Merle schrieb:
Keiner hier hat damit gerechnet, dass der TE Geld für ne Serverlösung hinblättern will.
Schön wäre es, wenn es tatsächlich so wäre, dass deshalb keiner etwas anderes gepostet hat, weil sich die Leute dabei etwas gedacht haben. Für dieses Forum kann ich mir das aber leider nicht vorstellen - im Allgemeinen hast du damit aber wohl durchaus recht. Andererseits kann man schon froh sein, dass diesesmal keiner dabei war der einen 990x vorgeschlagen hat.
Im Prinzip ist es aber so, dass sich "sehr viel rendern" und "ein einzelner Desktoprechner" beißt - eigentlich passt das nicht zusammen.
Da aber nun das Budget geklärt ist, zurück zum Thema:
Manchen der Vorpostern muss ich widersprechen. Gerade im Rendering-Bereich kommt ein AMD-Sixcore noch sehr gut mit einem Sandy-Bridge Quadcore mit gleichem Takt mit, hat dabei aber eine höhere Leistungsaufnahme.
Was man gleich einmal fest halten kann: Wenn man auf Preisleistung achtet, bleibt der hier schon genannte 2600k Blödsinn - das ist das Topmodell mit einem dementsprechend zu hohen Aufpreis, den man dafür bezahlen müsste. Die nächst kleinere Variante - der i5-2500(k) - ist in (so gut wie) allen Fällen die klügere Wahl (zwischen diesen beiden Modellen).
Und um die nächste Unwahrheit aus einem vorhergegangen Post richtig zu stellen: Dieser 2500k steckt einen Phenom II X6 1090T
beim Rendering eben nicht
locker in die Tasche, sondern wird es im Mittel eher auf einen ziemlichen Gleichstand hinauslaufen!
Somit ist bei diesem Anwendungsfall der 1090T eine echte Alternative zum i5-2500(k) da er doch ~35Euro günstiger ist.
Um die Punkte zusammenzufassen:
- 1090T und i5-2500 haben inetwa die selbe Renderleistung
- 1090T rund 35 Euro günstiger
- i5-2500 hat dafür die niedrigere Leistungsaufnahme
- Aufrüstbarkeit eines Sockel 1155 Boards (Sandy-Bridge/i5-2500) steht meines Wissens nach in den Sternen (falls ich mich irre, bitte ich um Berichtigung)
- Dagegen ist die Aufrüstbarkeit eines Sockel AM3+ Boards (für den Phenom II X6) mit Zambezi (aka Bulldozer) Fakt - aber man weiß noch nichts darüber, wie gut dieser performen wird
So sind für mich in diesem Fall beide Optionen (1090T vs. 2500(k)) durchaus gleichwertig und man muss sich für die Vorteile entscheiden, die einem als klüger erscheinen.
Persönlich sehe ich da die Aufrüstbarkeit eines Sockel AM3+ Boards auf Zambezi als wichtiger an - aber das kann man auch anders sehen.
Als Antwort auf den Thread-Titel: Ich würde jetzt einen 1090T mit AM3+ Board kaufen, dann damit hält man sich die Aufrüstoption auf einen 4-Modul/8-Kern Zambezi offen und hat aber trotzdem sofort eine Mehrleistung von deutlich über 50%.
Und es bleibt auch immer das gute Gefühl, keinen Quasi-Monopolisten unterstützt zu haben, wenn man nicht Intel kauft
Und bezgl. deiner Aufrüstplanungen - das halte ich für keine kluge Idee. Vermutlich kannst du den Q6700 noch sehr gut verkaufen und dann wäre es Blödsinn, noch z.B. in DDR2 zu investieren.
LG
PS: Eine 2P Workstation ist doch noch lange keine "Serverfarm"
