TeamViewer Motive 4

Smart Home Preiswert und gut gesucht

Don-DCH

Captain
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Aug. 2009
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3.479
Guten Mittag,

Zuersteinmal hoffe ich habe ich das richtige Unterforum gewählt, war mir da nicht ganz sicher.
Falls es falsch ist, bitte ich darum meinen Thread in das Passende Unterforum zu verschieben.

Worum geht es?

Ich Interessiere mich seit kurzer Zeit für Heimautomatisierung, da ein Bekannter von seinem Projekt mit einem Raspberry Pi erzählt hat.
Das ganze fand ich sehr interessant und nun habe ich mich auch durch Internet gesucht aber so 100%ig zufrieden bin ich nicht..

Was ich gefundne habe sind super klinge einfache Fertigsysteme, diese sind leider außerhalb meines Budgets, dazu aber später mehr.

Dann habe ich nach Eigenbau alternativen gesucht, wie von meinem Bekannten empfohlen habe ich auch eine Super Anleitung im Internet gefunden mit einem Raspberry Pi, Pilight und Pimatic.
Das klingt alles schon super, jedoch frage ich mich wie es dort um die Erweiterbarkeit abseits des Tutorials steht.

Ich hoffe es ist erlaubt das hier zu verlinken:
http://siio.de/folge-1-raspberry-pi-als-low-budget-smart-home-zentrale/

Davon gibt es Insgesamt 5 Folgen zum selbst basteln.

Nun was möchte ich eigentlich, bzw. was erwarte ich von der Heimautomatisierung.

- Deckenleuchten fernsteuern können, auch gerne mit Regeln, dass wenn ich zuhause bin und es 20 Uhr ist das Licht angeht.
- Steckdosen Fernsteuern Können.
- LED Streifen Fernsteuern können.
- Eine Eigene Wetterstation mit außen Temperatur und Raumtemperatur Messung wäre klasse.
- Evtl. Heizungssteuerung über die Thermostate.

Davon bietet das Tutorial mit dem Raspberry Pi in Verbindung mit Pilight und Pimatoc schon sehr viel.
jedoch weiß ich nciht wie ich das ganze Erweitern sollte?
Wie bekomme ich Passende Deckenleuchten oder ein Funkmodul um bestehende zu steuern?
Selbiges bei den LED Streifen.

Zum Thema Budget muss ich sagen ich finde es Klasse das die Lösung mit Raspberry sehr preiswert ist, denn 50-60€ für eine Funkferngesteuerte Steckdose auszugeben ist bei mir leider nicht drin.

Nun ist die Frage ob es auch Preiswert möglich ist und erweiterbar?

Vielen Dank euch im vorraus!

Viele Grüße
 
Hallo,

es gibt da ganz viele Lösungen, auch mit schmalem Brustbeutel, allerdings mußt Du hier unterscheiden:

- Zentrale / Steuereinheit
Hier gibt es diverse Lösungen, mal preiswert mit Raspberry, mal teuer, in dem man eine der kommerziellen Lösungen nimmt.
- "Gateway"
Auch CUL genannt. Damit erreicht man die Geräte für die ausgewählte Technik.
- Aktoren
Die "Schalter", einfach ausgedrückt. Hier gibt es je nach verwendeter Technik unterschiedliche Preise.

Sensoren lasse ich jetzt einfach mal aussen vor.

Ich selbst nutze fhem in Verbindung mit Z-Wave Komponenten und der Philips hue Bridge. Damit lässt sich schon einiges anstellen, allerdings ist das ganze nicht ganz günstig. Da kostet eine Steckdose eben doch mal 50 Euro, die meldet mir aber auch den Stromverbrauch zurück. Fibraro hat da tolle Dinge im Angebot. Günstiger geht es auch, z.B. mit FS20, aber da bekommt man keine Rückmeldung von dem Gerät. In manchen Situationen ok, aber in anderen wiederum nicht.

Alle Systeme sind aber höchst modular, dass heißt man kann es step-by-step ausbauen. Mit FHEM muss man sich nicht mal für eins entscheiden, wenn man das richtige Gateway (CUL) zur Verfügung hat.

Für den Start empfehle ich dringend die Einsteigerlektüre von FHEM, da wird einem vieles erklärt, auch wenn man später nicht fhem nutzen möchte:
http://fhem.de/Heimautomatisierung-mit-fhem.pdf

Ich weise allerdings darauf hin, dass das kein Plug&Play ist, man muß schon Zeit investieren. Wenn das nicht geht, dann müsste man zu den kommerziellen Produkten greifen, die aber auch deutlich teurer sind, wie Du vielleicht schon gemerkt hast.
 
Der PI wird mit einem Funkmodul ausgerüstet. In der Konfiguration gibst du dann an welche Steckdosen du verwendest und ab diesem Moment kann der PI die Steckdose an- und abschalten. Dabei ist es egal ob du ein 3er-Pack bei Ikea gekauft hast oder bei Conrad oder beides. In der Konfiguration wird für jede Steckdose ein Eintrag erstellt und dann kann diese beliebig verwendet werden. Ähnliches wird auch für die Sensoren, etc. gelten.

Bei Deckenleuchten sieht das schon etwas anders aus. Da kommt man mit einer 08/15-Funksteckdose nicht weit. Das heißt man müsste dort sozusagen das Innenleben der Funksteckdosen direkt in die Leitung klemmen. Aber auch dafür gibt es entsprechende Module/Lösungen.

Der PI ist stets eine Bastellösung. Das bedeutet, dass man grundsätzlich (fast) alles damit machen kann, aber oftmals einige Handarbeit dahintersteckt. Plug&Play gibt es nur bei den Kaufsystemen und da bezahlt man richtig Asche dafür. Andererseits hat das den Vorteil, dass man eben auch nicht auf die Komponenten eines bestimmten Herstellers angewiesen ist.
 
Raijin schrieb:
Der PI wird mit einem Funkmodul ausgerüstet. In der Konfiguration gibst du dann an welche Steckdosen du verwendest und ab diesem Moment kann der PI die Steckdose an- und abschalten. Dabei ist es egal ob du ein 3er-Pack bei Ikea gekauft hast oder bei Conrad oder beides. In der Konfiguration wird für jede Steckdose ein Eintrag erstellt und dann kann diese beliebig verwendet werden. Ähnliches wird auch für die Sensoren, etc. gelten.

Also man muss schon zum Funkstandard das passende Gateway (CUL) nutzen, sonst geht das in die Hose. So ganz einfach ist das nicht. Aber ja, es gibt günstige Lösungen, die nur an/aus können (mag für eine Lampe in Ordnung sein) und solche, die neben einer Rückmeldung für den Befehl (hat geklappt) auch noch Stromverbrauch zurückgeben. Man kann sich gerade bein den Selbstbaulösungen viele Dinge überlegen und entsprechend anpassen, wie es halt zum Geldbeutel/Anwendungsfall passt.

Bei Deckenlampen nimmt man in der Regel geänderte Schalter, auch da gibt es von Fibaro gute Lösungen, die einfach hinter das bestehende Schaltermaterial geklemmt werden. Aber auch ~50 Steine pro Schalter kosten.
 
Ich ging jetzt von den ersten beiden Seiten des verlinkten Tutorials aus. Dort werden die 08/15 3er Sets Funksteckdosen verwendet und ein passendes Funkmodul für den PI vorgegeben. Klar müssen Sender und Empfänger zusammenpassen.

Aber wie ich schon sagte, der PI ist eben eine Bastellösung. Neben der Handarbeit muss man eben auch auf Kompatibilität achten. Generell lässt sich sagen, dass man schon einen gewissen Forscherdrang braucht, um mit dem PI Projekte zu realisieren - Tutorials hin oder her.

@TE: Wenn dein Bekannter bereits etwas in der Richtung realisiert hat, dann lass dir das doch von ihm mal richtig zeigen/erklären. Dadurch lassen sich deine Fragen vielleicht schon beantworten ;)
 
Raijin schrieb:
Aber wie ich schon sagte, der PI ist eben eine Bastellösung. Neben der Handarbeit muss man eben auch auf Kompatibilität achten. Generell lässt sich sagen, dass man schon einen gewissen Forscherdrang braucht, um mit dem PI Projekte zu realisieren - Tutorials hin oder her.

Absolut richtig. Ich würde mich durchaus als halbwegs fähigen Tüftler mit einer überdurchschnittlichen Ausdauer bezeichnen, aber manchmal hätte ich den ganzen Kram auch in die Ecke werfen können, gerade am Anfang. :) Wenn man aber erstmal eine stabile Basis hat und einen Einstieg gefunden hat, dann kommt man gut voran. Hexenwerk ist es nicht. Allerdings sollte man sich mit Linux auskennen, man sollte Logfiles lesen und verstehen können, Editoren bedienen, etc. Wenn man von alle dem keine Ahnung hat, dann muss man vermutlich eher eine kostspielige Lösung (devolo, fritz, Homematic) in Betracht ziehen.
 
Guten Mittag,

vielen dank euch für die schnelle und ausführliche Hilfe.
Ich habe in der zwischenzeit nochmals mit meinem Bekannten gesprochen und der hat mir seine Hilfe Angeboten bezüglich Pilight und Pimatic auf deem Rasperry Pi, somit werde ich das mal versuchen, da ich noch ein Raspberry besitze.

Viele Grüße
 
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