Signal nicht durch aktiven Sub schleifen, Qualitätsverlust?

PeterHans

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Hallo Leute,

ich habe eine Frage, ich habe das USB Audiointerface MOTU M2 bestellt.
Monitore sind KRK RP6 und ich nutze den Sub von Fostex.

Das Problem ist, ich habe ein Rauschen, deswegen werde ich den symmetrischen Ausgang des MOTU nutzen (Große Klinke Stereo auf große Klinke Stereo). Der Subwoofer hat allerdings nur nicht-symmetrische Aus- und Eingänge (Cinch).
Wenn ich jetzt gleichzeitig die Monitore symmetrisch direkt mit dem Interface verbinde und für den Sub den unsymmetrischen Ausgang des MOTU nutze (per Cinch) verbinde, dann schleife ich ja das Audiosignal nicht mehr "durch" den Sub, kann das irgendwelche Probleme machen?

Die Frequenz am Sub habe ich auf 60Hz gestellt, kann der "Filter" noch richtig arbeiten, wenn ich nicht durchschleife?

Ich hoffe, die Frage ist verständlich formuliert.
Beste Grüße
 
Worst case könnte es sein, dass Sub und Monitore einander im LF-Bereich überlagern, weil ein evtl. vorhandenes HF-Filter im Sub auf das Signal, das zu den Monitoren geht, keine Auswirkung hat. Probier es einfach einmal aus. Ich glaube aber eher nicht, dass Du das Rauschen auf diesem Weg wegbekommst - bitte lass es uns wissen, würde mich interessieren.
 
Der Subwoofer hat keine richtige Frequenzweiche (mit Hochpass für die Ausgänge), sondern nur einen Tiefpass für sich selber.

Wenn man es korrekt machen würde, müsste man eine Aktivweiche vorsetzen (die gibt es auch wieder mit symmetrischen Anschlüssen (z.B. DBX 223 Xs, wobei es auch noch den erheblich günstigeren Behringer CX2310 gäbe, weiß aber nicht, ob die Dinger noch immer so dolle rauschen), damit die Haptlautsprecher nicht die Bässe wiedergeben, wofür der Subwoofer zuständig ist.

Für paar Öcken mehr als für eine vernünftige Aktivweiche bekommt man mittlerweile schon einfache DSP-Controller mit Equalizer...

Hier die Links in CODE, weil die Forensoftware manche Links (Conrad und Thomann gehören dazu) in Echtzeit beim Draufklicken manipuliert und über Adserver mit potentieller Malwaregefahr (da beliebtes Ziel von Hackern aufgrund der hohen Verbreitung / Reichweite) umleitet:
Code:
https://www.thomann.de/de/dbx_223_xs.htm
https://www.thomann.de/de/behringer_cx2310_v2.htm
https://www.thomann.de/de/the_tracks_ds_24.htm
 
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So ähnlich habe ich mal das Setup meines Vaters gehandhabt, der seinen kleinen Fostex parallel zu seinen beiden Monitoren anschließen wollte. Das direkte Durchschleifen hat leider eine dicke Brummschleife und einige andere unschöne Verzerrungen verursacht. Bin letztlich hingegangen und habe den Sub am UR22 parallel per Klinkenausgang gespeist. Ist technisch nicht wirklich optimal, erlaubt dafür aber eine schnelle getrennte Lautstärkeregelung, und behebt zum Großteil die zuvor genannten Verzerrungen.
Eine Weiche für ein korrektes Crossover wäre prinzipiell anzuraten. Je nach unterer Grenzfrequenz der beiden LS im Zusammenspiel mit dem Tiefpass des Subs können sich die akustischen Abstriche aber in Grenzen halten. Das lässt sich in der Praxis ja eigentlich schnell beurteilen, ob die Summierung des Bass von LS + Sub irgendwelche Phasenprobleme verursacht oder nicht.
 
Mal eine ganz andere Frage: Wieso überhaupt der Sub? Bietet doch keinen Mehrwert, da deine Boxen ebenfalls so tief gehen. Der wird das Soundbild eher kaputt machen, statt zu helfen. Die "richtigen" Subwoofer (also meist 8" Woofer) haben sym. Ein- und Ausgänge. Quasi für dein Setup dann geeignet. Sowohl von der Konnektivität als auch sinnvolle Ergänzung vom Frequenzgang her.
 
Das hab ich mir auch gedacht, bis ich das Low-End der kleinen 3,5" er durch den Fostex erweitert habe. :D

Für die Größe geht da schon was. Ob man das "Bumm-Bumm" braucht, muss jeder für sich entscheiden.

Ob das Ganze allerdings bei nem 6"er KRK so viel Sinn macht, das sollte man in der Tat hinterfragen.
 
Danke für eure Antworten

Phunkberater schrieb:
Worst case könnte es sein, dass Sub und Monitore einander im LF-Bereich überlagern, weil ein evtl. vorhandenes HF-Filter im Sub auf das Signal, das zu den Monitoren geht, keine Auswirkung hat. Probier es einfach einmal aus. Ich glaube aber eher nicht, dass Du das Rauschen auf diesem Weg wegbekommst - bitte lass es uns wissen, würde mich interessieren.

Ich hatte den MOTU vor wenigen Wochen ein paar Minuten daheim, allerdings war der von einem Kollegen und der war auf der Durchreise.
Das sonstige Brummen war komplett weg, denn die Monitore waren eben, wie oben beschrieben, balanced verbunden.
Ich hatte in der Kürze aber eben den Eindruck, als würde der Klang vom Sub und Monitoren nicht so stimmig miteinander klingen.

Vindoriel schrieb:
Der Subwoofer hat keine richtige Frequenzweiche (mit Hochpass für die Ausgänge), sondern nur einen Tiefpass für sich selber.

Wenn man es korrekt machen würde, müsste man eine Aktivweiche vorsetzen (die gibt es auch wieder mit symmetrischen Anschlüssen (z.B. DBX 223 Xs, wobei es auch noch den erheblich günstigeren Behringer CX2310 gäbe, weiß aber nicht, ob die Dinger noch immer so dolle rauschen), damit die Haptlautsprecher nicht die Bässe wiedergeben, wofür der Subwoofer zuständig ist.

Für paar Öcken mehr als für eine vernünftige Aktivweiche bekommt man mittlerweile schon einfache DSP-Controller mit Equalizer...

Hier die Links in CODE, weil die Forensoftware manche Links (Conrad und Thomann gehören dazu) in Echtzeit beim Draufklicken manipuliert und über Adserver mit potentieller Malwaregefahr umleitet:
Code:
https://www.thomann.de/de/dbx_223_xs.htm
https://www.thomann.de/de/behringer_cx2310_v2.htm
https://www.thomann.de/de/the_tracks_ds_24.htm

Danke für den Beitrag, da merke ich dann schon, dass ich Grundkenntnisse im Bereich Audio habe, aber deine genannten Gerätschaften sagen mir gar nichts.

Also mal ein Einfach:
Teurere und bessere Subs haben im Normalfall einen Filter für hohe Frequenzen und tiefe Frequenzen?
Mein Sub von Fostex hat lediglich einen LF, aber selbst wenn ich nicht durchschleife, dann begrenze ich doch trotzdem den Sub auf 60Hz, wieso kann es denn dann trotzdem zu Problemen kommen?

Der Kabelbinder schrieb:
So ähnlich habe ich mal das Setup meines Vaters gehandhabt, der seinen kleinen Fostex parallel zu seinen beiden Monitoren anschließen wollte. Das direkte Durchschleifen hat leider eine dicke Brummschleife und einige andere unschöne Verzerrungen verursacht. Bin letztlich hingegangen und habe den Sub am UR22 parallel per Klinkenausgang gespeist. Ist technisch nicht wirklich optimal, erlaubt dafür aber eine schnelle getrennte Lautstärkeregelung, und behebt zum Großteil die zuvor genannten Verzerrungen.
Eine Weiche für ein korrektes Crossover wäre prinzipiell anzuraten. Je nach unterer Grenzfrequenz der beiden LS im Zusammenspiel mit dem Tiefpass des Subs können sich die akustischen Abstriche aber in Grenzen halten. Das lässt sich in der Praxis ja eigentlich schnell beurteilen, ob die Summierung des Bass von LS + Sub irgendwelche Phasenprobleme verursacht oder nicht.

Danke für die Info, ja genauso wurde es für ein paar Minuten gemacht. Ich hatte den Eindruck, dass die Übergänge von Monitor und Sub unsauberer waren, aber vllt. hätte ich da auch nochmal am Sub feinjustieren müssen?
Die einfachste Lösung wäre wahrscheinlich ein neuer Sub, mit symmetrischen Eingängen und Ausgängen oder? Aber Adam Sub 7 kostet gleich 400€, das ist schweineteuer, zumal ich eigentlich keinen größeren Sub benötige, die 5" des Fostex sind eigentlich schon ausreichend.

Leitzz schrieb:
Mal eine ganz andere Frage: Wieso überhaupt der Sub? Bietet doch keinen Mehrwert, da deine Boxen ebenfalls so tief gehen. Der wird das Soundbild eher kaputt machen, statt zu helfen. Die "richtigen" Subwoofer (also meist 8" Woofer) haben sym. Ein- und Ausgänge. Quasi für dein Setup dann geeignet. Sowohl von der Konnektivität als auch sinnvolle Ergänzung vom Frequenzgang her.

Auf dem Blatt Papier gehen sie so tief, aber in der Praxis liegen in der Klangqualität (für mich) Welten. Die Monitore klingen mit Unterstützung des Subs im Tieftonbereich tausend mal besser, das Klangbild ist viel harmonischer. Ich bin kein Produzent oder arbeite damit, einfach nur jemand der sehr gerne Musik hört. :)
 
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Lässt sich ohne zu hören natürlich schwer beurteilen. Falls du selbst Musik machst achte auf ein ordentliches Stereobild auch in den tieferen Frequenzen. Zum Musikhören würde ich natürlich dennoch danach gehen, was besser klingt.

Falls du Interesse hast genauer zu analysieren, wo deine Frequenzgänge der einzelnen Lautsprecher liegen, würde ich mir ein günstiges Einmessmikrofon (z.B. ecm8000 für 35€) anschaffen und mit REW kann man da alles betrachten. Das würde ich allerdings nur empfehlen, wenn man überhaupt eine neutrale Klangwiedergabe anstrebt, was eben für die Musikproduktion wichtig ist, damit es überall gut klingt und nicht nur auf deiner Anlage.
 
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Messmikrofone können auch dann helfen, wenn es nicht zwangsweise linear sein muss. :)


Hier z.B. mit Harman House-Curve.
 
Einfache Messmikrofone sind nur mit Kalibrierung sinvoll zu nutzen! Ohne Kalibrierzung ist z.B. ein ecm8000 alles andere als linaer! Das UMIK-1 liefert ja eine Kalibrierung dazu, weswegen es ganz gut nutzbar ist aber selbst da liest man oft, dass die Kalibrierung nicht ganz genau ist.

Das ein 5" Sub bei 40Hz sicher schon einige db unter dem Referenzpegel liegen wird sollte aber jedem auch ohne Messung klar sein.
 
reobase schrieb:
Einfache Messmikrofone sind nur mit Kalibrierung sinvoll zu nutzen! Ohne Kalibrierzung ist z.B. ein ecm8000 alles andere als linaer! Das UMIK-1 liefert ja eine Kalibrierung dazu, weswegen es ganz gut nutzbar ist aber selbst da liest man oft, dass die Kalibrierung nicht ganz genau ist.
Die Abweichung ohne Kalibrierung ist für den Heimanwender und auch gehobene Ansprüche zu vernachlässigen. Wenn du es auf 0,1dB genau haben willst, dann sollte es kalibriert sein. Für mich wäre es den Aufpreis nicht wert.
 
Spielt bei der Diffusfeldmessung im Heimbereich tatsächlich keine all zu große Rolle. Wer dennoch Gewissheit haben möchte, kann sich ja an HiFi-Selbstbau wenden und das Teil für 25 Euro durchmessen lassen.
 
Danke, die Videos von Julian Krause über das Mikro und den MOTU habe ich sogar schon gesehen, die kenne ich und das würde ich auch gerne mal in Zukunft machen, aber erst nach der Sub-Geschichte.

Auch wenn die Meisten den günstigen Fostex belächeln werden, ich hatte schon (in meinem kleinen Zimmer) vor einigen Jahren, mehrere aktive Subs getestet. Unter anderem den Presonus Temblor T10 und den Adam Sub 7.
Der Fostex spielt wirklich sehr trocken und präzise, deswegen hatte ich ihn auch behalten, der T10 war einfach overpowered für den Raum. Der Adam war sehr gut, aber nicht Welten besser als der Fostex.

In den Jahren hat sich natürlich immer wieder das Setup geändert, verbessert und mittlerweile bräuchte ich eben balanced Anschlüsse.

Leider sind mir die günstigen Subs viel zu stark und der nächste günstige "Kleinere" wäre eben wieder der Adam Sub 7, aber der ist mir einfach zu teuer.
Ein Kandidat bleibt noch, der Mackie CR8S-X BT, 199€, wiegt aber auch schon wieder 11kg. Wäre aber preislich im Rahmen und kommt auch mit einer Art Fernbedienung, balanced Anschlüsse, vllt. sollte ich den mal testen. Den Fostex würde ich dann wieder verkaufen.
 
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Leitzz schrieb:
Die Abweichung ohne Kalibrierung ist für den Heimanwender und auch gehobene Ansprüche zu vernachlässigen. Wenn du es auf 0,1dB genau haben willst, dann sollte es kalibriert sein. Für mich wäre es den Aufpreis nicht wert.

Wir reden da im Extremfall von +-3db Abweichung im Bereich von 20Hz-20Khz.

Der Kabelbinder schrieb:
Spielt bei der Diffusfeldmessung im Heimbereich tatsächlich keine all zu große Rolle.

Was heißt spielt keine Rolle? Wenn man absolute und nicht nur relative Abweichungen haben möchte, dann spielt es eine Rolle.

Der Kabelbinder schrieb:
Wer dennoch Gewissheit haben möchte, kann sich ja an HiFi-Selbstbau wenden und das Teil für 25 Euro durchmessen lassen.

Absolut zu empfehlen.
 
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PeterHans schrieb:
In den Jahren hat sich natürlich immer wieder das Setup geändert, verbessert und mittlerweile bräuchte ich eben balanced Anschlüsse.
Mit der Zeit ändert sich Equipment wohl bei den meisten. Vor acht Jahren hatte ich noch die RP5 (G2), mittlerweile sind es die VXT8 geworden, weil ich keinen Sub will, aber doch untenrum was rumkommen soll. Aber auch dafür braucht man auch Platz zum aufstellen. Viele Wege führen nach Rom :)
 
reobase schrieb:
Was heißt spielt keine Rolle? Wenn man absolute und nicht nur relative Abweichungen haben möchte, dann spielt es eine Rolle.
Wer diese Ansprüche hat, kauft sich aber weder einen Fostex Sub, noch ein günstiges Behringer.

Wie gesagt, für den Heim- und HiFi-Bereich sind diese Mikros meines Erachtens völlig ausreichend, sofern man sie auch korrekt anwendet. Ein paar Abweichungen im unteren oder höheren Spektrum sind nicht fatal. Wenn nach dem Anwenden der House-Curve nach subjektiven Geschmack doch noch etwas zu viel oder zu wenig Bass oder Treble drin sein sollte, dann kann man das kurzerhand durch das Anpassen der EQ-Parameter beheben. Letztlich ist auch ein perfekt linear abgestimmtes Mikro keine absolute Hilfe, wenn die subjektiven Faktoren (von der individuellen Hörempfindlichkeit bis hin zu persönlichen Präferenz) doch wieder etwas anderes vorschreiben.
 
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