Sockel 1156 vs. 1366 bzw. i7-860 vs. i7-930

neuerUser

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Hi Folks,

Nachdem ich die letzten 5 Jahre hauptsächlich auf Notebooks gesetzt habe will ich nun doch wieder einen richtigen Rechner mit Power haben um auch mal aktuelle Spiele antesten zu können. Desweiteren arbeite ich viel mit klinischen Aufnahmen (also Dicom, *.nrrd,...) und Visualisierungen (*.vtk), was teilweise sehr rechenintensiv ist. [Im Büro steht mir gerade ein Xeon X5472 mit 3 GHz und 32 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung].

Der Rechner daheim soll eben auch ab und zu für solche Berechnungen verwendet werden. Und natürlich noch für HD-Filme, Spiele, etc.
Aber ich denke nicht, dass ich mit einen von den aktuellen Komponenten da Schwierigkeiten kriegen werde...
Ach ja: Budget für Mainboard + CPU + RAM ca. 500 - 700€
Soviel zu meinen Anwendungsprofil :)

Meine Hauptfarbe dreht sich eigentlich darum ob ich eher Sockel 1156 oder 1366 nehmen soll? Die CPUs, die ich mir angeschaut habe wären der i7-860 (Sockel 1156 ) bzw. i7-930 (Sockel 1366).

Ich möchte kurz die Historie und meine Recherche wiedergehen, nur um sicherzugehen, ob ich alles richtig verstanden habe:
- der Sockel 1366 wurde vor dem 1156 von Intel veröffentlicht.
- daher kamen auch zuerst die i7-9xx für den Sockel 1366 raus
- Sockel 1366 kann NUR i7-9xx (im Moment, evtl. später noch i9)
- Sockel 1156 kann i3, i5 und i7-8xx (was meiner Meinung nach Schwachsinn ist, das die auch i7 haben aber naja)
- die i7-9xx sind die Bloomfields und sind im 45-nm Fertigungsprozess hergestellt, was gegenüber 32-nm einen höheren Energieverbrauch zur folge hat/ haben kann.
- die i7-8xx sind die Lynnfields mit 32-nm
- Sockel 1366 kann Tripple-Channel RAM ansprechen - d.h. man braucht mindestens 3 RAM-Dimms vom selben Hersteller, Taktrate, ...
- Sockel 1156 hat nur Dual-Channel - wobei man aber einen Unterschied zwar messen aber in der Praxis nicht merken würde.
- wenn ich mir allein die nackten Zahlen anschaue (z.B. hier: https://www.computerbase.de/news/prozessoren/neue-prozessor-roadmap-von-intel-im-detail.27301/) dann ist der i7-860 eigentlich besser oder gleich gut wie der i7-930

Und nun die Frage: Welchen Sockel welchen i7 soll ich mir holen? :)

Ich hab mich bislang recht wenig mit Mainboards auseiander gesetzt, da es halt erst mal die Sockel Frage zu klären gibt!
- kann man sagen, dass Mainboards für 1366 schon "etablierter" sind, d.h. die anfänglichen Kinderkrankheiten mittlerweile überwunden haben und daher evtl. im Vorteil gegenüber Mainboards mit 1156 sind?
- besteht ein Preisunterschied bei den Mainboards zwischen 1366 und 1156?


Zur Langlebigkeit eines Sockels: Ich gehe eh nicht davon aus, dass es in 3/4/5 Jahren noch die gleichen Sockel gibt, d.h. bei einem CPU-Wechsel dann ist das Mainboard auch fällig - was ja ok ist. daher ist es mir egal, ob Sockel 1366 evtl. langlebiger ist als der 1156 (oder andersrum)

Bin auf eure Antworten sehr gespannt!

Viele Grüße,
neuerUser
 
Du hast die vielen Fakten schon gut recherchiert. Bis auf "die i7-8xx sind die Lynnfields mit 32-nm" das stimmt nicht. Die Lynnfields haben jedoch einen beseren Turbo als die Bloomfileds und verbrauchen auch etwas weniger.

Die Mainboards vom Sockel 1156 sind um einiges günstiger und es gibt sehr ausgereifte, z.B. die P55 Serie.
Da 1156 der Customer Sockel ist wird es natürlich in Zukunft noch genug Möglichkeiten für ein Upgrade geben.

Ist eine schwere Wahl, die sich nicht alzuviel gibt.
 
Ich würde einen Sockel 1156 nehmen mit einem Asus Mainboard und einem I-860.

Den auf 3,8Ghz und mehr übertakten und du hast genug Leistung

Dazu 4-8GB Ram, je was deine Software so verbraucht.

Mit freundichen Grüßen

Michael
 
neuerUser schrieb:
- Sockel 1366 kann NUR i7-9xx (im Moment, evtl. später noch i9)

Kann er jetzt auch schon. Nur heißen die Six-Cores nicht i9. Siehe CB-Test Intel i7 980X.

neuerUser schrieb:
- die i7-9xx sind die Bloomfields und sind im 45-nm Fertigungsprozess hergestellt

Nicht nur. Siehe Test oben.

neuerUser schrieb:
- die i7-8xx sind die Lynnfields mit 32-nm

Nein. Die i7 Lynnfields sind auch in 45nm gefertigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
kurze Zwischenfrage: besteht die Möglichkeit im CB-Forum einen kleinen Pool zu starten - um einfach die Resonanz schneller einzufangen. Es lesen vielen, antworten aber nur wenige...
 
Benni22 schrieb:
Kann er jetzt auch schon. Nur heißen die Six-Cores nicht i9. Siehe CB-Test Intel i7 980X.

Nicht nur. Siehe Test oben.

Nein. Die i7 Lynnfields sind auch in 45nm gefertigt.

Ok, Danke Benni22.
Ich bin da irgendwie mit den Fertigungsprozessen durcheinandergekommen.
Stimmt. Alle Bloomfield und Lynnfield sind mit 45 nm.
Nur die ganz neuen Gulftown und Clarkdale sind 32 nm (wobei bei denen kein erschwinglicher i7 dabei ist...)
 
neuerUser schrieb:
...nur um sicherzugehen, ob ich alles richtig verstanden habe:
- der Sockel 1366 wurde vor dem 1156 von Intel veröffentlicht.
- daher kamen auch zuerst die i7-9xx für den Sockel 1366 raus
- Sockel 1366 kann NUR i7-9xx (im Moment, evtl. später noch i9)
- Sockel 1156 kann i3, i5 und i7-8xx (was meiner Meinung nach Schwachsinn ist, das die auch i7 haben aber naja)
- die i7-9xx sind die Bloomfields und sind im 45-nm Fertigungsprozess hergestellt, was gegenüber 32-nm einen höheren Energieverbrauch zur folge hat/ haben kann.

Bis hierhin ist noch alles richtig.

- die i7-8xx sind die Lynnfields mit 32-nm

Falsch. Die i7-8xx sind in 45nm gefertigt. Es gibt 32nm-CPUs für den S1156, sdie 8xx gehören jedoch nicht dazu.

- Sockel 1366 kann Tripple-Channel RAM ansprechen - d.h. man braucht mindestens 3 RAM-Dimms vom selben Hersteller, Taktrate, ...

Auch nicht ganz richtig, denn man braucht nicht zwingend drei Module. X58-Boards unterstützen auch Dual-CH. Aber natürlich möchte man auch TriCH nutzen, wenn es unterstützt wird, von daher nimmt man drei Module. Deine Ausführung hörte sich dahingehend an, da man drei Module nutzen müsse... .

- Sockel 1156 hat nur Dual-Channel - wobei man aber einen Unterschied zwar messen aber in der Praxis nicht merken würde.

Richtig, S1156 bietet nur DualCH. Gerade bei Deinen eingangs erwähnten Rechenintensiven Programmen wirst Du den Unterschied allerdings sehr wohl spüren. In Games spürst Du ihn (noch) nicht.



Zu Deiner Frage nach dem richtigen Sockel: In Deinem Falle (gerade wegen der "rechenintensiven Programme") würde ich klar zum S1366 tendieren. Die höhere Bandbreite der Speicheranbindung ist für solche Programme höchst förderlich. Zudem haben sich S1366-CPUs im Durchschnitt als besser zu übertakten erwiesen, was im Falle von OC den Vorteil des besseren Turbo-Modus der S1156-CPUs negiert, der beim OC nämlich idR ausgeschaltet wird.

Und ja, X58-Boards sind deutlich teurer als P55 Boards. Meine Empfehlung für ein X58-Board gilt dem Gigabyte GA-X58A-UD3R, welches mit einem Preis von roundabout 180 € noch zur unteren Preisklasse zählt.

MfG,
Dominion.
 
Soll ich meine Fehler/ neuen Erkenntnisse oben ändern bzw. ergänzen um nicht die ganze Zeit antworten darauf zu erhalten?
 
nein, is schon iO.
die leute mögen es nunmal es zu verbessern, wenn sie es besser wissen.

Das regelt sich ganz von allein..
das gemecker fängt idR an, wenn zig mal über das selbe gesprochen wird.

mfG
 
Tyr43l schrieb:
die leute mögen es nunmal es zu verbessern, wenn sie es besser wissen.

:D.
Und der arme TO soll seinen Kopf dafür hinhalten... ;).


@ TO:

Das Löschen der fraglichen Punkte würde in diesem Falle gegen die Forenregeln verstoßen, da im Thread bereits Bezug darauf genommen wurde.
Du wirst sie also stehen lassen müssen...

... und den Kopf dafür hinhalten ;).

MfG,
Dominion.
 
dominion1 schrieb:
Bis hierhin ist noch alles richtig.
Und ja, X58-Boards sind deutlich teurer als P55 Boards. Meine Empfehlung für ein X58-Board gilt dem Gigabyte GA-X58A-UD3R, welches mit einem Preis von roundabout 180 € noch zur unteren Preisklasse zählt.

Ich habe mir mal vor knapp einem halben Jahr das GigaByte GA-EX58-UD5 angeschaut, was mir damals eigentlich schon recht gut gefallen hat.
Und da sich eigentlich da nicht viel getan hat, würde ich auch wieder dazu tendieren.
Aber wie gesagt: Mit Mainboards hab ich mich noch nicht intensiv auseinandergesetzt und kenne da gerade mal die Basics. Ich glaube das würde auch dem Foren-Titel nicht entsprechen nun darüber zu reden.

Aber danke für den Tipp mit dem GA-X58A-UD3R - werde ich mir mal zu Gemüte führen...

Ach das GA-EX58-UD5 hast du ja selbst verbaut dominion1. Na dann kann ja nichts schiefgehen dabei :)
 
Zuletzt bearbeitet: (Signatur gelesen...)
Japp, das EX58-UD5 hab ich selbst, ist ein sehr gutes Board.

Hat aber mit dem GA-X58A-UD5 bereits seinen Nachfolger gefunden. Wenn dann den Nachfolger wählen. ;)

MfG,
Dominion.
 
Ich würde gerne eine andere Komponente in den Raum werfen.

Ich hänge mich vorallem an den Punkt "rechenintensiv" auf. Anstatt auf ein "Consumer"-Board zu setzen, gebe es auch noch die Möglichkeit auf XEON's zu gehen.

Workstation/Server Boards bieten dir mehr Sockel (1366) als "normale" Boards. Zudem unterstützen sie mehr Speicheranbindung. Gut - spielen (Sound) dafür sind sie nicht ausgelegt - doch, verweigern werden sie es dir auch nicht.

Preislich gesehen, ist ein günstiges Workstationboard nicht teurer als ein Consumer-Board. Am Anfang kannst auch vorerst einen XEON draufpappen (die auch nicht teurer wie die i7 sind) und später aufrüsten..


Wie gesagt, nur ein Gedanke den ich einführen möchte.
 
Also um das mal kurz zusammenzufassen:
- beim Fertigungsprozess sind eigentlich alle i7 (egal ob Bloomfield oder Lynnfield) noch 45-nm. NUR i3, i5 Clarkdale (was mich aber nicht interessiert) und der i7 Gulftown (der aber mein Budget sprengt) sind 32-nm - das ist nur auf die iX Familie bezogen...
- Sockel 1366 würde mir unter Umständen Vorteile bringen, aber teurer sein und einen höheren Energieverbauch haben.
- Den Vorteil würde haben insbesondere wegen dem Tripple-Channel. D.h. ich würde dem Tripple Channel einen Vorzug geben obwohl i7-860 mit Turbo auf 3,46 GHz kommt gegenüber i7-930 mit 3,06 GHz (da ich dies mit Übertakten wieder rausholen kann)
- beim Sockel 1156 kann es evtl. zu Problemen kommen beim Übertakten - was nicht heißt, dass der 1366 immer davon verschont ist
- ...
 
Die Probleme mit dem durchbrennen passieren nur beim häufigen Prozessorwechsel, also da brauchst du dir keine Sorgen zu machen.

Falls deine Programme Multi-Core System unterstützen würde sich der i7 930 mehr lohnen, weil sein SMT (laut CB-Test) ein wenig besser skaliert.
 
@ neuerUser:

Beim S1156 kommt es zu keinen Problemen beim Übertakten, Du erreichst im Durchschnitt einfach nicht so gute Ergebnisse.

Ansonsten hast Du alles richtig verstanden.

Wäre noch hinzuzufügen, dass Du durch Undervolting den Stromverbrauch senken kannst. Und die i7-9xx-Reihe erreicht idR trotz Undervoltings immer noch passable OC-Ergebnisse.
So könntest Du zB versuchen den 930 auf 3,5 Ghz bei gleichzeitiger Absenkung der VCore zu bringen.

MfG,
Dominion.
 
daishi schrieb:
Ich hänge mich vorallem an den Punkt "rechenintensiv" auf. Anstatt auf ein "Consumer"-Board zu setzen, gebe es auch noch die Möglichkeit auf XEON's zu gehen.

Das mit dem Rechenintensiv sollte ich vielleicht ein wenig revidieren:
Ich hab ja immer noch meine Kiste auf Arbeit stehen. Und daher muss mein Heim-Rechner nicht 24/7 solche Sachen machen.
Eigentlich soll es ein High-End-Rechner werden, der bei Bedarf (sagen wir mal 3/4 - falls man das so angeben darf :) - gemeint ist 3 Stunden an 4 Tagen in der Woche) sowas mal ausführen kann.
Der Rest, also Spiele (neue wie ältere, da ich in den letzten Jahren da einiges verpasst habe - wie z.B. Crysis), TV, "normale" Bildbearbeitung - HDR, mal nen Film schauen, wäre dann der "Standard"
 
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