Router-Angriffe: wie sicher sind FritzBoxen ?

Ekki-LM1

Lt. Junior Grade
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Hallo an Alle,

ich habe auch kürzlich wieder gelesen, daß FritzBoxen trotz Firmware-Update u. restriktiven Einstellungen wohl immer noch Sicherheitslücken aufweisen.
Hätte dazu mal zwei Verständnisfragen:

1) Auf meiner FritzBox-3270 ist die neueste Firmware drauf, eigene sichere Kennwörter sind für alles eingerichtet.
WLAN ist abgeschaltet, UPnP/Fernwartung sind deaktiviert, es sind keine Portfreigaben gesetzt.
Auch sonst sind keine Dienste/Freigaben für den Zugriff vom Internet aus eingerichtet.
Damit müsste doch meine FritzBox vom Web aus nicht "ansprechbar" sein, obwohl sie die ganze Zeit "an" u. damit permanent online ist.
Sämtliche Anfragen, wie z.B. Portscans, werden nicht beantwortet, mein Router ist damit praktisch "unsichtbar".

Ist das richtig ?? oder gibt es dennoch irgendwelche Angriffspunkte vom Internet aus ?


2) Sind FritzBoxen gegen Angriffe via "Cross-Site-Request-Forgery" geschützt ?
Ich hatte davon gelesen, aber mangels Netzwerkkenntnissen nicht ganz verstanden, worum es da überhaupt geht.
Im Prinzip würde schon ein Werbebanner ausreichen, das dem Browser einen Link unterschiebt, womit der Router direkt angesprochen u. attackiert werden kann, etwa indem die DNS-Serveradresse verstellt wird... (oder so ähnlich).

Auch wenn ich da nicht ganz durchblicke, ist es generell möglich, daß ein paar simple Codezeilen, die auf irgendeiner Website platziert sind, ausreichen, um die FritzBox zu manipulieren ??

Ich hatte nur kurz gesehen, daß es im FB-Menü etliche Einstellmöglichkeiten für Such-Domains, IP-Netze, IP-Adressen usw. gibt, womit ich mich nicht auskenne u. da nichts verstellen möchte, wenn das ohnehin keinen zusätzlichen Schutz gibt.

Vielleicht kennt sich einer von Euch gut mit Netzwerktechnik aus u. könnte mir sagen, ob die Werkseinstellungen in der aktuellen Firmware bereits einen "guten" Schutz bieten ?

Wäre total nett, wenn ihr zu den 2 Punkten oben ein bisserl was schreiben könntet...

VIELEN DANK schonmal.
 
Cross-Site-Scripting wird erschwert durch: Adresse und DNS-Name der FritzBox ändern.

Wie man aber aktuell sieht kann in jeder Firmware ein Fehler liegen, also vollkommen sicher kann man nie sein.
 
Es hilft nicht wirklich weiter aber im Prinzip stimmt es: Kommt drauf an wen du fragst ^^
Wenn du die Kritiker fragst sind die AVM Router ebenso unsicher wie die von Cisco, Linksis, D-Link usw.
Wenn du mit dem Mainstream sprichst sind alle Router großteils gleich nämlich sicher.
 
C't Portscan gemacht -> nix offen, ok, ich vertraue dann mal drauf, daß meine FB nach außen wirklich "dicht" ist.

Daß das jüngste Februar Update für FritzBoxen zwingend notwendig ist, ist klar.
Trotzdem empfiehlt die C't im neuen Heft gerade auch für FritzBoxen noch folgende Konfigurationen:

Man solle die Standardeinstellungen ändern: Such-Domain, Routername, IP-Netz, IP-Adresse des Routers.
Am besten aber, solle man einen anderen DNS- und DHCP-Server einrichten, z.B. NAS-Box.
Weil das nur die "halbe Miete" ist u. bei FritzBoxen immer noch eine Tür offen stünde, empfiehlt C't, die Notfall-IP-Adresse über den Telnet-Dienst zu verändern.

So, und damit bin ich dann überfordert... Ich finde mich im FB-Menü ganz gut zurecht, weiß was eine IP-Adresse ist u. habe die Menüpunkte dafür schon gesehen, das wars aber auch schon.
Wie gesagt, bin kein Netzwerkprofi und denke, diese Änderungen oben sind ohne Fachwissen nicht so einfach zu machen.

Die Frage wäre für mich, ob und inwiefern diese Config-Änderungen tatsächlich den Schutz verbessern ??

Habt ihr denn eure FritzBoxen so konfiguriert, oder bezügl. der ganzen IP-Adressverwaltung alles auf Werkseinstellung belassen ?

alle so kurz angebunden heute..., na auf jeden Fall DANKE nochmal für AW's :)
 
Vorweg, ich habe die c't nicht gelesen. Deshalb kenne ich nicht die Gründe, warum die c't empfiehlt, Such-Domain, Routername, DNS- und DHCP-Server zu ändern.
Das kann meiner Meinung nach nur Sinn machen, wenn man Angriffe aus dem eigenen Netz befürchtet. Aber solche Angriffe werden dann wahrscheinlich auch über Scanner laufen. Dann mach das keinen Sinn, da die einfach ausprobieren, bis eventuelle positive Rückmeldung kommt. DNS Server Adressen lassen sich auch aus dem heimischen Netz ermitteln.


Die IP Adresse der Fritzbox habe ich allerdings auch geändert, allerdings aus einem anderem Grund: Ich bin oft in Hotels unterwegs und natürlich haben viele eine Fritzbox.
Und da verwende ich Einwahlprofile (mit Drucker- und andere Adressen) und die ergeben sich oft auch aus der IP Adresse und/oder der Mac Adresse des Routers und dessen IP-Bereich. Da ist es schon doof, wenn man versehentlich irgendwas anspricht.

Für die anderen Sachen ist, denke ich, ein starkes Routerpasswort das Beste.

Wie gesagt, kann aber eventuell andere Szenarien geben.
 
@miac
Danke für deine Erklärung und Infos, vielleicht werde ich auch die IP-Adresse ändern, das traue ich mir noch zu, mal sehen...
ich lese auf jeden Fall hier noch weiter mit...
 
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