Strom- und Gasanbieter wechseln problematisch?

Sebbo-

Lt. Commander
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Ich wohne seit dem 01.08. in meiner ersten eigenen Wohnung zusammen mit meiner Freundin.
Wir haben relativ viele technische Geräte und das Warmwasser im Badezimmer wird durch einen Durchlauferhitzer im Badezimmer über Strom aufbereitet.
Zusätzlich ist meine Freundin ne kleine Frostbeule und wird im Winter bestimmt überall schön die Heizungen aufdrehen ;)
Man hört ja immer wieder, dass man durch den Wechsel des Strom- und Gasanbieters viel Geld sparen kann.

Wir zahlen im Monat 100 € Strom und 100 € für Heizung als Vorauszahlung (90 m² Wohnung).

Wenn ich bei check24 nach günstigen Tarifen suche (mit fiktiven Verbrauchszahlen) werden mir sowohl bei Strom als auch bei Wasser Jahrestarife von rd. 500 € angezeigt und mein aktueller Tarif bei den stadtwerken soll ca. jeweils 750 € kosten.

Einerseits frage ich mich jetzt natürlich warum ich 100 € monatlich im Voraus bezahle wenn der Tarif nur 750 im Jahr kostet und andererseits ob ich nun einfach den günstigsten aus der Liste auswählen kann und dadurch dann mit wenigen Mausklicks nochmal ein paar hundert Euro sparen kann?
Oder muss man da wieder auf Kleinigkeiten achten, z.B. das man irgendwelche Verbrauchswerte nicht überschreitet, weil es sonst wieder teurer wird als bei den Stadtwerken oder so?
Kenne mich da wirklich null aus, würd mich über ein paar Tipps freuen.
 
Also bei Tarifen mit Vorkasse würde ich gleich mal wechseln, denn das geht wirklich gar nicht und deutet auf eine schlechte finanzielle Lage des Anbieters hin (ich verweise da mal auf TelDaFax Strom).

Den Anbieter wechseln ist an sich sehr einfach. Für gewöhnlich gibt es vom neuen Anbieter ein Antragsformular, das du nur ausfüllen musst und an den neuen Anbieter schicken musst. Alles andere macht dann der neue Anbieter für dich.

Du solltest auf jeden Fall einen Anbieter wählen, der einen monatlichen Abschlag berechnet und keinen, der Vorauskasse verlangt, vor allem keine Vorauskasse für mehrere Monate oder gar ein ganzes Jahr, das ist total unseriös.

Dann gibt es noch Anbieter, die einen einmaligen Wechselbonus anbieten, der wird aber für gewöhnlich erst nach einem Jahr Vertragslaufzeit gezahlt und liegt in der Regel je nach Anbieter zwischen 20 und 100€.
Noch wichtiger ist aber eine Preisgarantie. Mittlerweile gibt es Angebote mit Preisgarantie bis Mitte 2013 oder zwei Jahre ab Lieferungsbedingung. Eprimo bietet so was beispielsweise an.
 
Die 100 ,- im Monat sind ja deine Abschläge. Das ist ja eigentl. normal.
Vorkasse ist wenn man 1-2 Jahre im Vorraus bezahlen soll was man auf keinen Fall machen sollte (wie beim bereits erwähnten Beispiel TelDaFax Strom)
Ich kenn deinen Tarif nicht aber wenn du zuviel zahlst solltest du die Differenz nach einem Jahr zurück bekommen.
Wir haben erst letzte Woche unseren Gasanbieter gewechselt. Eprimo..... es gibt einen recht aktuellen Test bei Finanztest oder Stiftung Warentest, weiss nicht mehr.

Zu wechseln ist einfach, beim neuen Anbieter anmelden und der kümmert sich um den Rest.
 
Kann man denn den billigsten Tarif einfach nehmen wenn keine Vorauskasse verlangt wird?
Oder muss man da noch auf andere Sachen achten? Zum Beispiel das wie bei einem Handyvertrag nur bestimmte Inklusiveinheiten vorhanden sind und alles was darüber hinaus geht dann deutlich teurer wird oder sowas in der Art?
 
So viele Optionen gibt es beim Stromtarif ja nicht. Bei der Auswahl solltest du darauf achten, dass einige Tarife mit einem hohen Bonus werben, der manchmal von den Suchmaschinen als Preisvorteil ausgegebene wird. Der Wechselbonus ist aber einmalig.

Ansonsten solltest du auf günstige Kilowatt-Preise und möglichst lange Preisgarantien achten. Die Anbieter werden zum Winter sicher wieder erhöhen.
 
Nun, da sind schon noch ein paar andere Dinge ausschlaggebend. Wie lang ist die Vertragslaufzeit? Wie gut ist der service, gibt es eine kostenlose Hotline? ....
Der Einfachheit halber würde ich eine Anbieter nehmen der Strom und Gas liefern kann und dann auch ein paar Euro drauf legen und einen "Öko-Anbieter" wählen.
Aber schau doch mal im Netz , es gibt viele Seiten wo Anbieter getestet wurden.

Viele bieten einen Neukundenbonus an, der normalerweise ende des ersten Jahres ausgezehlt wird. Das macht den Wechsel erst mal billig, nach einem Jahr kann man dann schauen ob man erneut wechselt. Aber der Wechsel an sich spart auf jeden Fall Kosten.
 
Die Vertragslaufzeit ist oft auch so lange wie die Preisgarantie. Bei den "Öko"-Tarifen muss man auch aufpassen, denn es ist nicht alles öko, wo es drauf steht.

Günstiger als der Grundversorger sind aber sehr viele Anbieter.
 
Ja, einfach ist es ! Aber, laß dich nicht reinlegen !

Meide:
* Vorauszahlung !
* Prämienmitnahme (meist gekoppelt mit längerer Laufzeit ...)
* lange Laufzeiten

Ansonsten:
* alles im Detail durchlesen und versuchen zu verstehen,; wenn nicht: nachfragen (beim jeweiligen Anbieter)
* Absprachen und Zusagen schriftlich geben lassen
* kurze Kündigungsfristen einräumen lassen
* nicht selber den alten Anbieter kündigen, alles vom Neuen machen lassen
* regelmäßig seinen Anbieter neu durchchecken !

Die Einsparungen halten sich in Grenzen (bitte die Lockvogel-Angebote außeracht lassen), aber 10-20% sind sicherlich machbar !
 
Sebbo- schrieb:
Kann man denn den billigsten Tarif einfach nehmen...

Naja, erstmal den billigsten finden.
Denn es gibt zig verschiedenen Konditionen, Bonuszahlungen, Preisgarantie, Wechselbonus, Vetragslaufzeiten und und und.
Da muß man erstmal alles schön Gegenrechnen.

Ich hab das auch hinter mir und am ende hab ich festgestellt, dass mein Grundversorger zwar ein klein wenig teurer ist, ich aber dafür die für mich bequemsten Konditionen habe (Vetragslaufzeit, Kündigungsfrist, Abschlagszahlen und den ganzen Kram).

Für bequemen Service zahl ich dann auch gern ein paar Cent mehr. Wenn es sich in Grenzen hält.
 
Bei uns ist sogar der Onlinetarif der Stadtwerke der günstigste.
 
Sebbo- schrieb:
Oder muss man da noch auf andere Sachen achten?

Du unterschreibst einen Vertrag, der auf längere Zeit nicht unerhebliche Teile deines Einkommens binden wird - wie wäre es damit, das Ding von vorn bis hinten durchzulesen und erst zu fragen, wenn du etwas konkret nicht verstehst?

Deine Beiträge klingen irgendwie, als wolltest du gar nicht so genau wissen, was du da unterschreiben sollst...
 
http://www.stromvergleich.net/

Es ist nicht immer leicht bei den ganzen Konditionen den besten für sich heraus zufinden.
Ich kann jedoch sagen das es sich manchmal lohnt ein paar Euros mehr zu bezahlen.
Klar sollte es erschwinglich bleiben, aber was nützt einem der günstigste Tarif, wenn der Service
unter aller Sau ist?!
 
Traurig das hier niemand darauf hinweist: Achte doch bitte bei einem Stromanbieter wechsel darauf das du vernünftigen grünen Strom bekommst, ansonsten unterstützt du weiterhin ein Unternehmen das eine große Gefährdung für dich, deine Familie, deine Kinder, deine Enkelkinder usw. fördert. Die kosten sind meist nicht viel höher als bei "normalen" Anbietern und du tust gleichzeitig noch was für die Umwelt.

Ich für meinen Teil habe zu Naturstrom.de gewechselt, die haben eine Vertragslaufzeit von einem Monat und sind trotzdem noch günstig. Der Service ist 1a, kann ich nur weiterempfehlen.
 
Grundsätzlich sollte man keine Vorkasse für ein Jahr abschließen, doch Geld sparen kann man damit trotzdem - solange es gut geht. Ich bin damit seit Beginn meiner Stromanbieterwechsel gut gefahren. Ob Flexstrom, Priostrom ect. keine Schwierigkeiten bisher gehabt. Und bis auf Teldafax kam mir auch noch kein anderer Fall zu Ohren. Die Sache mit Teldafax hatte aber auch warnende Vorläufer. Zig Kunden hatten sich Monate zuvor schon über den katastrophalen Kundenumgang und der Verwaltung beschwert. Da ging es auch zu Hauf um Rückzahlungen, die nicht ausgezahlt wurden.

Preisgarantie, Service, Bonus sind selbstverständlich das Salz in der Suppe, wenn es um Stromanbieter geht.

Sieht man sich in diversen Foren mal um, ist's mit dem Service bei den meisten Anbietern aber eher mau bestellt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich ist das Thema auch wieder aktuell. Lege Wert auf guten Service was ja bei Eprimo nicht der Fall sein soll. Ist jemand bei envacom und kann etwas darüber berichten? 100% Ökostrom und soll für meinen Postleitzahlbereich der günstigeste sein.

Aktuell bin ich bei FlexStrom und da kauft man ja im Paket. Verbraucht man weniger kriegt man aber nix zurück, verbraucht man mehr zahlt man deutlich drauf pro Kwh. Ist das bei envacom auch so?
 
Verivox ist eine gute Seite um einen günstigen Strom/Gas Tarif zu finden, es finden sich dort auch User Meinungen über den Stromlieferanten, was es leichter macht eine Entscheidung zu treffen.
 
Ich würde mein Schwergewicht bei Auswahl des Anbieters nicht unbedingt nur auf die User Bewertungen setzen, dann wird's schwer mit der Entscheidung. Auch Priostrom (mein Anbieter) hat nicht die besten Bewertungen, bin aber trotzdem (jedenfalls seit letztem Jahr), nicht enttäuscht worden. Wechsel und Anfragen waren kein Problem. Flexstrom macht wirklich nur bei Neukunden Sinn. Im Normaltarif zahlt man dort drauf.

Das Löschen der KW/H bei nicht verbrauchtem Strom ist meiner Meinung nach nur vertretbar, wenn Bonus und Lockangebot greifen. Ansonsten würde ich bei Neuabschluss immer darauf achten, dass nicht verbrauchter Strom zurück gezahlt wird.
 
Den Anbieter zu wechseln ist überhaupt nicht problematisch, die Leute haben meiner Meinung nach einfach zu viel Angst vor Veränderungen und wissen oft nicht wieviel bares Geld Sie sparen können mit einem Stromanbieter Wechsel. Ich muss selbst sagen, dass ich am Anfang auch sehr skeptisch war aber nach einigen Recherechen hab ich mich auch für einen Anbieterwechsel entschlossen und seitdem viel Geld erspart.

Grüße
 
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