Rötliche Bilder bei wenig Helligkeit

Tyler_D

Lieutenant
Registriert
März 2007
Beiträge
672
Hallo,

mit meiner PEN E-PL1 und dem 20er 1.7 Pancake habe ich jetzt schon ca. 6 Monate Bilder gemacht und bin auch insgesamt sehr zufrieden.
Problematisch ist nur, dass ich - insbesondere bei der Auto-Funktion - sehr rotstichige Bilder bekomme, wenn wenig Licht zur Verfügung steht (z.B. ein paar Kerzen und eine runtergedimmte Lampe).
Die E-PL1 ist auf max. 800 ISO gestellt, bei 1600 rauscht es mir zu stark.
Dieser Rotstich tritt nicht immer, aber sehr oft auf und stört mich schon. Ich bin niemand der an den Fotos noch stundenlang herumarbeiten will - schlechte werden gelöscht und gut ist. Ich verwende auch kein RAW, falls das jemandem hilft.
Würde es helfen, z.B. am Weissabgleich zu drehen?
Oder sollte man in solchen Szenarios generell mit manueller Einstellung (Offenblende und ISO fix auf max, nur Verschlusszeit variabel) fotografieren?

Gruß
 
Klingt fast so, als wäre das ein fehlerhafter Weißabgleich (bei Kunstlicht nicht selten und eher normal). Da hilft nur ein manueller Abgleich mit einer Graukarte (sofern deine Kamera einen manuellen Weißabgleich anbietet) oder das Nachbearbeiten am PC. Dann müsstest du allerdings in RAW fotografieren, was sicher kein Rückschritt in Sachen Bildqualität ist. Grade für Geschichten wie deine ist das RAW-Format ein großer Vorteil.
 
Der leicht rötliche Farbtrend in den Aufnahmen der E-PL1 ist ab Werk so eingestellt und netzweit bekannt.
Diesem kann man entgegenwirken durch einen manuellen Weißabgleich direkt vor der Aufnahme oder im Menü die Farbverschiebung zu weniger ROT-Anteil entsprechend einstellen.

Siehe Seite 42 im Handbuch zur E-PL1.

RAW-Fotografie ist nur bedingt eine Lösung bei dieser Olympus, da die JPEG-Engine einen exellenten Job macht und per RAW nur mit erhöhtem zeitlichen Aufwand das Qualitätsniveau der JPEG-Engine erreichbar ist.

Bei einer NIKON-DSLR ist dies genau umgekehrt.
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung)
Ok, hatte mir sowas in der Art schon gedacht.
Ich will halt keine Bilder bearbeiten, die sollen als gute JPGs direkt aus der Kamera kommen. Das tun sie meistens auch, außer halt manchmal dieser Rotstich bei wenig Licht...
Haben andere PENs (insbesondere die E-PL5/E-PM2 bzw. die OM-D) das auch? Eine davon soll die E-PL1 nämlich nächstes Jahr ersetzen...
 
Die neuen E-pl5, E-pm2 mit den 16Megapixel-Prozessor sind hier noch einmal deutlich besser in der Bildqualität und Genauigkeit, gerade auch bei höheren ISO´s.
Diverse Reviews und Berichte zu den neuen Kameras stimmen hier sehr optimistisch.
 
Ich würde auch auf den Weißabgleich tippen. In der Automatik kann man den normalerweise nicht ändern, aber im P-Modus (Programmautomatik) geht das sicher. Zu Testzwecken kannst du auch einfach mal ein weißes Blatt Papier für manuellen Weißabgleich verwenden. Damit kann man sowas auf die Schnelle gut testen.

P.S.: Mir ist bekannt, dass Papier keine genormte Graukarte ist. Aber wenn keine Graukarte zur Hand ist, dann ist Papier zumindest ein brauchbarer Ersatz.
 
Genauer als ein Stück Papier sollen angeblich Taschentücher sein, die über die Gegenlichtblende gehalten und direkt gegen die Lichtquelle gerichtet werden. Sofern du einen manuellen Weißabgleich durchführen kannst, probiere dies einfach mal aus und vergleiche die Ergebnisse.

Bei einer alten Nikon D200 von einem Verwandten kann ich diesen Rotstich bei Kunstlicht auch beobachten. Mit einem manuellen Weißabgleich ist dann wieder alles wunderbar. Einfach am Rot-Anteil rumzuspielen halte ich für eine fahrlässige Idee. So läufst du Gefahr, dass die Farbwiedergabe hinterher völlig daneben liegt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben