Studie - Auswirkung Arbeitsmittel auf Zufriedenheit

Y

Yuki0711

Gast
Guten Morgen zusammen,

ich befasse mich aktuell damit, in wie weit sich die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Arbeitsmitteln (PC, Laptop, Tablet, Smartphone) auf die Mitarbeiterzufriedenheit auswirken kann und schlussendlich auch zu einer Produktivitätssteigerung führen kann.

Wisst ihr bzw. weiß jemand, ob es diesbezüglich eine Studie gibt die das mal untersucht hat?

Viele Grüße euer Yuki aus dem Süden
 
Mit welchen Fokus suchst du?

Ich könnte mir vorstellen, dass nicht nur die Arbeitsmittel sondern auch die Prozesse der jeweiligen Unternehmen maßgeblich zur Mitarbeiterzufriedenheit sowie Produktivitätssteigerungen beitragen bzw. grad dies verhindern.

Bei meinem vorherigen Arbeitgeber war das Projektmanagement sehr gut digitalisiert und die Prozesse entsprechend auch stimmig. Beim aktuellen Arbeitgeber hab ich 5 verschiedene Word Dokumente wo ich jeweils die beauftragen Berater manuell erfassen muss ... und das ist nur eins von vielen Übeln. Im Projektmanagement sind wir noch auf Digitalisierungs-Stand 1.0 ... wir haben jeweils ein elektronisches Formular - es ist aber nichts verknüpft und auch nichts widerspruchfrei.
 
Der Fokus steht hauptsächlich erstmal auf die Arbeitsmittel sprich die Hardware wie Notebooks, PCs, Tablets & Smartphones, die uns der Arbeitgeber zur Verfügung stellt. Allein nur die Hardware ist natürlich nicht ausschlaggebend für die allgemeine Zufriedenheit seiner Mitarbeiter, aber trägt seinen Teil bei. Die Prozesse möchte ich erstmal nicht in Betracht ziehe wollen.
 
In welchem Rahmen beschäftigst du dich denn damit? Privates Interesse? Forschungsarbeit? Kommerzieller Hintergrund?
 
Was hat ddenn deine Studienrecherche bezüglich Mitarbeiterzufriedenheit ergeben? Keine einzige dabei, die auch Arbeitsmittel bewertet?

Basierend auf meinen persönlichen Erfahrungen: Arbeitsmittel, insbesondere Hardware, erhöhen die Mitarbeiterzufriedenheit in keinem relevanten Umfang. Und wenn doch, dann nur im Rahmen eines Strohfeuers, so lange das Hardwaresetup das erfüllt, was für die Bewältigung Arbeit notwendig ist. Gewährleistet es das nicht, wirkt sich das durchaus negativ auf die Mitarbeiterzufriedenheit aus.
 
Stimme meinem Vorredner zu..ob mir Arbeitsmittel gestellt werden oder nicht hat überhaupt nichts mit meiner Zufriedenheit zu tun. Vom AG bekommt man in der Regel sowieso mit Software und Sicherheitsmaßnahmen zerschredderte Arbeitsgeräte. Was ich ein gelungenes model finde, ist die Möglichkeit das ich mir selber meine Wunschhardware für ein jährlich zur Verfügung stehendes Budget besorge. Das erhöht meine Zufriedenheit, da ich hier bedarfsgerecht ausgestattet werde. Geht ja schon bei sowas wie Mäusen los. Smartphone vom Arbeitgeber fände ich furchtbar, wenn ich da einfach ein iPhone Hingeklatscht bekommen würde, da ich es privat einfach nicht nutzen würde. Letzteres ist aber für mich ein must have, damit es ein zufriedenheits Effekt bei mir hervorruft.
 
Eine Studie habe ich bisher nicht gefunden, die sich damit wirklich auseinander gesetzt habe. Ich denke, dass es schwierig ist das pauschal zu sagen, dass die mir zur Verfügung gestellte Hardware meines Arbeitgebers zu meiner allgemeinen Zufriedenheit beiträgt. Was ich allerdings schon glaube bzw. was ich meine zu behaupten ist, dass die Nutzungserfahrung nur das positiv ist, wenn ich mit meiner Hardware auch ohne IT-Störungen & reibungslos und schnell und effektiv meine Arbeit für meinen Arbeitgeber verrichten kann und das stimmt mich posKati und macht mich zufrieden. Aber auch hier ist das wieder so individuell und lässt sich schwer auf die Allgemeinheit übertragen.
 
Bei uns gibt es die Auswahl zwischen diversen Dell Laptop je nach Tätigkeit vom ultrabook bis zur mobilen workstation … dazu 2 verschiedene Transfer Platz bundle

Firmen phone wer halt eines braucht bekommt halt eines inkl. SIM

Es ist mir total egal was der AG mir gibt, Laptop mit ausreichend RAM und SSD genügt mir, Firmen phone vergammelt im Schrank und SIM steckt als 2. sim im privaten Gerät.

Kann nicht nachvollziehen wie Leute es „geil“ finden nen Firmen Handy zu bekommen etc. Dinge müssen halt dem Zweck dienen und funktionieren.

Funktioniert es nicht ist das sicher schlecht, und kann die Stimmung negativ beeinflussen.
 
@Yuki0711

Eine störungsfreie Nutzung von IT Endgeräten ist aber ein ganz anderer Sachverhalt.

Weiterhin hängt es ja von den Prozessen des Unternehmens ab, ob man wirklich schnell arbeiten kann. Meine Erfahrung bisher ist es, dass es meist nicht am Endgerät selbst liegt sondern an:
-> langsame Server auf denen die Software läuft (egal ob VM, On-Premise, Cloud ...)
-> langsame Software an sich
-> schlechte Prozesse/teilweise nicht aufeinander abgestimmte Prozesse
-> keine Verknüpfung von Prozessketten (=manuell redundante Datenerfassung in unterschiedlichen Systemen)

Die IT Ausstattung sollte zu meinen Aufgaben/den Aufgaben der jeweiligen Position passen. Ich hab beispielsweise ein Firmen iPhone bekommen ... aber keinerlei Rufbereitschaft oder so. Somit starte ich alle paar Monate das Teil um das neueste Update zu installieren nach Vorgabe der IT und dann landet es wieder in der Ecke.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: nebulein
Ich würde das eher von der Software etc. abhängig machen. Der Workflow muss halt passen und da genügt selbst ein Sandy Bridge mit 8GB/16GB heutzutage oft noch. Das Gerät disqualifiziert sich höchstens, weil es nicht mehr Win11 kompatibel ist. Oder weil die Anforderungen gestiegen sind. Einige unserer Kunden nutzen CAD Software, hier wird dann schon großen Wert auf das Arbeitsgerät gelegt, aber bei 90% der Kunden ist im Prinzip ein 0815 Office Gerät im Einsatz und die meiste Zeit verbringt man auch mit lösen von Softwareproblemen.

Zum Thema Workflow, es ist nicht selten so, dass unsere Kunden noch Prozesse haben, bei denen man sich von außen dann schon fragt warum hier nicht mal bissl Geld in die Hand genommen wird um das ganze vernünftig zu lösen. Da wird dann lieber mit Papier bzw. Excel gearbeitet, anstatt sich mal eine vernünftige Datenbank aufzubauen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: _killy_
Bezüglich Ausstattung geht es zumindest mir folgendermaßen.

Solange die Ausstattung meine Tätigkeit nicht behindert ist sie gut. Wenn nicht beschwere ich mich lange genug bis ich bekomme was ich brauche.
Wirklich zufriedener macht mich das nicht.

Da ist es (für mich) viel wichtiger, dass der Kaffee den man auf Arbeit bekommt gut trinkbar ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fireblade_xx und Yuki0711
Mit voranschreitendem Alter und Berufserfahrung kann ich mich den meisten Vorrednern anschließen: So lange die Ausstattung tut was sie soll und mich nicht aktiv behindert sind mir Details egal geworden. Ich hatte letztes Jahr zu meinem Windows Standard Client ein Macbook Pro, welches mir persönlich deutlich mehr zusagt. Allerdings war die Integration in die Unternehmenslandschaft nicht so perfekt wie mit Windows Geräten.

Ergebnis: Ich habe das Macbook wieder abgegeben und nutze ein langsameres, hässlicheres, billiger anmutendes Dell Latitude - so lange mein Workflow damit unterstützt wird (das einzige Ärgernis derzeit ist die absolut miese Teams Performance in Verbindung mit 4K Monitoren) bin ich damit zufrieden. Ich hätte nun wohl wieder die Option auf ein M2 Pro MBP was eine nette Spielerei ist, aber wie oben schon geschrieben: Strohfeuer... Sowas zieht bei Absolventen / sehr jungen Arbeitnehmern - meine Meinung.
 
Zurück
Oben