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NewsSpeicher aus Deutschland: FMC macht aus Qimondas Erbe den ferroelektrischen DRAM+
Die Unternehmen FMC und Neumonda wollen wieder Halbleiter-Speicher aus Deutschland etablieren. Dafür auserkoren wurde eine Technik aus dem Erbe von Qimonda: der sogenannte DRAM+, eine Variante des ferroelektrischen Speichers (FeRAM), die Qimondas Hafniumoxid-Technologie nutzt.
ich hatte in meinen Spezialvorlesungen zu dem Thema schon vor jahren tiefere einblicke und war begeistert von diesen neuen anwendungen. Das war ja auch bei 3D Xpoint aka Phasenwechsdelspeichern der fall. dort scheiterte es am ende an den Kosten aber hier muss sich zeigen wie billig oder teuer das ist nachdem es skaliert wurde und so es dann einsetzbar ist.
endlich mal vernünftiger und Nand-unabhängiger Cache wäre mal was. oder ein RAM mirror in servern der exakt so groß wie der eigentlich RAM ist und permanent sichert für den fall dass mal der strom ausfällt.
Ansonnsten könnte man ganze dissertationen über die materialien und prozesse schreiben die hier zum einsatz kommen. gibt auf der welt wenig spannenderes als materialwissenschaft im bereich der Elektronik
Das wäre eine Revolution wenn das wirklich funktioniert. Wenn die Geschwindigkeit stimmt müssen nur noch die ganzen anderen Hersteller mitmachen damit ds auf den Markt kommt. Das dürfte schwieriger sein wie die Entwicklung.
Es ist alles darauf ausgelegt RAM und Festspeicher zu haben. Wenn das vereint würde, müsste einiges geändert werden oder? Ich habe noch nie etwas Programmiert wo ich mir um darum gedanken machen musste etwas in den Ram zu laden oder daraus anzufordern.
Ein RAM, der zumindest den Kern des OS enthalten kann, weil er persistent ist, klingt ja gut. Als Cache in Festplatten wure aber nicht ohne grund DRAM nie eingesetzt - die Speicherdichte kann mit Flash einfach nicht mithalten.
Da ich hierzulande wenig im Thema stecke: Werden die Gesellschaft und Technologie bereits auf staatlicher Ebene subventioniert?
Sollte der Ansatz konkurrenzfähig sein und funktionieren wäre das ein erster Schritt in Richtung 'Halbleiterstandort Germany'. Und das wäre sehr zu begrüßen.
Das Problem ist wie immer Economy of Scale, in dem Fall die schiere Menge an DRAM und Flash-Speicher, der bereits von vielen Marktteilnehmern erfolgreich seit Jahrzehnten produziert wird. Gegen die müsste sich FMC behaupten.
Abseits davon sei noch darauf hingewiesen, dass eine Backup-Batterie bei DRAM den gleichen Effekt erzielt. FeRAM steht gar nicht im Wettbewerb mit DRAM, sondern mit Flash-Speicher, und löst dort das Problem der begrenzten Zahl an Schreibzyklen.
Ergänzung ()
Rickmer schrieb:
Ich stelle mir das grade für Mobilgeräte vor... das könnte den Standby komplett revolutionieren.
Das würde gar nichts revolutionieren, Mobilgeräte beinhalten bereits eine Batterie mit der über Wochen oder Monate der Zustand des RAM erhalten werden kann. Was meinen Sie, was passiert, wenn Sie den Deckel vom Laptop zumachen? Bzw wann haben Sie sich das letzte Mal sagen gehört, "ich wünschte, ich könnte mein Laptop Jahrzehntelang nicht benutzen und dann an der gleichen Stelle weitermachen, wo ich aufgehört habe"?
Das würde gar nichts revolutionieren, Mobilgeräte beinhalten bereits eine Batterie mit der über Wochen oder Monate der Zustand des RAM erhalten werden kann. Was meinen Sie, was passiert, wenn Sie den Deckel vom Laptop zumachen?
Mir ging es explizit darum, dass dieser Schritt nicht notwendig wäre und daher Geräte einen 'sleep' Zustand deutlich länger halten könnten weil der RAM kein Power braucht und trotzdem keine Daten verliert.
Der Unterschied ist, dass das Gerät schneller wieder läuft als du den Deckel vollständig aufklappen kannst.
graealex schrieb:
Ich versuche gar nichts, ich weise lediglich darauf hin, dass FeRAM mit nichts außer dem gescheiterten Optane konkurriert, und es daher schwierig haben wird, sich am Markt zu behaupten.
Und ich behaupte das exakte Gegenteil, da Optane zwar deutlich bessere Latenzen hat als unsere aktuellen SSDs, aber dennoch keinenfalls mit RAM gleichwertig ist.
graealex schrieb:
FeRAM steht gar nicht im Wettbewerb mit DRAM, sondern mit Flash-Speicher, und löst dort das Problem der begrenzten Zahl an Schreibzyklen.
@Rickmer Ich sehe halt die Revolution hier nicht, wie mit dem anderen Teilsatz eingeworfen. Können ja jetzt rechnen, wie viele Sekunden Unterschied es macht, wenn ein z.B. MacBook mit 8GB RAM seinen Hauptspeicherinhalt auf die (ziemlich flotte) SSD schreiben muss, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückzukopieren. Zumal meine persönlichen Erfahrungen, wie lange ein Laptop im reinen Standby bleiben kann, anders sind.
Ich bleibe bei der These: FeRAM konkurriert nicht mit DRAM, da LPDDR plus Batterie das Problem weitestgehend gelöst hat, sondern höchstens mit Flash-Speicher. Der fehlende Bedarf, oder zumindest die fehlende Wirtschaftlichkeit von Flash-Speicher mit z.B. 10x Endurance wurde von Optane bewiesen. Die Wirtschaftlichkeit wird auch hier das Problem sein, wenn Hersteller sich mit DRAM+Batterie+Flash eine Lösung zusammenschustern können, die eventuell nur einen Bruchteil kostet.
Und natürlich die These, dass es sich hier bei der Erwähnung von "KI" und "DRAM+" nur um Marketing-Gewäsch handelt, um Investoren zu fischen. Die wichtige Neuerung wurde ja erwähnt: Kompatibilität mit bestehenden DRAM-Nodes und vor allem 10nm.
Viele Forenmitglieder haben dir mehr oder weniger deutlich mitgeteilt, dass die von dir gestellten Fragen bereits in Sammelthreads und anderswo beantwortet sind,
Können ja jetzt rechnen, wie viele Sekunden Unterschied es macht, wenn ein z.B. MacBook mit 8GB RAM seinen Hauptspeicherinhalt auf die (ziemlich flotte) SSD schreiben muss, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückzukopieren.
Auch die Minimalkonfiguration hat jetzt 16GB, AI sei dank
Abgesehen davon dürfte das die Poweruser am meisten interessieren - und bis zu 128GB RAM zurück zu schreiben dauert dann schon was länger.
graealex schrieb:
Zumal meine persönlichen Erfahrungen, wie lange ein Laptop im reinen Standby bleiben kann, anders sind.
Ich rede ja auch explizit von sleep, nicht standby
graealex schrieb:
Ich bleibe bei der These: FeRAM konkurriert nicht mit DRAM, da LPDDR plus Batterie das Problem weitestgehend gelöst hat, sondern höchstens mit Flash-Speicher.
Da bin ich anderer Meinung und den Folien nach der Hersteller auch, da alle dargestellten Produkte als DRAM oder Cache beschriftet sind.
graealex schrieb:
Die Wirtschaftlichkeit wird auch hier das Problem sein, wenn Hersteller sich mit DRAM+Batterie+Flash eine Lösung zusammenschustern können, die eventuell nur einen Bruchteil kostet.
Laptops mit der Menge an Speicher sind rar. Aber nehmen wir mal an, es wäre so, dann müssten die 128 GB FeRAM mindestens die gleichen Anforderungen erfüllen, die der LPDDR-Speicher heute schon erfüllt, bzgl. Platzbedarf, Preis, Stromverbrauch, etc.
Rickmer schrieb:
Ich rede ja auch explizit von sleep, nicht standby
ChatGPT sagt mir, dass eine sehr pessimistische Annahme für den Stromverbrauch von aktuellem LPDDR im Ruhemodus/Sleep/Standby (wie auch immer du es nennen willst?) bei 16GB 30mW sind. MacBooks haben eine Kapazität von um die 50 Wh. Je nach Projektion ist das ein Stromverbrauch von 69-416 Tagen. Das MacBook geht also wohl in Hibernation, weil es technisch so designt wurde, und nicht weil der LPDDR-Speicher es voraussetzt aufgrund hoher Stromaufnahme.
Rickmer schrieb:
Aus Erfahrung kann ich dir sagen: Die Batterie ist kaputt.
?
Also, ich hatte einige Festplatten die DRAM als Cache hatten. Nix besonderes. Eigentlich sogar gängige Praxis.
Nachteil ist halt das alles was im Cache ist nach einem unerwarteten abbruch der Stromzufuhr unwiederbringlich weg ist.
Mir ist keine Festplatte bekannt die Flash als Cache nutzt. Zu langsam, zu teuer.
. Es gab mal so Hybrid Dinger Festpalle mit Flash, aber das war mehr so nen übergangs Ding als SSDs gerade noch sehr kostspielig waren.
Nein, das sehe ich anders. Es ging nicht nur um die CPU, sondern ums spezielle System. Aber gut, ich muss mich von dir nicht belehren lassen. Viel Spaß noch.
Ich verwende seit Jahren FeRAM, aber in hochspezialisierten Sensor- und Steuergeräten in der Industrie und Autotomatisierung. Das sind Anwendungsfälle, in denen man 20€ pro MB ausgibt, weil die Technologie hier ihre vollen Stärken ausspielen kann.
Ich sehe nicht, dass sich FeRAM jemals für klassische Desktop oder Laptop Computer-Hardware rechnen wird. Selbst wenn die Speichergröße pro Preiseinheit um den Faktor 1.000.000 besser werden sollte, warum auch immer das eintreten sollte.