Schlechte Gesprächsquali - Netz oder Smartphone?

tanni

Lt. Junior Grade
Registriert
Jan. 2011
Beiträge
342
Hatte bisher ein acht Jahre altes Barrenhandy (Sony Ericsson K750i) mit O2 und bin jetzt auf Nexus 5 und einem Vertrag im D1 Netz umgestiegen, da O2 hier in Heidelberg EIGENTLICH ziemlich bescheiden ist.

Jedenfalls habe ich eigentlich überall guten Empfang, in meiner Wohnung allerdings nur 1-2 Striche. Surfen geht hier durch LTE (wenn auch nur ein Strich) rasend schnell, aber beim Telefonieren hört sich mein gegenüber sehr dumpf an (kann das was mit dem Empfang zu tun haben? Es gibt zumindest keine Verbindungsabbrüche oder Aussetzer).

Ich dachte ja eigentlich, ein 8 Jahre neueres Gerät in Verbindung mit einem besseren Netz machen die Gesprächsquali eher besser, aber eben nicht.

Kann es sein, dass mein Nexus einen Defekt hat? Oder ist das wirklich das Netz? Kann mir wer weiterhelfen?
 
Ich glaube dass das Nexus 5 HD-Voice kann ... welches Netz hat denn dein Gegenüber ?
 
Welche Frequenzen werden denn im Sprachbereich übertragen ? Warum bekommt man es nicht mit wenn der andere lauter spricht weil er einen "Anschreit" ? Das K750i war schon eines der besten Handy´s auf dem Markt ! Für nur Telefonierer gabs und gibt es nichts besseres, meine Meinung.
 
Sprache wird aktuell noch nicht über LTE übertragen, hierzu bucht sich das Handy vorher ins UMTS oder GSM Netz ein. Bisher gibt es noch keinen reibungslosen Übergang zwischen dem paketbasierten LTE und dem verbindungsbasierten UMTS/GSM, weshalb das noch min. ein paar Monate dauert. Ansonsten habe ich mit D1 auch in Heidelberg sehr guten Empfang und wenn der gegenüber auch D1 mit HD Voice hat, kommt die Sprachqualität an Skype ran.

Du könntest mal in einen Telekomshop und um Hilfe bitten. Frage am Besten, ob du (natürlich vor Ort) andere Smartphones ausprobieren kannst um es Vergleichen zu können. Vll haben sie ja auch ein Nexus da.
 
Ob nun GSM oder UMTS Netz, die Sprache wird nur in einem gewissen Frequenzspektrum übertragen ! Warum ist jemand aus dem Nachbarort im Festnetzt teilweise besser zu verstehen wie jemand der hunderte von Kilometern weg wohnt ?
 
Ich verstehe nicht genau was du damit meinst... Dass ein Teil der Sprache gar nicht übertragen wird? Natürlich nicht, allerdings hört sich deswegen doch niemand auffallend dumpf an, zumal er die Probleme vorher gar nicht hatte.
 
Ich bin vor kurzem von einem Samsung Galaxy S2 auf ein Nexus 5 umgestiegen (aber gleiches Netz) und die Sprachqualität ist meiner Meinung nach gestiegen.
 
Dann ist es technisch erschreckend, wie stark die Qualität doch mit dem Fortschritt nachgelassen hat, wenn man sie jetzt wieder loben kann.

EFR, gute Mikrofonkapsel und gute Lautsprecherkapsel und fertig ist ein bewährtes Rezept. Hifi konforme Verstärkungstechnik gibt es nun lange genug.

Für gute Sprachverständlichkeit ist hauptsächlich der Analogteil zuständig und damit auch das Tlefon deines Gesprächspartners. Die Sprachübertragung ist lange ausgereift und mit HD Voice wird sich kein Gerät finden, was als technische Flunder mit dem Miniaturlautsprecher runter auf 50Hz kommt. Geschweige im definierten Frequenzbereich maximal um +/- 3dB abweicht.

Einfach gesagt, ist es immer dumpf oder grell bis hin zum Verzerren, ist der eingebaute Lautprecher minderwertig, weil er nicht den jetzt vorhandenen Frequenzbereich abdecken kann. Damit ist das Telefon als Telefon durchgefallen. Auf die Detailwiedergabe als weiteres Merkmal für gehobene Sprachverständlichkeit wird man auch verzichten müssen.

Ich hatte bei meinen Telefonen bis auf Ausnahmen bei der verwendeten Technik des Gesprächspartners bis jetzt selten das Problem gehabt zu beurteilen, ob der Gesprächspartner verschnupft, damit erkältet oder sogar nur müde, gelangweilt, interessiert oder in anderer Stimmung war um am Gespräch aktiv teilzunehmen.

Auch Auslandstelefonate sind mit guter Kommunikationstechnik kein Problem bei der Verständlichkeit, weil der Lautsprecher trotz des weiten Signalweges und der damit verbundenen Artefaktbildung nicht noch zusätzliche Details verschluckt.

Es gab nicht umsonst damals Businesstelefone oder PDA Telefone für das wichtige Kommunikationsumfeld. Mit einem Blackberry sollte ohne es getestet zu haben immer einwandfreie und rauschfreie Sprachkommunikation hoher Detailwiedergabe möglich sein. Ganz ohne HD Geschwurbel und Umgebungsunterdrückung.
 
Die Person mit der ich telefonierte hat ein S3 Mini im O2. Habe direkt nach dem Telefonat nochmal mit meinem alten Handy angerufen (ebenfalls mit einer O2 Karte) und ich habe meinen Gesprächspartner WESENTLICH besser verstanden und er mich auch besser.

Ich werde morgen mal einen mit D1 und einem Iphone 5s anrufen, mal schauen ob es da besser ist.

Ansonsten ist vermutlich mein Nexus 5 defekt, vermute ich.
 
Also wenn du und dein Gesprächspartner bei Vodafone oder der Telekom und im 3G Netz seit, dann ist HD-Voice aktiv ... dieses nutzt den AMR-WB Codec

Ansonsten ... joa, wüsste ich auch nicht woran es liegen könnte
 
tanni schrieb:
Ich dachte ja eigentlich, ein 8 Jahre neueres Gerät in Verbindung mit einem besseren Netz machen die Gesprächsquali eher besser, aber eben nicht.
das muss nicht sein. glaube, mein k750 damals klang beim telen auch besser als mein s4mini jetzt.

ich kann nicht feststellen, dass die gespraexhsquai besser geworden ist ueber doe jahre. daher wuerd ich eher tippen, deine annahme oben war -traurigerweise- falsch.
 
Es gibt Testaudiodaten bei den Providern und einigen Testern, die die Qualität verdeutlichen sollen und es doch nicht richtig können.
Weiterhin mangels notwendiger Daten zum Testszenarium und auch irreführender Aussage im Kern, weil HD Voice schlecht allen Geräten mit der Eigenschaft in gleichem Umfang qualitativ zugeschrieben werden kann.

Jedenfalls ist mir die Sprachqualität der schlechten Samples höchstens von schlechten Geräten bekannt und keinesfalls auf EFR Möglichkeiten und gute Geräte übertragbar, die auch unter schlechten Netzbedingungen eine hohe Kommunikationsbereitschaft bieten.

Ich habe mal testweise einige der Beispiele die besseren HD Probehäppchen im Bandpassfilter auf dazugehörige Standardsamplequalität angepasst. Da bei den besseren Samples eine Hintergrundunterdrückung beigefügt wurde, klingt die Standardqualität im Vergleich je nach Beispiel natürlicher und besser verständlich durch bessere Auflösung innerhalb des Frequenzbandes. Würde mich nicht wundern, wenn einige Referenzsamples am Computer erstellt und bearbeitet wurden und noch nie ein Telefon gesehen haben. Ein Indiz ist die gleiche Zeitübereinstimmung und sehr ähnlich klingenden Fonie, was auf das Telekom Beispiel zutreffen könnte.

Insgesamt wird es für die spätere Kommunikation interessant, wie die Sprachqualität zwischen HD Voice Produkten und den normalen Produkten zustande kommt, wenn womöglich doppelt komprimiert wird.

Interessanterweise waren die Vodafone Samples aussagekräftiger, weil das Standardsample unter starken Verzerrungen und einer Anhebung im Presencebereich bei gleichzeitig zurückgenommenen der wichtigen Mitten leidet. Das Testgerät ist erschreckend schlecht und erinnert eher an Skype oder Live Berichterstattung aus Kriegs und Krisengebieten, wenn nicht noch nachträglich nachgearbeitet. Leider hat man bei Vodafone nicht über den Lautsprecher und Kunstkopf abgegriffen.

Linearisiert man die schlechten Beispiele auf sogennanten HD Niveau, steigt sogar der Grad der Verständlichkeit durch Abnahme von Artefakten in den angehobenen Bereichen. Bei schlechten Produkten ergibt eine Kaschierung durch Frequenzanpassung als billiges Hilfsmittel technischer Mängel genau das Gegenteilige.
Kompressionsartefakte alssen sich natürlich nicht beseitigen und davon ist auch HD Voice betroffen. Qualittaiv ist das nicht mal analoge Schallplattenqualität und das zählt zu Hifi.
 
Zurück
Oben