Soll ich den Schritt zu Apples MacBooks nochmal wagen?

bandchef

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Hi,

kurz eine Vorgeschichte:

Ich hatte vor rund zehn Jahren ein 13" MacBook mit Snow Leopard. Unter macOS wurde das Gerät im Normalbetrieb nie wirklich warm und lief sehr zuverlässig. Da ich aber viele Windows‑Programme brauchte, habe ich es damals etwa 80 % der Zeit über Boot Camp unter Windows genutzt. Die Hardware war absolut top, aber langfristig bin ich dann irgendwann komplett auf Windows gewechselt.

Vor etwa fünf Jahren bin ich deshalb auf ein Dell‑Laptop mit Windows 11 umgestiegen. Damit war ich soweit zufrieden – bis ich vor ein paar Monaten in die Musikproduktion eingestiegen bin. Viele meiner Musikerkollegen nutzen Logic Pro und schwören darauf, und je mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto klarer wurde mir: Wenn man Logic Pro nutzen möchte, kommt man um Apple‑Hardware praktisch nicht herum. Wirklich gleichwertige Alternativen gibt es laut den meisten Produzenten nicht.

Und nun:
Deshalb überlege ich jetzt ernsthaft, wieder ein MacBook zu nutzen – vor allem, um Logic Pro nutzen zu können und ein möglichst ruhiges, stabiles System für die Musikproduktion zu haben. Da ich mir fast sicher bin, dass ich mich nach wie vor nicht mit Apples BS arrangieren kann (auch wenn ich das Handy und Pad habe!), dass ich alles abfahren kann (zum Teil Programme die es für Mac nicht gibt bzw. ich sicherlich nicht kaufen werde usw. usf.).

Welche MacBooks kämen für mich in Frage, wenn es 100% nur um Logic Pro geht? Am interessantesten wirken auf mich das Neo und das Air. Beim Neo weiß ich halt nicht, ob dessen Performance für Logic reicht.
 
Apple Logic Pro ist eine Sequenzer-Software für Apple, aktuell in der Version 12.
Willst du diese Software einsetzen, wäre es ratsam Apple Hardware zu nutzen.
Kostet aktuell 230€.
https://apps.apple.com/de/app/logic-pro/id634148309?mt=12

Eine der bekanntesten Alternativen für die Windows Welt ist natürlich Steinberg Cubase Pro, aktuell in der Version 15.
Kostet aktuell 540€.
https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/art-PCM0018659-000
https://www.thomann.de/de/steinberg_cubase_pro_15.htm

Wenn man noch über den Tellerrand hinausschaut, gäbe es noch Avid Pro Tools.
Die Software macht aber nur dann Sinn, wenn man auch die dazu gehörende Hardware von Avid einsetzt.

Wenn es um ein MacBook für Logic Pro geht, ehrliche Meinung, dann wäre ich ehr bei einem MacBook Pro mir viel Arbeitsspeicher...
Wenn du das wirklich (semi-)professionell nutzen willst.
z.B. https://geizhals.de/apple-macbook-pro-16-2-z1mz-a3750094.html o.ä.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin jetzt kein Experte in Sachen Musikbearbeitung/Logic Pro, aber mir waeren die 8GB Ram beim Neo langfristig zu wenig. Unter einem Air mit mindestens 16GB Ram und 512GB/1TB wuerde ich bei Apple nicht einsteigen, wenn damit produktiv gearbeitet werden soll.

Das Neo sehe ich eher als ein Uni Notebook bzw. zum Surfen & Co. und nicht fuer produktive Arbeiten.
 
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bandchef schrieb:
Beim Neo weiß ich halt nicht, ob dessen Performance für Logic reicht.
Das kommt drauf an was man in Logic macht. Generell kann man durchaus Logic darauf nutzen. 8GB RAM sind halt irgendwann zuende.

Alternativ:
Reaper auf Windows/Linux/MacOS und einem Laptop deiner Wahl.
Reaper ist Logic Pro mindestens ebenbürtig, deutlich günstiger (60$*) und dafür musst du nicht zu MacOS.
Das alle in deinem Umfeld Logic pro nutzen, hat nichts mit Logic per se zu tun. Ein Haufen Leute nutzen VLC obwohl es absoluter Müll ist. Es ist einfach nur Gewohnheit. Reaper ist hingegen aktuell definitiv die beste Wahl wenn du in eine neue DAW einsteigen willst.

*You may use the discounted license if:
  • You are an individual, and REAPER is only for your personal use, or
  • You are an individual or business using REAPER commercially, and yearly gross revenue does not exceed USD $20,000, or
  • You are an educational or non-profit organization.
 
Zuletzt bearbeitet:
bandchef schrieb:
bis ich vor ein paar Monaten in die Musikproduktion eingestiegen bin.
Ich glaube, die Stelle musst du etwas ausdefinieren. Was für Projekte machst du aktuell und wie soll sich das in der Zukunft ändern? Ich würde auch stark zum MacBook Pro tendieren, aber mindestens zum Air.
 
Obwohl man sagen muss, dass das neue Air mit dem M5 Chip sowohl Thunderbolt 4 als auch den N1 bekommen hat. Dadurch muss es nicht mehr unbedingt das Pro sein.
 
bandchef schrieb:
Da ich mir fast sicher bin, dass ich mich nach wie vor nicht mit Apples BS arrangieren kann
Die paar anderen Klicks wird man wohl ertragen können, wenn es nur um ein Programm geht.
bandchef schrieb:
dass ich alles abfahren kann (zum Teil Programme die es für Mac nicht gib
Mach doch mal ne Liste.
bandchef schrieb:
Welche MacBooks kämen für mich in Frage, wenn es 100% nur um Logic Pro geht?
Mindestens ein AIR, aber was machst du mit welchem Umfang ist halt wie immer die Frage.
Und andere Frage wäre halt, ob du nicht sowieso eher einen Macmini oder ähnliches nutzen könntest, da ist man halt nicht mehr mobil.
 
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bandchef schrieb:
(zum Teil Programme die es für Mac nicht gibt bzw. ich sicherlich nicht kaufen werde usw. usf.).
Was nutzt du denn?

Deine letzte Erfahrung ist über 10 Jahre her (Snow Leopard ist von 2009 (!)), das sind 17 Jahre und in der Zeit hat sich wirklich einiges geändert, u.A. auch die Softwareverfügbarkeit.
 
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bandchef schrieb:
Und nun:
Deshalb überlege ich jetzt ernsthaft, wieder ein MacBook zu nutzen – vor allem, um Logic Pro nutzen zu können und ein möglichst ruhiges, stabiles System für die Musikproduktion zu haben. Da ich mir fast sicher bin, dass ich mich nach wie vor nicht mit Apples BS arrangieren kann (auch wenn ich das Handy und Pad habe!), dass ich alles abfahren kann (zum Teil Programme die es für Mac nicht gibt bzw. ich sicherlich nicht kaufen werde usw. usf.).
Muß es unbedingt Logic sein? Cubase (gibts auch für Apple) ist auch super, und Du hast unter Windows einfach mehr anderen Alternativen wie Studio One, Cakewalk, Bitwing, Ableton, Sampitude, Reaper usw. Und man hat auch viel mehr andere Zusatzprogramme wie Plugins unter Windows zur Verfügung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aktuell nutze ich Reaper tatsächlich auf meinem Windows 11 Laptop.
BalthasarBux schrieb:
Was für Projekte machst du aktuell und wie soll sich das in der Zukunft ändern?
Aktuell nehme ich vor allem Instrumente und Gesang im Bandkontext auf, aus denen wir dann kleine Videos basteln. Und das alles auf, ich nenne es mal, "semi-profesionellen Niveau", aber schon mit gewissen Anspruch. Ich selbst habe bisher mit Recording/Mixing/Mastering wenig Erfahrung, generell aber sehr großes Interesse dort weiter einzusteigen.
user_zero schrieb:
das neue Air mit dem M5 Chip sowohl Thunderbolt 4 als auch den N1 bekommen hat.
Und das ist halt genau der Punkt: Ich weiß nicht, auch wenn man nicht viele Plug-Ins in Logic benutzt, ob dann das Neo überhaupt länger ausreichen würde? Wenn ich mir ein neues Laptop zulege, soll das nicht nach 1 oder 1,5 Jahren sich dann outdatet anfühlen, wovor ich beim Neo tatsächlich Angst habe - unabhängig ob Logic nun das Hauptprogramm ist.
Toms schrieb:
u.A. auch die Softwareverfügbarkeit.
Ich schreibe meine Songsheets mit einer massiv veralten Office Version für Windows die ich mit VBA-Makros automatisiert habe. Das birgt unter anderem auf dem MacBook dann zwei Probleme:
  • Ich brauch ein Office (kaufen = zusätzliche Kosten), wenn ich es nicht kaufe, laufe ich Gefahr, dass ich die Automatisierung verliere, worauf ich nicht verzichten wollen würde
  • Ich benutze ein NAS worauf ich alles ablege und zumindest von früher kann ich mich erinnern, dass NAS Zugriffe bzw. Schreiben auf Datenträger (HDD, Sticks) immer problematisch war, so lange nicht das Mac Dateisystem auf dem jeweiligen Datenträger formatiert war. Sowas brauch ich und will ich auch gar nicht, weil bei mir einfach alles auf Windows ausgelegt ist.
  • Ich wüsste bspw. auch gar nicht ob das MacBook mit dem Stick umgehen kann, auf den der Digital-Mixer die Probenmitschnitte abspeichert, was unter anderem essentiell für mich wäre.
  • Auch Excel ist so ein Thema: Ich hab privat vieles in Excel-Listen (gleiche veraltet Office Version, aber geht und taugt!) - eben so essentiell was vom MacBook beherrscht werden müsste.
 
Dein Anwendungsgebiet ist klar auf Produktivität ausgelegt - und selbst wenn es eher "semi-professionell" ist, wäre das für mich schon genug, zu sagen, dass 8 GB am Anfang vielleicht noch reichen könnten, sobald man aber doch etwas tiefer eintaucht oder man mehr machen möchte, direkt am Limit ist.
Das Neo ist wirklich ein solides Gerät für jeden der nur ein bisschen surft, tippt und vielleicht hobbymäßig hier und da mal ein Bild o.ä. bearbeitet. Quasi "on the fly".
Aber bei dir sehe ich halt mindestens das MBA. Das muss auch gar nicht das M5 sein. Man kann da auch (noch) zum M4 greifen. Für 850-900 Euro ist das mit 16/256 kaum teurer als das Neo und bietet für dich aber einfach mehr.
 
Die meisten Funktionen rund um Audio brauchen kaum Leistung. Auch auf nem PowerMac G3 mit 300MHz und 64MB Ram lief anno 2000 Logic (damals noch Emagic) problemlos für Audio/Midi Aufnahmen mit vielen Spuren und Effekten. Ich habe selbst auch lange auf MacBooks mit 4/6/8GB Logic genutzt und hatte da keine Probleme. Wo es eng wird: sehr große sample libraries, anspruchsvolle Plugins (Faltungshall, etc.) oder die neuen KI Funktionen (noch nicht selbst genutzt). Selbst wenn man mal in einen cpu overload rennt, so ist das für gewöhnlich auf eigene Fehler zurückzuführen und man sollte einfach Bus/Aux für Effekte nutzen anstatt Effekte einzeln auf jede Spur anzuwenden oder Spuren freezen. Von der Performance sollte das Neo die allermeisten Fälle abdecken können, aber wenn man nebenher doch noch nen Browser und ähnliches offen haben will ist das Air mit M5 und 16GB ne solide Wahl.
 
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bandchef schrieb:
ob dann das Neo überhaupt länger ausreichen würde
Ein Neo ist ein Surfmaschine und nichtmals eine Schreibmaschine.

Da ist die Sorge mit reicht nach 1,5 Jahren nicht mehr wirklich angebracht.
bandchef schrieb:
Ich selbst habe bisher mit Recording/Mixing/Mastering wenig Erfahrung, generell aber sehr großes Interesse dort weiter einzusteigen.
Dann solltest du dir nicht Steine in den Weg legen und zumindest das kleinste Air nehmen, das ist mit um die 800-850€ immer zu bekommen.


bandchef schrieb:
Ich brauch ein Office (kaufen = zusätzliche Kosten), wenn ich es nicht kaufe, laufe ich Gefahr, dass ich die Automatisierung verliere, worauf ich nicht verzichten wollen würde
VBA wird über kurz oder lang hoffentlich überall rausfallen, das wäre aber gut über offene Officedatei-Formate und eine KI in kleine Skripte umzustellen.
bandchef schrieb:
Ich benutze ein NAS worauf ich alles ablege und zumindest von früher kann ich mich erinnern, dass NAS Zugriffe bzw. Schreiben auf Datenträger (HDD, Sticks) immer problematisch war, so lange nicht das Mac Dateisystem auf dem jeweiligen Datenträger formatiert war. Sowas brauch ich und will ich auch gar nicht, weil bei mir einfach alles auf Windows ausgelegt ist.
Da erinnerst du dich falsch mit der Formatierung.
bandchef schrieb:
Ich wüsste bspw. auch gar nicht ob das MacBook mit dem Stick umgehen kann, auf den der Digital-Mixer die Probenmitschnitte abspeichert, was unter anderem essentiell für mich wäre.
Welcher Mixer? Aber ich gehe mal ganz fest davon aus, weil es wahrscheinlich irgendwas mit ASIO nutzen wird.
bandchef schrieb:
Auch Excel ist so ein Thema: Ich hab privat vieles in Excel-Listen (gleiche veraltet Office Version, aber geht und taugt!) - eben so essentiell was vom MacBook beherrscht werden müsste.
Gibt doch genügend Excelkompatible Programme for free, das ist ggü der VBA-Sache kein Ding.
 
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bandchef schrieb:
  • Ich benutze ein NAS worauf ich alles ablege und zumindest von früher kann ich mich erinnern, dass NAS Zugriffe bzw. Schreiben auf Datenträger (HDD, Sticks) immer problematisch war, so lange nicht das Mac Dateisystem auf dem jeweiligen Datenträger formatiert war. Sowas brauch ich und will ich auch gar nicht, weil bei mir einfach alles auf Windows ausgelegt ist.
Das ist absolut kein Problem. Du greifst auf das NAS genauso per SMB zu wie mit Windows auch.

bandchef schrieb:
Ich wüsste bspw. auch gar nicht ob das MacBook mit dem Stick umgehen kann, auf den der Digital-Mixer die Probenmitschnitte abspeichert, was unter anderem essentiell für mich wäre.
Solange du den Stick nicht mit NTFS formatierst sondern exFAT wirst du in keine Probleme reinlaufen. macOS kann standardmäßig NTFS lesen, aber nicht schreiben. Da müsstest du einen extra Treiber installieren. Ansonsten alls fein
 
Also Fazit bis hier hin: Das Neo ist für Deine Zwecke nicht die richtige Wahl. Lieber ein Air mit M4 oder M5. Sollte das Budget da sein, dann das 14 Pro mit M5. Standard-Konfig mit 16 GB RAM wird Dir genügen.
 

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