Scanner mit "Foto-"- Technik

mschrak

Commander
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Sep. 2009
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Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einem schnellen Scanner und habe mich gefragt, warum Flachbett-Scanner immer mit der Technologie arbeiten, dass eine Scanner-Einheit (stoisch langsam) abtastet / entlangfährt.

Gibt es nicht auch Scanner, die (quasi wie eine Kamera) das Bild abfotografieren?

(Was ja deutlich schneller gehen sollte).

Ich weiss von früher aus der Uni, dass es Kopierer gab, die auf einer solchen Technik basierten, und die waren tausendmal schneller, als die mit der "fahrenden" Scannereinheit. Da hat es einmal geblitzt und schon kam die Kopie raus.

Kennt jemand solche Scanner?

Danke,

Martin
 
Nun, da gibt es mehrere "Probleme".

zum Beispiel:
o die lineare Qualität. Du müßtest Die Kamera schon in einiger Entfernung aufstellen, damit ein rechteckiges Papier auch rechteckig bleibt. Könnte man eventuell über Software korrigieren.

o Ein mittelmäßiger Scanner hat eine Auflösung von 1200 dpi. Um diese auf A4 abzubilden, dann wären das etwa 10.000 x 15.000 also 150 Megapixel.

o Die Farbtreue ist bei Scannern wesentlich höher.


Übrigens, richtige Büromaschinen scannen und kopieren wahnsinnig schnell. Die werfen das Papier dermaßen schnell und hart raus, da muß die Kante, gegen die das Papier schlägt, aus Metall sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da hat es einmal geblitzt und schon kam die Kopie raus.
Die haben eine Spiegeloptik, die den Scannerstrahl über Winkeltechnik auf den Sensor schicken, aber genauso das Blatt von oben nach unten abtasteten. Das ist noch kein abfotografieren, denn das wäre bei der üblichen Sensorfläche noch zu ungenau und es gäbe auch Belichtungsprobleme.

Die kleinen Büroscanner (home office) haben aus Kosten- und Bauhöhegründen keine Spiegelwinkeltechnik und arbeiten deswegen mit dem fahrenden Scanschlitten. Aus lizenzrechtlichen Gründen ist auch noch die Geschwindigkeit gedrosselt. Je höher die Geschwindigkeit, desto mehr Urheberrechtsabgabe. Die macht schon mehr als 100 Euro bei großen Geräten aus!
 
Danke für die infos.

Also das mit der Urheberrechtsabgabe ist ja ein vorsintflutlicher Blödsinn. Das ist genauso, wie es damals keine Videokameras mit Ein- und Ausgang gab, weil sie dann als Videorkorder verzollt werden mussten. Da ordnet sich die technische Entwicklung und Effizienz dem altbackenen Recht unter.

Was die Technik angeht, würden mir farbuntreue 12 Megapixel schon reichen, da es um das häufige Einlesen von Zeichnungen geht. Gibt es denn da irgendwelche käuflichen Stativ-Vorrichtungen oder so etwas?
 
Also es gibt schon Scanner, die relativ schnell scannen koennen. Die sehen aber eher aus wie Drucker und scannen das Dokument beim durchziehen. Kosten aber auch dementsprechend:

https://geizhals.de/epson-workforce-ds-520-b11b234401-a1194041.html?hloc=de

Schafft wohl bis zu 30 Seiten/min...

Ich weiss nicht, welchen Scanner du zur Zeit besitzt, aber auch die einfachen Flachbettscanner sind in den letzten Jahren schneller geworden nach meinem Empfinden. Frueher hat man wirklich davor gesessen und konnte zuschauen, wie das ganze gescannt wird und sich das Bild langsam aufbaut...
 
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