Obwohl ich ghecko erstmal in seinen Ausführungen Korrektheit unterstelle

, sehe ich es an einigen Stellen etwas anders.
Das Digitalisieren eine Musiksammlung ist je nach Größe irgendwo schon recht aufwendig. Also von der Zeit her. Auch ordentlich mit tag versehen sollte alles sein und ggf. möchte man das Cover noch dazu haben. Unterm Strich kommt man mitunter einfacher, einfach ein Spotifyabo abzuschließen (oder dergleichen).
Nebensächlich problematisch betrachte ich auch, dass dann der Rechner ständig läuft und Energie kostet, wenn man Musik hört. Wenn er im gleichen Zimmer steht kann er bei der Musikwiedergabe je nach Lautstärke der Lüfter beim Musikgenuss stören. Das gleiche gilt übrigens auch für standalone player. Jenachdem, wie man es aufstellt und wie das Zimmer beschaffen ist, sollte man da auch etwas drauf achten.
Ich finde das auch nicht verkehrt, wenn man sich einen CD-Player kauft und dann wirklich von CD hört. Das hat bei mir einen psychologischen Effekt - wenn der Rechner an ist, neige dazu, ich mich beim Musikhören ablenken zu lassen. Dagegen Rechner aus, Störgeräusche weg, CD reingelegt, aufgedreht - hat was. Weiß nicht, ob dir das auch so gehen würde.
Vorteil vom Rechner / Streaming ist definitiv die Möglichkeit, schnell und einfach neue Playlisten zusammenzustellen zu können.
Ich habe mir vor etlichen Jahren den Einsteiger CD Player von Onkyo (ca. 200€) gekauft, der meiner Meinung nach am Verstärker immer noch besser klingt, als mein Rechner am AVR, am DAC oder an der Soundkarte.
Von daher würde ich persöhnlich den klassischen Weg gehen: CD-Player (wirklich CD und keinen BD/DVD) + Verstärker + Lautsprecher. Oder alternativ CD-Player + Aktivlautsprecher.
Wenn man da auf die Anschlüsse achtet, kann man ggf. einen USB Stick anschließen, oder hat noch Anschlüsse für weitere Geräte frei, um später mal was erweitern zu können.
Ansonsten würde ich die Vorauswahl der Lautsprecher vor allem auf den räumlichen Gegebenheiten treffen. Hier sind die Raumgröße, geplanter Hörabstand (zum Lautsprecher), deine Hörgewohnheiten (Laut, leise, basslastig, Musikstil etc..) und die Platzverhältnisse von größerer Bedeutung. Grundriss ist auch immer hilfreich. Zu große Lautsprecher, in einem kleinem Zimmer, mit Dachschrägen und du hast mitunter gleich eine Wummerbude. Daher wäre das nicht schlecht, wenn wir sowas vorher wüssten.
Vom Grundgedanken her hat ghecko aber schon die gängigen Lautsprecher aus dem Preissegment genannt. Der Onkyo Verstärker dürfte für einen Einsteiger wohl in Ordnung sein. Ich hatte mal den Denon 720AE im Test. Der hat bei höheren Lautstärken recht stark geklirrt. Von daher würde ich je nach Raumgröße, Wirkungsgrad des Lautsprechers bzw. gewünschter Lautstärke nicht allzuviel erwarten. Aber das lässt sich kaum besser machen in dem Preissegment (denke ich zumindest).
Zur Vollständigkeit halber: Du könntest es auch ganz einfach machen: Einen CD-Player kaufen (oder allgemein ein Gerät deiner Wahl zu Wiedergabe) und daran Aktivlautsprecher hängen.
Zum Beispiel die
Adam Artist 6. Die haben je nach Hörgewohnheiten ihren Reiz. Knackig, super Hochtöner und ausreichend gute Elektronik enthalten.
Wenn Standboxen zu groß sind oder sich nicht integrieren lassen: Es gibt auch höherwertige Microanlagen (also eigentlich das, was du gesucht hast). Ich meine mich daran erinnern zu können, dass die Yamaha Piano Craft recht akzeptabel waren. Das ist praktisch alles enthalten. Netzwerk, CD-Player, Radio, AUX, USB. Weiß leider nicht, ob die aktuellen Geräte noch zu gebrauchen sind. An Standboxen kommen sie klanglich mit Sicherheit aber nicht heran.
Noch zum Thema Standlautsprecher: Gerade beim reinen Musikhören sind Standlautsprecher eigentlich am besten (oder reichlich gute Regallautsprecher). Sie haben den Vorteil, dass sie den gesamten Frequenzbereich der Musik abdecken, i.d.R. Pegelfest sind und man sich die Ständer spart, die man für Regallautsprecher eigentlich braucht, um sie auf die korrekte Höhe zu bekommen.
Ein Regallautsprecher kommt mitunter auf eine untere Frequenz von 45-65 Hz. 50 sind für einen normalgroßen passiven Regallautsprecher schon ok, aber untenrum fehlt trotzdem noch etwas benötigte Essenz. In größeren Räumen fehlt dann einfach die Membranfläche, um noch "Eindruck schinden" zu können. Der Teufel geht laut technischer Daten lediglich bis 70 Hz, was eigentlich als Stereolautsprecher zum Musikgenuss wirklich zu wenig ist.
Man kann auch einen Subwoofer in Verbindung mit zwei kleinen Regallautsprechern verwenden. Es ist aber das deutlich unrundere Ergebnis und es ist schwieriger, da eine gute Kombination hinzubekommen. Ein Subwoofer verursacht auch im Raum meist gewisse Probleme.
@ghecko
Sorry - muss einfach fragen: Der mittlere "Standlautsprecher" aus deinem Bild kommt mir irgendwie bekannt vor. War der mal in der Klang&Ton als Projekt? Was sind das für Basstreiber und welchen Tiefgang macht das Teil so?