rentensteigerung von 0,35% jedes Jahr in der Bezugsphase. Die Freibeträge für Renter noch nicht enthält. Auch die Verzinsung von 4,6% ist sehr niedrig gehalten. Hinzu kommen, Beteiligungen an Bewertungsreserven, Schlussüberschüsse z.B. aus Risikogewinnen. Bei einer aktuellen Verzinsung von 5,2% kommt man sogar auf 342.429 Euro! Die Rendite ist hier viel besser. Zum Vergleich laut Map-Report schaffte der beste Lebensversicherer im Verlauf von 30 Jahren eine Rendige jenseits der 6,4%.

Die Berechnung ist natürlich unverbindlich kann man aber bei einem sehr guten Anbieter laut Finanztest auch selbst nach voll ziehen. Für mein Beispiel habe ich den Tarif F01/07 der Debeka gewählt bei einer klassischen sicheren Anlage.

Quellen :
http://www.test.de/themen/versicher...rsvorsorge-Zeit-frisst-Rente-1830110-1837388/
http://www.test.de/themen/versicher...ester-Rente-Fragen-Antworten-1601856-2601856/
http://www.capital.de/finanzen/vers...rsicherungen-werfen-weniger-ab/100029398.html

http://www.test.de/audio/riesterrente2009/ <-- die Rechnung ist besser und genauer als die meine. Den Test gibts in Ausgabe 04/2010, die Rendite von Finanztest betragen je nach Laufzeit von 3,5% bis 7,5%

Natürlich ist nicht jeder Anbieter und jedes Produkt gut, daher genau prüfen
P.S. an Muppler, deine Links sind veraltet und enthalten zudem Fehlinformationen wie z.B. der Bezug der Rente im Ausland etc...
Ergänzung ()

Justin_Sane schrieb:
Hi,

muss mal eben diesen Fred aus der Versenkung holen, weil ich grad was nicht checke:

Wo zum Henker sehe ich, ob ich den Mindestbeitrag von 4% eingezahlt habe oder nicht bzw. ob ich gearde überhaupt den richtigen Beitrag einzahle?

Steht das auf dem Gehaltszettel? :D

Du kriegst einmal im Jahr eine Mitteilung deines Anbieters über gezahlte Beiträge und erhaltene Zulage. Zudem fragt der Anbieter jedes Jahr nach dem Vorjahreseinkommen.
Welches du deiner Dezember-Abrechnung entnehmen kannst. Sofern du Beamter bist musst du jedoch aufpassen, da bei Beamten die Berechnung für das Brutto eine andere ist.

Sofern du deine Mitteilung nicht finden kannst, entweder beim Anbieter melden oder du rufst bei der Zentralen Zulagenstelle in Berlin an, wo du erfahren kannst ob die volle Zulage geflossen ist, vorrausgesetzt du hast deine Sozialversicherungsnummer parat.

Telefonisch geht das hier : 03381-21 222 324
Mach ich auch öfters für Kunden und Mitglieder
 
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Ich glaube das allerwichtigste was man beim Riester beachten sollte sind folgende Sachen:

Willst Du heiraten?
Willst Du Kinder?
Willst Du Dein Rentendasein in Deutschland verbringen?

Alle drei Antworten mit ja - dann kannst Du Riestern. Da gibt`s dann nämlich gleich noch ein bißchen mehr vom Staat.

Wichtig ist, du darfst die Riesterrente nur beziehen wenn Du deinen Rentenalltag in Deutschland verbringst ;-)
 
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