Server: Consumer CPU in der Wohnung statt VPS im Rechenzentrum?

tackleberry

Banned
Registriert
Okt. 2007
Beiträge
1.437
Servus

Ich habe einen VPS bei einem größeren Anbieter. Dort laufen diverse Bots und vermutlich werden demnächst auch noch ein paar Webhostings bzw. Nextcloud (Google Drive / One Drive Alternative, die man selbst hosten kann) dazubekommen. Ganz billig ist das nicht.

Nun habe ich eine 1 Gbit/s up und down Leitung und mir gedacht, dass ich ganze vermutlich auch zu Hause hosten kann. Ich dachte u.a. an einem Ryzen 3600. Einiger Nachteil, den ich sehe, wäre zusätzliche Hitzeentwicklung im Sommer in der Wohnung.

Außerdem hatte ich eh überlegt mal einen 24/7 Gaming Streaming Service in Form eines Livestreams anzubieten. Ich würde dann nicht selbst zocken. Die Zuschauer könnten auf dem Server und man kann ihnen dann beim Zocken zugucken. Über Chat wird abgestimmt welche Karte / Modus etc. nächste Runde gespielt wird. Dafür bräuchte ich dann eh ein Gerät mit GPU vor Ort. Via managed Hosting ist eine anständige Gaming GPU mit Streaming Qualitäten (dachte an 1660 Super wegen neusten Streaming Prozessoren von nVidia) ist das vermutllich eher teuer.

Absicherung zu Hause (Router ist Edgerouter 12 und anständig konfiguriert) ist gegeben und an meine Home IP würde dank reserve Proxy (Cloudflare etc.) auch niemand kommen.

1. Macht es Sinn einen VPS mit einem Server zu Hause, der auf einer Consumer CPU läuft zu ersetzen? Ich bin nicht Google oder Amazon was Auslastung und Schaden im Ausfallsfall angeht? Mein aktueller PC läuft auch fast 24/7 und läuft und läuft... ;)
2. Die Gaming + Streaming Geschichte würde Windows erfordern. Den Server würde ich auf Linux laufen lassen und dann Windows in einer VM oder umgekehrt. Macht das Sinn oder wär es effektiver beides zu trennen?
 
Da kannste ja als erstes mal die Stromkosten gegenrechnen. Da wird von der "Ersparnis" nicht viel über bleiben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Rapsbeere
Es kann sinnvoll werden, wenn du sowieso 24/7 einen Server (NAS z. B.) bei dir laufen lässt.
Bei mir laufen z. B. eine NAS und eine VDR (Videorekorder) 24/7, inzwischen jeweils als VM auf einem Ryzen-Server, da kommt es auf weitere Anwendungen auch nicht mehr an.
 
GroMag schrieb:
Da kannste ja als erstes mal die Stromkosten gegenrechnen. Da wird von der "Ersparnis" nicht viel über bleiben.

Die Ersparnis ist mir weniger wichtig als die Performance per Core und Gesamtperformance. Gute Performance mieten kostet halt richtig Geld. Ich benötige aber zu bestimmten Zeiten max Performance für bestimmte Tasks und für die Streaming Geschichte brauche ich ja eh nen eigenen PC, der 24/7 läuft. Die Kosten fallen eh an, wenn ich dann noch den ganzen anderen Krams auch direkt auf dem PC hosten kann, ist die Ersparnis im Vergleich zum VPS da. Nur das Hitzethema ist nervig. Im Sommer habe ich mit dem aktuellen PC 3950X, 1080TI schon Sauna und überlege gerade ne Klimaanlage einbauen zu lassen.... Das zum Thema Stomkosten. :daumen:
 
Ich habe im Keller einen Server mit einem Ryzen 7 1700 seit 3 Jahren 24/7 laufen, das Setup ist dem hier ähnlich:
https://mathiashueber.com/windows-virtual-machine-gpu-passthrough-ubuntu/

Allerdings mit Debian als Host und TV-Karten und SATA-Controllern statt GPUs zum Durchreichen. Grundsätzlich sind mehrere (selbstgehostete) V-Server natürlich um einiges entspannter als ein großes System, das alles machen soll, weswegen ich das eben so mache.
 
Der Vorteil eines VPS bei einem größeren Anbieter ist wahrscheinlich, da keine Details genannt wurden, die Verfügbarkeit/Ausfallsicherheit und Skalierbarkeit.

Wenn Du zu Hause alles in eine Kiste packst, dann hast Du weder das eine, noch das andere. Raucht eine wichtige Komponente ab, ist alles weg. Ist die Performance bei einem kleinen Teil zu gering, musst Du dennoch für alles Upgraden. Ich würde, wie schon vorgeschagen wurde, ein NAS mit in die Überlegung mit einbeziehen um Dienste zu trennen und ein wenig mehr in Richtung V/A und S zu kommen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Lübke
Frage ist wohl auch ob dein ISP das Hosting erlaubt, in aller Regel wird sowas abseits des Hausgebrauchs untersagt und dann kannst reichlich € in die Hand nehmen
Sprich letztlich ist dann die Hardware noch der geringste Kostenfaktor und du wärst mit einer Housinglösung in einem Rechenzentrum deiner Wahl mit deiner eigenen Hardware von Beginn an besser bedient
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Lübke
Zurück
Oben