Router im Eigenbau

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kl3

Gast
Hallo,

ich erwäge, mit Platinen wie dem ODROID-C1 oder ODROID-U3 einen Router zu realisieren, bin jedoch bei folgenden Punkten nicht sicher:

- Reicht eine Ethernet- bzw. Gigabitschnittstelle aus, um gewohnte Geschwindigkeiten von 10-20 MB/s zu erreichen?
- Ist die Leistung ausreichend, damit verschlüsselte VPN-Verbindungen mit maximaler Geschwindigkeit genutzt werden können?

Für den Rasberry Pi ist OpenWRT offiziell verfügbar, zu den Platinen von ODROID habe ich jedoch nichts finden können. OpenWRT wäre natürlich schön, ein kleines Linux-Derivat ließe sich aber auch in Eigenregie aufsetzen.

Sollte der einzelne Netzwerkanschluss problematisch sein, gäbe es da entsprechende Adapter.
In puncto WLAN wird nicht mehr erwartet als ein bestehendes Netz ansich, da außer einem Smartphone nichts zum Einsatz kommen wird, d.h. soetwas sollte eigentlich reichen.

Was haltet ihr davon? Hat jemand bereits Erfahrung mit sowas? Kritik ist in jeder Hinsicht erwünscht!
 
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Warum glaubst Du, daß Gigabit nicht reichen könnte für nur 20 Megabit?
So ganz verstehe ich den Sinn dahinter auch nicht. für mich hängt der Router einmal am Internet (dsl Modem) und liefert mir die Anschlässe (LAN/WLAN) um ins Internet zu kommen und zu Hause ein Netzwerk zu haben. Wie genau schafft das eine Platine mit nur einem Netzwerkanschluß??
 
Robby655 schrieb:
was für vorteile erhoffst du dir, im gegensatz zu normalen Routern?
ARM-Vierkern und 1 bzw. 2 GB RAM bieten theoretisch deutlich mehr Leistung als herkömmliche Router, um maximale Geschwindigkeit bei aktiver Verschlüsselung zu erzielen, was mein Hauptanliegen ist. Ich möchte meine Leitung voll ausschöpfen können, wofür aktuelle Router entweder zu schwach oder viel zu teuer sind.

Zudem wäre das ganze sehr minimalistisch, extrem flexibel und ein schönes Projekt an sich. Sollte mein Vorhaben tatsächlich so umsetzbar sein, könnte man sogar versuchen, dieselbe Platine für eine Ambilight-Installation mitzubenutzen, was ebenfalls fest für meinen QNIX geplant ist.

seyfhor schrieb:
Warum glaubst Du, daß Gigabit nicht reichen könnte für nur 20 Megabit?
So ganz verstehe ich den Sinn dahinter auch nicht. für mich hängt der Router einmal am Internet (dsl Modem) und liefert mir die Anschlässe (LAN/WLAN) um ins Internet zu kommen und zu Hause ein Netzwerk zu haben. Wie genau schafft das eine Platine mit nur einem Netzwerkanschluß??
Theoretisch sollte das kein Problem sein, da ich jedoch keine Anwendungserfahrung mit solchen Platinen habe und nicht weiß, wieviel wirklich am Ende von Gigabit effektiv überbleibt, frage ich.

Technisch sollte es möglich sein, die eine Gigabitschnittstelle sowohl als WAN- als auch LAN-Port zu nutzen; aber ist doch ein zweiter Port via USB-Adapter zu bevorzugen? Ich weiß es nicht, daher der Thread.
 
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kuemmelkassel schrieb:
Danke für die Info!

Allerdings kommen die verwendeten Mainboards entweder nicht einmal an die Leistung eines Raspberry Pis heran (ALIX) oder bieten bis auf drei Gigabitschnittstellen keinen Vorteil gegenüber den Platinen von ODROID (APU).

Dabei liegt der Preis für jedes Modell beider Varianten über 100 Euro, was ODROID und Co. mit maximal der Hälfte selbst bei nur einem Gigabit/Ethernetanschluss allemal wett macht.

Oder habe ich irgendetwas gänzlich übersehen?
 
kuemmelkassel schrieb:
Die Frage ist: Was soll wirklich drauf laufen? pfSense, m0n0wall, IPFire....
Welche Aufgaben soll der Router genau händeln können? Muss es Selbstbau sein?
Einzige Voraussetzung ist, dass meine Bandbreite auch bei verschlüsselten VPN-Verbindungen (nahezu) gänzlich ausgenutzt werden kann und mangels Leistung bzw. Datendurchsatz der Schnittstelle limitiert wird.

Eigenbau muss nicht sein, ein quelloffenes System ist aber durchaus wünschenswert.

Preislich liegt MikroTiks RouterBOARDs voll im Rahmen, ich gehe jedoch davon aus, dass der Atheros AR7242 mit seinen 400 Mhz schnell überfordert sein wird, wenn 100Mb/s gefagt sind.
 
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Das OS ist perfekt auf den Router abgestimmt. Der schafft das. Bestell ihn dir doch einfach und wenn er dir nicht gefällt kannst du ihn ja wieder zurück schicken.
 
Dann musst du uns auch mal deine Anforderungen mitteilen!
Wie viel Personen nutzen denn das VPN-Netz?

Wenn es alles für dich alleine ist brauchst du ja auch keine 512MB RAM oder?
Dann kannst du ja irgendeinen beliebigen China-Böller à la TP-Link, Bufallo, NETGEAR.. Router für 20€ kaufen und dir DD-WRT draufknallen.
Das sollte vollkommen ausreichen.
 
kuemmelkassel schrieb:
Dann musst du uns auch mal deine Anforderungen mitteilen!
Wie viel Personen nutzen denn das VPN-Netz?

Wenn es alles für dich alleine ist brauchst du ja auch keine 512MB RAM oder?
Dann kannst du ja irgendeinen beliebigen China-Böller à la TP-Link, Bufallo, NETGEAR.. Router für 20€ kaufen und dir DD-WRT draufknallen.
Das sollte vollkommen ausreichen.
Wie gesagt: VPN mit ca. 100Mbit/s (mittels OpenVP). Jedes mit dem Router verbundene Gerät, sprich maximal vier Gleichzeitig in meinem Fall.

Die "Chinaböller" dürften da nicht ausreichen:
https://www.computerbase.de/forum/threads/router-repeater-mit-vpn.1403837/
 
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Das schaue ich mir mal genauer an, danke.

Mullvad bietet einen kostenlosen, anonymen, dreistündigen Testzugang seines VPN-Dienstes an, würdest du an diesem Beispiel einmal die Geschwindigkeit einer OpenVPN-Verbindung mit deinem Gerät testen?
 
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In der Tat, wobei der User RMerlin moderate Werte mit deinem Modell erreicht haben will:
My RT-AC56U was able to achieve 60 MB/s using the same settings as the RT-AC66U.
Bleibt allerdings offen, welche Verschlüsselung verwendet wurde. Außerdem gehe ich davon aus, dass Mbit/s und nicht MB/s gemeint sind.

Da der VPN-Client zur Zeit am Rechner läuft, kann ich bestätigen, dass die Server keinerlei Problem sind; meine Bandbreite lässt sich gänzlich (abzgl. Overhead) ausschöpfen.
 
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