Samsung HD 403LJ funktioniert nicht an SATA-Kabel 100cm

brooker

Lt. Commander
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März 2008
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Hallo zusammen,

ich habe folgendes festgestellt und bräuchte mal Eure Erfahrungen zum Thema:

Ich habe die oben benannte Festplatte (FES) an ein 100cm langes SATA-Kabel (SK) angeschlossen und mit der Installation von Windows XP begonnen. Der Installationsvorgang wurde erfolgreich abgeschlossen, jedoch nach dem 2. Booten wurde gemeldet "Datenträger kann nicht gelesen werden! Fehler in XY - Datenstruktur".
Ich habe darauf hin die Installationsroutine erneut gestartet. Dabei stellte sich heraus, dass die Partion teilweise gelöscht, bzw. Speicherplatz entnommen worden ist!? Ok, ist ja erstmal kein Problem. Alles zusammengefasst, neue Partion hergestellt, formatiert (nicht die Schnellformatierung) und neu installiert. Nach dem 2. Booten das gleiche Phänomen.
Ich habe die eben beschriebene Vorgehensweise noch 2. wiederholt mit dem gleichen Ergebnis. Dann habe ich das Kabel gegen eines mit 50cm vom gleichen Hersteller gewechselt und siehe dar, alles funktioniert wunderbar.

Soweit ich gelesen habe sind 100cm für SATA noch i.O. und sollten funktionieren. Habe ich evtl. ein qualitativ schlechtes Kabel erwischt?

Was hat Ihr für Erfahrungen gemacht?

P.S.: Meine Signatur ist gepflegt. ;)
 
Das könnte an einem schlechten Kabel liegen. Was für ein Kabel ist es denn: Noname oder Marke?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hausmeister76 schrieb:
Muss es so ein langes Kabel sein? Kabel sollten immer so kurz wie möglich sein.

Wenn ein großes Gehäuse, eine gute (verblendete) Kabelführung sowie ein Anspruch auf User-Ergonomie aufeinander treffen, werden nicht unüblicherweise etwas längere Kabel von einem Meter benötigt.

Kurz, ja, es muss sein!
 
Eine SATA - Platte muss mit einem 1m - Datenkabel nicht unbedingt sicher funktionieren. Das entspricht zwar der Norm, aber die Steckverbinder sind (außer bei eSATA) ziemlicher Billigschrott, der im Kontaktbereich sogar einen Rückschritt gegenüber IDE darstellt. Daher sollte man übrigens SATA - Platten möglichst in ordentlich eingebautem Zustand betreiben.

Ein wenig kann man sich vor Überraschungen absichern, indem man z.B. im Process Explorer die Prozessorauslastung durch Interrupts beobachtet. Geht die schon bei leichter Auslastung der Festplatte (z.B. Inhaltsverzeichnis im Explorer wechseln) gegen 10 bis 20%, dann könnte die SATA - Verkabelung einen schwerwiegenden Fehler aufweisen. In diesem Fall würde ich, wenn es sich um die Systemplatte handelt, inzwischen sogar den Reset-Knopf drücken und das System ausschalten, bevor der BIOS-Selbsttest zuende ist, denn manche Festplatte neigen dazu, bei Störspannungen auf der Verkabelung (die dürften die häufigen Interrupts auslösen) Schaden zu nehmen, z.B. sich Sektoren mit Schreibfehlern einzuhandeln.
Passt gut zu den beschriebenen Fehlern. Mit einem der üblichen S.M.A.R.T. - Tools (allgemein z.B. in HD Tune, herstellerspezifisch in HUtil oder ES-Tool) werden sich vermutlich weiter Merkwürdigkeiten zeigen.

Ärger bei SATA - Verkabelung wird normalerweise eher bei älteren Kabeln ohne Metallzunge als Sicherung gegen versehentliches Herausziehen vermutet. Hier habe ich das aber ausgerechnet bei zwei Kabeln mit Metallzunge erlebt, sowohl an einem SATA - Brenner (ASUS DRW 1814) als auch bei einer Festplatte (HD501LJ). Letztere hat eine fehlerhafte Datei und zunächst 4 per S.M.A.R.T. bemerkte "hängende" Sektoren zurückbehalten. Dank Prüfsummen über die archivierten Daten weiß ich, dass lediglich eine Datei betroffen war. Inzwischen ist knapp ein halbes Jahr ins Land gegangen, in dem sich die S.M.A.R.T. - Werte nicht weiter verschlechterten.

Wer darauf besteht, eine Festplatte außerhalb des PC-Gehäuses zu betreiben, sollte möglichst "echtes" eSATA einsetzen. Die Kabel sind besser geschirmt, die Stecker sind in die Schirmung einbezogen, ein normgemäßer eSATA-Controller sorgt für leicht angehobene Spannungspegel, es sind bis zu 2m lange Kabel möglich.

Gute Erfahrungen habe ich mit trägerlosen Wechselrahmen zum fliegenden Anschluss von SATA - Platten gemacht. Es gibt aber auch per eSATA anschließbare externe Gehäuse bzw. eine Docking-Station, in die man eine SATA - Festplatte ohne Werkzeug und sicher einlegen kann.
 
Hallo Interlink,

danke für Deine ausführliche und aufschlussreiche Antwort.

Ich werd gleich mal meine Platte checken. Das wäre nicht schön, wenn das Kabel da was zerschossen hat. Das ist Kabel übrigens ohne Verriegelung.
 
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