Sebastian Deisler beendet seine Karriere

critique schrieb:
Was meinst Du denn mit "so abtreten"?
Deisler hat eine persönliche Entscheidung getroffen, die viel Mut und Selbstvertrauen erfordert. Andere in seiner Lage hätten die Kohle eingestrichen oder sich selbst belogen.

Und? Was hat das mit meiner Aussage zu tun? Du verstehst wohl meine Aussage nicht.:rolleyes:
Trotzdem hätte er sich gewünscht, weiter zu spielen und nicht mit 27 Jahren mit einem völlig kaputten Knie so abzutreten. Also keine Ahnung was daran nicht zu verstehen ist.
Und anmaßen tu ich mir schonmal gar nichts, falls du mich damit meinst.
 
leadclown schrieb:
der deisler ist ja so ein jammerlappen, genau wie simak, marcelinho und andere.

Sorry, aber das ist wohl SCHWACHSINN zum Quadrat.

Deisler hat sich trotz seiner Depressionen wieder dem Druck der Öffentlichkeit gestellt, der Mann hat schwere Verletzungen gehabt und immer wieder versucht weiter zu machen-viele in seiner Situation hätten viel früher das Handtuch geworfen.

Jemanden der seinen Körper so quälen kann um im Profigeschäft mit zu mischen als Jammerlappen zu bezeichnen zeugt nicht unbedingt von Sachverständnis. Das klingt eher nach Stammtisch-Gequatsche (8 halbbesoffene 120kg Typen beschweren sich das sich die Fußballspieler zuwenig bewegen....:) )
 
Da kann ich Dope nur Recht geben. Deisler ist alles andere als ein Jammerlappen.
Die Erklärung hat Dope ja bereits gegeben. Ich könnts nur wiederholen.
 
dann entschärfe ich meine aussage und nenne ihn sensibelchen.

@dope

ich weiß garnicht wie du anhand der ausdrücke meinen sachverstand beurteilen möchtest.
soll ich mal kahn- und hoeneß zitate raussuchen...die müssten demnach einen sachverstand gleich 0 haben. ich würde das eher eine geflegte viererkette diskussion nennen.

ich beziehe mich lediglich auf den anfangspost und da stand nichts von einem knie sondern dass die medien ihn dazu gebracht haben sollen und das ist definitiv nicht so.
dann hätte er zu einem kreisligisten wechseln sollen und er hätte die probleme nicht gehabt.
aber da gibt es bekanntlich nicht so viel geld wie bei den bayern.
 
Och Leutz so ist das Leben und besonders im Leistungssport.
Ich musste schon wegen Gesunheitlichen beschwerden zwei erlernte Berufe aufgeben, na und das Leben geht weiter.
 
der deisler ist ja so ein jammerlappen

Lächerlich sorry. Ich bin froh das die Welt nicht nur aus Kotzbrocken besteht. (und das ist für mich jeder, der nach außen so tut als würde nichts an ihn herankommen) Ach ich weiss ja als Mann sollte man hart sein und alles aushalten. *kotz*
 
Genau, lasst uns alle in Felle gekleidet in den Wald gehen und Wild jagen ... hurrhurrhurr ... :evillol:

Nein, im Ernst. Sachverstand bemisst sich in der Tat u.a. an der Differenziertheit der Ausführungen. Wenn man ferner allerdings mit prahlerischen Fankurven-Schwadronierungen Sportler mit ernsthaften psychischen Krankheiten als "Sensibelchen" bezeichnet, dann zeugt das nicht nur von mangelndem Sachverstand, sondern auch von purer Ignoranz.

btt: Deisler ist seit seiner Zeit schon bei M'Gladbach als der größte Hoffnungsträger des deutschen Fussballs hochgejubelt worden (das war vor Ballack!). Bei Hertha wurde dieser Medienhype noch schlimmer. Der Gipfel kam vor der WM2002: Deisler verletzte sich im Vorbereitungsspiel gegen Österreich. Die Folge war, dass weite Teile der Medien das kommende Turnier als verloren abkanzelten, da ja "Basti Fantasti"nicht mehr daran teilnehmen konnte. Der Druck war somit ständig konstant hoch bzw. am Anschlag, wohingegen ein Ballack einige Jahre mehr Zeit hatte, im Schatten des Hoffnungsträgers zu wachsen. Die Konsequenzen kennt spätestens heute jeder ...

Seine Entscheidung war konsequent, denn wenn der Körper nicht mehr das hergibt, was erforderlich ist, nämlich das Allerletzte zu bringen, dann muss der Schlussstrich gezogen werden, unweigerlich. Dass die Medien letztlich am Fall Deisler ihren unseligen Anteil daran haben, erscheint mir zumindest unausweichlich, zusammen mit vielen anderen Faktoren, die sich aber unserer Kenntnis weitgehend entziehen. Eine individuelle Persönlichkeit ist eben kein "offenes Buch", auch wenn die betreffende Person im öffentlichen Licht steht.
 
Zuletzt bearbeitet:
@BlackSavage

Da kann ich dir erklären. Du gibst Noxman recht, welcher wiederum behauptet, dass wer zu Bayern wechselt, selbst Schuld sei. Es klingt süffisantes rechthaben durch, wenn jemand bei Bayern München scheitert. Das ist Deisler aber nicht passiert. Ich glaube vielmehr, dass er kein besseres Umfeld haben konnte als bei den Bayern. Er wäre besser bei Hertha geblieben, wo sich der Manager gern auch mal von seinen eigenen Spielern auf der Nase rumtanzen lässt?

Deisler ist nicht "untergegangen". Er verdient weder Mitleid noch Schadenfreude für seine Entscheidung. Er hielt dem Bundesligafußball körperlich und seelisch nicht stand. Menschlich aber ist er gereift.
 
Ich persönlich finds schade, dass Deisler aufgehört hat.
Wäre er weniger verletzt gewesen, hätte er mal ein richtig Großer werden können.
Der Zeitpunkt is für mich auch überraschend, wo er wieder (relativ) gut dabei war und im Trainingslager das gesamte Programm mitgemacht hat.

Aber nach so vielen Verletzungen kann ich die Entscheidung verstehen.
 
critique schrieb:
Deisler ist nicht "untergegangen". Er verdient weder Mitleid noch Schadenfreude für seine Entscheidung.
Wo habe ich geschrieben, dass ich seine Entscheidung bemitleide?:rolleyes:
Das meinte ich damit, dass du womöglich meinen Satz nicht verstanden hast.
Ich finde es einfach nur schade das es passiert ist. Das es so gekommen ist, wie es ist.

Und trotzdem bleibe ich dabei, das es ein Fehler war zu Bayern zu gehen.
Was nicht heissen soll, das es grundsätzlich ein Fehler ist zu Bayern zu gehen, sondern für die Personalie Deisler, der diesem Druck u.a. anscheinend nicht gewachsen war.
Und bei Hertha auf des Managers Nase (deine Ansicht) rumtanzen ist noch lange nicht solch ein Druck wie bei den Bayern, wo nur der stete Erfolg zählt.
Also du vergleichst da zwei völlig unterschiedliche Sachen.:)

Ich denke wir haben da einfach nur beide aneinander vorbei geredet.:p
 
Kein Problem. Man kann ja auch anderer Meinung sein. Allerdings kommentiert Deisler selbst seine Entwicklung. Hier ein kurzer Auszug aus Spiegel online:

In einem Interview mit dem Magazin "11 Freunde" bedauerte Deisler, dass er nicht direkt von Mönchengladbach nach München gegangen war: "Dort verteilt sich der Hype auf mehrere Schultern. Ein junger Spieler kann sich dort in Ruhe entwickeln. In Berlin hat sich alles auf mich gestützt. Wobei ich das auf dem Platz ja auch wollte. Aber eben nicht so sehr außerhalb. Mein Problem war, dass ich nach der WM 1998 allein auf weiter Flur war. Die Sehnsucht nach großen deutschen Talenten war so groß, dass sich in dem Moment alles auf mich fokussiert hat."

Wie hoch der Druck in Berlin oder in München war, das lässt sich für Außenstehende schwer sagen. Ich denke, dass keiner von uns hier ansatzweise nachvollziehen kann, wie es ist, täglich von der Presse belagert zu werden.

Im übrigen, auch wenn das hier so erscheinen sollte, bin ich kein Bayern-Fan. Bei mir stellt sich die bange Frage, ob ich nächste Saison Zweitligafußball kucke oder wie im letzten Jahr noch Champions League.

Falls ihn hier noch einer kennt, Karsten Bäron war auch so ein Fall. Super Talent, aber sein Körper hat den Belastungen nicht standgehalten. Bei ihm war es ebenfalls das Knie.
 
critique schrieb:
Wie hoch der Druck in Berlin oder in München war, das lässt sich für Außenstehende schwer sagen. Ich denke, dass keiner von uns hier ansatzweise nachvollziehen kann, wie es ist, täglich von der Presse belagert zu werden.
Gut, da gebe ich dir Recht, dann kann ich meine Aussage nur revidieren und sagen das ich es vermute.
 
das war einer der gründe warum ich damals schon mit dem kopf geschüttelt hab über die berichterstattung bei den spielen der nationalelf. denn er ist oder war wirklich n guter spieler, aber weiss gott jetzt nicht das jahrhundert talent auf das sich das ganze land hätte stürzen müssen.
und jetzt seht euch mal bitte parallelen ziehend schweinsteiger, kehl und podolski an.

sollen die in ein paar jahren genauso zusammenbrechen? ich denke nein.
stolz sein auf die spieler ist ja die eine seite, aber dieses ständige rumreiten auf "unseren jungen fussball-superhelden" muss aufhören. was dabei rauskommt, wenn dann noch andere probleme dazukommen, sieht man jetzt bei ihm. und das kreide ich zum einen den vereinsvorständen an und zum andern der presse.
wenn sich jemand trotz noch nicht vollkommen überwundener verletzung wieder aufstellen lässt und dann noch der druck von aussen kommt, was darin resultiert das die talente, die wir dann mal haben, sofort verheizt werden.... das kanns nich sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich unterstütze seine Entscheidung. Er hat viel durchgemacht und konnte an zwei WM nicht teilnehmen. Er hat sich das bestimmt gut überlegt.
Er ja trotzdem ein guter Spieler
 
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