Schiller und die heutige Jugend

StevenDaForce

Ensign
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Sep. 2004
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Moin Base'ler,

ich weiß dass das hier eigentlich ein Computerforum ist, aber weil es gut besucht ist und sich hier auch bemittelte Menschen gesinnen wollte ich mal Fragen was ihr zu der Fragestellung "Was gibt Friedrich Schiller der Jugend mit auf den Weg??" sagen könnt.

Die Frage bezieht sich auf die heutige Jugend und mit Schiller ist der Dichter gemeint :D
Wäre gut wenn ich eure Antworten begründen könntet, DANKe !

StevenDaForce
 
mal wieder ein versuch, material für ein referat zu sammeln. diesmal nichtmal so offensichtlich, respekt :rolleyes:

sorry übrigens wenn ich mich irren sollte ^^
 
Es wäre toll, wenn Schiller der Jugend endlich mal die

REGELN FÜR GRAMMATIK, SATZBAU UND RECHTSSCHREIBUNG

einprügeln würde... :rolleyes:
 
Ich empfehlen dazu diesen Link :D :D
 
StevenDaForce schrieb:
"Was gibt Friedrich Schiller der Jugend mit auf den Weg??"
Mit fast 24 bezeichne ich mich auch noch als Jugendlich, und ich muss sagen mir hat er nichts mit auf den Weg gegeben. Ich Lese Schiller auch nicht! So wie das hier wahrscheinlich 99% der User, nicht machen. Ich sag's mal so: Schillers Zeit ist vorbei, die Zeit der Dichter und "Denker" ist vorbei und ich muss sagen das macht mich nicht wirklich Traurig.
 
So siehts aus, eraz. es wird auch zeit, dass in der schule endlich mal zu moderneren büchern gegriffen wird. ich meine, heute lesen wir da immer noch maria stuart und nathan der weise, um nur einige zu nennen :-(
 
@waps: Der Großteil des Referats ist fertig, das hier soll nur dazu dienen meine Folgerung zu festigen. Ich kann damit zeigen was die Leute von Schiller wissen bzw halten und somit auf die Antwort der Frage schließen. Ich könnte genauso gut eine Umfrage auf der Strasse machen, aber nicht bei dem Wetter :D

Deshalb wäre ich dankbar wenn möglichst viele von euch eine Meinung zu der Fragestellung abgeben.
 
na dann meine meinung: ich bin verdammt froh, dass ich mit der schule fertig bin und nie wieder was mit schiller zu tun haben werde. ich hasse seine werke, hab die meisten nichtmal ganz gelesen in der schule. und das obwohl ich um ein paar ecken mit ihm verwand bin ^^ wie genau müsste ich meine mutter fragen, aber ist ja auch egal.
 
Schiller...Schiller...Schiller...ich hab von schiller bisher nur Kabale und Liebe gelesen und auch ne alte DDR verfilmung davon gesehen. meiner meinung nach nicht so der hammer, ABER(!!!) wenn einer von euch mal ein verdammt gutes buch lesen will, tut euch Goethes "Faust" an!
die faulen unter euch können sich auch mal "Faust vs. Mephisto" anhören, gesprochen von Bela B. und Thomas D.
 
Was mir spontan dazu einfällt... und, wenn ich einen Bezug zur komischen Hopper-Mukke herstellen kann: Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen. :D
 
Ob Schiller der heutigen Generation noch irgendwas sagen kann wage ich zu bezweifeln...allein weil die meisten ihn wohl gar nich verstehen:D.
Aber ich denke er gehört zu den Dichtern/Autoren/Schriftstellern die man zumindest einmal gelesen haben sollte...allein der Allgemeinbildung zu Liebe.
Genau wie Goethe, Lessing ("Nathan der Weise" is sehr geil!), Kafka ("Die Verwandlung" ist übelst geil!:daumen:) uvm.
Schaden kann es echt nich!
 
porn()pole schrieb:
[...] REGELN FÜR GRAMMATIK, SATZBAU UND RECHTSSCHREIBUNG [...]
Ähem *räusper* :p

@Topic: Schiller, wer ist das?
Ne... mal im Ernst, ich hab bis jetzt noch kein einziges Werk von Schiller gelesen und werde es, falls ich nicht noch in der Schule dazu verdonnert werde, auch nicht tun.

edit: Hoffentlich hab ich jetzt nicht selber was falsch geschrieben :lol:
 
Zuletzt bearbeitet:
Um mal einen positiven Beitrag zu leisten: ich weiß schon gar nicht mehr, was ich alles von Schiller gelesen haben bzw. lesen mußte - ich hatte nunmal Deutsch im Leistungskurs. ;)

Aus Wallenstein ist jedenfalls der Unterschied zwischen Gesinnungs- und Verantwortungsethik hängen geblieben. Wenn jeder ethisch gesonnene Mensch im Laufe seines Lebens irgendwann zum Verräter an seiner eigenen Moral werden muss, ohne aber dadurch gleich ein schlechter Mensch zu sein, dann finde ich es recht tröstlich, wenn es sich dabei offenbar um ein allgemeingültiges Problem handelt, dass schon vor 200 Jahren einen großen Geist bewegt hat. :D

Der Konflikt zieht sich fast durch alle Lebenslagen, als Beispiel fällt mir gerade die Gentechnik-Diskussion ein. Der Gesinnungsethiker hält das Erbgut für unantastbar, nimmt aber gleichzeitig in Kauf, dass mögliche Therapien nicht entwickelt werden und Menschen mehr leiden und früher sterben. Der Verantwortungsethiker will Leiden vermeiden und Leben retten, nimmt aber gleichzeitig in Kauf, dass Eingriffe in das menschliche Erbgut spärter zu unabsehbaren Konsequenzen führen und damit neues Leiden begründen.

Beide Standpunkte sind moralisch gleichwertig und dennoch unvereinbar.

Ich halte es schon für wichtig, dass auch heute noch die Klassiker gelesen werden. Und wenn nicht in der Schule, dann bleibt oftmals kaum eine andere Gelegenheit dafür. Jedenfalls finde ich es interessant, welche Ideen schon vor sehr langer Zeit gedacht wurden und welche Gedanken sich daraus geformt haben. Und sei es nur darum, um erkennen zu können, dass so manche vermeintlich neue Idee - z.B. in der neueren Literatur oder auch in Filmen - eigentlich gar nicht so wahnsinnig neu ist. ;)

Viele Grüße, Tiguar
 
Moin,

NeX schrieb:
ABER(!!!) wenn einer von euch mal ein verdammt gutes buch lesen will, tut euch Goethes "Faust" an!

ging es in dem Buch nicht ausschließlich darum, wie Faust das Gretchen rumkriegt? Und dann betrügt er sie in der Walpurgisnacht?

Mal ehrlich, ich bin ja nun ein hochgebildeter Mensch *hüstel*, habe viel gelesen, aber der Faust war mir nicht zugänglich. Vielleicht auch deshalb, weil ich dazu gezwungen wurde.

Freiwillig habe ich dafür andere Meisterwerke gelesen (HdR, Anhalter) und kann die fast vollständig aus dem Stand rezitieren (nochmals: *hüstel*)

Und zu Schiller: wir mussten mal die Räuber lesen. War in der 11. Klasse im Deutschunterricht. Meine Einstellung dazu: meine Rechtschreibung ist 1a, ich kanns lesen, was soll der Scheiß?

Da drück ich mit lieber trockene Fachliteratur rein.

Ich halte das auch für ein großes Problem an unseren Schulen. Hey klar, Goethe und Schiller sind zwei ganz wichtige deutsche Dichter, aber Böll ist das auch, und der hat sogar nen Nobelpreis bekommen (Und? Was können die beiden anderen Protagonisten vorweisen? :D). "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" ist ein immer noch zeitnahes - was wohl daran liegt dass es damals seiner Zeit voraus war - Werk, und die Basis eines der wenigen sehenswerten deutschen Filmes.

Unsere Schüler sollten mit aktuelleren Werken gequält werden, dann wird das auch mal wieder was in der Schule. Wen, außer Strebern und Deutschtümelern, interessiert denn bitte noch der Faust?

Gruß
Morgoth
 
@ Morgoth: Ich denke, in der Mischung aus alt und neu liegt der Reiz. In meinen Deutsch-LK-Zeiten haben wir im Mittelalter angefangen und haben bei der zeitgenössischen Literatur aufgehört, übrigens aus dem gesamten deutschsprachigem Raum. ;)

In der Physik hört man ja auch nicht bei Isaac Newton auf oder fängt bei Max Planck erst an. :D :lol:

Ciao, Tiguar
 
durch diese hohle Gasse muss er kommen ;)

den Tell hab ich freiwillig gelesen, auch die Jungfrau von Orleans, wobei ich zugeben dass die ne Qual war. Zu Maria Stuart wurde ich in der Schule gezwungen, obwohl ich das Stück gar nicht mal soo schlecht finde. Ehrlich!

Hab in der Schule auch noch den Faust gelesen... :D ist ein Wahnsinnswerk und da gehts nicht nur drum dass Faust Gretchen :stacheln: will.
gelle!! vielmehr gehts um den ewigen zerf den gott mit dem teufel hat und dieser die menschheit verführen will, für die Faust sinnbildlich steht. mephistoles hat aber schon im vornherein verloren da Fausts Seele von anbeginn Gott und nicht dem Teufel gehört!!!

(vielen Danke Frau Horstmann..... :freak: )

@morgoth: "katharina blum" musst ich auch lesen genauso "der verdacht" und kafkas fabeln und das sind auch große schriftsteller dennoch find ich die bücher mehr als besch...eiden.

ebenso ist es lustig und traurig zugleich zu wissen, dass die Nimrodel bei Lorien in den Anduin fließt, ich aber nicht sagen kann wo genau der Harz anfängt, die Lüneburger Heide aufhört und DAS läßt mich doch schwer am Lehrplan dieser zeit zweifeln... :heul:

@StevenDaForce: Tell hab ich aus Interesse gelesen, zumal mich die "schweizer Sage" einfach interessiert hat. Jeanne D'Arc war wie gesagt ne Qual, aber mich habn die metzelstellen interessiert :p aber mußte feststellen das Schiller ebenso wie Goethe dass damals schon für FSK12 geschrieben hat :rolleyes:

ach ja, Faust sollte man zumindest deshalb mal gelesen haben, weil 95% aller Zitate die es im Deutschen gibt aus diesem Buch stammen "ha mir dünkt die Alte spricht im Fieber!"
 
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