Da ich nun stolzer Besitzer eines ASUS A7N8X-E Deluxe Mainboards mit integriertem SATA-Controller war, lag der Gedanke nahe, eine SATA-Festplatte in den Computer einzubauen (zumal die IDE-Steckplätze zur Gänze belegt waren). Gesagt - Getan... Weihnachten stand vor der Tür und so machte ich mir diese 3,5"-kleine Freude einer SAMSUNG SP 1614C - 160 Gigabyte (natürlich im Sinne von 1000 x 1000 x 1000, statt 1024 x 1024 x 1024 - Klingt mehr, ist aber natürlich eine Schummelpackung, wie sie bei den Festplattenherstellern üblich sind. Aber das wäre eine andere Geschichte...).
Einbau und Anschluß waren ebenso unproblematisch wie die anschließende Inbetriebnahme. Die Festplatte wurde sofort erkannt und ließ sich einwandfrei formatieren.
Nun konnte ich etwas Ordnung in meine Daten bringen und so schob ich die Daten fleißig hin und her. Alles mit einer recht zufriedenstellenden Geschwindigkeit.
Da nach dem Aufräumen trotzdem noch reichlich Platz dort war, entschloß ich mich die Auslagerungsdatei des Systems ebenfalls dorthin auszulagern. Nach getaner Arbeit entschloß ich mich ein paar Runden mit meinem Speederbike auf den Wiesen Naboos zu drehen - Star Wars Galaxies wurde gestartet...
Nachdem ich die übervölkerte Stadt Theed hinter mir ließ bemerkte ich, dass es zu gelegentlichen Aussetzern kam. Diese äußerten sich in einem eingefrorenen Bild für einige Sekunden (eigentlich nichts Neues, wenn man sich durch Theed bewegt, aber eine völlig neue Erfahrung in der Wildnis weit außerhalb).
Verwundert darüber entschloß ich mich nachzuschauen, ob mein Computer diese Aussetzer verursachte oder ob es die Laune des Servers war. Die Festplattenaktivität war gering, aber als ich die Lautstärke meines Gefährts gegen Null drehte, bemerkte ich ein leises Knacken in meinem Computer, begleitet mit einem ab- und wieder ansteigenden Ton eines Motors, der anscheinend zu einer der Festpatten gehörte, der die Scheiben in ihnen in Schwung hielt. Alles zur gleichen Zeit wie die besagten Aussetzer. Nach näherer Untersuchung fand ich heraus, daß es tatsächlich die neue Festplatte war, die in unmittelbarem Zusammenhang damit stand.
Na Prima! - Eine neue Festplatte und schon Schrott...
Da ich erstmal meine Ruhe haben wollte und ich ungestört weiterspielen wollte, legte ich die Auslagerungsdatei wieder auf die Systemplatte und klemmte die neue Platte erstmal ab. Darum wollte ich mich später kümmern... Viel später, wie sich später herrausstellte.
Irgendwann wurmte mich die Tatsache, eine nutzlose Festplatte in meinem Computer zu haben und ich wollte es genauer wissen. Also wurde sie wieder angeschlossen. Ein vernünftiges Werkzeug um die Festplatte auf Fehler untersuchen zu können, gab es nicht von SAMSUNG. Das HUTIL konnte nur mit herkömmlichen IDE-Festplatten umgehen. Also stellte ich eine Supportanfrage nach einer Version von HUTIL, welches auch SATA-Festplatten einer Inspektion unterziehen konnte - Negativ. ...fast jedenfalls. Die Antwort kam recht prompt und überraschte mich etwas (im positiven Sinne). Denn zum Einen wurde mir mitgeteilt, daß mit der beschriebenen Fehlermeldung (Dem Klacken und dem anschließenden Herunter- und Herrauffahren der Drehzahl) wahrscheinlich ein Defekt der Platte vorliegt und ich aufgrund des geringen Alters der Festplatte natürlich die Garantie in Anspruch nehmen kann, zum Anderen wurde mir mitgeteilt, daß an dem Werkzeug HUTIL gearbeitet wird um auch SATA-Festplatten testen zu können. Ich könnte aber in der Zwischenzeit das Drive-Fitness-Tool von IBM/Hitachi verwenden, da es mit Festplatten anderer Hersteller auch zu benutzen sei. Wie gesagt, recht überraschend, die Antwort.
Wie ich jedoch erwartet hatte, fand dieses Programm keine Fehler. Also: Weitersuchen.
Ich fand herraus, dass diese Fehler (Klack!...whizzz...) reproduzierbar waren, indem ich eine Anwendung startete, die mit DirectX zu tun hatte. Die Bildschirmschoner passend zu meiner Grafikkarte (Sapphire Radeon 9700 Pro) schienen mir dafür überaus geeignet.
Jedes mal traten diese Fehler mit einer großen Häufigkeit auf, wenn ich die 'Lava-Caves' von ATI startete.
Hmmm... die Grafikkarte?
Ein Blick in das BIOS wähnte mich auf der richtigen Spur zu sein. Sowohl der SATA-Controller, als auch die Grafikkarte benutzten den Interrupt 11.
Schnell die zweite serielle Schnittstelle deaktiviert, die (warum auch immer falsch auf Interrupt 10 liegende) SoundBlaster-Emulation auf IRQ 5 gestellt und damit neue Interrupts im BIOS ausgewürfelt.
Et Voilá! - Die Interrupts waren nun nicht mehr beide gleich.
Computer hochgefahren, sinnloses Zeug auf die SATA-Festplatte kopieren und 'Caves' anwerfen... *seufz*... Der Fehler war geblieben.
Nächstes Heilmittel: Treiber-Updates.
EIgentlich hätte ich darauf ja auch schon früher kommen können. ASUS lieferte mir ein neues BIOS, das Probleme mit Radeon 9700-Karten (hört!, hört!) beseitigen soll und ein neues All-In-One-Paket von Treibern für die Board-Hardware. Klang gut und ging auch gut - zumindest die Installation, das Ergebnis war das Gleiche (Klack!...whizzz...). Mittlerweise stellte ich fest, dass die Fehler völlig unabhängig von der Verwendung der Platte waren. Selbst wenn sie nur gelangweilt vor sich hin drehte, fror mir gelegentlich der Bildschirm ein und die Festplatte klicke synchron dazu.
Völlig genervt zog ich die Interface-Leitung der Festplatte ab (ließ aber die Stromversorgung dran!) und staunte nicht schlecht, als der Fehler danach IMMERNOCH auftrat.
Nun fiel es mir wie Schuppen vor den Augen, daß die Ursache unmöglich mit irgendwelchen Treiber-Inkompatibilitäten, BIOS-Einstellungen, DirectX oder vermurxten Interrupts zu tun haben kann. Die Platte klackte! Zwar beeinträchtigte sie nun nicht mehr das System (Die Verbindung zur Schnittstelle war ja gekappt), aber trotzdem zeigte sich beim Start von 'Caves' das gleiche Fehlerbild (Dem erfahrenen E-Techniker wird sicher schon ein Schmunzeln ob der Lösung des Problems über das Gesicht ziehen).
Klar! Es hängt mit der Spannungsversorgung zusammen.
Ein Blick auf den Kabelsalat im Inneren des Computers zeiget mir, dass die besessene SATA-Festplatte durch exakt die selbe Leitung mit dem elektrischen Saft versorgt wurde, wie die Grafikkarte (Ja, die Radeon 9700 Pro braucht nun mal eine zusätzliche Stromversorgung). Jedes Mal, wenn die Prozessoren der Grafikkarte ordentlich ins Schwitzen kamen, zogen sie dermaßen heftig den Saft aus der Leitung, daß für die SATA-Festplatte nicht mehr genug übrig blieb.
Kurzerhand wurde nach einer anderen Stelle gesucht, von der die Spannung zu beziehen sein könnte. Eine Leitung, die vom Netzteil einen anderen Weg nahm war schnell gefunden. Zur Sicherheit noch einen alten Klapp-Ferit-Kern einer ausgedienten SCSI-Leitung auf die Leitung (mit einer Windung zweimal duch den Feritkern) zur Grafikkarte gesetzt und den Computer wieder eingeschaltet.
Der Fehler war weg!
Fazit: Nicht alle Fehler haben ihren Ursprung in einem Defekt oder in der digitalen Welt der Signale. Nicht jeder Fehler ist von Begin an offensichtlich und nicht jede Komponente ist gleich empfindlich.
Scheinbar ist an der Stabilisierung der Versorgungsspannung der 'SAMSUNG SP1614C' oder an der Filterung der 'Sapphire RADEON 9700 Pro' etwas gespart worden, denn die Ausgangsleistung des Netzteils dürfte noch für einige Komponenten herhalten.
Einbau und Anschluß waren ebenso unproblematisch wie die anschließende Inbetriebnahme. Die Festplatte wurde sofort erkannt und ließ sich einwandfrei formatieren.
Nun konnte ich etwas Ordnung in meine Daten bringen und so schob ich die Daten fleißig hin und her. Alles mit einer recht zufriedenstellenden Geschwindigkeit.
Da nach dem Aufräumen trotzdem noch reichlich Platz dort war, entschloß ich mich die Auslagerungsdatei des Systems ebenfalls dorthin auszulagern. Nach getaner Arbeit entschloß ich mich ein paar Runden mit meinem Speederbike auf den Wiesen Naboos zu drehen - Star Wars Galaxies wurde gestartet...
Nachdem ich die übervölkerte Stadt Theed hinter mir ließ bemerkte ich, dass es zu gelegentlichen Aussetzern kam. Diese äußerten sich in einem eingefrorenen Bild für einige Sekunden (eigentlich nichts Neues, wenn man sich durch Theed bewegt, aber eine völlig neue Erfahrung in der Wildnis weit außerhalb).
Verwundert darüber entschloß ich mich nachzuschauen, ob mein Computer diese Aussetzer verursachte oder ob es die Laune des Servers war. Die Festplattenaktivität war gering, aber als ich die Lautstärke meines Gefährts gegen Null drehte, bemerkte ich ein leises Knacken in meinem Computer, begleitet mit einem ab- und wieder ansteigenden Ton eines Motors, der anscheinend zu einer der Festpatten gehörte, der die Scheiben in ihnen in Schwung hielt. Alles zur gleichen Zeit wie die besagten Aussetzer. Nach näherer Untersuchung fand ich heraus, daß es tatsächlich die neue Festplatte war, die in unmittelbarem Zusammenhang damit stand.
Na Prima! - Eine neue Festplatte und schon Schrott...
Da ich erstmal meine Ruhe haben wollte und ich ungestört weiterspielen wollte, legte ich die Auslagerungsdatei wieder auf die Systemplatte und klemmte die neue Platte erstmal ab. Darum wollte ich mich später kümmern... Viel später, wie sich später herrausstellte.
Irgendwann wurmte mich die Tatsache, eine nutzlose Festplatte in meinem Computer zu haben und ich wollte es genauer wissen. Also wurde sie wieder angeschlossen. Ein vernünftiges Werkzeug um die Festplatte auf Fehler untersuchen zu können, gab es nicht von SAMSUNG. Das HUTIL konnte nur mit herkömmlichen IDE-Festplatten umgehen. Also stellte ich eine Supportanfrage nach einer Version von HUTIL, welches auch SATA-Festplatten einer Inspektion unterziehen konnte - Negativ. ...fast jedenfalls. Die Antwort kam recht prompt und überraschte mich etwas (im positiven Sinne). Denn zum Einen wurde mir mitgeteilt, daß mit der beschriebenen Fehlermeldung (Dem Klacken und dem anschließenden Herunter- und Herrauffahren der Drehzahl) wahrscheinlich ein Defekt der Platte vorliegt und ich aufgrund des geringen Alters der Festplatte natürlich die Garantie in Anspruch nehmen kann, zum Anderen wurde mir mitgeteilt, daß an dem Werkzeug HUTIL gearbeitet wird um auch SATA-Festplatten testen zu können. Ich könnte aber in der Zwischenzeit das Drive-Fitness-Tool von IBM/Hitachi verwenden, da es mit Festplatten anderer Hersteller auch zu benutzen sei. Wie gesagt, recht überraschend, die Antwort.
Wie ich jedoch erwartet hatte, fand dieses Programm keine Fehler. Also: Weitersuchen.
Ich fand herraus, dass diese Fehler (Klack!...whizzz...) reproduzierbar waren, indem ich eine Anwendung startete, die mit DirectX zu tun hatte. Die Bildschirmschoner passend zu meiner Grafikkarte (Sapphire Radeon 9700 Pro) schienen mir dafür überaus geeignet.
Jedes mal traten diese Fehler mit einer großen Häufigkeit auf, wenn ich die 'Lava-Caves' von ATI startete.
Hmmm... die Grafikkarte?
Ein Blick in das BIOS wähnte mich auf der richtigen Spur zu sein. Sowohl der SATA-Controller, als auch die Grafikkarte benutzten den Interrupt 11.
Schnell die zweite serielle Schnittstelle deaktiviert, die (warum auch immer falsch auf Interrupt 10 liegende) SoundBlaster-Emulation auf IRQ 5 gestellt und damit neue Interrupts im BIOS ausgewürfelt.
Et Voilá! - Die Interrupts waren nun nicht mehr beide gleich.
Computer hochgefahren, sinnloses Zeug auf die SATA-Festplatte kopieren und 'Caves' anwerfen... *seufz*... Der Fehler war geblieben.
Nächstes Heilmittel: Treiber-Updates.
EIgentlich hätte ich darauf ja auch schon früher kommen können. ASUS lieferte mir ein neues BIOS, das Probleme mit Radeon 9700-Karten (hört!, hört!) beseitigen soll und ein neues All-In-One-Paket von Treibern für die Board-Hardware. Klang gut und ging auch gut - zumindest die Installation, das Ergebnis war das Gleiche (Klack!...whizzz...). Mittlerweise stellte ich fest, dass die Fehler völlig unabhängig von der Verwendung der Platte waren. Selbst wenn sie nur gelangweilt vor sich hin drehte, fror mir gelegentlich der Bildschirm ein und die Festplatte klicke synchron dazu.
Völlig genervt zog ich die Interface-Leitung der Festplatte ab (ließ aber die Stromversorgung dran!) und staunte nicht schlecht, als der Fehler danach IMMERNOCH auftrat.
Nun fiel es mir wie Schuppen vor den Augen, daß die Ursache unmöglich mit irgendwelchen Treiber-Inkompatibilitäten, BIOS-Einstellungen, DirectX oder vermurxten Interrupts zu tun haben kann. Die Platte klackte! Zwar beeinträchtigte sie nun nicht mehr das System (Die Verbindung zur Schnittstelle war ja gekappt), aber trotzdem zeigte sich beim Start von 'Caves' das gleiche Fehlerbild (Dem erfahrenen E-Techniker wird sicher schon ein Schmunzeln ob der Lösung des Problems über das Gesicht ziehen).
Klar! Es hängt mit der Spannungsversorgung zusammen.
Ein Blick auf den Kabelsalat im Inneren des Computers zeiget mir, dass die besessene SATA-Festplatte durch exakt die selbe Leitung mit dem elektrischen Saft versorgt wurde, wie die Grafikkarte (Ja, die Radeon 9700 Pro braucht nun mal eine zusätzliche Stromversorgung). Jedes Mal, wenn die Prozessoren der Grafikkarte ordentlich ins Schwitzen kamen, zogen sie dermaßen heftig den Saft aus der Leitung, daß für die SATA-Festplatte nicht mehr genug übrig blieb.
Kurzerhand wurde nach einer anderen Stelle gesucht, von der die Spannung zu beziehen sein könnte. Eine Leitung, die vom Netzteil einen anderen Weg nahm war schnell gefunden. Zur Sicherheit noch einen alten Klapp-Ferit-Kern einer ausgedienten SCSI-Leitung auf die Leitung (mit einer Windung zweimal duch den Feritkern) zur Grafikkarte gesetzt und den Computer wieder eingeschaltet.
Der Fehler war weg!
Fazit: Nicht alle Fehler haben ihren Ursprung in einem Defekt oder in der digitalen Welt der Signale. Nicht jeder Fehler ist von Begin an offensichtlich und nicht jede Komponente ist gleich empfindlich.
Scheinbar ist an der Stabilisierung der Versorgungsspannung der 'SAMSUNG SP1614C' oder an der Filterung der 'Sapphire RADEON 9700 Pro' etwas gespart worden, denn die Ausgangsleistung des Netzteils dürfte noch für einige Komponenten herhalten.
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