Stromausfall, PC nicht ausgefallen

Julz2k

Lt. Commander
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Hallo,

ich hatte gerade einen Stromausfall für etwa eine halbe Sekunde, nach einer Sekunde sind die Lichter wieder angegangen.
Mein Monitor ist sofort schwarz geworden, die LED war jedoch noch an, auch beim PC, die Leuchte war noch an.

Nach etwa 3 Sekunden ist auf dem Bildschirm wieder ein Bild erschienen, wie bei einem alten Röhrenbildschirm, die Anzeige war verschwommen und braucht kurz bis alles sichtbar ist.

Nach der kurzen Dunkelheit war alles wieder da, nichts außer die Netzwerkverbindung war unterbrochen :-)

Das alles mit einem alten Seasonic 380W Netzteil, wahnsinn oder?

Hattet ihr so etwas auch schon einmal? Was im Netzteil bewirkt das alles Reibungslos verläuft?
Gibt es Unterschiede zu billigen Netzteilen und teuren oder ist das mittlerweile schon Standardmäßig in jedem Netzteil integriert?
 
Hauptverantwortlich für die Hold-up-Zeit istder Primärkondensator. Entscheidens ist seine Kapazität sowie der aktuelle Verbrauch des PCs. Nach ATX-Spezifikation sind mindestens 16 ms vorgeschrieben.

Bei günstigeren Netzteilen wird ein Primärkondensator mit wenig Kapazität verbaut, was die Hold-up-Zeit u. U. verkürzen kann.
 
Aus den CB Netzteil-Tests:

Stützzeit
Die Stützzeit (Hold-up-time) gibt an, wie lange das Netzteil bei voller Belastung und einer Unterbrechung der Netzspannung weiterhin spezifikationskonforme Versorgungsspannungen liefern kann. Eine hohe Stützzeit sorgt beispielsweise dafür, dass ein Rechner bei einem kurzzeitigen Spannungseinbruch im Stromnetz (erkennbar durch Flackern von Glühlampen) weiterläuft. Die ATX-Norm sieht ein Minimum von 16 Millisekunden vor. Netzteile, die das Minimum erfüllen, können problemlos an einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) betrieben werden.

Wenn der Rechner im Idle war und das Netzteil mehr als die 16ms schafft ist es durchaus möglich, dass ein kurzer Stromabfall überstanden wird.
(Die 16ms sind unter Volllast gemeint, d.h. 16ms bei 430W = 160ms bei 43W)
 
Jedes Netzteil hat eine Stützzeit, aber in der Regel handelt es sich um millisekunden (20 - 50). Also, ein Bruchteil einer Sekunde. Und das Seasonic ist in der Hinsicht nicht speziell, du hattest ganz einfach Glück.
 
Interessant wird es erst, wenn das Netzteil so lange aushält, dass man den Stecker in eine andere Dose stecken kann. Das wäre ein Traum.
 
@ LinuxMcBook

Im Standby klappt das Umstecken bis zur nächsten Steckdose bei mir meistens ;). Im Betrieb wäre eine vielfach höhere Stützzeit weder finanziell noch räumlich sinnvoll zu realisieren. Kondensatoren mit hoher Spannungsfestigkeit (mindestens 400 Volt) und sehr hohen Kapazitäten sind teuer und zudem riesig. Aus diesem Grund hat man USVs erfunden ;).
 
LinuxMcBook schrieb:
Interessant wird es erst, wenn das Netzteil so lange aushält, dass man den Stecker in eine andere Dose stecken kann. Das wäre ein Traum.
Ich habe es schon vor vielen Jahren mit einem alten Rechner gemacht, der sonst wieder ewig zum starten gebraucht hätte. :freak:
Aber ich wollte auch einfach mal wissen, ob es klappt, da ich z.B. schon ausversehen die schlecht zugängliche Steckerleiste beim Einstecken eines neuen Steckers ausgeschaltet und daraufhin wieder schnell angeschaltet habe, ebenfalls problemlos.
 
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